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Veröffentlicht am 12.07.2021

Klischees & kindische Protagonisten

Wild Irish - Cillian
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»Wild Irish – Cillian«
Was ist heißer als ein Rockstar? Irische Rockstars!

Klappentext
Der Tod ihrer Schwester hat Delaney hart getroffen. Doch als sie dann auch noch ihren Verlobten mit einer anderen ...

»Wild Irish – Cillian«
Was ist heißer als ein Rockstar? Irische Rockstars!

Klappentext
Der Tod ihrer Schwester hat Delaney hart getroffen. Doch als sie dann auch noch ihren Verlobten mit einer anderen erwischt, will sie einfach nur noch weg. Kurzerhand bucht sie einen Flug nach Irland, fest entschlossen, die Bucket List ihrer Schwester abzuarbeiten. Auf einer einsamen Single-Track-Road kollidiert sie fast mit einem anderen Auto und sieht sich dem schlecht gelaunten, aber atemberaubend attraktiven Iren Cillian Gallagher gegenüber, der offenbar von amerikanischen Touristen gar nichts hält. Trotz des holprigen Starts bietet er ihr an, ihn seinem Cottage unterzukommen. Er verschweigt ihr allerdings, dass er der Lead-Sänger der Band Wild Irish ist, die gerade die irischen Charts stürmen. Denn Cillian hat seine eigenen Gründe, sich vor der Welt zu verkriechen – er hat sich mit seinem Bruder und der Band überworfen und es scheint, als sei Wild Irish bereits jetzt schon Geschichte, bevor ihr Erfolg überhaupt richtig Fahrt aufnimmt. Vom ersten Moment an fliegen die Funken zwischen Delaney und dem sexy Iren, doch keiner von ihnen will die Gefühle zulassen, die schon bald zwischen ihnen brodeln…

Meine Meinung
»Wild Irish – Cillian« ist nicht nur der Auftakt der »Wild Irish«-Trilogie, sondern auch mein erstes Buch der Autorin C. M. Seabrook. In den Folgebänden der Rockstar Romance geht es um Cillians Bandkollegen Owen (01.10.2021) und Shane (01.01.2022).

Ein weiteres Werk, für das Seabrook bekannt ist, heißt »A Song For You«.

Handlung



Während mich der klischeehafte und verbrauchte Einstieg in die Geschichte nicht gestört hat, da Seabrooks Humor das wieder wett machen konnte, wurde ich gegen Ende immer genervter.

Die Idee mit der Bucket List ihrer Schwester, die Delaney abarbeiten möchte, ist wirklich nichts Neues. Trotzdem habe ich mich darauf eingelassen, da unoriginell ja nicht unbedingt schlecht bedeutet. Und auch als Delaney und Cillian zum ersten Mal aufeinandergetroffen sind und sofort diese berüchtigte Anziehungskraft zwischen ihnen herrschte, war ich noch offen für die Story.

Das verging allerdings sowie eben jene Anziehungskraft immer unrealistischer wurde. Kann ja sein, dass man jemanden auf den ersten blick attraktiv findet. Aber so wie die Autorin das darstellte, erschien mir das ein wenig überspitzt. Vor allem ging es mir viel zu schnell. Die Protagonisten kannten sich überhaupt nicht und trotzdem hüpften sie nach kurzer Zeit bereits zusammen in die Kiste.

Ein weiterer Kritikpunkt ist dieser riesige Zeitsprung im letzten Drittel von »Wild Irish – Cillian«. Ich hätte wahnsinnig gerne gewusst, was währenddessen vorgefallen ist. Haben sich Cillian und sein Bruder vertragen? Was ist mit Delaneys Eltern? Es gibt so viel, mit dem man diesen Zeitsprung hätte füllen können. Aber nicht nur das – er kam außerdem viel zu abrupt. Ich hatte das Kapitel fertig gelesen, war gespannt, was als nächstes passiert, blättere die Seiten um und dann – Monate später. Das hat mir wirklich nicht gefallen.

