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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2016

Enttäuschend

Der Verrat des Wikingers
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Geschichten rund um Wikinger finde ich eigentlich immer ganz spannend, dies ist auch der Grund, weshalb ich "Der Verrat des Wikingers" unbedingt eine Chance geben wollte. Leider entpuppte sich die Geschichte ...

Geschichten rund um Wikinger finde ich eigentlich immer ganz spannend, dies ist auch der Grund, weshalb ich "Der Verrat des Wikingers" unbedingt eine Chance geben wollte. Leider entpuppte sich die Geschichte für mich dann doch eher als Flop, da ich viel zu lange gebraucht habe, um überhaupt in die Geschichte hineinzufinden.

Schuld daran ist der Schreibstil, der mir leider gar nicht zugesagt hat, denn die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und wird alles andere als flüssig oder gar spannend erzählt. Hier hatte ich eher das Gefühl, als wolle sich der Autor vom Leser distanzieren, denn der Schreibstil ist so nüchtern, wie er nur sein kann.

Ein Problem waren auch die Figuren. Die sind zwar der Zeit, in der die Geschichte spielt, an sich gut angepasst und wirken nicht zu modern, allerdings hatte ich auch hier das Gefühl, dass man sie nur sehr oberflächlich kennen lernt und somit konnte ich mit niemanden von ihnen wirklich warm werden, was doch sehr schade ist, denn die Geschichte besitzt so viel ungenutztes Potential, dass es einem schon fast weh tut.

Hätte man den Figuren mehr Zeit gegeben sich zu entwickeln und hätte man hier die Intrigen gegen Kregins Familie intensiver und spannender gestaltet, hätte die Geschichte durchaus etwas werden können. Stattdessen hat sich der Autor meist lieber u.a. mit unnötigen Details aufgehalten. So wird u.a. genauestens auf mehreren Seiten beschrieben, wie damals die Schiffe beladen wurden, etc. Bei einem Sachbuch hätte ich dies durchaus interessant gefunden, allerdings nicht bei einem historischen Roman.

Das Cover sieht dagegen sehr hübsch aus und hat direkt mein Interesse geweckt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die dafür gesorgt hat, dass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Der Verrat des Wikingers" hätte so gut sein können, allerdings war die Geschichte so flach und zäh, dass leider nie die gewünschte Spannung aufkam und ich das Buch am Ende eher enttäuscht beendet habe. Somit kann ich auch keine Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 29.12.2016

Ein doch eher enttäuschender Abschluss

Nothing less
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Als großer Fan von Anna Todd habe ich bislang all ihre Bücher gelesen. So auch "Nothing More", der erste Band, der sich erstmals ausführlicher mit Landon beschäftigt hat. Obwohl mich dessen Geschichte ...

Als großer Fan von Anna Todd habe ich bislang all ihre Bücher gelesen. So auch "Nothing More", der erste Band, der sich erstmals ausführlicher mit Landon beschäftigt hat. Obwohl mich dessen Geschichte bislang absolut nicht umgehauen hat, wollte ich auch unbedingt den zweiten Band "Nothing Less" lesen und bin mit doch recht geringen Erwartungen an die Geschichte herangegangen, was auch letztendlich ganz gut war.

Anna Todds Schreibstil ist nach wie vor recht speziell und einfach gehalten, allerdings ist ihre Schreibweise auch in gewisser Hinsicht faszinierend, sodass ich von ihr wohl auch eine bedruckte Toilettenrolle lesen würde. Problem ist jedoch, dass Landon - wie schon seit Band 1 der "After"-Reihe - als Figur absolut nicht viel hergibt. Er ist lieb, er ist nett, er ist zuvorkommend, aber gleichzeitig ist seine Geschichte auch vollkommen belanglos, da mir bei ihm die Besonderheit fehlt und auch seine Geschichte nicht den gewünschten "WOW"-Effekt besitzt.

Landon, Nora und auch Dakota sind - wie auch schon in "Nothing More" einfach nur nett, allerdings fehlt mir bei ihnen die nötigen Ecken und Kanten, um sie tatsächlich liebenswert oder gar interessant zu finden. Ich finde es zwar schön, wie sich die Geschichte entwickelt und es auch das ein oder andere Geheimnis gibt und Landon auch zusehends ein besseres Verhältnis zu Hardin bekommt, allerdings war mir dies etwas zu wenig.

