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Veröffentlicht am 07.01.2020

Guter Auftakt mit Luft nach oben

Darklands, 1, Im Reich der Schatten
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Ich habe bereits viel Gutes über die "Darklands"-Trilogie gehört und war somit schon sehr gespannt darauf, wie mir der erste Band "Im Reich der Schatten" gefallen wird. Meine Erwartungen waren vielleicht ...

Ich habe bereits viel Gutes über die "Darklands"-Trilogie gehört und war somit schon sehr gespannt darauf, wie mir der erste Band "Im Reich der Schatten" gefallen wird. Meine Erwartungen waren vielleicht letztendlich ein wenig zu hoch angesetzt, allerdings fand ich die Geschichte insgesamt vollkommen in Ordnung, sodass ich hier ein paar angenehme Lesestunden hatte.

Der Schreibstil ist insgesamt ganz gelungen, die Geschichte wird meist spannend und flüssig erzählt und auch die Figuren bekommen allesamt ihre Zeit, um sich zu entwickeln, sodass man sie ausreichend kennen lernen darf. Die Dialoge sind zwar durchaus ausbaufähig und wirken etwas holprig, allerdings konnte mich der Autor grundsätzlich unterhalten.

Dennoch muss man auch sagen, dass mich "Im Reich der Schatten" stellenweise sehr an die "Maze Runner"-Bücher erinnert, sodas ich hierbei immer wieder Vergleiche angestellt habe, da es hier und da deutliche Parallelen gibt, die man hätte vermeiden können. Trotzdem haben mir Raven und die Desert Plants insgesamt ganz gut gefallen, die in der Geisterstadt Blackpool leben und den Ort mit allen Mitteln zu verteidigen versuchen. Als dies nicht mehr möglich ist und sie Blackpool nach einem Überfall aufgeben müssen, machen sich die Freunde auf die Suche nach Paxtonia - einem Ort, an dem es ausreichend Wasser, Nahrung und vor allem Frieden geben soll. Hierbei müssen sie sich mit vielen Gefahren und Misstrauen auseinandersetzen, was die Gruppe zu spalten droht.

Die Konflikte und das Misstrauen untereinander wird dabei glaubwürdig beschrieben, die Figuren sind mal mehr, mal weniger sympathisch und die Welt, die hier geschaffen wurde, bietet durchaus ausreichend Potential. Leider wurde dieses bislang noch nicht vollends genutzt, sodass ich hoffe, dass dies im zweiten Band "Höhle des Schreckens" noch weiter sichtbar ist und sich dabei auch die Figuren weiterentwickeln werden.

Somit ist "Im Reich der Schatten" insgesamt ein netter Auftakt, der noch ausreichend Luft nach oben bietet, aber dennoch unterhaltsam und spannend ist, sodass ich auch dem zweiten Band eine Chance geben möchte.

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Veröffentlicht am 29.12.2019

Ganz okay

Dein Leuchten
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Obwohl ich bereits "Tote Mädchen lügen nicht" und "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher sehr gemocht habe, waren meine Erwartungen an "Dein Leuchten" nicht allzu hoch - und das ist auch gut so, denn leider ...

Obwohl ich bereits "Tote Mädchen lügen nicht" und "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher sehr gemocht habe, waren meine Erwartungen an "Dein Leuchten" nicht allzu hoch - und das ist auch gut so, denn leider kann ich diese Weihnachtsgeschichte lediglich als "ganz okay" einstufen.

Dabei ist "Dein Leuchten" an sich nicht schlecht, das Problem ist nur, dass ich grundsätzlich mehr erwartet habe. Der Schreibstil ist nett. Die Geschichte liest sich flüssig, aber leider bietet Jay Asher hierbei kaum Highlights, sodass die Geschichte zum Großteil nur so dahinplätschert, ohne dabei wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Gleiches gilt für die Figuren. Diese sind zwar an sich zufriedenstellend ausgearbeitet und sie haben mir nicht weh getan, allerdings sind auch diese letztendlich nur nett. So fehlte mir nicht nur eine gewisse Tiefe, sondern auch ein Wiedererkennungswert.

