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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2021

Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, perfekt und humorvoll intoniert vom Autor selbst!

Ostfriesenzorn
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Auf der beschaulichen, ostfriesischen Insel Langeoog wird eine tote Frau am Strand gefunden. Sie wollte mit ihrer Tochter den Urlaub verbringen und wurde grausam ermordet. Wurde sie gezielt umgebracht, ...

Auf der beschaulichen, ostfriesischen Insel Langeoog wird eine tote Frau am Strand gefunden. Sie wollte mit ihrer Tochter den Urlaub verbringen und wurde grausam ermordet. Wurde sie gezielt umgebracht, oder war sie ein Zufallsopfer? Als der Mörder noch einmal zuschlägt, wird klar: Er wird so schnell nicht mehr aufhören! Als Ann Kathrin und ihr Team die Ermittlungen aufnehmen, bietet sich ein allseits bekannter Helfer an…
Wer das Team um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen schon kennt, wird sich auch hier wieder heimelig fühlen! Sehr lebendig und anschaulich beschreibt Klaus-Peter Wolf die grausamen Geschehnisse auf Langeoog. Sofort ist man vertraut mit der Insel, kann Strand und Meer vor sich sehen und ist gefesselt von den schrecklichen Morden und dem ganz und gar unglaublichen Einsatz von Dr. Blumenfeldt. Eine durch und durch spannende Story mit einem ungewöhnlichen Ende! Hier ist Klaus-Peter Wolf ein umwerfender Cliff-Hanger gelungen – beinahe atemlos bleibt man zurück!
Das Hörbuch ist für mich wieder einmal der absolute Hit! Keiner kann so unaufgeregt lesen, so ruhig und dabei mit so viel Witz und Humor! Man muss schon genau hinhören (und würde am liebsten noch die Mimik des Autors beobachten), um die Anspielungen auszuloten und die kuriosen Szenen zu erfassen, die er da so einstreut! Feinsinn, ja sogar ein bisschen Selbstironie bringen den Zuhörer zum Schmunzeln und Staunen. Und natürlich zum Schaudern - mit der Hoffnung auf ein gutes Ende. Dieses ist diesmal so ungewöhnlich, dass man am liebsten sofort nach der Fortsetzung greifen möchte!
Ein sehr spannendes und unterhaltsames Hörvergnügen!

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Ein charmanter, bayerischer Krimi mit liebenswerter (und eigensinniger) Protagonistin - spannende und humorvolle Unterhaltung!

Zicke, zacke, tot
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Karin ist eine selbstbewusste Frau, die ihren Alltag bravourös meistert. Ihr eigener Beruf und drei Kinder samt Hund und Haushalt lassen ihr wenig Freiraum – ihr Mann ist beruflich meistens länger außer ...

Karin ist eine selbstbewusste Frau, die ihren Alltag bravourös meistert. Ihr eigener Beruf und drei Kinder samt Hund und Haushalt lassen ihr wenig Freiraum – ihr Mann ist beruflich meistens länger außer Haus. Aber das Karpfhammer Fest lässt sie sich nicht entgehen! Und kümmert sich vorher noch schnell um Rosi und deren versammelte Katzenbande, ehe es losgeht! Doch Rosi versucht unbegreiflicherweise, ihrem Leben ein Ende zu setzen – und Karin wittert das Schlimmste! War das überhaupt ein Selbstmord? Und wenn nicht, wer könnte der Schuldige sein? Fernab von Polizei und Kripo beginnt sie mit eigenen akribischen Ermittlungen – und bringt sich wahrlich in Teufels Küche!
Ingrid Werner lässt Karin selbst erzählen – und zieht den Leser damit sofort in den Bann. Man darf an ihren Eindrücken, Meinungen und Gedanken teilhaben, die nicht nur ganz schön menschlich sind, sondern eben auch mal liebevoll oder gehässig! Wer kennt das nicht? Und sie stolpert bei ihren Ermittlungen in so manche Situationen, bei denen man aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommt. Weil Ingrid Werner einfach herrlich herzerfrischend und lebendig schreibt! Details werden vor dem inneren Auge sichtbar, Situationskomik macht richtig Spaß! Aber es gibt auch traurige und kritische Momente, wobei die Spannung keinesfalls zu kurz kommt und einem als Leser schon mal den Atem raubt!
„Zicke, zacke, tot“ ist ein wirklich charmanter bayerischer Krimi mit ausgewogenem Dialekt und Lokalkolorit, bezaubert durch seine liebenswerte, wenn auch manchmal eigensinnige Protagonistin, besticht durch einen spannenden Plot und hat einen ausgezeichneten Unterhaltungswert! Wer sich gern fesselnd amüsiert, dem sei dieser Krimi ans Herz gelegt!

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Ungewohnt langatmig und pathetisch

Der Verein der Linkshänder
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Van Veeteren sieht seinem 75. Geburtstag entgegen und nimmt Reißaus – gemeinsam mit seiner geliebten Frau will er abseits von Kollegen, Freunden und Familie diesen besonderen Tag in Ruhe und mit Genuss ...

