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Veröffentlicht am 03.02.2025

Düsterer und brutaler Thriller

NACHT - Die Toten von Jütland
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Jütland. Eine aus dem Leichenschauhaus entwendete Leiche wird gefunden. In die Brust des Toten ist der Name Grandberg eingeritzt, der Name einer reichen Familie im Dorf, zu der auch der örtliche Polizeichef ...

Jütland. Eine aus dem Leichenschauhaus entwendete Leiche wird gefunden. In die Brust des Toten ist der Name Grandberg eingeritzt, der Name einer reichen Familie im Dorf, zu der auch der örtliche Polizeichef gehört. Neben der Leiche steckt eine Schaufel im Boden. Die Ermittler kommen der damit verbundenen Aufforderung nach und entdecken einen Friedhof. Scheinbar entsorgt seit Jahren ein Serienkiller dort seine Opfer. Gemeinsamkeit der Opfer: sie wurden mit heißer Milch verbrüht. Die Sonderermittler David Flugt und Lucas Stage von der Task Force 14 aus Kopenhagen übernehmen die Ermittlungen. Können sie den Serienkiller stoppen, bevor er erneut zuschlägt?

Meine Meinung:

„NACHT – Die Toten von Jütland“ ist der erste Teil der dänischen Thriller-Reihe um die Ermittler der Task Force 14. Der Schreibstil des Autors Thomas Bagger lässt sich angenehm und flüssig lesen. Passend zum Inhalt schafft er eine düstere und beklemmende Atmosphäre. Zudem nimmt er kein Blatt vor den Mund, sodass es einige brutale Szenen gibt.

Auch die ungewöhnlichen Ermittler haben mir gut gefallen. David Flugt und Lucas Stage sind einem als Leser zunächst etwas suspekt, sie sind schwer zu durchschauen, scheinen ihre eigenen Geheimnisse zu haben. Mehr als einmal sind sie unterschiedlicher Meinung oder geraten sogar aneinander. Trotzdem ergänzen sie sich eigentlich ganz gut und haben definitiv Potential als Ermittlerteam.

Der Plot des Buches ist spannend, fesselnd und wendungsreich. Der Modus Operandi des Serienkillers ist ungewöhnlich und wirft Fragen auf, ebenso wie der aus dem Leichenschauhaus entwendete Tote. Nach und nach kommen die Ermittler der Wahrheit immer näher, obwohl sie bei ihren Nachforschungen mehr als einmal in einer Sackgasse landen. Es macht Spaß, sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mitzuraten. Die schlussendliche Auflösung, die ich gegen Ende hin befürchtet habe, ist schockierend. Das Ende ist packend und macht neugierig auf weitere Bücher der Reihe.

Fazit:

Spannender dänischer Thriller - düster und brutal. Ein Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Janna in Gefahr

Der letzte Atemzug
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Inhalt:

Ein Taxifahrer greift mitten auf der Straße eine augenscheinlich kranke und verletzte junge Frau auf und bringt sie in die Notaufnahme des Krankenhauses in Hudiksvall. Sie hat offensichtlich Gewalt ...

Inhalt:

Ein Taxifahrer greift mitten auf der Straße eine augenscheinlich kranke und verletzte junge Frau auf und bringt sie in die Notaufnahme des Krankenhauses in Hudiksvall. Sie hat offensichtlich Gewalt erfahren, doch schweigt über die näheren Umstände. Nicht einmal ihren Namen gibt sie Preis. Zudem scheint die Frau an einer hoch ansteckenden Virusinfektion zu leiden.

Zur gleichen Zeit wird auch Janna Weissmann von der hiesigen Polizei angegriffen. Jemand scheint es auf Janna abgesehen zu haben. Doch wieso?

Meine Meinung:

„Der letzte Atemzug“ ist der sechste Fall der im nordschwedischen Hudiksvall spielenden Krimiserie von Gabriella Ullberg Westin. Protagonisten der Reihe sind Kriminalinspektor Johan Rokka sowie seine Kollegin Janna Weissmann. Beide sind mir bereits aus den vorherigen Bänden der Reihe bekannt und sympathisch. Johann Rokka ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten. In seiner Jugend geriet er zeitweise sogar auf die schiefe Bahn, hat aber letztlich den Absprung geschafft. Er hält sich nicht unbedingt an Vorschriften, doch ist engagierter und vielleicht auch aufgrund seiner eigenen Vergangenheit sehr guter Ermittler. Janna ist eher das Gegenteil von Rokka, trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb) sind die beiden ein gutes Team. Da Jannas eigene Vergangenheit in diesem Band relevant für den Fall ist, erfährt der Leser viel über sie und ihre Kindheit, was mir gut gefallen hat.

