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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2024

Das Leben in all seinen Facetten

Vom Ende der Einsamkeit
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Selten ist es mir so schwergefallen, etwas über ein gelesenes Buch zu schreiben, wie bei diesem hier. Eigentlich hätte ich die Geschichte wahrscheinlich auch nie gelesen, hätte sich mir das Buch durch ...

Selten ist es mir so schwergefallen, etwas über ein gelesenes Buch zu schreiben, wie bei diesem hier. Eigentlich hätte ich die Geschichte wahrscheinlich auch nie gelesen, hätte sich mir das Buch durch so viele gute Stimmen darüber nicht förmlich aufgedrängt und was soll ich sagen, irgendwie kann ich verstehen, warum es so hochgelobt wurde und wird.

Erzählt wird hier, eher ruhig und ohne künstlich erzeugte Spannung, die Lebensgeschichte von Jules, wie er bereits in jungen Jahren seine Eltern verliert, wie dies sein Leben beeinflusst, wie er Alva kennenlernt, sich verliebt und dennoch auf der Stelle tritt. Nebenbei erfährt man, wie es mit seinen Geschwistern weitergeht, wie sie sich voneinander entfernen, ihre eigenen Wege gehen, aber auch wieder zusammenwachsen. Dabei geht es ohne jeden Kitsch um das pure Leben, um Verlust, Zusammenhalt und irgendwie auch darum, dass das Leben immer weitergeht. Gerade das Ende des Buches lehrt Jules und damit auch den Leser, dass die tragischen Momente dazu gehören, es aber auch Schönes gibt, auf welches man sich stützen kann.

Was mich so richtig beeindruckt hat, war, dass die Charaktere nicht nur vielschichtig geschrieben sind, sondern zudem wahnsinnig lebendig und realistisch. Für mich fühlten sie sich so real an, als könnte es sie wirklich geben, ich sie einfach googeln könnte und erfahren würde, was aus ihnen geworden ist. So gern wüsste ich, was aus Jules nach Ende des Buches geworden ist, aus seinen Geschwistern und Kindern. Sind sie glücklich?

Auch der Schreibstil ist wirklich gut. Zwar habe ich echt lange für das Buch gebraucht, aber dafür habe ich es umso intensiver gefühlt. Obwohl der Schreibstil nämlich eher nüchtern ist, erzeugte er bei mir beim Lesen eine gewisse Leere, aber auch Mitgefühl und eine gewisse Emotionalität. Zeitgleich beinhaltet dieses Buch so viele schöne und tiefgründige Sätze, dass ich mit dem Markieren kaum hinterherkam.

Alles in allem kann ich verstehen, warum dieses Buch so geliebt wird, denn es ist ein Abbild des ganz normalen Lebens, mit all seinen Höhen und Tiefen. Es ist realistisch, tiefgründig und einnehmend. Außerdem muss man die Charaktere einfach ins Herz schließen, selbst, wenn sie hier und da Wege gehen, von denen man sie gern abhalten möchte. Aber so ist das Leben nun einmal, mit all seinen Unannehmlichkeiten, aber auch Freuden.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Ein seichter aber interessanter Start

The Ruby Circle (1). All unsere Geheimnisse
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Ich bin ein Coveropfer, ich gebe es zu! Und deshalb musste ich dieses Buch hier einfach haben, ohne vor dem Lesen wirklich etwas über die Geschichte zu wissen. Dafür hat mich diese dann aber echt gut unterhalten, ...

Ich bin ein Coveropfer, ich gebe es zu! Und deshalb musste ich dieses Buch hier einfach haben, ohne vor dem Lesen wirklich etwas über die Geschichte zu wissen. Dafür hat mich diese dann aber echt gut unterhalten, war spannend und romantisch.