Des Weiteren ist da noch dieses Ende. Seufz. Es war einfach nur unbefriedigend. Cillian und Delaney hatten gerade erst Versöhnungssex, da ist er losgezogen, um ihr einen Verlobungsring zu besorgen. Natürlich hat sie das erst mal nicht geblickt, ist in einem leeren Bett aufgewacht und daraufhin – verständlicherweise – total ausgeflippt. Wer kauft denn bitte so schnell einen Ring für sein Mädel? Nicht, dass ich was gegen frühe Hochzeiten hätte, aber die beiden kannten sich erst wenige Wochen, dann war da dieser ZEITSPRUNG, schließlich hatten sie noch den gerade angesprochenen Versöhnungssex und dann rennt der Typ Hals über Kopf los, um einen Ring zu kaufen. Nee, nee, das war absolut übereilt.

Aber nichts im Vergleich zu dem Epilog. Da ist Seabrook dann nochmals auf Nummer sicher gegangen und hat dafür gesorgt, dass die Protagonisten nicht nur verheiratet sondern zudem noch schwanger waren. Jepp, hier wurde echt nichts dem Zufall überlassen. Und diese Schwangerschaft hat tausende Fragen bei mir aufgeworfen. Wie soll Cillian sich um ein Baby kümmern und gleichzeitig mit seiner Band touren? Vor allem hat er seiner Frau versprochen, für immer bei ihr zu bleiben und sie zu unterstützen. Wie bitte möchte er das bewerkstelligen? Lässt er dann einfach seine Band, die sich soeben erst wieder vertragen hat, im Stich? Damit treibt er die ja gleich mit in den Ruin.

Und damit kommen wir sogleich zu meinem nächsten Punkt – das ‚Rockstar‘ vor ‚Romance‘. Ich habe kaum zu spüren bekommen, dass es sich bei »Wild Irish – Cillian« um eine Rockstar Romance handelte. Das ist leider, leider bei sehr vielen Büchern dieses Genres so. Ich hätte mir so sehr gewünscht, einen tieferen Einblick in Cillians Berufsleben zu erhalten. All die Nach- und Vorteile, die so eine Rockstar-Dasein mit sich bringt, wurden gar nicht beachtet und klebte dieser Bäpper nicht auf dem Cover, so hätte ich aufgrund des Inhalts überhaupt nicht vermutet, dass es sich um eine Rockstar Romance handelt.

Erzählstil
C. M. Seabrooks Art zu erzählen gefiel mir im Vergleich zu der Handlung ganz gut. Ich mag ihren Humor und ihren Schreibstil. Doch an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr ins Detail gegangen wäre. So hätte die Geschichte mehr Tiefe und zugleich mehr Seiten erlangt. Dann käme das Ganze nicht so übereilt, hektisch und heruntergebrochen rüber.

Charaktere
Von den Hauptfiguren war mir definitiv Delaney die sympathischere. Zwar konnte ich mich nicht so leicht in sie hineinversetzen, aber ich Beweggründe waren zu jeder Zeit nachvollziehbar. Im Gegensatz zu denen von Cillian. Und damit kommen wir zu dem ‚Kindisch‘ in dem Titel meiner Rezension.

Cillian befindet sich ziemlich lange in einem Streit mit seinem Bruder, weil er davon ausgeht, dass dieser mit seiner damaligen Freundin geschlafen hat. Dass dies nicht der Fall war, war mir als Leserin augenblicklich bewusst. Doch statt seinem Bruder oder auch seinen Freunden mal für eine einzige Sekunde Gehör zu schenken, hat er sich ständig ‚betrogen‘ gefühlt. Das war sowieso das Gefühl, das ihn zu 99 Prozent der Zeit heimgesucht hat. Oder als er und Delaney sich streiten. Er sieht zwar ein, dass es sein Fehler war, doch den Mumm, auf sie zuzugehen, hat er trotzdem nicht. Lieber suhlt er sich im Selbstmitleid und schustert sich irgendwelche kindischen Ausreden zusammen. Sogar als er schließlich die Chance hat, mit ihr zu reden, rennt er buchstäblich davon! Sein Verhalten ist mir SO auf den Keks gegangen, dass ich gar nicht sagen könnte, wie oft ich die Augen verdreht habe oder das Bedürfnis verspürte, meinen Tolino gegen die nächste Wand zu schleudern.

Ach ja, außerdem hat Cillian immer ‚geknurrt‘. Er konnte nie in normalem Tonfall reden; das hat mich zugegebenermaßen nicht stark tangiert, aufgefallen ist mir die häufige Verwendung dieses Wortes aber natürlich trotzdem.