Der Schreibstil der Autorin Gabriella Ullberg Westin ist wie gewohnt angenehm zu lesen und so ist man als Leser schon nach wenigen Seiten mittendrin im Geschehen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich jedoch aus Sicht des Ermittlers Johan Rokka sowie in diesem Band auch verstärkt aus Janna Weissmanns Sicht. Die damit einhergehenden häufigen Orts- und Zeitwechsel sorgen für viel Dynamik und Spannung, gleichzeitig erfährt der Leser dadurch sehr viel und hat den Charakteren gegenüber zum Teil einen Wissensvorsprung.

Der Plot ist spannend und außergewöhnlich. Die Idee mit dem Virus sowie die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn man als Leser die Möglichkeit hat, sich das eine oder andere bereits vorab zusammenzureimen, bleibt es bis zum Schluss spannend und die Auflösung vermag zu überraschen. Das actionreiche und nervenaufreibende Ende bildet schließlich einen gelungenen Abschluss des Buches.

Fazit:

Sehr spezieller, aber spannender sechster Teil der Reihe, der insbesondere mit einem außergewöhnlichen Fall und sympathischen Charakteren begeistert.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Die Lambs sind zurück

Was nicht vergessen wurde
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Inhalt:

In der Nähe der Themse werden in einem Beutel die Überreste einer jungen Frau gefunden. Bei genauerer Untersuchung stellt sich heraus, dass die Frau bereits seit vielen Jahren tot ist. Spuren ...

Inhalt:

In der Nähe der Themse werden in einem Beutel die Überreste einer jungen Frau gefunden. Bei genauerer Untersuchung stellt sich heraus, dass die Frau bereits seit vielen Jahren tot ist. Spuren führen Ermittler DCI Samuel Owusu zu einem herrschaftlichen Haus in Chelsea, in dem vor 30 Jahren ein lebendes Baby sowie drei getötete Menschen gefunden wurden. Die Tragödie, die sich hinter den Mauern abgespielt hat, konnte bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden..

Meine Meinung:

„Was nicht vergessen wurde“ ist der zweite Band der Reihe, in der die Geschichte der Familie Lamb erzählt wird. Die Ereignisse bauen auf denen des vorherigen Bandes auf bzw. die Handlung schließt sich beinahe nahtlos an, daher empfiehlt es sich die beiden Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

In diesem Band steht neben Libby auch ihr Bruder Henry im Fokus der Geschichte. Libby fand ich bereits im vorherigen Band sehr sympathisch und so habe ich mich über ein Wiedersehen mit ihr gefreut. Zu Henry hingegen habe ich keinen wirklichen Zugang gefunden, dabei ist er gar nicht unbedingt unsympathisch, aber es ist fast unmöglich ihn einzuschätzen. Neben den Lambs spielen dieses Mal auch DCI Samuel Owusu sowie Rachel Rimmer eine größere Rolle, insbesondere letztere mochte ich sehr.

Der Plot hat mir gut gefallen. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Die damit verbundenen Orts- als auch Zeitwechsel sorgen für Abwechslung und Spannung, aber auch dafür, dass es manchmal etwas schwierig ist den Überblick zu behalten. Ich fand es toll, noch mehr über die Familie Lamb und die Ereignisse vor 30 Jahren zu erfahren, nach und nach kamen auch immer mehr Erinnerungen an die Ereignisse aus dem ersten Band zurück. Vom Ende des Buches hatte ich aber irgendwie etwas anderes erwartet, insbesondere was Henry angeht.

Fazit:

Spannende Fortsetzung, in der man noch mehr über Libbys Vergangenheit erfährt. Der Handlungsstrang um Henry hat mich aber nicht zu 100% gecatched, trotzdem konnte mich das Buch insgesamt sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Spannender Serienkiller-Thriller

The Twenty
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Inhalt:

Auf einer illegalen Mülldeponie wird eine Leiche entdeckt. DCI Adam Bishop, der zum Tatort gerufen wird, entdeckt Spuren, die auf weitere Tote hinweisen. Daraufhin werden in der näheren Umgebung ...

Inhalt:

Auf einer illegalen Mülldeponie wird eine Leiche entdeckt. DCI Adam Bishop, der zum Tatort gerufen wird, entdeckt Spuren, die auf weitere Tote hinweisen. Daraufhin werden in der näheren Umgebung nach und nach vier weitere Leichen unterschiedlichen Verwesungsgrades gefunden. Auch sie sind ausgeblutet und mit einer Zahl versehen. Alles deutet darauf hin, dass ein Serienmörder am Werk ist und er weiter töten wird.