Vor allem das Setting hat mir hier gefallen, denn dieses ist an einer elitären Universität in England angelegt, die mit ihren drei Häusern und dem Ruby Circle echt interessant aufgebaut ist. Dazu kommt, dass es hier sogar ein Reitteam gibt, zu welchem auch die Protagonistin Louisa gehört. Diese hat selbst eine interessante und aufwühlende Hintergrundgeschichte, die im Laufe der Geschichte eine größere Rolle spielt. Ebenfalls fand ich die kleinen und größeren Spiele durchaus erfrischend, mit denen sich die verschiedenen Häuser gegenseitig herausfordern. Bis am Ende ein mysteriöser Spielleiter auf den Plan tritt, der sicher noch für einige böse Spielchen und damit verbundenen Ärger sorgen wird. Außerdem gibt es eine Liebesgeschichte mit einer Menge Anziehung, aber auch den üblichen Problemen. Es gibt viele Geheimnisse und ein bisschen Drama. Dabei hat die Geschichte ein angenehmes Tempo und gehört auch, wenn es dann doch mal etwas mehr zur Sache geht, eher zur leichten Kost, ist also absolut für Jugendliche ab vierzehn Jahren geeignet.

Was die Charaktere angeht, so gibt es hier echt viele, die eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Mir persönlich sind das allerdings schon zu viele und bis auf die wichtigsten kann ich mir echt nicht alle merken, noch näher beschreiben. Wichtig ist aber auf jeden Fall Louisa, die sozusagen auf der Flucht ist und sich in der Highclare Academy vor der Außenwelt versteckt. Sie ist in meinen Augen ein typischer Teenager, manchmal unsicher, manchmal etwas naiv, aber auf jeden Fall mag ich sie. Theo ist etwas geheimnisvoller, verrät nicht viel über sich selbst, hat aber einen ganz besonderen Draht zu seinen Pferden. Er ist eher ein Einzelgänger, still, aber hilfsbereit. Wer mir auch im Gedächtnis geblieben ist, ist Jasper, denn er ist irgendwie zuckersüß, offen und für jeden Spaß zu haben. Außerdem gibt es noch Louisas Mentor Atlas, Jeremy, welcher zu ihrem besten Freund mutiert und viele mehr.

Alles in allem bekommt man hier eine unterhaltsame New Adult Geschichte im luxuriösen Universitäts-Setting, wobei mir das angepriesene Dark Academia-Feeling allerdings etwas gefehlt hat. Dennoch ist das Buch super flüssig geschrieben und man merkt auch, dass die Autorin Ahnung hat, wovon sie da schreibt, gerade, wenn es um den Reitsport geht. Mir hat dieser erste Band jedenfalls schon richtig gut gefallen und ich freue mich auf Band zwei.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Sehr interessant, aber grenzwertig

Die Vegetarierin
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Irgendwie macht die Beschreibung zu diesem Buch schon neugierig auf die Geschichte und dennoch habe ich mich ziemlich lange dagegen gewehrt, es zu lesen. Im Endeffekt hat mich das Buch ziemlich verwirrt ...

Irgendwie macht die Beschreibung zu diesem Buch schon neugierig auf die Geschichte und dennoch habe ich mich ziemlich lange dagegen gewehrt, es zu lesen. Im Endeffekt hat mich das Buch ziemlich verwirrt zurückgelassen, spielt aber auch auf recht ungewöhnliche, teilweise schon exzessive Art mit einem ernsten Thema.

Die Veränderung von Yong-Hye beginnt schon recht schnell am Anfang des Buches und ist an sich erst einmal nicht unbedingt ungewöhnlich. Was ist schon so schlimm daran, wenn man sich entscheidet, kein Fleisch mehr zu essen? Allerdings sind die Hintergründe zu dieser Entscheidung wirklich verstörend, ebenso die Reaktion ihres Ehemanns und auch ihrer Familie, welche dies absolut nicht verstehen, sie sogar zum Fleischessen zwingen wollen. Und auch die weiteren Entwicklungen sind alles andere als normal und bald wird klar, dass Yong-Hye psychisch krank ist und dringend Hilfe braucht.

