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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2023

Lesenswert, wenn man keine Hochspannung erwartet

Nachtjagd
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Eine mit Wunden übersäte Frauenleiche wird an einem See in Norwegen entdeckt. Aufgrund ihres Zustandes befürchtet Kriminalkommissar Anton Brekke, es mit dem berüchtigten Serienmörder Stig Hellum zu tun ...

Eine mit Wunden übersäte Frauenleiche wird an einem See in Norwegen entdeckt. Aufgrund ihres Zustandes befürchtet Kriminalkommissar Anton Brekke, es mit dem berüchtigten Serienmörder Stig Hellum zu tun zu haben, der sich seit Jahren auf der Flucht befindet.
Den Autor, sowie die vorangegangenen Bücher kannte ich bisher noch nicht.
Jan-Erik Fjell gehört laut Klappentext zu den erfolgreichsten Krimiautoren Norwegens.

Die Story an sich ist wirklich interessant und der Aufbau mit verschiedenen Handlungssträngen ist ebenfalls sehr gut gelungen. Das Buch liest sich auch gut und flüssig, die kurzen Kapitel mit Szenewechseln haben mir gut gefallen.

Anton Brekke und seinen Kollegen Magnus Torp habe ich das ganze Buch hindurch allerdings als sehr blass empfunden, die beiden hätten etwas mehr Ausstrahlung gut vertragen können. Einzig Nathan Sudlow, der in einer texanischen Todeszelle auf die Vollstreckung seiner Strafe wartet, ist mir als Charakter stark in Erinnerung geblieben.
Ich habe generell ein wenig die Spannung vermisst, die man bei einem solch hochgelobten Thriller erwarten würde.

Fazit:

Für mich eher ein komplexer Krimi als ein Hochspannungs - Thriller, aber durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Ein sehr unterhaltsames Buch-warmherzig und einfühlsam

Menschen, die wir noch nicht kennen
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Als Libby von ihrem Freund verlassen wird, flüchtet sie zu ihrer Schwester nach London, die sie als Babysitterin für Libbys ziemlich aufgeweckten Neffen einsetzt.

Schon während ihrer ersten Busfahrt in ...

Als Libby von ihrem Freund verlassen wird, flüchtet sie zu ihrer Schwester nach London, die sie als Babysitterin für Libbys ziemlich aufgeweckten Neffen einsetzt.

Schon während ihrer ersten Busfahrt in London lernt Libby den 82 jährigen Frank und seine unglaubliche Geschichte kennen. Seit 1962 ist dieser auf der Suche nach einem Mädchen, das er damals in der Linie 88 kennengelernt, aber aus den Augen verloren hat. Libby beschließt, ihm bei der Suche zu helfen, wobei sie unverhoffte Unterstützung erhält.



Zunächst haben mir das Cover, das kleine Format und vor allem die Atmosphäre im Buch sehr gut gefallen.

Wenn man London kennt und schonmal mit dem Bus durch die Stadt gefahren ist, erkennt man viele Orte und Stationen wieder.

Auch die vielen, teilweise grundverschiedenen Charaktere sind sehr schön dargestellt.

Die Autorin Freya Sampson hat eine Liebesgeschichte geschrieben, die völlig ohne Kitsch auskommt, auch ernstere Themen anspricht und sich einfach wunderbar eignet für gemütliche Lesestunden im Lieblingssessel.



Fazit:

„Menschen, die wir noch nicht kennen“ ist eine bezaubernde Geschichte über Begegnungen, die ein Leben verändern können.

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Veröffentlicht am 06.04.2023

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau

Die Radfahrerin
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Die Leseprobe zu „Die Radfahrerin“ von Susanna Leonard hatte mich derart begeistert, dass ich es kaum erwarten konnte, die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau zu lesen: einmal mit dem Fahrrad um die ...