Als Dr. Romilly Cole von den Toten erfährt, glaubt sie einen Zusammenhang zu einer 30 Jahre zurückliegenden Mordserie zu entdecken. Sie meldet sich mit ihrem Verdacht bei Bishop. Doch der Mörder von damals sitzt noch immer hinter Gittern. Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen den damaligen und heutigen Taten?

Meine Meinung:

Cover und Klappentext haben mich auf "The Twenty" aufmerksam werden lassen. Schon der Klappentext suggeriert, dass dieses Buch wohl nichts für zartbesaitete Leser ist. Und dies bewahrheitete sich auch im Lauf des Buches. Es gibt so einige brutale bzw. blutige Szenen, wobei ich persönlich hier nicht das Gefühl hatte, dass die Autorin es mit Absicht übertreibt, sondern ein noch gutes Maß trifft und sich das Buch trotzdem angenehm lesen lässt. Dennoch sollten Leser, die damit nicht umgehen können, lieber zu einem anderen Buch greifen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, Probleme und Sorgen sowie eine Vergangenheit, die zum Teil einer große Rolle für die Handlung spielt. Ich mochte sowohl Adam als auch Romilly sowie insbesondere Adams langjährigen Kollegen Jamie, mit dem ich im Laufe des Buches sehr mitgefühlt und -gelitten habe. Adam und sein Team sind sehr fähige Ermittler und es macht Spaß, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Gleichzeitig empfand ich es als sehr spannend, mehr über Adams und insbesondere Romillys Vergangenheit zu erfahren.

Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd. Dank so einiger ungeahnter Wendungen, schockierender Geschehnisse und actionreicher bzw. blutiger Szenen bleibt die Spannung durchweg auf einem sehr hohen Niveau und der Leser mag das Buch kaum aus der Hand legen. Nach und nach fallen immer mehr Puzzleteile an ihren Platz, dennoch vermag die Auflösung zu überraschen. Das Ende ist fulminant und hat es nochmal in sich, für mich fast ein wenig too much, aber nichtsdestotrotz ein gelungenes Ende für diesen nervenaufreibenden Thriller.

Fazit:

Spannender, stellenweise sehr brutaler/blutiger Thriller mit fulminantem Ende. Freu mich schon auf den nächsten Band der Reihe!

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Alfreds Abenteuer

Die Winterschwestern
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Inhalt:

Wikingerjunge Alfred ist im ganzen Dorf dafür bekannt Streiche zu spielen und Unfug zu machen. Doch nun muss er zeigen was in ihm steckt. Denn sein Onkel Ragnar wurde von der großen Winterschwester ...

Inhalt:

Wikingerjunge Alfred ist im ganzen Dorf dafür bekannt Streiche zu spielen und Unfug zu machen. Doch nun muss er zeigen was in ihm steckt. Denn sein Onkel Ragnar wurde von der großen Winterschwester entführt, die seit Jahren nach ihrer kleinen Schwester sucht und die Menschen ihren Zorn spüren lässt. Und Alfred ist der einzige, der Ragner aus ihren Fängen retten kann.

Meine Meinung:

"Die Winterschwestern" hat mich auf Anhieb durch das wunderschöne, mystisch angehauchte Cover in seinen Bann gezogen. Doch nicht nur von außen, sondern auch von innen ist das Buch eine Augenweide, denn auch die Illustrationen sind sehr gelungen und entführen kleine und große Lesen in die Welt der nordischen Mythologie und Natur.

Der Schreibstil lässt sich gut lesen und ist der Zielgruppe des Buches angemessen. Das Setting hat mir sehr gefallen und die Beschreibungen sind bildhaft und atmosphärisch. Die Stimmung ist insgesamt aber eher düster, einige Stellen könnten daher für junge Leser bzw Zuhörer durchaus (zu) gruselig sein.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Um seinen Onkel zu retten, muss Alfred über sich hinauswachsen. Dafür benötigt er nicht nur sehr viel Mut, sondern auch Hilfe. Zudem beginnt er im Laufe seines Abenteuers auch nach und nach, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen. Trotzdem waren für meinen Geschmack ein wenig zu viele verschiedene Themen untergebracht, was es für die eigentliche Handlung gar nicht gebraucht hätte. Nichtsdestotrotz ein spannendes Abenteuer.

Fazit:

Düstere und mysteriöse Geschichte über Freundschaft, Mut und nordische Mythologie

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