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Veröffentlicht am 28.03.2025

Das war leider gar nix

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher ...

Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher in dieses Genre zu unternehmen. NetGalley hat mich diesbezüglich mit einer eARC auch noch unterstützt.
Leider war es allerdings der Erste, der mir absolut gar nicht zugesagt hat.
Beginnend bei dem Titel. Der Klappentext suggeriert, dass erst mit dem Herauskommen der Geheimnisse ihre Freundschaften zerfallen. Stattdessen ist von Anfang an klar, dass sich kaum die Hälfte der Leute an diesem Tisch leiden können. Warum da wer eingeladen wurde, ist mir auch noch immer schleierhaft.
Dazu kommt, dass es gerade zu Beginn ziemlich hektisch und unübersichtlich ist. Die POVs und Zeitstränge werden zu oft gewechselt und auch, wenn die Figuren im Krimidinner ähnliche Namen haben wie die Protagonisten, so bringt das keine zusätzliche Klarheit. Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal, denn das Krimidinner wird eh nur als Mittel zum Zweck verwendet und ist nach wenigen Kapiteln vollkommen vergessen. Da hatte ich mir etwas ganz Anderes erhofft.
Und der letzte Grund, warum ich mit dem Buch nichts anfangen konnte, war die nicht vorhandene Spannung. Immer wieder wird mit Floskeln gearbeitet, die man schon deutlich zu oft gelesen hat. Sätze wie "Aber ich weiß, was sie mir angetan haben" ohne weitergehende Erklärung sind nur noch ermüdend und nervig. Dazu kommen klägliche Versuche von "Plottwists", die wohl niemanden hinter dem Ofen hervorlocken können. Ist der eine "Plottwist" gelöst, zeichnete sich bereits der nächste ab, aber man muss als Leser:in noch einige Seiten/Kapitel warten, bis auch die Charaktere es gerafft haben. Dass man die dann auch noch stellenweise mehrfach aus verschiedenen Perspektiven erklärt bekommt, verschärft die Langeweile leider nur.
Alles in allem war dieser Thriller somit die erste Enttäuschung, die ich in diesem Genre hatte. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2025

Das war leider gar nix

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher ...

Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher in dieses Genre zu unternehmen. NetGalley hat mich diesbezüglich mit einer eARC auch noch unterstützt.
Leider war es allerdings der Erste, der mir absolut gar nicht zugesagt hat.
Beginnend bei dem Titel. Der Klappentext suggeriert, dass erst mit dem Herauskommen der Geheimnisse ihre Freundschaften zerfallen. Stattdessen ist von Anfang an klar, dass sich kaum die Hälfte der Leute an diesem Tisch leiden können. Warum da wer eingeladen wurde, ist mir auch noch immer schleierhaft.
Dazu kommt, dass es gerade zu Beginn ziemlich hektisch und unübersichtlich ist. Die POVs und Zeitstränge werden zu oft gewechselt und auch, wenn die Figuren im Krimidinner ähnliche Namen haben wie die Protagonisten, so bringt das keine zusätzliche Klarheit. Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal, denn das Krimidinner wird eh nur als Mittel zum Zweck verwendet und ist nach wenigen Kapiteln vollkommen vergessen. Da hatte ich mir etwas ganz Anderes erhofft.
Und der letzte Grund, warum ich mit dem Buch nichts anfangen konnte, war die nicht vorhandene Spannung. Immer wieder wird mit Floskeln gearbeitet, die man schon deutlich zu oft gelesen hat. Sätze wie "Aber ich weiß, was sie mir angetan haben" ohne weitergehende Erklärung sind nur noch ermüdend und nervig. Dazu kommen klägliche Versuche von "Plottwists", die wohl niemanden hinter dem Ofen hervorlocken können. Ist der eine "Plottwist" gelöst, zeichnete sich bereits der nächste ab, aber man muss als Leser:in noch einige Seiten/Kapitel warten, bis auch die Charaktere es gerafft haben. Dass man die dann auch noch stellenweise mehrfach aus verschiedenen Perspektiven erklärt bekommt, verschärft die Langeweile leider nur.
Alles in allem war dieser Thriller somit die erste Enttäuschung, die ich in diesem Genre hatte. Schade!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Warum hat noch nie jemand über das grafische Viertel geschrieben?

