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Veröffentlicht am 27.03.2022

Was für eine Enttäuschung

Kein Kuss unter dieser Nummer
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Früher war ich ein großer Fan von Sophie Kinsella und habe nicht nur ihre "Shopaholic"-Reihe verschlungen, sondern auch viele andere Werke von ihr. Nachdem ich jedoch feststellen musste, dass mir ihre ...

Früher war ich ein großer Fan von Sophie Kinsella und habe nicht nur ihre "Shopaholic"-Reihe verschlungen, sondern auch viele andere Werke von ihr. Nachdem ich jedoch feststellen musste, dass mir ihre letzten Werke allesamt nicht mehr allzu sehr gefallen haben, waren meine Erwartungen an "Kein Kuss unter dieser Nummer", das schon viel zu lange ungelesen im Regal stand, nicht allzu hoch - und das war auch gut so, denn leider konnte mich die Autorin auch mit dieser Geschichte nicht überzeugen.

Man muss zwar sagen, dass Sophie Kinsella gut mit Worten umgehen kann und Figuren grundsätzlich Leben einhauchen kann, doch leider trieft diese Geschichte nur so voller Klischees, sodass ich oftmals nur genervt den Kopf geschüttelt habe und vom Verlauf der Geschichte sehr enttäuscht war. Die Geschichte liest sich zwar großteils flüssig, allerdings auch vollkommen überzogen und auch die Dialoge haben mir großteils nicht gefallen, da die Gespräche untereinander nicht authentisch wirkten.

Das größte Problem bei der Geschichte sehe ich darin, dass die Figuren meiner Meinung nach absolut nicht miteinander harmonieren wollen. Sophie Kinsella hat hier (mal wieder) vollkommen überzeichnete Figuren geschaffen, die an sich liebenswert dargestellt werden sollen, aber meiner Meinung nach vollkommen nervig, oberflächlich und unsympathisch sind.

Das fängt mit Poppy Wyatt an und endet mit Sam Roxton. Poppy ist chaotisch, naiv, nervig, teilweise unsympathisch und dazu mischt sie sich dauernd in Angelegenheiten an, die sie nichts angehen. Sie findet einfach so ein Handy, nachdem sie ihres verloren hat, und liest dann ohne Skrupel fleißig die Nachrichten des eigentlichen Besitzers und hat dann nichts besseres zu tun, als sich in die Angelegenheiten von Sam zu mischen, dem das Handy eigentlich gehört. Dabei hat Poppy eigentlich selbst genug zu tun, denn sie hat nicht nur ihr Handy verloren, sondern auch ihren Verlobungsring. Dazu steckt sie mitten in den Hochzeitsverbereitungen für ihre anstehende Trauung und macht dabei nicht nur sich selbst verrückt, sondern auch alle anderen.

Mir ist klar, dass man bei so einem Genre nicht die tiefgründigste Geschichte aller Zeiten erwarten darf. Allerdings erwarte ich von Sophie Kinsella, die eigentlich großartig schreiben kann, sehr viel mehr. Mehr Tiefe, mehr Emotionen, mehr Humor, sympathischere Figuren und vor allem sehr viel weniger Klischees. Auch haben mir hier teilweise neue Ideen gefehlt, denn die Autorin hat sich von ihren eigenen anderen Werken inspirieren lassen und dabei einfach die ein oder andere Szene in etwas abgewandelter Form einfach noch einmal gebracht, was ich doch insgesamt sehr enttäuschend finde.

Somit sind "Kein Kuss unter dieser Nummer" und ich am Ende keine Freunde geworden, da mir alles zu klischeehaft, zu belanglos und zu ideenlos erschien. Für einen Nachmittag am Strand kann man das Buch sicherlich mal weglesen, ansonsten ist es aber nichts, was großartig im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

abgebrochen

Ashington – Verliebt in einen Earl
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Es gab Zeiten, da habe ich jedes Buch von Abbi Glines direkt am Erscheinungstag verschlungen und geliebt. Leider haben sich diese Zeiten wohl endgültig geändert, denn ihr neuestes Werk "Ashington: Verliebt ...

Es gab Zeiten, da habe ich jedes Buch von Abbi Glines direkt am Erscheinungstag verschlungen und geliebt. Leider haben sich diese Zeiten wohl endgültig geändert, denn ihr neuestes Werk "Ashington: Verliebt in einen Earl" hat mich leider komplett enttäuscht, sodass ich dieses sogar abgebrochen habe. Man muss der Autorin zwar zugutehalten, dass sie sich mit dem Buch etwas getraut und sich an ein neues Genre gewagt hat, allerdings war dies für mich leider ein Reinfall.

