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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Eine fesselnde Geschichte voller Mystik und Magie

Grand Hotel Avalon
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Ein genauer Blick auf das Cover zeigt nicht nur die grandios geschwungene, schneckenförmige Treppe eines Nobelhotels, sondern auch die Tiefe, in der sie verschwindet.
Ganz und gar mysteriös finde ich ...

Ein genauer Blick auf das Cover zeigt nicht nur die grandios geschwungene, schneckenförmige Treppe eines Nobelhotels, sondern auch die Tiefe, in der sie verschwindet.
Ganz und gar mysteriös finde ich den Einstieg in das Buch. Man kann sich den wunderbaren und detailreichen Beschreibungen des absoluten Luxus‘, der im Grand Hotel Avalon gelebt wird, nicht entziehen. Und doch gibt es seltsame Geheimnisse rund um die Quellen, die scheinbar durch das Haus ziehen und nur von June Porter Hudson, der Direktorin des Hauses, in Schach gehalten werden können. Sie hat freie Hand, wird von allen geschätzt und sorgt für ihre Angestellten wie eine Mutter. Als die Regierung beschließt, dort 1942 feindliche Diplomaten einzuquartieren, ändert sich das Klima, obwohl June alles daransetzt, das Renommee und den ausgezeichneten Ruf des Hotels zu erhalten.
Maggie Stiefvater erzählt eine seltsam fesselnde Geschichte, voller Überraschungen und mysteriösen, geheimnisvollen Geschehnissen. Und über allem steht Junes Hingabe und Zuneigung zu den Menschen und ihren Schicksalen, die beinahe bis zur Selbstaufgabe reicht.
Es ist ein ungewöhnliches Buch, voller Mystik und Magie, fesselnd und überraschend. Cathlen Gawlich liest perfekt mit wohltönender Stimme, sehr intensiv und voller Gefühl.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2025

Weihnachtszauber am See, magisch und herzerwärmend!

Der Weihnachtssee
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So hatte Jana sich das nicht vorgestellt! Ihre Familie feiert Weihnachten auf einem Kreuzfahrtschiff und sie macht sich nach einer kleinen Vorfeier wieder auf den Weg nach Hause. Doch im immer dichter ...

So hatte Jana sich das nicht vorgestellt! Ihre Familie feiert Weihnachten auf einem Kreuzfahrtschiff und sie macht sich nach einer kleinen Vorfeier wieder auf den Weg nach Hause. Doch im immer dichter werdenden Schneegestöber strandet sie unfreiwillig bei Toni und seinem kleinen Neffen Finn. Ein weiteres Fahrzeug mit einer bunten Chor-Gruppe landet bei Toni, und einer davon ist, oh je, tatsächlich Janas Ex-Verlobter! Gemeinsam versuchen trotzdem alle, das Beste aus der Situation zu machen.

Große Erwartungen knüpfen sich an die zauberhaften Weihnachtsromane von Angelika Schwarzhuber, und sie schafft es wieder einmal, diese absolut zu übertreffen!
So liebenswert, so magisch ist das Setting, dass einem schon nach wenigen Seiten das Herz aufgeht, man eintaucht und das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann!
Die Autorin schafft es mit ihrem flüssigen, lebendigen, herzlichen und detailreichen Stil, dass umgehend das große Kopfkino anspringt und sehr schnell weihnachtlich bewegende Gefühle aufkommen. Man fiebert mit, darf Anteil nehmen, sich auch schon mal aufregen und doch ein wunderbares Happyend erahnen.
Weihnachten, wie man es sich wünscht: romantisch, voller Wärme, Zuneigung, gegenseitige Unterstützung und Verständnis. Dazu zauberhaftes Winterflair, eine magische Atmosphäre und sympathische, manchmal auch eigensinnige Protagonisten, das ist die perfekte Einstimmung auf die Weihnachtszeit!
Ein ausgezeichneter, super liebenswerter Roman, der zu Herzen geht und berührt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 06.10.2025

Wenn die Schuld der Vergangenheit Dich einholt… Ein perfekter Krimi!

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Hannah Bülow hat völlig unerwartet ihren Mann verloren. Sein Tod wirft sie aus der Bahn, da kommt das Angebot ihrer langjährigen Schulfreundin gerade recht. Sie wagt einen Neuanfang in ihrer alten Heimat ...

Hannah Bülow hat völlig unerwartet ihren Mann verloren. Sein Tod wirft sie aus der Bahn, da kommt das Angebot ihrer langjährigen Schulfreundin gerade recht. Sie wagt einen Neuanfang in ihrer alten Heimat und beginnt den Dienst in der örtlichen Polizeiwache. Bereits an ihrem ersten Tag kommt es in Ostersande zu einem zunächst unerklärlichen Todesfall, und es handelt sich ausgerechnet um Philip, Hannahs Jugendfreund. Zwischen mysteriösen Hinweisen und der Sorge um ihren unleidlichen Vater beginnt Hannah, zu recherchieren.

