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Veröffentlicht am 29.01.2018

Mit Gott Gemeinschaft haben

Einfach Gebet
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Dieses Sachbuch von Johannes Hartl beschäftigt sich mit dem Thema Gebet. Auffällig ist zunächst die Ausstattung des nur 136 Seiten dünnen Buches: Es hat ein Lesebändchen, einen blauen Buchschnitt und einen ...

Dieses Sachbuch von Johannes Hartl beschäftigt sich mit dem Thema Gebet. Auffällig ist zunächst die Ausstattung des nur 136 Seiten dünnen Buches: Es hat ein Lesebändchen, einen blauen Buchschnitt und einen festen Stoffeinband, der sich beim Lesen für mich etwas unangenehm anfühlte. Auch farblich finde ich das Cover nicht so gelungen. Aber es geht ja in erster Linie um den Inhalt, und dieser konnte mich überzeugen.

Johannes Hartl hat dem Thema Gebet zwölf Kapitel gewidmet, die sich gut für die persönliche Stille Zeit eignen. An jedes dieser Kapitel schließt sich auf einer blauen Seite eine praktische Übung an. Diese Idee hat mir sehr gefallen. Die Kapitel sind recht kurz und werden durch viele Skizzen unterbrochen, was den Text auflockert und die Inhalte visualisiert. Ich hätte nicht unbedingt alle diese Zeichnungen gebraucht, aber es gibt dem Buch einen "modernen" bzw. "jungen" Touch. Auch die persönlichen Erlebnisse aus seinem Alltag, die Hartl zu Beginn der Kapitel schildert, sind locker geschrieben und lassen sich leicht lesen.

Dem Autor geht es schwerpunktmäßig um das äußerliche und innere Umfeld, das man sich schaffen kann, um für Gebet bereit zu sein und Gottes Stimme hören zu können. Es geht ihm dabei nicht um kurze Stoßgebete, sondern um eine intensive Gemeinschaft mit Gott, die auch mal eine Stunde oder länger andauern darf. Dazu gehört es, einen Ort der Stille für sich zu finden und den Kopf "leer" zu machen oder auch eine bestimmte Körperhaltung einzunehmen, in der man sich wohlfühlt. Hat man diese Übungen gemeistert, kann man sich mit Hilfe von Visualisierungen in die richtige Gebetsstimmung versetzen. Eine schöne Idee ist es zum Beispiel, in Gedanken durch die verschiedenen Räume des Tempels Gottes zu gehen, und sich dort jeweils eine Zeit aufzuhalten, um zu beten.

Was das Buch nicht beinhaltet bzw. nur teilweise streift, ist die Art und Weise, wie man mit Gott sprechen sollte. Es gibt keine Formulierungsvorschläge für Gebet oder Vorgaben anhand von Gebeten aus der Bibel (z. B. aus den Psalmen). Ebensowenig geht es um unterschiedliche Arten von Gebet wie z. B. Fürbitten, Gebet für die Welt, die Politik die Erlösung anderer, etc. Der Schwerpunkt liegt auf der persönlichen Zeit mit Gott und bei den eigenen Anliegen.
Das ist bei dem Umfang des Buches nicht verwunderlich, aber vielleicht gut zu wissen, damit man nicht etwas anderes erwartet. Mich hat es nicht gestört, denn ich habe das Buch als Einsteigerbuch ins Gebet verstanden, das mit vielen hilfreichen Tipps und nützlichen Anregungen gespickt ist.
Den Untertitel des Buches fand ich auch sehr passend, denn es ist tatsächlich ein wertvolles Trainingsbuch für einen veränderten Alltag, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen und Zeit in Gott zu investieren.

Ich kann es jedem empfehlen, der Schwierigkeiten damit hat, vor der Gebetszeit zur Ruhe zu kommen und die Gedankenspirale loszuwerden, um sich ganz auf das Gebet zu konzentrieren.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Eine bewegende Biografie

Der Preis meines Glaubens
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Ali ist in Pakistan aufgewachsen, hat in England Jesus kennengelernt und sieht sich zurück in seinem Heimatland nun mit großem Hass konfrontiert.
In dieser Biografie berichtet er über sein turbulentes ...

