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Veröffentlicht am 30.10.2022

Elfenintrigen

Schattenelfen - Der Gläserne Kaiser
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Dies ist der zweite Teil einer Trilogie. Die Geschichte um das Inselreich Langollion und seine Königin Alathaia wird fortgesetzt.
Es wimmelt nur so von fantastischen Gestalten. Elfen, Wolfselfen, Schattenelfen, ...

Dies ist der zweite Teil einer Trilogie. Die Geschichte um das Inselreich Langollion und seine Königin Alathaia wird fortgesetzt.
Es wimmelt nur so von fantastischen Gestalten. Elfen, Wolfselfen, Schattenelfen, andere Elfen, dann Zwerge, Kobolde, Damien, Minotauren, Riesenkraken, Feuervögel, Kentauren, Lamassu - man kann kaum alle aufzählen. All diese Wesen leben eigentlich recht friedlich zusammen, doch wenn unter den Mächtigen dieser Welt Streit aufkommt, dann werden Heere aufgestellt und es muss reichlich gestorben werden. So weit so klar. Bereichert wird das Ganze durch unfassbar viele Einfälle, die Ansätze weiterer Geschichten zeigen. Der Wehrturm, der nur von innen geöffnet werden kann. Die durch den Medusenblick Erstarrten, die zwar weiterleben, aber langsam verhungern müssen. Pralle Bilder und verzweigte Zusammenhänge – was für eine Fantasywelt!
Autor Bernhard Hennen belegt viele Meter in den Fantasyabteilungen der Buchläden. Zu Recht. Mehr davon!

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Feines vom Meister

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
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Torsten Sträter ist Stand-Up Comedian und seit einigen Jahren so erfolgreich, dass er eine eigene Fernsehsendung hat. Dies ist die fünfte Sammlung von Spoken-Word-Texten, die er als Buch veröffentlicht.
Es ...

Torsten Sträter ist Stand-Up Comedian und seit einigen Jahren so erfolgreich, dass er eine eigene Fernsehsendung hat. Dies ist die fünfte Sammlung von Spoken-Word-Texten, die er als Buch veröffentlicht.
Es handelt sich um allerhand schräge Geschichten voller Abschweifungen, wie er sie auch auf der Bühne vorträgt. Es gibt nachlässig eingedeutschte Berichte aus einer Kindheit im Ruhrgebiet, Betrachtungen über Kinofilme des vergangenen Jahrhunderts und Schilderungen sonderbarer Spielzeuge. Die Pandemie ist ebenso Thema wie einzelne Politiker, missverständliche aber vielbenutzte Redewendungen sowie persönliche Erlebnisse und Blamagen. Gar nicht komisch erwähnt Sträter auch seine depressive Erkrankung.
Das Buch ist so witzig wie Sträters Auftritte. Man hat fast den Eindruck, er stehe selbst im Raum, so spontan und persönlich wirken die Texte. Man muss nicht aus Bottrop, Hagen oder Gelsenkirchen kommen, um immer wieder loszulachen. Aber dann ist es noch lustiger. Das macht Spaß.

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Schöne Sammlung für alle, die Cescos Bücher kennen

Die Welt durch Wörter sehen
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Die Autorin des „roten Seidenschals“ hat inzwischen 82 Jugendbücher verfasst, 16 Romane und sechs Sachbücher. Hier erscheinen einzelne Kurzgeschichten, kleine Erlebnisse, Beobachtungen, Briefe und Sachtexte ...

Die Autorin des „roten Seidenschals“ hat inzwischen 82 Jugendbücher verfasst, 16 Romane und sechs Sachbücher. Hier erscheinen einzelne Kurzgeschichten, kleine Erlebnisse, Beobachtungen, Briefe und Sachtexte von ihr.
Es gibt einige wunderschöne Kurzgeschichten, die die Welt mit dem Blick von Kindern oder dem anderer Kulturen sehen. Ein Thema, das die Autorin bewegt, ist die Gleichberechtigung von Mädchen. Sie engagiert sich auch bei Plan international, und einige Texte beziehen sich darauf.
Im umfassenden Nachwort schildert de Cesco, wie sehr das Schreiben dem Essenkochen ähnelt. Dies ist eine Fundgrube für alle, die ihre Protagonisten aus den zahlreichen veröffentlichten Büchern kennen.
Es ergibt sich ein Porträt, das ohne biografische Daten auskommt und die Autorin durch ihr Werk zeigt.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Nett.