Cover
Das Cover von »Wild Irish – Cillian« ist nichts Besonderes. Es sticht nicht aus der Menge heraus und unterscheidet sich auch sonst nicht großartig vom Äußeren anderer aktueller Liebesromane. Nichtsdestotrotz hat es mich angesprochen. Zudem finde ich, dass es gut mit den Covern der Folgebände harmoniert.

Gefühl
Zu meinem Bedauern weist »Wild Irish – Cillian« zu allem Überfluss auch noch einen Mangel an Gefühlen auf. Wie ich oben schon einmal erwähnt habe, ist Seabrook nie wirklich ins Detail gegangen und konnte somit auch die Emotionen nicht gut transportieren. Ich als Leserin wurde auf emotionaler Ebene überhaupt nicht berührt; das Gefühl, das bei mir alle anderen überwog, war das Genervtsein.

Fazit
Schlussendlich muss ich sagen, dass ich »Wild Irish – Cillian« nicht weiterempfehlen werde. Zu viele Klischees und kindische Charaktere mit wenig Tiefe. Der Roman stellt vielleicht ein gutes Buch für Zwischendurch dar, aber auch da kenne ich bessere.

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Eine sommerliche Liebesgeschichte

Alles, was du für mich bist
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„Alles, was du für mich bist – Everything for you“

Sie erkennt bald, dass er nicht mehr nur der verwöhnte Sonnyboy von früher ist …


Klappentext

Luís und Nuria sind beste Freunde seit Kindertagen. ...

„Alles, was du für mich bist – Everything for you“

Sie erkennt bald, dass er nicht mehr nur der verwöhnte Sonnyboy von früher ist …


Klappentext

Luís und Nuria sind beste Freunde seit Kindertagen. Heute ist er einer der besten Kitesurfer der Welt, sie eine gefragte Physiotherapeutin. So ist es auch Nuria, die sich um Luís kümmert, als ein tragischer Unfall seiner Karriere jäh ein Ende setzt und er desillusioniert auf die heimische Hacienda zurückkehrt. Nuria erkennt bald, dass er nicht mehr nur der verwöhnte Sonnyboy von früher ist. Und während Luís alles daransetzt, ihr bei der Suche nach der großen Liebe zu helfen, beginnt Nuria, ganz neue, unbekannte Gefühle für ihn zu spüren …


Meine Meinung

Zwar ist „Alles, was du für mich bist“ der zweite Band der „Everything for you“-Reihe, doch er ist zugleich mein erstes Buch der Autorin Nora Welling. Der Auftakt ist unter dem Namen „Alles, was ich für dich fühle“ zu finden und der dritte Teil heißt „Alles, was du mir versprichst“ und erscheint am 30.07.2021 beim LYX-Verlag. Ein weiterer Liebesroman der Autorin lautet „Late Night – Unter Haien“ und wird im November dieses Jahr rauskommen.


Handlung

„Alles, was du für mich bist“ ist eine einzige emotionale Reise. Da sowohl Luís als auch Nuria mit verschiedenen Ängsten und Unsicherheiten zu kämpfen haben, geht es in der Geschichte hauptsächlich darum, diese zu überwinden.

Meiner Ansicht nach ist Luís und Nurias Reise sehr gut dargestellt worden. Ich wurde in ihre kleine Welt auf der Hacendia reingezogen und es war mir eine große Freude, den beiden bei ihrer Weiterentwicklung und Selbstfindung zuzusehen.

Allerdings ging es mir am Ende des Buches dann alles etwas zu schnell. Ich möchte hier niemanden spoilern, deswegen werde ich dies nicht weiter ausführen, aber ich hätte mir gewünscht, dass zum Schluss nicht Handlung auf Handlung auf Handlung folgen würde. So wäre der Abschluss für mich als Leserin runder und befriedigender gewesen.


Erzählstil

Nora Welling schreibt sehr anschaulich, so dass es mir ein leichtes war, mich in die Geschichte einzufinden. Zudem hat sie mich mit ihren Worten auf emotionaler Ebene berührt – das hat mir sehr gefallen.