Ali ist in Pakistan aufgewachsen, hat in England Jesus kennengelernt und sieht sich zurück in seinem Heimatland nun mit großem Hass konfrontiert.
In dieser Biografie berichtet er über sein turbulentes Leben. Noch als er ganz klein ist, wird er vom eigenen Vater entführt. Durch die privilegierte Stellung der Familie, gelingt der Mutter die Scheidung und sie heiratet neu. Als eine Tante aus England krank wird, fliegt Ali in den Westen. Durch Gulshan lernt er Jesus und den christlichen Glauben kennen. Eine beängstigende Situation, denn in Pakistan, wo schon genug Terror zwischen Schiiten, Sunniten und Wahabiten herrscht, verdient ein Abtrünniger nur den Tod.
Ali versucht deshalb, das Geheimnis zunächst für sich zu behalten, doch schließlich muss er seinen Freunden die Wahrheit von Jesus erzählen! Als Folge davon wird Ali mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt. Als er seine Aussage über Jesus immer noch nicht zurück nehmen will, werden er und seine Familie bedroht. Die Gewalt und der Druck werden so stark, dass Ali zurück nach England flieht. Dort nimmt er den Kampf der Integration auf, und den Kampf gegen Richter und Behörden, die ihm seine Geschichte trotz vieler Beweise nicht glauben und ihn wieder abschieben wollen.
Auf der Rückseite des Buches steht "Alis Geschichte liest sich spannender als ein Krimi", und dem kann ich nur zustimmen! Was Ali in seinen jungen Jahren schon alles erlebt, und welchen Ängsten er sich stellen muss, das hat mich sehr bewegt. Er erlebt auch sehr viel mit Jesus, was seinen Glauben festigt, obwohl er anfangs weder Christen noch eine Bibel in Pakistan hat. Obwohl er aufgrund seines Namens zu den privilegierten Menschen im Land gehört, sieht er keine Möglichkeiten, sich gegen die Gefahr zu wehren. Aber immer sind Menschen da, die ihm helfen und ihn unterstützen. Er merkt: Jesus lässt ihn nicht im Stich.
Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der sich für die Thematik interessiert. Es hat mich absolut begeistert, Alis Weg mitzuverfolgen, und ich habe viel über das Leben in Pakistan und die Gefahren, sich vom Islam abzuwenden, gelernt.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Ein neuer Fall für die Geisterjäger

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske
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Während ein großer Ausbruch die Stadt in Atem hält, hat die Agentur Lockwood & Co mit eigenen Umstrukturierungen zu tun: Sie bekommen Zuwachs durch Holly, die sie fortan unterstützen soll.
Natürlich ist ...

Während ein großer Ausbruch die Stadt in Atem hält, hat die Agentur Lockwood & Co mit eigenen Umstrukturierungen zu tun: Sie bekommen Zuwachs durch Holly, die sie fortan unterstützen soll.
Natürlich ist sie Lucy ein Dorn im Auge, doch die Agentin hat noch ganz andere Sorgen: Soll sie ihre Gabe, mit Geistern kommunizieren zu können, öfter einsetzen oder nicht? Verdienen Geister, dass ihnen geholfen wird oder sind sie alle nur böse und müssen vernichtet werden?Als die BEPÜP nach Wochen immer noch hilflos den Horden von Erscheinungen gegenüber steht, greifen Lockwood & Co schließlich ein. Wieder einmal müssen sie im Kampf gegen die Geister ihr Leben riskieren.

Dies ist der dritte Teil der Reihe. Wie immer erzählt uns Lucy die Geschehnisse aus ihrer Sicht und lässt uns an ihren Gedanken teilhaben. Die Atmosphäre in der Gruppe ist durch das Auftauchen von Holly gereizter als sonst, und Lucy versucht sich bzgl. ihrer Gabe in Alleingängen. Dabei riskiert sie nicht nur ihr eigenes, sondern das Leben der ganzen Gruppe.