Erzählt wird die Geschichte sehr schlicht und emotionslos, ließ sich leicht weglesen. Außerdem gibt es drei verschiedene Perspektiven, angefangen mit der von Yong-Hyes Ehemann, der mich von Anfang an einfach nur wütend gemacht hat, denn dieser ist extrem ignorant und egoistisch. In keiner Minute geht es ihm um seine Frau, sondern nur ums eigene Ansehen. Danach wird die Geschichte aus der Sicht von Yong-Hyes Schwager erzählt, welcher sich von ihrem Mongolenfleck angezogen fühlt und sie aus meiner Sicht für seine schon fast perverse Kunst ausnutzt. Am Ende verfolgt man Yong-Hyes Schwester, welche selbst mit den Auswirkungen derer Veränderungen zu kämpfen hat und sich dennoch als letzte noch um sie kümmert, sich dabei aber schon fast selbst verliert.

Interessant sind dabei die Reaktionen der verschiedenen Charaktere, die mit Yong-Hye Umgang haben und, bis auf ihre Schwester, nicht einmal versuchen, sie zu verstehen, mal ganz abgesehen davon, hinter ihr Verhalten zu schauen. Dabei fällt auf, wie einflussreich das Patriarchat in Korea teilweise noch ist und was mit Frauen in konservativen Familien geschehen kann, wenn sie sich auflehnen, wozu noch die psychischen Erkrankungen kommen, die sich immer mehr in Yong-Hye Bahn brechen.

Insgesamt bekommt man hier alles andere als einen Unterhaltungsroman, nämlich vielmehr eine Aufzeichnung des tragischen Ablaufs eines Verfalls und das ungeschönt, verstörend und teilweise sogar echt ekelhaft geschildert. So etwas muss man auf jeden Fall mögen, ich aber finde den Roman, so interessant er auch ist, echt grenzwertig.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Wie ein Unfall und doch muss man weiterlesen

Kill Switch – Gefährliche Leidenschaft
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Ich weiß ehrlich nicht, warum ich diese Reihe überhaupt noch verfolge, denn die Bände werden gefühlt immer länger und verwirrender. Dennoch weiß ich genau, dass ich nach diesem hier, ganz sicher auch den ...

Ich weiß ehrlich nicht, warum ich diese Reihe überhaupt noch verfolge, denn die Bände werden gefühlt immer länger und verwirrender. Dennoch weiß ich genau, dass ich nach diesem hier, ganz sicher auch den vierten Band lesen oder hören werde.

Der dritte Band hat sich nämlich zwischendrin mal wieder richtig gezogen und oftmals kam ich mit den Zeitsprüngen hin und her nicht klar, dennoch mochte ich die Liebesgeschichte von Demon und Winter, vor allem, weil Demon hier zeigt, wie viel mehr in ihm steckt als der bösartige, intrigante und skrupellose Kerl, der er immer vorspielt zu sein und manchmal sogar ist. Bei Winter zeigt er nämlich seine beschützende, weiche Seite, obwohl er auch hier natürlich erst einmal wieder den Bad Boy raushängen lassen musste. Allerdings muss man bei allem auch seine schreckliche Hintergrundgeschichte betrachten, denn neben einem kriminellen, lieblosen Vater musste er in seiner Kindheit auch noch mit seiner pädophilen Mutter klarkommen. Winter ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter, denn nach einem Unfall ist sie blind, aber dennoch verfällt sie nicht in Selbstmitleid und auch in die Opferrolle lässt sie sich nicht drängen. Obendrein finde ich toll, dass sie trotz Handicap tanzt und das mit Leidenschaft.

Auch die Hintergrundgeschichte der beiden fand ich durchaus interessant, denn sie wirft einige Fragen auf, die erst nach und nach aufgeklärt werden und trotz der Länge des Buches hier und da dann doch wenigstens für etwas Spannung sorgen. Als diese dann allerdings aufgeklärt sind, versteht man einiges, vor allem auch, warum Winter und Demon solch eine teils hassvolle, gleichzeitig leidenschaftliche Beziehung führen, was mit Winter geschehen ist und warum Demon Rache möchte. Missverständnisse gibt es dabei einige, wirklich böse Machenschaften und sogar Mord. Ebenfalls gibt es echt interessante, prickelnde und sexy geschriebene Sexszenen. Und am Ende bekommt man auch noch eine große Offenbarung aufgetischt, die alles noch einmal auf den Kopf stellt. Das Bonuskapitel fand ich noch einmal richtig süß und vor allem muss ich gerade auch deswegen einfach auch den vierten Band lesen oder hören, sobald er erschienen ist.