Doch manchmal schien es mir, als hätte sie ein wenig den roten Faden verloren. Hier und da gab es einige Abschweifungen und die Beschreibung eines bestimmten Gerichts oder des Wetters waren mir wirklich zu detailliert. Auf Grund dessen, habe ich manche Abschnitte nur überflogen und wurde somit aus meinem Lesefluss herausgerissen.


Charaktere

Die beiden Protagonisten Nuria und Luís waren mir im Großen und Ganzen sehr sympathisch. Speziell Nuria bewundere ich für einige ihrer Charaktereigenschaften. Sie ist wahnsinnig aufopferungsvoll ohne jemals irgendeine Entschädigung zu erwarten. Das hat mich total fasziniert.

Luís dagegen hat sich zu Beginn noch ziemlich im Selbstmitleid gesuhlt. Was natürlich auch verständlich war. Umso mehr hat mir seine Entwicklung gefallen; sein Ehrgeiz, der im Verlauf der Geschichte immer öfters hervorblitzte.

Manchmal hätte ich aber vor allem Nuria gerne einmal kräftig durchgeschüttelt. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehen und bin der Meinung, dass Luís es verdiente zu wissen, warum sie jetzt dies oder das machte.

Von den Nebenfiguren war mir Linda, die Frau von Luís’ Bruder Damián, am liebsten. Sie hat Nuria in ihrer Selbstfindung weitergeholfen, statt dieser im Weg zu stehen, wie es oft bei den Männern der Hacienda der Fall war.


Cover

Das Cover von Noras neuestem Roman passt wie ich finde perfekt zum Inhalt. Es strahlt etwas unglaublich friedliches aus und ich liebe die harmonierenden Farben. Außerdem fügt es sich super zwischen die Buchrücken von Band eins und zwei ein.


Gefühl

Der erste Teil der „Everything for you“-Trilogie ist keins der Bücher, die mich zum haltlosen Schluchzen gebracht haben. Trotzdem haben mich Luís und Nurias Schicksale auf emotionaler Ebene berührt. Ich konnte mit ihnen mitlachen und -trauern und ihre Gefühle nachvollziehen.


Fazit

Schlussendlich kann ich sagen, dass sich „Alles, was du für mich bist“ als perfekte romantische Geschichte an einem warmen Sommertag eignet. Wer Bücher hauptsächlich aus dem Grund liest, den Figuren bei der Selbstfindung zuzuschauen, sollte sich diesen Roman unbedingt besorgen!

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein genialer Auftakt!

Silver Crown - Forbidden Royals
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"Silver Crown - Forbidden Royals"

Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie...


Klappentext

Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge ...

"Silver Crown - Forbidden Royals"

Sie ist das dunkle Geheimnis der königlichen Familie...


Klappentext

Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ihr Vater zum König gekrönt werden soll, findet sich Emilia als seine illegitime Tochter plötzlich in der Rolle der Kronprinzessin wieder. Ihr neues Leben im Palast könnte der Anfang eines Märchens sein. Aber Emilia merkt schnell, dass sie von Intrigen und Machtspielen umgeben ist - und von Menschen, die alles andere als begeistert von ihrem unerwartetem Aufstieg sind. Ganz besonders Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter, scheint ihre bloße Anwesenheit als Provokation zu empfinden. Anders kann sich Emilia seine düsteren Blicke nicht erklären, die trotz allem ihr Herz höher schlagen lassen...


Meine Meinung

"Silver Crown" ist nicht mein erster Roman der erfolgreichen Autorin Julie Johnson. Nein, davor hatte ich mich bereits in die "Faded"-Dilogie verliebt und wusste nach dem Lesen dieser - ich MUSS die "Forbidden Royal"-Reihe in meinem Regal stehen haben!


Cover

Ich liebe das Cover von "Silver Crown"! Es passt einerseits perfekt zu Folgeband zwei und drei, andererseits strahlt es in seiner Schlichtheit etwas wahnsinnig Elegantes aus, das sich auch in der Story wiederfinden lässt.


Erzählstil

Julies Erzählstil ist ohne Witz der Knaller. Sie schreibt zugleich humorvoll und mit viel Gefühl. All ihre Wörter treffen mich tief und sie besitzt so eine solche Redegewandheit, dass mir manchmal tatsächlich der Mund vor Staunen offen stehen blieb. Ihre Art zu schreiben macht absolut süchtig.