Das Cover vermittelt sehr eindrucksvoll das tosende Meer und die Klippen der Ostsee, dazu passt die „Mörderische Brise“ sehr gut und auch dem Toten am Sandstrand begegnet man umgehend.
Das Setting, welches noch von Nina Ohlandt stammt, wird von Jan. F. Wielpütz perfekt umgesetzt. Man ist sehr schnell gefangen vom unkomplizierten und flüssigen Schreibstil, der sehr detailliert und lebendig ist und das große Kopfkino umgehend anspringen lässt. Auch die Protagonisten sind sehr realistisch und gut gezeichnet und gerade Hannah hat sehr schnell meine Sympathie gewonnen.
Dazu punktet der Krimi mit einem wirklich undurchsichtigen und vielschichten Plot, der für mich zu keiner Zeit durchschaubar war, und mich daher bestens unterhalten und nicht selten mit unerwarteten Wendungen überrascht hat. Sehr gekonnt spielt der Autor auch mit Gefühlen, unterschwelligen Empfindungen, Verdächtigungen und mysteriösen Szenerien, die allesamt dazu beitragen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und sich danach auf Band zwei freuen darf!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 05.10.2025

Eine dramatische Zeitgeschichte voller Tragik und Verlust

Lázár
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Lajos von Lázár, Sohn eines Barons, wird in das 20. Jahrhundert hineingeboren und muss sich im Laufe seines Lebens mit dessen Wandel zurechtfinden. Das Habsburger Reich zerbricht, der Adel verliert seinen ...

Lajos von Lázár, Sohn eines Barons, wird in das 20. Jahrhundert hineingeboren und muss sich im Laufe seines Lebens mit dessen Wandel zurechtfinden. Das Habsburger Reich zerbricht, der Adel verliert seinen Status und der Krieg überrollt Ungarn. Und doch findet Lajos das Glück mit Lilli, seiner Frau, und den Kindern Eva und Pista, und erlebt sowohl wunderbare Augenblicke wie auch dramatische Momente voller Schmerz und Tragik, in denen es ums reine Überleben geht.

Der stolze Lipizzaner auf dem Cover steht gekonnt für den blaublütigen Adel, und Nelio Biedermanns Geschichte beginnt zu dessen besten Zeiten, als die von Lázárs noch Barone und reiche Grundbesitzer waren. Der junge Autor geleitet die Leserschaft durch deren Leben, von schillernden, unbeschwerten Bällen und langen Ausritten bis hin zum Verfall und durch den blutigen Krieg, dessen detaillierte Beschreibungen manchmal schwer auszuhalten sind. Gerade auch, weil man ähnliche Anklänge schon wieder unterschwellig spüren kann.

Der junge Autor schreibt sprachgewaltig, fast poetisch und schafft es spielerisch, zu fesseln. Sein Werk ist bewegend, dramatisch und voller Tragik und Verlust; ich denke, dieses Buch wird mir aufgrund seiner traurigen Thematik noch lange in Erinnerung bleiben.
Max von Pufendorf liest mit angenehmer Stimme und etwas zurückhaltend, sein unaufdringlicher Stil passt einfach perfekt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2025

Very British, very tricky und ebenso spannend wie unterhaltsam!

Der Tote im Kamin
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Inspector Frank Grasby, der nach einem bedauerlichen Fehler in das malerische, verschlafene Elderby versetzt wird, staunt nicht schlecht, als er schon an seinem ersten Tag mit einer Leiche konfrontiert ...

Inspector Frank Grasby, der nach einem bedauerlichen Fehler in das malerische, verschlafene Elderby versetzt wird, staunt nicht schlecht, als er schon an seinem ersten Tag mit einer Leiche konfrontiert wird. Anstatt wie erwartet Diebstähle aufzuklären, gerät er stattdessen unerwartet in einen Strudel rasanter und lebensgefährlicher Abenteuer.

Denzil Meyricks Krimi spielt in England 1952, der Krieg ist vorüber, man orientiert sich langsam neu. Das malerisch verschneite Cover ist charmant und vermittelt weihnachtliche Atmosphäre.
Nur für Frank Grasby kommt so gar keine Stimmung auf. Ich habe mich köstlich amüsiert über diesen Ich-Erzähler, der es wie kein anderer versteht, in Gedanken reichlich frech auszuteilen, sich selbst aber gerne im besten Licht zu sehen. Man darf an seinen Erinnerungen teilhaben, die manchmal sehr bewegend sind und gleichzeitig erleben, wie er verbissen versucht, den Mord, der unerwartet plötzlich arge Wellen schlägt, aufzuklären. Trotz einiger Rückschläge ist er durchaus von sich überzeugt und gibt auch nicht auf, als sich die Umstände ins Seltsame verkehren, völlig undurchsichtig und zudem lebensgefährlich werden und man manchmal nicht mehr weiß, wer Freund, wer Feind ist.
Der Plot ist tricky, ungewöhnlich und auch etwas skurril, aber wenn man dem unerschrockenen, allenfalls heimlich ängstlichen Frank folgt, wird man nicht nur bestens unterhalten, sondern darf sich auch über reichlich schwarzen Humor freuen und einem stimmigen Ende entgegensehen, das Vorfreude auf einen Folgeband macht!

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