Alles in allem beschert mir diese Reihe einerseits unterhaltsame Lese- beziehungsweise Hörstunden, da das Hörbuch ebenfalls gut vertont ist und sich gut weghören lässt. Andererseits sind mir die Bücher einfach nur zu lang, zu ausführlich und teilweise echt verwirrend. Trotzdem haben die gesamte Geschichte und auch die Charaktere etwas an sich, dass ich sie einfach weiter konsumieren muss.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Spannend, sexy und teilweise sogar echt witzig

Mit allem, was ich habe
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Ehrlich, ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Buch, denn obwohl ich es damals unbedingt haben wollte, hatte ich mit einer eher leichten Liebesgeschichte mit etwas Spannung gerechnet, wie man ...

Ehrlich, ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Buch, denn obwohl ich es damals unbedingt haben wollte, hatte ich mit einer eher leichten Liebesgeschichte mit etwas Spannung gerechnet, wie man sie öfter zu lesen bekommt. Dass das Buch dann aber teilweise so spannend und vor allem auch spicy wird, hätte ich nicht gedacht. Zudem ist es auch noch richtig gut, flüssig und packend geschrieben.

Die Geschichte beginnt bereits mit einer recht interessanten Szene, die gleich zeigt, mit welcher Art Charakter man sich mit Jake einlässt und auch Camille lernt man gleich am Anfang schon recht gut kennen. Dennoch entwickeln sich die beiden im Laufe der Geschichte auch noch weiter, wachsen immer mehr zusammen und ergeben ein echt explosives Liebespaar. Bis dahin und auch darüber hinaus, gibt es aber einige lustige, teils spannende und vor allem mitreißende Ereignisse, welche die beiden mehr und mehr zusammenschweißen, wobei ich besonders schön finde, dass ihre Gefühle absolut nachvollziehbar sind und obwohl Jake recht herrisch ist, so lässt sich Camille davon so gar nicht beeindrucken. Die Sexszenen zwischen den beiden waren ebenfalls richtig prickelnd und heiß geschrieben, lassen aber auch kaum Platz für die eigene Fantasie. Dazu kommt noch eine nicht unerhebliche Gefahr, Lügen und Intrigen, welche aber erst recht spät wirklich zum Tragen kommen, dafür aber umso spannender. Gegen Ende gab es zudem noch eine echt interessante Wendung, die ich so nicht habe kommen sehen. Zwischendrin gab es allerdings leider hier und da ein paar Längen.

Auch die Charaktere mochte ich in diesem Buch wirklich sehr, denn sie sind nicht unbedingt nullachtfünfzig. So ist Jake zwar ein harter Kerl, aber einer, der auch Gefühle zeigen kann, der die, die er liebt, beschützt und loyal ist. Camille ist zwar ein It-Girl, hat aber keine Allüren, sondern ist auf dem Boden geblieben, selbstbewusst und nicht auf den Mund gefallen. Natürlich sorgt das für einige tolle, erfrischende Schlagabtausche zwischen ihr und Jake. Außerdem gibt es noch Camilles Vater, einen echt schleimigen und egoistischen Geschäftsmann, Camis beste Freundin, die ruhig mehr Platz im Buch hätte einnehmen können und außerdem Jakes Vorgesetzte Lucinda, die echt tough ist und eine tolle Beziehung zu Jake hat, sich manchmal aber auch einiges bieten lassen muss.

Alles in allem fand ich diesen erotischen und spannenden Liebesroman echt gut. Gut geschrieben, die Geschichte packend, spicy und unvorhersehbar umgesetzt und die Charaktere ebenfalls gut und lebendig geschrieben. Ich würde es also durchaus weiterempfehlen, wenn man solche Art Bücher mag.

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