Es ist wieder sehr schön gewesen, in diese Welt zurückzukehren und die drei Agenten zu begleiten. Ein bißchen mehr Spannung hätte die Geschichte noch vertragen können. Vielleicht habe ich mich im Laufe der Reihe aber auch schon so an die Beschreibungen der Erscheinungen gewöhnt, dass ich sie deshalb inzwischen kaum mehr gruselig finde. Das tut aber der Story und dem gelungenen Leseerlebnis keinen Abbruch. Ich freue mich schon auf Band 4.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Viel Lovestory, wenig Fantasy

Firelight (Band 1) - Brennender Kuss
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Jacinda ist ein Drakin, d.h. sie kann sich in einen feuerspeienden Drachen verwandeln. Da Feuerdrachen äußerst selten sind, will ihr Rudel sie für die Fortpflanzung missbrauchen. Deshalb packt Jacindas ...

Jacinda ist ein Drakin, d.h. sie kann sich in einen feuerspeienden Drachen verwandeln. Da Feuerdrachen äußerst selten sind, will ihr Rudel sie für die Fortpflanzung missbrauchen. Deshalb packt Jacindas Mutter ihre beiden Töchter ins Auto und haut ab. In einem kleinen Wüstenstädtchen wollen sie ein neues Leben beginnen. Dumm nur, dass Jacinda sich auf der Schule in einen heißen Jungen verliebt, der ein Drachenjäger ist.

Die Idee des Buches ist eigentlich super: Ein Mensch, der sich in einen Drachen verwandeln kann und von Jägern gejagt wird. So spannend sich das anhört, war es auf den ersten Seiten des Buches auch! Doch dann kam der Umzug und die Highschool, und damit driftete das Buch zu einer gewöhnlichen Teenie-Lovestory ab. Besonders die Dialoge fand ich oft einfallslos. Zwischendurch kribbelt es Jacinda immer mal ein bißchen im Rücken, und sie muss eine Verwandlung unterdrücken, damit sie niemand entdeckt. Es gibt nur noch wenige spannendere Momente, wie z. B. als Jacinda im Haus der Drachenjäger herumschnüffelt.

Firelight ist ein Buch für jüngere Leser, die sich eine Highschool-Geschichte mit ein wenig Fantasy-Touch wünschen. Es lässt sich leicht lesen und ist eine kurzweilige Unterhaltung für Romantiker. Für mich war die Lektüre leider nichts.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Eine Soap-Opera fürs All

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
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Rosemary wird für die Verwaltungsarbeiten auf der Wayfarer angestellt und fliegt zum ersten Mal durchs All. Sie muss sich sowohl an das Leben auf dem Raumschiff gewöhnen als auch an ihre neue Crew. Diese ...

Rosemary wird für die Verwaltungsarbeiten auf der Wayfarer angestellt und fliegt zum ersten Mal durchs All. Sie muss sich sowohl an das Leben auf dem Raumschiff gewöhnen als auch an ihre neue Crew. Diese besteht nämlich nicht nur aus Menschen, sondern auch aus verschiedenen Alien-Spezies. Die Wayfarer hat den Auftrag Wurmlöcher zu bohren, um schnellere Transportmöglichkeiten im All zu schaffen. Da sie dafür sehr lange unterwegs sein müssen, haben sie genug Zeit, einander kennen- und liebenzulernen.

In diesem Buch geht es nicht nur um Rosemary. Alle Crewmitglieder sind gleichberechtigte Protagonisten und erhalten ihre eigene kleine Einführungsgeschichte. Ich fand sie alle sehr interessant gestaltet und sympathisch. Sie gehen sehr fürsorglich miteinander um und respektieren sich gegenseitig, was aufgrund ihrer verschiedenen Rassen und Kulturen nicht immer ganz einfach ist. Der eine mag es lieber warm, der andere kalt, der dritte will nur künstliche Paste essen, usw. Dadurch kommt es immer wieder zu witzigen und rührenden Situationen.

Die Geschichte selber geht nur langsam voran - schließlich ist es ja eine lange Reise. Manchmal hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle ein bißchen mehr Action gewünscht, aber die Wayfarer ist halt ein Frachter und kein Kriegsschiff. Der Fokus des Buches liegt ganz klar auf der Charaktereinführung und -entwicklung. Ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen, weil ich die Charaktere in Windeseile ins Herz geschlossen habe. Das dramatische Ende bot dann doch noch die Action, auf die ich gewartet hatte.

Das Buch ist auf jeden Fall ein Lesegenuss der ruhigeren Art. Ich brenne auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich dort viele von der Crew der Wayfarer wiedertreffen werde.