Ich habe mir für "Nothing Less" mehr Emotionen und vor allem mehr Überraschungen gewünscht, allerdings sollte dies einfach nicht sein. Ich fand zwar die Auflösung letztendlich ganz gelungen und habe da auch zum ersten Mal etwas mitfiebern können, allerdings ist "Nothing Less" nie an die ersten fünf Bände der "After"-Reihe herangekommen, was ich doch ein wenig schade finde.

Das Cover ist dagegen wieder einmal wunderschön und wirkt sehr edel, dazu passt es hervorragend zu den anderen Bänden, sodass es ein toller Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung und war mit ein Auslöser, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Nothing Less" ist leider bereits wie sein Vorgänger "Nothing More", nämlich genau wie Landon selbst: Nett, aber oftmals viel zu belanglos. Zwar ist hier nicht alles schlecht und die Geschichte konnte mich durchaus stellenweise unterhalten, allerdings hat mir leider der erhoffte "WOW"-Effekt gefehlt. Für mich ist es somit leider ein enttäuschender Abschluss.

Veröffentlicht am 29.12.2016

Spannende Geschichte

Belgravia
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"Komm, schau doch endlich mal Downtown Abbey." Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz bereits gehört habe und obwohl mich die Serie sehr anspricht, habe ich diese immer noch nicht gesehen. Umso ...

"Komm, schau doch endlich mal Downtown Abbey." Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz bereits gehört habe und obwohl mich die Serie sehr anspricht, habe ich diese immer noch nicht gesehen. Umso gespannter war ich auf die Geschichte "Belgravia", die aus der Feder des Autors von "Downtown Abbey" stammt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe und ich muss sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden.

Julian Fellowes besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich zwar nicht ganz so flott liest, aber dennoch durchaus unterhaltsam und spannend ist. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch alles rund um die Schlacht von Waterloo wurde bestens recherchiert, sodass man hier einen interessanten, historischen Roman erhält.

Wer Geschichten rund um den Adel mag und auch gerne Bücher zu alten Familiengeheimnissen liest, der wird hier bestens aufgehoben sein, denn hier geht es um einen prächtigen Ball, der einen Tag vor der Schlacht von Waterloo sttfindet und dabei darf der Adel, allen voran die Gastgeberin, die Herzogin von Richmond, nicht fehlen. Neben dem geschichtlichen Hintergrund erhält der Leser auch einen interessanten Blick in den Adel und erlebt dabei auch das ein oder andere Geheimnis, welches selbst Jahre später noch streng geheimgehalten werden soll.

Das Cover ist schön anzusehen und passt perfekt in das neunzehnte Jahrhundert und den Figuren der Geschichte, sodass die Covergestaltung rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich sehr gerne mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Belgravia" ist eine interessante und spannende Geschichte über den Adel im 19. Jahrhundert, die mit interessanten Figuren und Familiengeheimnissen überzeugen kann. Für alle Fans von "Downtown Abbey" und Geschichten über den Adel bestens geeignet!

Veröffentlicht am 27.12.2016

Leider ein Flop

Draußen im Moor
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"Draußen im Moor" gehört zu den Büchern, die relativ lange ungelesen im Regal stehen mussten. Da ich nun allerdings in der Stimmung für das Buch war, habe ich es endlich aus dem Regal befreit und hatte ...

"Draußen im Moor" gehört zu den Büchern, die relativ lange ungelesen im Regal stehen mussten. Da ich nun allerdings in der Stimmung für das Buch war, habe ich es endlich aus dem Regal befreit und hatte doch recht hohe Erwartungen, da ich das Setting sehr interessant fand. Leider entpuppte sich das Buch dann allerdings doch eher als Flop.

Der Schreibstil liest sich zwar an sich ganz angenehm, aber auch relativ anspruchslos, was ich sehr schade finde, da man hier deutlich mehr hätte herausholen können. Zwar muss man sagen, dass die Autorin es versucht hat, eine gewisse Spannung hier aufzubauen, allerdings empfand ich die Geschichte meistens nur als sehr vorhersehbar, sodass der Funke leider nicht überspringen wollte. Die Figuren sind dagegen gut gezeichnet und man lernt sie ausreichend kennen, allerdings muss ich leider zugeben, dass mir keiner von ihnen sympathisch war, was dafür gesorgt hat, dass ich auch nicht mit ihnen mitfiebern konnte.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Matt will nicht die Ferien bei seiner Mutter und ihrem neuen Freund verbringen und bittet deswegen seinen Onkel, ihn auf seiner Farm besuchen zu dürfen. Dieser ist wenig begeistert, nimmt seinen Neffen allerdings dennoch bei sich auf, was jedoch seiner Tochter Tilda alles andere als gefällt, sodass sie ihm mehr als deutlich zeigt, dass er nicht willkommen ist. Allerdings raufen sie sich immer wieder zusammen und finden im Wald einen Vogelschädel, bei dem allerdings schnell klar wird, dass damit etwas nicht stimmt, denn plötzlich gehen Veränderungen auf der abgelegenen Farm vor sich, die man sich nur schwer erklären kann...