Handlung

Ebenso hat mich die Handlung von "Silver Crown" gefesselt. Dieses Buch ist kein 0815-Liebesroman. Stattdessen geht es um Intrigen, Leidenschaft, Machtspielchen, Liebe und Freundschaft. Ich konnte zu keiner Zeit hervorsagen, was als nächstes passiert, wie es bei mir so oft der Fall ist. Der erste Band der "Forbidden Royals"-Trilogie hatte mich vollkommen in seinen Bann gezogen!


Charaktere

Genauso sympathisch waren mir - die meisten - Charaktere. Es fiel mir leicht, mich in die Protagonistin Emilia hineinzuversetzten. Mir gefällt ihre eigensinnige Sturheit und ihre Schlagfertigkeit.

Dasselbe lässt sich auch bei Carter erkennen. Er ist voller Widersprüche - sowohl stur als auch liebevoll, sowohl fies als auch verletzlich. Seine Wortfechtereien mit Emilia haben mich jedes Mal ums Neue begeistert.


Fazit

"Silver Crown" ist ein humorvoller, emotionaler, düsterer Roman, den ich dringend weiterempfehle! Doch wie auch Julie in ihrem Vorwort erwähnt - es ist nicht die Zeichentrickversion eines Märchens...

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Trotz fantastischem Einstiegs ein ausgelutschter Plottwist

Everything We Had (Love and Trust 1)
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„Everything We Had“

„Ich hasse diese Unsicherheit, das beklemmende Gefühl in meiner Brust, das mir vermittelt, ich sei in Gefahr. Noch vor einem Jahr gab es kaum etwas, wovor ich Angst hatte. Doch da ...

„Everything We Had“

„Ich hasse diese Unsicherheit, das beklemmende Gefühl in meiner Brust, das mir vermittelt, ich sei in Gefahr. Noch vor einem Jahr gab es kaum etwas, wovor ich Angst hatte. Doch da war ich auch noch die furchtlose Kate, die naiv mit offenen Armen durchs Leben gelaufen ist.“


Klappentext

Offen, optimistisch, lebensfroh – das ist Kate. Bis ein zutiefst traumatisches Erlebnis sie aus der Bahn wirft. Sie bricht das College in London ab und zieht sich zurück. Nur eines hält sie aufrecht: ihr Traum vom eigenen Café. Als sie die Chance bekommt, einen kleinen Laden in London zu mieten, setzt sie alles auf eine Karte. Doch sie hat die Rechnung ohne Aidan gemacht. Der Neffe der Inhaberin möchte das Geschäft in einen Buchladen verwandeln. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss Kate mit Aidan zusammenarbeiten. Dabei kommen sie einander gefährlich nahe. Doch Kate kann es sich nicht leisten, dass jemand einen Blick hinter ihre Fassade wirft und entdeckt, dass ihre Seele in Scherben liegt …


Meine Meinung

„Everything We Had“ ist der erste Roman, den ich von der deutschen Autorin Jennifer Bright gelesen habe. Auf Instagram ist sie als die beliebte Buchbloggerin wort_getreu bekannt, wo sie vor allem über New und Young Adults postet. Ihr Debüt als Schriftstellerin feierte sie 2020 mit „The right kind of wrong“, einer Geschichte, in der es um Kates beste Freundin Zoe geht.

Der Folgeband von „Everything We Had“ erscheint am 03.01.2022 unter dem Titel „Everything We Lost“ und handelt von Hope, die ich bereits als Kates Angestellte kennenlernen durfte.


Cover

Ich habe mich in das Cover von „Everything We Had“ verliebt. Ernsthaft, ich habe noch nie ein Cover gesehen, das SO wunder-, wunderschön ist! Das zarte Design mit den Wiesenblumen, die harmonischen, warmen Farben, die Schriftplatzierung – es war Liebe auf den ersten Blick!


Erzählstil

Ebenso gefiel mir Jennifer Brights Art zu schreiben. Sie hat diesen perfekten New-Adult-Erzälstil drauf, in den ich mich schon vor langer Zeit verguckt habe. Ihre Worte haben mich emotional berührt und mir seitenweise den Atem geraubt.