Man merkt der Autorin an, dass sie ein großer Fan der "Bridgerton"-Reihe ist, denn sie hat sich hier und da deutlich inspirieren lassen. An sich finde ich das gar nicht so schlimm, nur fehlte mir an der Geschichte, die im Jahr 1815 in London spielt, die Originalität und teilweise auch die Tiefe. Oft hatte man auch das Gefühl dass man einfach alles bereits schon einmal in ähnlicher Form gelesen hat.

Miriam ist eher ein Landei, das gerne zuhause und bei ihren Büchern ist. Die Schulden ihrer Familie machen es ihr jedoch unmöglich ein solches Leben zu führen und somit macht sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Mann, der sowohl vermögend ist als auch die richtigen Kontakte pflegt. Gleichzeitig gibt es da auch noch Hugh, den arroganten Earl of Ashington, der nach dem Tod seines Vaters auf der Suche nach einer geeigneten Frau ist, um für Erben zu sorgen. Da es wie so oft in dem Genre auch hier jede Menge Intrigen gibt, kommt natürlich auch noch Hughs Halbbruder Nathaniel ins Spiel, der alles daran setzen möchte, dass es Hugh mit seiner Damenwahl nicht zu leicht gemacht wird.

Hier hätte tatsächlich eine gute Geschichte entstehen können, allerdings waren mir die Figuren zu sehr die Stereotypen ohne Ecken und Kanten, die man nur allzu oft in solchen Romanen findet. Es fehlt an Tiefe und an Sympathie und leider wurde hier auch jedes noch so kleine Klischee bedient, was mich schlicht und ergreifend zunehmend genervt hat. Dazu liest sich der Schreibstil leider sehr holprig, die Dialoge sind für die damalige Zeit leider auch häufig zu modern und allgemein wollte nicht die Stimmung aufkommen, die das Buch benötigt hätte.

Ich hätte das Buch wirklich gern gemocht, aber leider habe ich es bis zum Ende nicht mehr durchgehalten und das Buch nach knapp einhundertachzig Seiten frustriert beendet. Manchmal sollte man als Autor*in vielleicht doch lieber bei dem Genre bleiben, das man auch tatsächlich beherrscht.

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Veröffentlicht am 09.02.2022

praktisches Helferlein

Der eigene Camper – Der Guide zum Selbstausbau -
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Umgebaute Kleinbusse sind mittlerweile sehr häufig auf den Straßen zu sehen und sehen dabei auch meistens wunderschön aus. Da so etwas für mich zur absoluten Freiheit gehört, wollte ich mich intensiver ...

Umgebaute Kleinbusse sind mittlerweile sehr häufig auf den Straßen zu sehen und sehen dabei auch meistens wunderschön aus. Da so etwas für mich zur absoluten Freiheit gehört, wollte ich mich intensiver mit dem Thema Camper auseinandersetzen und habe mich somit für „Der eigene Camper – Der Guide zum Selbstbau : Schritt für Schritt zum Ausbau des eigenen Wohnmobil“ von Lukas Schmid entschieden.

Neben einer sehr interessanten Einleitung ist das Buch auch noch in zwei weiteren Teilen aufgebaut: Innenumbau und Außenumbau. Dabei wird genauestens erklärt, was man dabei alles beachten muss, wenn es um die Dämmerung, Innenverkleiden, der Elektrik, aber auch darum geht, wie man die Fenster nachrüstet und auch für Solarpaneels sorgen muss, damit ein gutes und sicheres Leben in einem Camper geregelt ist.

Die Erklärungen sind enorm gut und vor allem hilfreich geschrieben, sodass auch eher weniger handwerklich talentierte Menschen hierbei mitkommen und nachvollziehen können, wie der Kleinbus von innen, aber auch von außen immer wieder nachgerüstet werden muss. Die Tipps und Anleitungen sind dabei auch mit guten Farbfotos versehen, was die Gestaltung des Buches sehr schön macht.

Somit bin ich insgesamt begeistert von diesem 160 Seiten starken Buch und kann ihn nur jedem wärmstes ans Herz legen, der sich intensiver mit dem Thema Campingbus auseinandersetzen möchte.

Veröffentlicht am 08.02.2022

Eher Trauerrede als Liebeserklärung

Weil du das Beste in mir hervorbringst
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„Weil du das Beste in mir hervorbringst: Eine Liebeserklärung an die Zweisamkeit“ hätte so gut werden können und entpuppte sich als große Enttäuschung, die nicht nur sehr zäh war, sondern auch vollkommen ...

