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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2025

Inspirierend

Sonnenaufgang Nr. 5
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Eine alte Filmdiva möchte eine Autobiografie schreiben und engagiert den Ghostwriter Jonas. Er schreibt mit, doch er erfährt Dinge aus ihrer Vergangenheit, die ganz andere Geschichten erzählen. Das wirft ...

Eine alte Filmdiva möchte eine Autobiografie schreiben und engagiert den Ghostwriter Jonas. Er schreibt mit, doch er erfährt Dinge aus ihrer Vergangenheit, die ganz andere Geschichten erzählen. Das wirft Fragen auf danach, was eigentlich wahr ist. Und Fragen danach, wie wir mit Erinnerungen umgehen wollen, insbesondere mit solchen, die uns belasten. Ein spannendes Thema! Der Autor ist bereits mit dem „Buchspazierer“ bekannt geworden.
Die Geschichte ist flüssig erzählt, das Lesen macht Freude. Stella, die Filmdiva, ist in ihrer Arroganz und Verletzlichkeit sehr überzeugend. Das wird noch dadurch getoppt, dass wir immer wieder auf ihre Fans treffen. Für Jonas ist dies der erste Auftrag. Er wird nicht zum Fan, sondern kommt ihr persönlich nahe, gerade weil er auch andere Seiten ihrer Lebensgeschichte erfährt. Doch Stella hat ihn und ihre Erinnerungen jederzeit fest im Griff, solange bis sie die Zusammenarbeit beendet und Jonas entlässt. Ob es zum Schluss zu einem Buch kommt, sei hier nicht verraten.
Ein Anstoß, auch über eigene Erinnerungen einmal neu nachzudenken.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Leicht

Alle weg
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Der Autor lebt als Zugezogener in einem Urlaubsort an der Adria. Wie sich das anfühlt, wenn im Winter alle Touristen weg sind, beschreibt er hier in kurzen Episoden, die auf die Wintermonate verteilt sind. ...

Der Autor lebt als Zugezogener in einem Urlaubsort an der Adria. Wie sich das anfühlt, wenn im Winter alle Touristen weg sind, beschreibt er hier in kurzen Episoden, die auf die Wintermonate verteilt sind. Über sein Leben im Sommer hat er bereits berichtet, auch auf seinem Blog.
Viel passiert hier nicht. Die kurzen Texte schildern italienische Lebens- und Denkweisen bis hin zu Rezepten sowie Episoden aus dem winterlichen Alltag. Einiges ist durchaus interessant und fällt nur dem Auswärtigen auf. Die Beobachtung und Beschreibung der Menschen, die sich dort in der Bar versammeln oder im Tennisclub aufschlagen, erinnert ein bisschen an die Geschichten von Ephraim Kishon. Viele sind charmant und ein bisschen witzig, manche auch belanglos. Es bleibt ganz unpolitisch.
Leichtes Geplätscher für Italienfans, manchmal satirisch.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Witzig

Frau Morgenstern und die Offenbarung
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Violetta Morgenstern und Miguel Schlunegger sind Auftragskiller im Namen des Schweizer Staates. In ihrem siebenten Abenteuer bekommen sie es mit einer altägyptischen Mumie zu tun, die ein gefährliches ...

Violetta Morgenstern und Miguel Schlunegger sind Auftragskiller im Namen des Schweizer Staates. In ihrem siebenten Abenteuer bekommen sie es mit einer altägyptischen Mumie zu tun, die ein gefährliches Geheimnis aufdeckt. Der neue Auftrag: Elf Personen töten.
Dies ist eine absolut schräge und wunderbar verrückte Geschichte. Die Charaktere passen prima in das Setting, sie sind sowohl glaubwürdig als auch irre. Ein plötzlich ererbtes Paar fünfjähriger Zwillinge macht das Chaos noch spaßiger. Die Sprache ist ein besonderes Vergnügen, voll orgineller Formulierungen und neuer Wörter. Ein echter Lesespaß, auch ohne die Kenntnisse aus den voran gegangenen Büchern.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Seltsam

Die Stimme im Licht
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Irrlichter, blutige Flüsse, blaues Feuer - etwas Bedrohliches ist im Gange, und es kommt aus den Nebelsümpfen. Schamanen machen sich auf, mit Hilfe von Magie Klarheit zu gewinnen. Es ist eine fantastische ...

Irrlichter, blutige Flüsse, blaues Feuer - etwas Bedrohliches ist im Gange, und es kommt aus den Nebelsümpfen. Schamanen machen sich auf, mit Hilfe von Magie Klarheit zu gewinnen. Es ist eine fantastische Welt, die ganz entfernt mit der Steinzeit zu tun hat. Dies ist das Prequel einer dreiteiligen Serie und im Selbstverlag erschienen. Fehler in Rechtschreibung und Logik stören punktuell den Lesegenuss.
Gefallen hat mir, dass hier Magie am Werk ist, über die man noch nicht so oft gelesen hat, also keine Vampire, Hexen oder dergleichen. Die Erscheinungen und Sonderbarkeiten, denen die Menschen ausgesetzt sind, sind nicht nur den Handelnden, sondern auch der Leserin fremd. So hat man Gelegenheit, gemeinsam mit ihnen zu entdecken, welche Magie hier wirkt und wie man damit umgehen kann. Das macht es spannend.
Schwierigkeiten hatte ich mit den verschiedenen Perspektiven. Davon gibt es viele, die insbesondere am Anfang allzuschnell wechseln. Das macht den Einstieg nicht leicht.
Die Hauptpersonen sind durchaus interessante Charaktere. Sie haben magische Eigenschaften, für die es in ihrer Gesellschaft keine Vorbilder gibt. Sie sind mit Herausforderungen konfrontiert und müssen Profil zeigen, was sie auch tun. Sie sind manchmal etwas seltsam, ihre Handlungen sind nicht immer leicht zu verstehen.
Originelle Fantasy mit Abstrichen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Wolkenleicht

Die Wolkengucker
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Wilma und Margarete sind Wolkengucker. Als Margarete stirbt, macht Wilma sich auf die Suche nach Menschen, die sich ebenfalls für Wolken interessieren. Sie lernt interessante, schräge und eigenartige Charaktere ...

Wilma und Margarete sind Wolkengucker. Als Margarete stirbt, macht Wilma sich auf die Suche nach Menschen, die sich ebenfalls für Wolken interessieren. Sie lernt interessante, schräge und eigenartige Charaktere kennen. Diese Aktion und die Menschen helfen ihr, ihren Verlust zu verarbeiten. Auch für die Menschen, die von nun an die Wolkengucker-Gemeinschaft bilden, verändert sich einiges. Da ist die Putzhilfe, die für Margarete gearbeitet hat und sie ebenfalls vermisst. Da sind ein junger Mann und seine achtjährige Tochter, die über einen Hinweiszettel zur Gruppe stoßen und ein fieser Nachbar, der zu einem Freund wird.
Das alles ist leicht und angenehm zu lesen. Man muss entspannt sein, um Wolken zu beobachten, denn sie bewegen sich meistens nur langsam. ie Protagonisten in dieser Geschichte brauchen gute Gründe, um diese Entschleunigung tatsächlich zu üben. Und in aller Gemächlichkeit wachsen sie aneinander.
Eine Geschichte zum Wohlfühlen.

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