Van Veeteren sieht seinem 75. Geburtstag entgegen und nimmt Reißaus – gemeinsam mit seiner geliebten Frau will er abseits von Kollegen, Freunden und Familie diesen besonderen Tag in Ruhe und mit Genuss verbringen. Da erfährt er von einem Leichenfund, der die Ermittlungen eines Jahre zurück liegenden Falles völlig über den Haufen wirft. Was ist damals wirklich geschehen? Hat man den falschen Mörder inhaftiert? Und wenn ja, wieso konnte das geschehen? Wo steckt der Fehler? Van Veeteren resümiert, macht sich mit seiner Frau auf Spurensuche und trifft auf Münster und Barbarotti, die ähnlichen Spuren nachgehen…
„Der Verein der Linkshänder“ ist ein ruhiger, langatmiger Kriminalroman, der mit vielen Gedanken zum Altern, zum Leben allgemein und mit viel Pathos einherschreitet. Ein alter Fall, spannend geschildert, soll nach über vierzig Jahren gelöst werden. Dies führt zu ungeahnten Hindernissen, gänzlich neuer Betrachtung und schließlich doch zu einem unerwarteten, unvorhersehbaren Ende.
Man braucht Geduld und Nachsicht, viel Liebe zu Lebensweisheiten und den Ärgernissen des Alterns, bis man der Lösung des alten Falles endlich näher kommt. Hakan Nesser nimmt sich viel Zeit, die persönlichen Befindlichkeiten seiner Kommissare auszuleuchten, ihre Träume und Reflexionen zu schildern und spannt den Leser nicht selten auf die Folter.
Ein etwas anderer „Nesser“, friedlich, getragen, pathetisch, mit psychologischem Tiefgang, spannend, aber irgendwie doch ungewohnt langatmig...

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Montalbano ermittelt mit Hingabe und Leidenschaft – und sehr listig!

Das Karussell der Verwechslungen
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In Vigàta geschehen seltsame Dinge. Beinahe durch Zufall kommt Commissario Montalbano zwei Entführungen auf die Spur, die ohne Forderungen enden. Welche Absicht steckt dahinter? Und hat der nach einer ...

In Vigàta geschehen seltsame Dinge. Beinahe durch Zufall kommt Commissario Montalbano zwei Entführungen auf die Spur, die ohne Forderungen enden. Welche Absicht steckt dahinter? Und hat der nach einer Urlaubsreise verschwundene Jungunternehmer Di Carlo damit zu tun? Hängen die Fälle überhaupt zusammen? Sehr hartnäckig und wirklich spitzfindig ermitteln Montalbano und sein Team – und kommen dem Täter gefährlich nahe…
Wer Bücher von Andrea Camilleri kennt, weiß, wie gekonnt er italienisches Flair mit Humor und Spannung verknüpft. Montalbano ist Italiener durch und durch: man sitzt mit ihm beim Mittagessen, schlürft einen Espresso, spaziert am Strand entlang und ist neugierig, was seine Haushälterin für ihn vorbereitet hat. Und taucht mit ihm ein in eine spannende Geschichte!
Entführungen, die glücklicherweise harmlos enden, aber verstörte Bankangestellte hinterlassen, ein verschwundener Unternehmer – und alles gipfelt in grausigen Leichenfunden, deren Auffindungszustand die Sache geradezu noch undurchsichtiger machen! Gemeinsam mit Montalbano und seinem ganz besonderen Team, das mit liebenswerten wie auch eigenwilligen Charakteren punktet, ermittelt man mit, staunt, rätselt und gruselt sich bis zum erlösenden Ende.
Mein ganz großes Kompliment geht an Bodo Wolf! Er ist ein Sprecher, der den Hörer sofort in den Bann zieht. Er intoniert ganz großes Kopfkino, verleiht jedem Protagonisten seine eigene Stimme und Persönlichkeit, und erzeugt zusätzlich Spannung durch seine Interpretation. Ganz und gar perfekt gelesen, ein sehr fesselnder Hörgenuss!

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Schnoddriger Kommissar, spannender Fall, herrlicher Humor!

Krabben-Connection
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Oke Oltmanns ist Kommissar im beschaulichen Ostsee-Städtchen Hohwacht und verbringt seine Freizeit als Tierpräparator. Das Leben ist friedlich, bis ein großer Baukonzern beschließt, in den Dünen eine Hotelanlage ...

Oke Oltmanns ist Kommissar im beschaulichen Ostsee-Städtchen Hohwacht und verbringt seine Freizeit als Tierpräparator. Das Leben ist friedlich, bis ein großer Baukonzern beschließt, in den Dünen eine Hotelanlage zu bauen. Und während die Anwohner eine Initiative zur Rettung der seltenen Stranddistel gründen, verschwindet ein Münchner Geschäftsmann aus seinem Hotelzimmer und hinterlässt jede Menge Blut… ein Mord? Oke macht sich an die Ermittlungen!
Patricia Brandt greift ein bedrohliches Umweltproblem auf: Zu viel Fläche wird verbaut, die Natur kämpft ums Überleben, seltene Tier- und Pflanzenarten verschwinden für immer.
Und trotzdem kann man in diesem Krimi herzlich lachen! Denn an der Ostsee sind ganz besondere Protagonisten am Werk. Individuell, eigensinnig und liebenswert! Schon nach wenigen Seiten fühlt man sich ans Meer versetzt und möchte sich am liebsten zu dem illusteren Publikum an der Fischbude gesellen. Aber seltsame Dinge geschehen, und an Spannung fehlt es nicht! Patricia Brandt schreibt sehr anschaulich, lebendig und detailreich – perfekt für großes Kopfkino. Witzige Szenen in den Dünen lösen fesselnde Aktionen im Hotel oder Hafen ab, und Oke Oltmanns, ein bisschen schnoddrig und nicht gerade gesellig, hat reichlich zu tun.
Humorvolle Szenen, ein spannender Plot und ganz besondere Menschen sorgen für perfekte und herrlich amüsante Unterhaltung!

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