Das war leider gar nix
Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher ...
Ich lese nicht viele Thriller; vielleicht einen im Quartal. Als ich den Klappentext von "Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?" las, habe ich mich drauf gefreut, mal wieder einen Abstecher in dieses Genre zu unternehmen. NetGalley hat mich diesbezüglich mit einer eARC auch noch unterstützt.
Leider war es allerdings der Erste, der mir absolut gar nicht zugesagt hat.
Beginnend bei dem Titel. Der Klappentext suggeriert, dass erst mit dem Herauskommen der Geheimnisse ihre Freundschaften zerfallen. Stattdessen ist von Anfang an klar, dass sich kaum die Hälfte der Leute an diesem Tisch leiden können. Warum da wer eingeladen wurde, ist mir auch noch immer schleierhaft.
Dazu kommt, dass es gerade zu Beginn ziemlich hektisch und unübersichtlich ist. Die POVs und Zeitstränge werden zu oft gewechselt und auch, wenn die Figuren im Krimidinner ähnliche Namen haben wie die Protagonisten, so bringt das keine zusätzliche Klarheit. Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal, denn das Krimidinner wird eh nur als Mittel zum Zweck verwendet und ist nach wenigen Kapiteln vollkommen vergessen. Da hatte ich mir etwas ganz Anderes erhofft.
Und der letzte Grund, warum ich mit dem Buch nichts anfangen konnte, war die nicht vorhandene Spannung. Immer wieder wird mit Floskeln gearbeitet, die man schon deutlich zu oft gelesen hat. Sätze wie "Aber ich weiß, was sie mir angetan haben" ohne weitergehende Erklärung sind nur noch ermüdend und nervig. Dazu kommen klägliche Versuche von "Plottwists", die wohl niemanden hinter dem Ofen hervorlocken können. Ist der eine "Plottwist" gelöst, zeichnete sich bereits der nächste ab, aber man muss als Leser:in noch einige Seiten/Kapitel warten, bis auch die Charaktere es gerafft haben. Dass man die dann auch noch stellenweise mehrfach aus verschiedenen Perspektiven erklärt bekommt, verschärft die Langeweile leider nur.
Alles in allem war dieser Thriller somit die erste Enttäuschung, die ich in diesem Genre hatte. Schade!