Die Liebesgeschichte, die hier hauptsächlich im Vordergrund steht, ist ebenfalls ganz nett, zieht sich aber stellenweise so sehr und bringt immer wieder Wiederholungen mit sich, dass "Dein Leuchten" auch gut und gerne mit fünfzig Seiten weniger ausgekommen wäre. Positiv zu bewerten ist allerdings das Thema Weihnachten, das perfekt in Szene gebracht wird.

Wären die Figuren als auch die Liebesgeschichte insgesamt mehr ausgearbeitet worden und wäre "Dein Leuchten" nicht so vorhersehbar, hätte ich mehr Spaß an der Geschichte gehabt. So fand ich "Dein Leuchten" zwar ganz nett, wird allerdings nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben. Dennoch: Wer gerne Weihnachtsbücher liest, sollte dem Buch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 22.12.2019

Es war nicht meins....

Schwarzer See
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"Schwarzer See" von Riley Sager klang zunächst nach einem sehr spannenden Thriller, der bestens für die dunkle und regnerische Jahreszeit geeignet ist. Da ich bislang auch nur Gutes über das Buch gehört ...

"Schwarzer See" von Riley Sager klang zunächst nach einem sehr spannenden Thriller, der bestens für die dunkle und regnerische Jahreszeit geeignet ist. Da ich bislang auch nur Gutes über das Buch gehört habe, waren meine Erwartungen enorm hoch, doch leider wurde ich hierbei doch sehr enttäuscht, sodass ich das Buch nach etwas mehr als dreihundert Seiten abgebrochen habe.

Die Idee, dass die Künstlerin Emma Davis ihre Erlebnisse aus der Jugend in ihre Bilder mit einarbeitet und somit ihr Innerstes preis gibt, fand ich zunächst interessant. Auch das Szenario, dass hier ein Camp, wie es in den USA sehr gern besucht wird, eine große Rolle spielt, fand ich sehr interessant. Aber leider hat mich sowohl Emmas Vergangenheit als auch die Suche nach den verschwundenen Mädchen leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft habe.

Dies liegt unter anderem daran, dass ich sehr lange gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden, da ich den Schreibstil insgesamt doch recht holprig fand, sodass ein flüssiges Lesen für mich leider nicht möglich war. Dazu war "Schwarzer See" oftmals sehr vorhersehbar und ich hatte immer wieder das Gefühl, dass ich die Geschichte bereits in ähnlicher Form gelesen habe, was nie ein gutes Zeichen ist.

So habe ich mich immer wieder von Seite zu Seite gehangelt, ohne großartig Gefallen an der Geschicht gefunden zu haben. Da ich auch nach knapp 75% der Geschichte das Gefühl hatte, dass hier noch irgendwas Großes und Umwerfendes passiert, habe ich frustriert aufgegeben und das Buch abgebrochen. Manchmal soll es einfach nicht sein.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Leider sehr unspektakulär

Vergiss nie - Ich weiß, wer du wirklich bist
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Ich hatte mal wieder große Lust auf einen Thriller und somit fiel meine Wahl auf "Vergiss nie – Ich weiß, wer du wirklich bist". Da mich sowohl das Cover als auch die Kurzbeschreibung sehr angeprochen ...

Ich hatte mal wieder große Lust auf einen Thriller und somit fiel meine Wahl auf "Vergiss nie – Ich weiß, wer du wirklich bist". Da mich sowohl das Cover als auch die Kurzbeschreibung sehr angeprochen haben, waren meine Erwartungen enorm hoch, doch leider war ich dann doch relativ enttäuscht.

Man muss zwar sagen, dass sich die Geschichte relativ leicht und flüssig lesen lässt, allerdings habe ich doch relativ lange gebraucht, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Gleichzeitig konnte ich mich auch leider nicht mit den Figuren anfreunden.

Es ist zwar interessant, dass eine Frau scheinbar ohne Vergangenheit und Erinnerungen plötzlich in einem Dorf auftaucht und scheinbar dort alles zu kennen glaubt, allerdings wollte die Umsetzung für mich leider nicht funktionieren. Sowohl Jemma, als auch Laura und Tony, sowie der Journalist Luke, blieben für mich bis zum Schluss praktisch unnahbar, da mir zum Großteil leider die Tiefe und auch die Sympathie gefehlt hat.