Das Haus der Bücher und Schatten
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Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) ...

Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) nicht überzeugt hatte. Bei dem Haus der Bücher und Schatten war ich jedoch innerhalb weniger Minuten überzeugt und beantragte noch am gleichen Abend eine eARC auf NetGalley, die ich zu meinem Glück auch bekam. Vielen lieben Dank dafür!
Das Setting ist absolut genial und ich frage mich, warum früher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, über das grafische Viertel in Leipzig zu schreiben, das im zweiten Weltkrieg ausgelöscht wurde. Hinzu kommt das Genre, das Herr Meyer selbst als "bibliophiler Schauerroman" beschrieb, was mich sofort abholte. Auch, wenn es meiner Meinung gerne die Linie zur Übernatürlichkeit deutlicher übertreten dürfte, was hier leider nicht der Fall war.
Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen. Jedes Wort passte perfekt in Zeit, Stimmung und Umgebung. Auch die verschiedenen Erzählebenen waren ein Erlebnis und haben das Buch somit sehr kurzweilig werden lassen. Die Gedanken und Lebensumstände, die mit dem Jahr 1933 (bzw. 1913) einhergehen, bringen die Lesenden in einem angenehmen Tempo in ein unangenehmes Kapitel der deutschen Geschichte. Jeder einzelne Satz zeugt von passionierter Recherche.
Die Handlung ist zudem spannend und nicht zu einfach vorherzusehen. Außerdem überzeugen Bücher über Bücher sowieso immer - insbesondere, wenn es sogar ein Buch über eine Stadt ist, die Bücher atmet und blutet. Egal ob als Lektorin oder als Kriminalbeamter; man spürt die Liebe der Figuren zu den Büchern, selbst wenn sie nicht direkt mit ihnen arbeiten.
Trotz dass ich das Cover nicht sonderlich ansprechend finde (wie auch die anderen beiden, die bisher in dieser Reihe erschienen sind), überlege ich mir nun, das Buch trotzdem anzuschaffen, um es im Regal stehen zu haben, wo es mich immer wieder an seine Geschichte erinnern kann. Mindestens zu den anderen Büchern im grafischen Vierteln werde ich in Zukunft greifen; und vielleicht auch zu älteren Büchern von Kai Meyer :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Deutsche Cover können die Schönsten sein

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Als ich vor gut einem Jahr das erste Mal von "Revenant Games" hörte, war ich direkt begeistert von dem Klappentext. Da mich das englische Cover jedoch nicht abholen konnte, war ich darauf eingestellt, ...

Als ich vor gut einem Jahr das erste Mal von "Revenant Games" hörte, war ich direkt begeistert von dem Klappentext. Da mich das englische Cover jedoch nicht abholen konnte, war ich darauf eingestellt, es mir als eBook zulegen zu müssen. Dies änderte sich, als die deutsche Übersetzung und damit auch das deutsche Cover angekündigt wurde. Dieses gefällt mir nämlich sehr gut und ich freue mich drauf, es ins Regal stellen zu können.
Gut, dank NetGalley habe ich es jetzt als eARC gelesen, aaaber das Eine hat ja nichts mit dem Anderen zu tun :P
Inhaltlich hat dieses Buch mich echt überrascht. Es schmeißt mitten in eine düstere Welt voller Hexen, Vampire und Menschen, die irgendwie versuchen, zwischen all dem zu überleben. Dann gibt es noch die Spiele – brutal, gefährlich und mit verdammt hohen Einsätzen. Bly, die Protagonistin, ist bereit, ihr Leben zu riskieren, um ihre Schwester zurückzuholen. Gewinnt sie für die Hexen, bekommt sie eine zweite Chance für ihre Schwester. Gewinnt sie für die Vampire, bedeutet das Unsterblichkeit. Eine einfache Lösung sieht da wohl anders an.
Was mir sofort gefallen hat: der Schreibstil ist einfach schön. Atmosphärisch, bildgewaltig, aber nie zu überladen. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen: Bly ist eine Kämpferin und zum Glück nicht perfekt – sie macht Fehler, sie zweifelt, und genau das macht sie glaubwürdig. Ihre Dynamik mit Emerson, ihrem "besten" Freund, ist kompliziert und spannend, ohne dass es gleich in eine kitschige Lovestory abdriftet. Und dann gibt es noch Donovan, den ich persönlich ziemlich cool fand. Ich bin aber halt auch einfach ein Fan von Lovetriangles :D Auch, wenn es hier ein bisschen wirkte, als wäre es EINE Lovestory, wo der andere Kerl nur ein Hindernis ist, aber... man nimmt, was man kriegen kann.
Okay, der Anfang ist ein bisschen langatmig, aber das Durchhalten lohnt sich. Die Welt ist angenehm ausgearbeitet, die Reisetage bringen Abwechslung, und es gibt einige spannende Wendungen. Was ich besonders mochte: Auch die vermeintlichen Bösewichte haben Tiefe und nachvollziehbare Motive.
Und dann kommt das Ende. Schnell, spannend – aber irgendwie auch frustrierend. Ich war richtig drin und dann… Cliffhanger. So ein richtig fieser. Aber hey, das bedeutet, ich werde definitiv weiterlesen!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Rasant mit Schwächen