„Weil du das Beste in mir hervorbringst: Eine Liebeserklärung an die Zweisamkeit“ hätte so gut werden können und entpuppte sich als große Enttäuschung, die nicht nur sehr zäh war, sondern auch vollkommen anders war, als ich im Vorfeld erwartet habe.

Was ich hier zunächst als eine schöne Geschenkidee wahrgenommen habe, mit der man seinen Liebsten überraschen kann, entpuppte sich hier eher wie eine Art Beziehungsratgeber anstelle von einer Liebeserklärung. Dazu liest es sich auch teilweise schon fast wie eine Trauerrede, weil man hier während des Lesens das Gefühl bekommt, dass das Leben mit Eintritt in die Ehe quasi vorbei ist und nun nur noch aus Pflichten und Arbeit gegenüber des Partners besteht.

Dazu ist der Schreibstil nicht nur sehr trocken, sondern zieht sich vor allem auch wie Kaugummi, sodass für mich in diesem Werk so vieles nicht zusammenpassen wollte. Da kann auch die schöne Aufmachung des Buches leider nichts mehr als negativen Eindruck ändern.

Somit kann ich für „Weil du das Beste in mir hervorbringst: Eine Liebeserklärung an die Zweisamkeit“ keine Empfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 05.02.2022

Gute Geschichte, der es leider an Tiefe mangelt

Dear Evan Hansen
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Obwohl ich Musicals eigentlich ganz gerne mag, habe ich tatsächlich weder den Film, noch das Musical zu „Dear Evan Hansen“ gesehen und bin somit komplett ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen. ...

Obwohl ich Musicals eigentlich ganz gerne mag, habe ich tatsächlich weder den Film, noch das Musical zu „Dear Evan Hansen“ gesehen und bin somit komplett ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen. Dies ist auch ganz gut so, denn leider kommt das Buch nicht ganz ohne Schwächen aus.

Die Geschichte selbst ist an sich ganz gut, denn „Dear Evan Hansen“ spricht viele wichtige Themen an, die selbst in der Gesellschaft häufig zu kurz kommen. Die Suche nach sich selbst, Mobbing, das Gefühl ein Außenseiter zu sein sind wichtige Themen, die besonders für Jugendliche enorm wichtig heutzutage sind. All das ist hier auch vorhanden und wird größtenteils gut thematisiert, das Problem ist jedoch, dass es mir teilweise leider doch an Tiefe gefehlt hat.

„Dear Evan Hansen“ ist dabei schnell erzählt: Evan ist für seine Mitschüler ein absoluter Außenseiter und wird von niemanden wirklich ernst- oder wahrgenommen. Dies ändert sich allerdings, als seine Mitschüler glauben, dass er ein Freund von Connor war, einem Jungen an der Schule, der plötzlich verstorben ist. Grund dafür ist, dass Connor einen Brief in der Tasche hatte, der an Evan adressiert war. Was jedoch niemand weiß: Evan schreibt sich die Briefe selbst, um sich selbst Mut zuzusprechen und um seine Gedanken niederzuschreiben. Für Evan ist die Aufmerksamkeit mehr als unangenehm, da er mit Connor nicht befreundet war und nun dennoch so tun muss, als sei er es gewesen, damit er nicht wieder für andere Menschen unsichtbar wird, was jedoch immer mehr zum Problem für ihn wird.

Positiv ist hier sicherlich, dass das Buch sehr viele Leser anspricht, die zu Schulzeiten ebenfalls Außenseiter sind oder waren und/oder mit Selbstzweifeln und mangelndem Selbstwertgefühl zu kämpfen hatten. So gut und wichtig die Themen auch heutzutage sind, so mittelmäßig sind diese hier teilweise umgesetzt, denn es fehlt den Figuren leider sehr an Tiefe und manche der Themen werden eher angekratzt, als wirklich behandelt.

Trotzdem ist „Dear Evan Hansen“ alles andere als schlecht. Ich habe mir lediglich noch mehr Tiefe, mehr Einzigartigkeit und weniger Klischees gewünscht.

Insgesamt ist „Dear Evan Hansen“ jedoch eine gute, wenn auch nicht überragende Geschichte, die wichtige Themen wie Selbstfindung, Selbstzweifel und Suizid anspricht, der es aber letztendlich deutlich an Tiefe gefehlt hat.

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