Die Art und Weise, wie man herausfinden möchte, was mit Jemma passiert ist und wieso sie sich an nichts erinnern kann, wirkt oftmals leider ideenlos und ziemlich unspektakulär, denn sonderlich viel Spannung wollte für mich nicht aufkommen, sodass mich "Vergiss nie – Ich weiß, wer du wirklich bist" leider nicht packen konnte.

Somit plätscherte die Geschichte für mich leider oft nur vor sich hin. Wären die Figuren insgesamt sympathischer und wäre die Geschichte spannender und ereignisreicher gestaltet worden, hätte ich sicherlich mehr Gefallen an "Vergiss nie – Ich weiß, wer du wirklich bist" gefunden. So ist es leider nur ein Thriller, den ich schnell wieder vergessen werde.

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Veröffentlicht am 17.12.2019

Berührende Geschichte

Boston Campus - Not Until You
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Nachdem mir bereits der erste Band gut gefallen hat und ich den Schreibstil von Lex Martin allgemein sehr mag, habe ich mich schon sehr auf „Not Until You“, dem zweiten Band der „Dearest“-Trilogie gefreut ...

Nachdem mir bereits der erste Band gut gefallen hat und ich den Schreibstil von Lex Martin allgemein sehr mag, habe ich mich schon sehr auf „Not Until You“, dem zweiten Band der „Dearest“-Trilogie gefreut und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Lex Martin verwendet in „Not Until You“ einen angenehmen Schreibstil, der sich sehr flott und leicht lesen lässt. Gleichzeitig gibt es hier zahlreiche Liebesszenen, die gut und authentisch beschrieben werden, allerdings hat die Autorin hierbei auch nicht auf Kitsch verzichten können/wollen, was sich jedoch im Rahmen hält. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, oftmals sympathisch und ich habe Dani und Jax sehr schnell ins Herz schließen können.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Dani ist eigentlich eine sehr bodenständige, junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Dennoch hat auch sie ihre Sorgen und muss sich zudem um ihre Mutter kümmern, was sie zu einer sympathischen Figur macht. Obwohl sie eher der Beziehungstyp ist und One Night Stands nichts abgewinnen kann, wirft sie bei Jax Avery alle Bedenken über Board und kommt ihm sehr viel näher, als sie je gedacht hätte. Als Jax jedoch daraufhin spurlos verschwindet und sie die Welt nicht versteht, wird ihr Gedankenkarussel letztendlich noch schlimmer, denn Jax ist nicht nur der Fußball-Star des Colleges, sondern auch der Bruder von Danis Zimmergenossin, was für sie ein großer Schock ist.

Die Zimmergenossin ist dabei keine Unbekannte, denn Clementine durfte man bereits im ersten Band kennen lernen, wo ihre persönliche Geschichte erzählt wird. Clementine empfand ich auch in diesem Band wieder absolut hinreißend und ich mochte die Chemie zwischen ihr und Dani.

Zugegeben: Die Geschichte zwischen Jax und Dani ist sicherlich hier und da vorhersehbar und die Autorin hat mit dieser Geschichte auch nicht das Rad neu erfunden. Dennoch hat mir die Geschichte von Anfang an sehr gut gefallen, da sie eine gewisse Tiefe besitzt, die ich im Vorfeld nicht erwartet habe. Somit konnte ich letztendlich auch mit den Figuren gut mitfiebern und vor allem mitfühlen.

Das Cover ist zwar an sich sehr typisch für das Genre und fällt von daher nicht allzu sehr auf, allerdings passt das Model, das Dani darstellen soll, gut zur Geschichte und auch der Filter ist dabei gelungen. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl „Not Until You“ wie auch schon beim ersten Band oftmals sehr vorhersehbar ist und nur wenige Überraschungen bietet, konnte mich die Geschichte mit einem flotten Schreibstil, prickelnden Momenten und interessanten Figuren überzeugen, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen legen konnte.

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