Eine abgelegene Farm mitten im Wald und von Mooren umgeben, dazu ein uralter Fluch sowie ein Familiengeheimnis - es hätte so gut sein können. Was ich jedoch vorgefunden habe, besitzt zwar durchaus Potential, wirkte allerdings so, als hätte man es bereits hundertmal gelesen, bzw. als Film gesehen. Mir hat es hier an Besonderheit und Spannung gefehlt, sodass die Geschichte für mich eher vor sich hingeplätschert ist, mich allerdings nicht begeistern konnte.

Das Cover ist dagegen gelungen. Dieses passt hervorragend zur Moorlandschaft und zur Geschichte, sodass man sich hier absolut nicht beklagen kann. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und war für mich mit ein Grund, weshalb ich "Draußen im Moor" letztendlich eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Draußen im Moor" sehr vielversprechend und spannend klang, hat mich die Geschichte leider doch sehr enttäuscht, da ich mich oftmals nur gelangweilt habe und auch mit den Figuren nicht warm wurde. Sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 22.12.2016

Auf der Suche nach sich selbst

Glückssterne
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Geschichten, die in Schottland spielen, haben es mir schon immer sehr angetan, da ich die Landschaften und auch die Mentalität dort sehr mag, von daher war ich sehr gespannt auf Claudia Winters neuesten ...

Geschichten, die in Schottland spielen, haben es mir schon immer sehr angetan, da ich die Landschaften und auch die Mentalität dort sehr mag, von daher war ich sehr gespannt auf Claudia Winters neuesten Roman "Glückssterne" und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Claudia Winter besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt und dafür sorgt, dass man sich als Leser direkt wohlfühlt. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch die Dialoge sind gelungen. Die Autorin beschreibt Landschaften und Figuren so detailverliebt, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern sich auch vieles bildlich vorstellen kann.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Justus und Josefine arbeiten nicht nur gemeinsam in einer Anwaltskanzlei, sondern sind auch miteinander verlobt. Für Josefine und Justus gelten im Leben klare Regeln, sodass sie auch ihre Hochzeit bereits bis ins kleinste Detail geplant hat. Diese scheint jedoch noch zu platzen, denn Josefines Cousine hat sich mit dem Familienring nach Schottland abgesetzt, was einer Katastrophe gleicht, denn Josefine besteht darauf, nur mit diesem Ring zu heiraten, da er Ehepaaren Glück bringen soll. Also folgt sie ihrer Cousine und möchte so schnell wie möglich den Ring zurück haben, um Justus heiraten zu können. Doch manchmal hat das Schicksal ganz andere Pläne mit einem und auch Josefine muss einiges überdenken...

Ich muss gestehen, dass Josefine und ich es am Anfang nicht leicht miteinander hatten, denn sie wirkte mir zunächst ein wenig zu distanziert, sodass ich nicht einschätzen konnte, ob ich sie nun mag oder eher nicht. Dies hat sich jedoch im Laufe der Geschichte geändert und ich mochte sie richtig gern, denn obwohl sie am Anfang eher kühl wirkte, ist sie eine herzensgute und interessante Frau, deren Suche nach dem Ring und sich selbst ich gerne verfolgt habe. Ihren Verlobten Justus mochte ich dagegen so gar nicht, denn dieser wirkt dauerhaft unterkühlt und steif, sodass er nicht zwingend eine Person ist, bei der man sich wohlfühlt. Umso schöner fand ich es, dass auch Josefine im Laufe der Geschichte immer mehr an der Beziehung gezweifelt hat.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und sorgt direkt für eine Wohlfühlstimmung, die auch im Buch stets präsent ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich vom ersten Moment angesprochen, sodass ich das Buch bereits vor dem Erscheinungstag herbeigesehnt habe.

Kurz gesagt: "Glückssterne" ist eine wunderbare und emotionale Geschichte, die die Suche nach sich selbst und einen Umbruch bestens schildert und dazu noch mit einem angenehmen Schreibstil und interessanten Figuren bestückt ist. Ich habe das Buch wahnsinnig gern gelesen und freue mich bereits auf das nächste Werk von Claudia Winter.