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Veröffentlicht am 02.02.2025

Die Lambs sind zurück

Was nicht vergessen wurde
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Inhalt:

In der Nähe der Themse werden in einem Beutel die Überreste einer jungen Frau gefunden. Bei genauerer Untersuchung stellt sich heraus, dass die Frau bereits seit vielen Jahren tot ist. Spuren ...

Inhalt:

In der Nähe der Themse werden in einem Beutel die Überreste einer jungen Frau gefunden. Bei genauerer Untersuchung stellt sich heraus, dass die Frau bereits seit vielen Jahren tot ist. Spuren führen Ermittler DCI Samuel Owusu zu einem herrschaftlichen Haus in Chelsea, in dem vor 30 Jahren ein lebendes Baby sowie drei getötete Menschen gefunden wurden. Die Tragödie, die sich hinter den Mauern abgespielt hat, konnte bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden..

Meine Meinung:

„Was nicht vergessen wurde“ ist der zweite Band der Reihe, in der die Geschichte der Familie Lamb erzählt wird. Die Ereignisse bauen auf denen des vorherigen Bandes auf bzw. die Handlung schließt sich beinahe nahtlos an, daher empfiehlt es sich die beiden Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

In diesem Band steht neben Libby auch ihr Bruder Henry im Fokus der Geschichte. Libby fand ich bereits im vorherigen Band sehr sympathisch und so habe ich mich über ein Wiedersehen mit ihr gefreut. Zu Henry hingegen habe ich keinen wirklichen Zugang gefunden, dabei ist er gar nicht unbedingt unsympathisch, aber es ist fast unmöglich ihn einzuschätzen. Neben den Lambs spielen dieses Mal auch DCI Samuel Owusu sowie Rachel Rimmer eine größere Rolle, insbesondere letztere mochte ich sehr.

Der Plot hat mir gut gefallen. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Die damit verbundenen Orts- als auch Zeitwechsel sorgen für Abwechslung und Spannung, aber auch dafür, dass es manchmal etwas schwierig ist den Überblick zu behalten. Ich fand es toll, noch mehr über die Familie Lamb und die Ereignisse vor 30 Jahren zu erfahren, nach und nach kamen auch immer mehr Erinnerungen an die Ereignisse aus dem ersten Band zurück. Vom Ende des Buches hatte ich aber irgendwie etwas anderes erwartet, insbesondere was Henry angeht.

Fazit:

Spannende Fortsetzung, in der man noch mehr über Libbys Vergangenheit erfährt. Der Handlungsstrang um Henry hat mich aber nicht zu 100% gecatched, trotzdem konnte mich das Buch insgesamt sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Spannender Serienkiller-Thriller

The Twenty
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Inhalt:

Auf einer illegalen Mülldeponie wird eine Leiche entdeckt. DCI Adam Bishop, der zum Tatort gerufen wird, entdeckt Spuren, die auf weitere Tote hinweisen. Daraufhin werden in der näheren Umgebung ...

Inhalt:

Auf einer illegalen Mülldeponie wird eine Leiche entdeckt. DCI Adam Bishop, der zum Tatort gerufen wird, entdeckt Spuren, die auf weitere Tote hinweisen. Daraufhin werden in der näheren Umgebung nach und nach vier weitere Leichen unterschiedlichen Verwesungsgrades gefunden. Auch sie sind ausgeblutet und mit einer Zahl versehen. Alles deutet darauf hin, dass ein Serienmörder am Werk ist und er weiter töten wird.

Als Dr. Romilly Cole von den Toten erfährt, glaubt sie einen Zusammenhang zu einer 30 Jahre zurückliegenden Mordserie zu entdecken. Sie meldet sich mit ihrem Verdacht bei Bishop. Doch der Mörder von damals sitzt noch immer hinter Gittern. Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen den damaligen und heutigen Taten?

Meine Meinung:

Cover und Klappentext haben mich auf "The Twenty" aufmerksam werden lassen. Schon der Klappentext suggeriert, dass dieses Buch wohl nichts für zartbesaitete Leser ist. Und dies bewahrheitete sich auch im Lauf des Buches. Es gibt so einige brutale bzw. blutige Szenen, wobei ich persönlich hier nicht das Gefühl hatte, dass die Autorin es mit Absicht übertreibt, sondern ein noch gutes Maß trifft und sich das Buch trotzdem angenehm lesen lässt. Dennoch sollten Leser, die damit nicht umgehen können, lieber zu einem anderen Buch greifen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, Probleme und Sorgen sowie eine Vergangenheit, die zum Teil einer große Rolle für die Handlung spielt. Ich mochte sowohl Adam als auch Romilly sowie insbesondere Adams langjährigen Kollegen Jamie, mit dem ich im Laufe des Buches sehr mitgefühlt und -gelitten habe. Adam und sein Team sind sehr fähige Ermittler und es macht Spaß, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Gleichzeitig empfand ich es als sehr spannend, mehr über Adams und insbesondere Romillys Vergangenheit zu erfahren.

Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd. Dank so einiger ungeahnter Wendungen, schockierender Geschehnisse und actionreicher bzw. blutiger Szenen bleibt die Spannung durchweg auf einem sehr hohen Niveau und der Leser mag das Buch kaum aus der Hand legen. Nach und nach fallen immer mehr Puzzleteile an ihren Platz, dennoch vermag die Auflösung zu überraschen. Das Ende ist fulminant und hat es nochmal in sich, für mich fast ein wenig too much, aber nichtsdestotrotz ein gelungenes Ende für diesen nervenaufreibenden Thriller.

Fazit:

Spannender, stellenweise sehr brutaler/blutiger Thriller mit fulminantem Ende. Freu mich schon auf den nächsten Band der Reihe!

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Alfreds Abenteuer

Die Winterschwestern
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Inhalt:

Wikingerjunge Alfred ist im ganzen Dorf dafür bekannt Streiche zu spielen und Unfug zu machen. Doch nun muss er zeigen was in ihm steckt. Denn sein Onkel Ragnar wurde von der großen Winterschwester ...

Inhalt:

Wikingerjunge Alfred ist im ganzen Dorf dafür bekannt Streiche zu spielen und Unfug zu machen. Doch nun muss er zeigen was in ihm steckt. Denn sein Onkel Ragnar wurde von der großen Winterschwester entführt, die seit Jahren nach ihrer kleinen Schwester sucht und die Menschen ihren Zorn spüren lässt. Und Alfred ist der einzige, der Ragner aus ihren Fängen retten kann.

Meine Meinung:

"Die Winterschwestern" hat mich auf Anhieb durch das wunderschöne, mystisch angehauchte Cover in seinen Bann gezogen. Doch nicht nur von außen, sondern auch von innen ist das Buch eine Augenweide, denn auch die Illustrationen sind sehr gelungen und entführen kleine und große Lesen in die Welt der nordischen Mythologie und Natur.

Der Schreibstil lässt sich gut lesen und ist der Zielgruppe des Buches angemessen. Das Setting hat mir sehr gefallen und die Beschreibungen sind bildhaft und atmosphärisch. Die Stimmung ist insgesamt aber eher düster, einige Stellen könnten daher für junge Leser bzw Zuhörer durchaus (zu) gruselig sein.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Um seinen Onkel zu retten, muss Alfred über sich hinauswachsen. Dafür benötigt er nicht nur sehr viel Mut, sondern auch Hilfe. Zudem beginnt er im Laufe seines Abenteuers auch nach und nach, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen. Trotzdem waren für meinen Geschmack ein wenig zu viele verschiedene Themen untergebracht, was es für die eigentliche Handlung gar nicht gebraucht hätte. Nichtsdestotrotz ein spannendes Abenteuer.

Fazit:

Düstere und mysteriöse Geschichte über Freundschaft, Mut und nordische Mythologie

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Atmosphärischer Thriller

Die Insel der Angst
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Inhalt:
Dokumentarfilmerin Tess hat kurzfristig einen neuen Job angeboten bekommen: sie soll drei Wissenschaftler der Meeresforschungseinrichtung Seawild auf eine verlassene Insel mitten im Atlantik begleiten ...

Inhalt:
Dokumentarfilmerin Tess hat kurzfristig einen neuen Job angeboten bekommen: sie soll drei Wissenschaftler der Meeresforschungseinrichtung Seawild auf eine verlassene Insel mitten im Atlantik begleiten für eine Doku über die dort lebenden Robben. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft kommen Tess Zweifel daran, ob die Insel wirklich so verlassen ist wie es heißt. Als sie dann auch noch eine skelettierte Leiche am Strand findet, die ein Seawild-T-Shirt trägt, wittert Tess eine Story. Kurzerhand versucht sie auf eigene Faust mehr über den Toten herauszufinden. Gleichzeitig wird sie das Gefühl nicht los, dass auch sie in Gefahr schwebt..