Handlung

Nachdem ich wenige Wochen zuvor den Prolog gelesen habe wusste ich: Ich muss dieses Buch haben! Die Themen, die in „Everything We Had“ behandelt werden sind sehr wichtig, es sind Themen, vor welchen man nicht die Augen verschließen darf. Deshalb finde ich es gut, dass auf den letzten Seiten des Romans auch Hilfestellen angeboten werden.

Nichtsdestotrotz ist die Handlung das, woran ich am meisten auszusetzen habe. Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber es gibt zwei Ideen in dem Roman, die schon so oft verwendet worden sind, dass sie einfach nur noch ausgelutscht sind. Vor allem von einer Buchbloggerin, die sich mit genau diesem Genre beschäftigt, hätte ich mir einen originelleren Plottwist gewünscht. So kam es, dass meine Begeisterung für die Geschichte ziemlich abgeflaut ist. Dass ist wirklich schade, da ich nach dem fabelhaften Einstieg große Erwartungen an „Everything We Had“ hatte.


Charaktere
Die Protagonistin Kate habe ich von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen. Obwohl sie viele Ängste hat, hat sie sich von ihnen nicht ihren größten Traum nehmen lassen – ein Caffee zu eröffnen. Das und wie sie Aidan immer Konter geboten hat, bewundere ich sehr!

Aidan, der zu Beginn der Story spaßhaft von Zoe als Mr Grumpy betitelt wird, ist im Verlauf der Handlung um einiges weicher geworden. Das hat mir auf der einen Seite sehr gefallen. Auf der anderen jedoch habe ich mich gefragt, ob er noch andere Sätze als „Geht es dir gut?“, „Ist alles in Ordnung?“ oder „Bist du okay?“ in seinem Separat vorrätig hatte. Das hört sich wahrscheinlich etwas fies an, aber manchmal ist mir das dann doch etwas zu viel geworden.

Von den Nebencharakteren hat mir ja Archer, Aidans Bruder, am besten gefallen. Ich liebe seinen Humor ebenso wie seine bunten Haare!

Oh, und nicht zu vergessen: Cookie und Brownie! Aidans Katzen haben meiner Meinung nach allen die Show gestohlen.


Fazit

Schlussendlich kann ich sagen, dass „Everything We Had“ zwar ein sehr schöner Roman ist, der allerdings so seine Schwächen hat. Mir persönlich war die Handlung einfach zu ausgelutscht – jedoch liegt dies bestimmt auch daran, dass ich bereits wahnsinnig viele New und Young Adults gelesen habe, und die Plottwists da ja oft ähnlich sind.

https://www.lovelybooks.de/autor/Jennifer-Bright/Everything-We-Had-2799793788-w/rezension/2944849715/

https://wasliestdu.de/rezension/trotz-fantastischem-einstiegs-ein-ausgelutschter-plottwist

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Gut, aber nicht so überzeugend wie Band 1

Secret Academy - Gefährliche Liebe (Band 2)
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„Secret Academy – Gefährliche Liebe“

Das nervenaufreibende Finale der „Secret Academy“-Dilogie von Autorin Valentina Fast!


Klappentext

Alexis hat Hochverrat begangen – am MI20, ihren Freunden und ...

„Secret Academy – Gefährliche Liebe“

Das nervenaufreibende Finale der „Secret Academy“-Dilogie von Autorin Valentina Fast!


Klappentext

Alexis hat Hochverrat begangen – am MI20, ihren Freunden und ihrer großen Liebe. In einem Hochsicherheitsgefängnis wartet sie nun auf ihren Prozess und geht dabei an ihre körperlichen und emotionalen Grenzen. Hinter Gittern trifft sie auf alte Bekannte, die ihr das Leben zur Hölle machen. Und auch an der Akademie spitzt sich die Lage zu: Cassie geht es immer schlechter, und Dean fasst einen Entschluss, der ungeahnte Folgen hat. Die Situation scheint aussichtslos, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kann Alexis ihre Fehler wiedergutmachen?


Meine Meinung

„Secret Academy – Gefährliche Liebe“ ist der finale Band der zweiteiligen Jugendbuchreihe von Valentina Fast. Der erste Teil ist unter dem Titel „Secret Academy – Verborgene Gefühle“ zu finden.