Mode-Atelier Rosen
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Dies ist die Fortsetzung von „Atelier Rosen – Die Frauen aus der Marktgasse“. Im 19. Jahrhundert betreibt Familie Rosen ein Mode-Atelier in Kassel. Sie fertigen und verkaufen Damenhüte, Handschuhe, Spitzenkragen ...

Dies ist die Fortsetzung von „Atelier Rosen – Die Frauen aus der Marktgasse“. Im 19. Jahrhundert betreibt Familie Rosen ein Mode-Atelier in Kassel. Sie fertigen und verkaufen Damenhüte, Handschuhe, Spitzenkragen und dergleichen.
Kopf der Familie ist Charlotte Rosen. Elise ist ihre uneheliche, erwachsene Tochter. Deren leiblicher Vater hat schriftlich Lebenserinnerungen verfasst, die nun gestohlen wurden. Ein Erpresser droht, pikante Details aus dem „Vorleben“ der Charlotte Rosen öffentlich zu machen und damit ihrem Ansehen und ihrem Geschäft zu schaden.

Die Frauen im Atelier Rosen leben sehr harmonisch zusammen – obwohl sie alle ihre Fehler haben und nicht alles begreiflich ist, was sie tun. Aber es ist angenehm zu lesen, und man erfährt einiges über das Leben in jener Zeit – das Buch spielt 1834. Als Elise einen netten jungen Studenten kennen lernt, kann man noch eine ganze Weile schmunzeln über die damaligen Umgangsformen und die Gedanken, die solche Bekanntschaften mit sich bringen. Besondere Spannung kommt nicht auf, zumal wir auch nicht erfahren, welche Enthüllungen eigentlich drohen. Dass Elise unehelich geboren wurde, ist ja längst bekannt.
Als sich endlich der Erpresser offenbart, ist es eine belanglose Nebenfigur, die bisher kaum in Erscheinung trat. Die Gefahr wird abgewendet und die Geschichte verflacht vollständig. Alles ist gut. Langweilig. Schade.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Alles auf Anfang?

Was nicht war, kann ja noch werden
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Freya arbeitet in Hamburg in einer Medienagentur. Ein Traumjob! Sie hat einen lieben Freund, eine tolle Wohnung, und bald wird sie dreißig. Dann ist ihre beste Freundin schwanger, die erwartete Beförderung ...

Freya arbeitet in Hamburg in einer Medienagentur. Ein Traumjob! Sie hat einen lieben Freund, eine tolle Wohnung, und bald wird sie dreißig. Dann ist ihre beste Freundin schwanger, die erwartete Beförderung bleibt aus, und ihr Freund will ein Haus kaufen. Doch ihr ist das alles viel zu erwachsen.
Freya läuft davon und findet sich auf dem Hof ihrer Eltern in Werne wieder. Sie will sich wieder so fühlen wie früher, als sie nach der Schule Studium und Karriere anstrebte. Sie sucht Kontakt zu ihren ehemaligen Klassenkameraden, und sie trifft ihre große Liebe von damals wieder. Bald zeigt sich, dass es einiges gibt, was aufgearbeitet werden muss.

Die Heldin schreibt in Ich-Form, die Story läuft eng an ihrer Wahrnehmung entlang. Freya will und wollte damals schon nicht alles wahr haben, insofern erfahren auch wir nicht alles. Sie ist eine Person, die weiß was sie will und das durchzieht – zumindest glaubt sie das von sich. Nun sucht sie einen neuen Anfang. Doch Freya muss sich erst ihren eigenen Dämonen stellen, ehe es für sie weiter geht.
Der Stil ist witzig, selbstironisch und manchmal sarkastisch. Das macht Spaß zu lesen, auch wenn es manchmal sehr ernst wird. Brüche entstehen, wenn eine andere Person als Freya die Ereignisse schildert. Das iritiert ein wenig und müsste nicht sein.
Insgesamt ist dies eine Geschichte vom Erwachsenwerden, die sicherlich viele von uns berührt.

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