Meine Meinung:
"Die Insel der Angst" war mein erstes Buch des britischen Autors Martin Griffin. Das hübsche und zugleich bedrohlich wirkende Cover sowie der Klappentext haben mich auf Anhieb angesprochen. Auch der Schreibstil lässt sich angenehm lesen und so findet man als Leser schnell in die Geschichte hinein. Das Setting hat mir sehr gut gefallen ebenso wie die Beschreibungen der Insel, die atmosphärisch und bildhaft sind.

Die Charaktere des Buches sind nur schwer greifbar, jeder von ihnen hat Geheimnisse und so bleibt lange Zeit unklar, wem man trauen kann. Dies gilt auch für die Protagonistin Tess, die ich zwischenzeitlich beinahe paranoid und dadurch etwas anstrengend empfand. Dank einiger Rückblenden erfährt der Leser aber viel über ihre Vergangenheit, was zum Teil auch ihr Verhalten erklärt.

Der Plot des Buches ist spannend. Während der Anfang noch eher gemächlich daherkommt, nimmt die Story spätestens ab dem Leichenfund immer mehr Fahrt auf. Neben den heutigen Ereignissen auf der Insel gibt es immer wieder Rückblenden, in denen von Tess letztem großen Projekt erzählt wird, das ein tragisches Ende fand. Ich fand es spannend, mehr über die damaligen als auch über die heutigen Ereignisse zu erfahren. Das actionreiche Ende hat es in sich und vermag in Teilen zu überraschen, allerdings lässt mich die Auflösung etwas zwiegespalten zurück. Manches bleibt für meinen Geschmack zu vage bzw wirkt zu konstruiert. Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch gut unterhalten und mir spannende Lesestunden bescheren.

Fazit:
Spannender und atmosphärischer, aber für meinen Geschmack stellenweise etwas zu konstruierter Thriller.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Geiselnahme im Harz

Villa Obscura
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Inhalt:
In einer abgelegenen alten Villa im Harz findet an Halloween eine große Party statt. Nach und nach werden immer mehr Gäste von zwei Unbekannten in Morphsuits mit Taxis nach Hause geschickt. Alle, ...

Inhalt:
In einer abgelegenen alten Villa im Harz findet an Halloween eine große Party statt. Nach und nach werden immer mehr Gäste von zwei Unbekannten in Morphsuits mit Taxis nach Hause geschickt. Alle, außer Linda, Amadeus, Sarah, Kiyoshi und Emil. Sie werden von den beiden Morphs als Geiseln genommen, ebenso wie Jane, die in einem unbeobachteten Moment in die Villa zurückgekehrt ist. Doch wer sind die Geiselnehmer und was wollen sie von ihnen?

Meine Meinung:
Schon allein aufgrund des Settings musste ich dieses Buch unbedingt lesen! Eine abglegene Villa im Harz, unweit des Brockens - was gibt es passenderes für eine Halloweenparty. Aber auch die Umgebung der Villa nahe Wernigerode spielt eine Rolle und die Autorinnen nehmen den Leser mit zu einigen Sehenswürdigkeiten. Die Beschreibungen sind atmosphärisch und sorgen für eine düstere Stimmung.

Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen. Alle sechs Geiseln kommen zu Wort, sodass der Leser alle sechs kennenlernt. Und da gibt es durchaus einiges zu erfahren, denn so ziemlich jede/r von ihnen scheint Geheimnisse zu haben... Einige von ihnen waren mir schnell sympathisch und so fiebert man als Leser mit ihnen mit.

Der Plot des Buches hat mir gut gefallen. Aus einer Party wird eine Geiselnahme. Doch sehr lange bleibt nicht nur die Identität der Geiselnehmer sondern auch die Gründe für die Geiselnahme unklar. Was haben die fünf bzw sechs Personen gemeinsam? Wieso wurden sie gezielt ausgewählt? Auch das Verhalten der Geiselnehmer - ihre Geiseln einzeln mit zu unterschiedlichen bekannten Orten im Harz nahe der Villa mitzunehmen - wirft diverse Fragen auf. Besonders in der zweiten Hälfte konnte und wollte ich das Buch - nicht zuletzt aufgrund so einiger ungeahnter Wendungen - nicht mehr pausieren. Das actionreiche Ende hat es in sich und die schlussendliche Auflösung ist stimmig. Über das Motiv der Geiselnahme lässt sich vielleicht streiten, nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten!

Fazit:
Spannender Jugendthriller, der vorallem durch sein Setting und gelungene Charaktere überzeugt. Nicht nur für Thriller-Fans aus dem Harz lesenswert.

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