Des weiteren ist die deutsche Autorin für ihre dystopische „Royal“-Reihe sowie die „Meereswelten“-Saga bekannt. Auch ich habe sie durch die „Royal“-Reihe kennengelernt, doch lieben gelernt habe ich sie erst durch „Secret Academy“.


Cover

Wie schon beim Auftakt der Dilogie gefällt mir das Cover des zweiten Bandes total! Nicht nur, dass es perfekt zu dem von Teil eins passt, ich liebe die Farben sowie die geheimnisvolle Ausstrahlung.


Erzählstil

Aber noch viel mehr als die äußere Gestaltung mag ich Valentinas Schreibstil! Zwar ist bereits in „Verborgene Gefühle“ ihr Humor durchgeblitzt, doch musste ich bei „Gefährliche Liebe“ ständig ein Lachen unterdrücken. Ich als Leserin habe regelrecht gespürt, was für einen Spaß es der Autorin gemacht hat, diesen Roman zu schreiben.

Aber der Schreibstil ist nicht nur humorvoll, sondern auch wahnsinnig fesselnd. Oft habe ich während des Lesens komplett die Zeit aus den Augen verloren, so vertieft war ich in die Geschichte.


Handlung

Und die Handlung… müsste ich sie mit nur einem Ausdruck beschreiben, wäre es wohl mind blowing. Es ging Schlag auf Schlag, ständig ist etwas Neues passiert, nie hatte die Leserschaft Zeit, sich auszuruhen. Das ist einerseits gut, da ich ununterbrochen gefesselt war und vor Spannung und Neugierde fast umgekommen bin. Andererseits war es mir teilweise schon etwas zu viel. Mein Hirn konnte die ganzen neuen Eindrücke und Informationen oftmals gar nicht richtig verarbeiten, wodurch es manchmal schwer war, mitzukommen.

Auch gibt es einige Punkte in der Handlung, für die ich mir eine andere Lösung gewünscht hätte. Manche Dinge erschienen mir unglaubwürdig und das Ende der Story fühlte sich für mich einfach zu perfekt an.

Außerdem finde ich es etwas Schade, dass Alexis Schwester Cassie bei dem ganzen Drama ein ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. Dabei ist sie doch der Grund, weshalb Alexis sich erst in das ganze Schlamassel gebracht hat.

Ich hätte es gut gefunden, hätte Valentina Fast manche Punkte noch besser ausgearbeitet.


Charaktere

Die Figuren habe ich alle wahnsinnig schnell in mein Herz geschlossen. Vor allem Grace – awww, ich liebe dieses Mädchen! Ebenso mochte ich die Protagonistin Alexis und ihre Freunde. Allerdings war es zeitweise schwer, durchzublicken, wer auf welcher Seite steht. Deshalb fiel es mir bei diesem Band schwerer, mich in die Charaktere hineinzuversetzen.

Nichtsdestotrotz ist mir die ganze Crew aus „Gefährliche Liebe“ so sympathisch, wie es bei mir lange nicht mehr der Fall war! Als ich das Buch zugeklappt habe, war ich ehrlich betroffen, Alexis, Grace, Dean, Clyde, Dr. Sam und die anderen gehen lassen zu müssen. Na ja, außer bei Vivien, Doloris, Dr. Meier und den restlichen Dreckssäcken, da fiel mir das natürlich nicht so schwer…


Atmosphäre

Die Atmosphäre, die Valentina mit diesem Buch erzeugt hat, ist der Hammer! Ich habe vorhin schon mal von ihrem Humor geschwärmt, kann nun aber nicht anders, als es erneut zu tun! Durch ihr humorvolles Schreiben sowie ihre witzigen Charaktere fühlt sich „Gefährliche Liebe“ wie Nachhausekommen an.


Fazit

Schlussendlich kann ich sagen, dass mir der finale Band der „Secret Academy“-Dilogie gut gefallen hat – wenn auch nicht so gut, wie Teil eins. Aufgrund von Handlungen, die mich nicht zufrieden gestellt haben und zu viel Überspitzung ist meine Begeisterung für „Gefährliche Liebe“ nicht so groß wie für den Auftakt. Trotzdem empfehle ich den Roman weiter; geeignet ist er meiner Meinung nach für Jugendliche, die eine Schwäche für lustige, nervenaufreibende Geschichten mit Figuren, die man einfach lieben muss, haben.

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