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in ...

What the River Knows von Isabel Ibáñez hat mich mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und historischer Kulisse positiv überrascht. Besonders gut gefallen hat mir der Charakter Whit. In einer Zeit, in der die Romantasy oft von perfekt dargestellten "Shadowdaddys" dominiert wird – die mit vermeintlichen Fehlern ausgestattet sind, die letztlich niemanden wirklich stören –, ist Whit eine erfrischende Ausnahme. Er hat echte Fehler, er ist nicht immer sympathisch, aber genau das macht ihn so menschlich und zu einem großartigen Charakter. Man spürt seine Unsicherheiten und seine Fehler, was ihn unglaublich vielschichtig und realistisch wirken lässt.

Die Welt, die Ibáñez erschaffen hat, hat mich ebenfalls fasziniert. Es handelt sich um eine klassische Low-Fantasy-Welt, in der Magie dezent und geschickt eingesetzt wird. Besonders gut gefiel mir das Konzept der magischen Gegenstände, die dem Buch einen besonderen Charme verleihen. Es hat mich an Divine Rivals erinnert – was vielleicht kein Zufall ist, wenn man bedenkt, dass die beiden Autorinnen sich ihre Bücher gewidmet haben. Die magischen Artefakte fügen der Geschichte eine spannende Dimension hinzu und bleiben dabei nie übertrieben oder zu dominant.

Das Setting in Ägypten war ein weiterer Pluspunkt. Ich freue mich immer über Geschichten, die in dieser faszinierenden Region spielen, und hier hat Ibáñez ihre Recherchearbeit gut umgesetzt. Besonders die abgedruckten Hieroglyphen haben der Erzählung eine authentische und gleichzeitig mystische Note verliehen, die das Leseerlebnis noch bereichert hat.

Leider gibt es aber auch einen Punkt, der mich sehr gestört hat: die Naivität der Protagonistin Inez. Ein häufiges Problem in Young-Adult-Romanen, aber hier war es besonders anstrengend. Als Lesende erkennt man die entscheidenden Hinweise oft viel früher als Inez, was die Spannung und das Leseerlebnis manchmal etwas trübte. Es war frustrierend, ihr zuzusehen, wie sie in ihre offensichtlichen Fallstricke tappt, ohne dies selbst zu begreifen.

Was die Liebesgeschichte betrifft, war das Tempo genau richtig. Die Beziehung zwischen Inez und Whit entwickelt sich organisch, mit einigen schönen gemeinsamen Momenten und Szenen, die den Charakteren mehr Tiefe verleihen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich ihre Beziehung weiter entfaltet, besonders mit den Hürden, die noch vor ihnen liegen.

Insgesamt ist What the River Knows eine starke Mischung aus Charakterentwicklung, spannender Handlung und faszinierendem Setting. Trotz der Naivität der Protagonistin und einigen Momenten der Vorhersehbarkeit hat mich das Buch gut unterhalten, und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

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