Die Leseprobe zu „Die Radfahrerin“ von Susanna Leonard hatte mich derart begeistert, dass ich es kaum erwarten konnte, die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau zu lesen: einmal mit dem Fahrrad um die Welt und das im Jahr 1894 und unter ziemlich abstrusen Wettbedingungen. Annie Londonderry, die mit richtigem Namen Anna Kopchovsky hieß, hat die Chance genutzt, ihr Leben von Grund auf zu verändern. Durch das hohe Preisgeld, das ihr versprochen wurde, würde sie ihren ärmlichen Lebensbedingungen entkommen können und gleichzeitig für eine gewisse Zeit grenzenlose Freiheit genießen. Ihren Mann und vor allem ihre drei Kinder dafür zu verlassen, ist ihr dabei sicher schwergefallen.
Hatten mich der Mut und die Lebenseinstellung Annies zu Anfang noch völlig fasziniert, tat ich mich später etwas schwer mit der Art und Weise, wie sie ihre Reise vermarktete. Da dies aber nunmal in den wohl sowieso spärlichen schriftlichen Quellen so überliefert wurde, ist das nur meine persönliche Meinung und keineswegs Kritik am Buch.
Diese bezieht sich eher auf die Schilderung der Reise selbst, wo ich mir einfach etwas mehr Inhalt gewünscht hätte, gern auch über die Fakten hinausgehend.
Hier und auch bei der Ausgestaltung des Endes hätte die Autorin ihre künstlerische Freiheit von mir aus gern etwas mehr ausschöpfen können, um die Geschichte noch runder zu gestalten.

Fazit:
Insgesamt ist „Die Radfahrerin“ ein sehr interessantes und vor allem sehr schön zu lesendes Buch über eine ungewöhnliche und mutige Frau des 19. Jahrhunderts.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Spannend und mitreißend bis zur letzten Seite

Haus der Stimmen
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Der italienische Autor Donato Carrisi , in Italien bestens bekannt für seine auch international erfolgreichen Thriller, hat mit seinem neuen Werk „Haus der Stimmen“ ein Buch mit einem extrem hohen Spannungsniveau ...

Der italienische Autor Donato Carrisi , in Italien bestens bekannt für seine auch international erfolgreichen Thriller, hat mit seinem neuen Werk „Haus der Stimmen“ ein Buch mit einem extrem hohen Spannungsniveau geschaffen.


Als der renommierte Kinderpsychologe Pietro Gerber einen Anruf einer australischen Kollegin erhält, die ihn bittet eine ihrer Patientinnen zu übernehmen, reagiert Gerber zunächst mit Ablehnung. Hanna Hall soll während einer Hypnotherapiesitzung einen Mord gestanden haben, den sie selbst als Kind verübt habe. Beweise dafür gibt es nicht.

Aus Gerbers anfänglicher Skepsis wird wachsendes Interesse, als er mithilfe der Hypnosetechnik immer tiefer in Hannas verstörende Erinnerungen eintaucht und selbst mehr und mehr in die Geschehnisse verwickelt wird.


„Haus der Stimmen“ ist einer dieser Thriller, den man am liebsten an einem Stück und ohne Pause lesen möchte. Fast jedes Kapitel endet entweder so spannend oder so überraschend, dass man einfach weiterlesen muss.

Abgesehen davon kommt man hier aus dem Rätseln gar nicht mehr heraus. Schon der Anfang ist absolut mysteriös ,und wo der Spannungsbogen bei anderen Thrillern danach oft erstmal abflacht, geht es hier auf hohem Niveau weiter.

Immer wenn ein Rätsel endlich aufgelöst wird, tut sich ein neues auf. Das hat mich wirklich fasziniert.

Es ist für mich völlig nachvollziehbar, dass dieses Buch in Italien zu den Bestsellern gehört.


Fazit:

Absolut empfehlenswert für alle Thrillerfans, vor allem für diejenigen, die es lieben, mitzurätseln und immer wieder überrascht zu werden.

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Veröffentlicht am 24.03.2023

Eine bezaubernde Geschichte

Leonard und Paul
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Leonard und Paul sind die beiden Hauptcharaktere in diesem wundervollen Roman von Rónán Hession.
Leonard verfasst Sachbücher für Kinder, tritt aber nie als Autor in Erscheinung, sondern bleibt als Ghostwriter ...

Leonard und Paul sind die beiden Hauptcharaktere in diesem wundervollen Roman von Rónán Hession.
Leonard verfasst Sachbücher für Kinder, tritt aber nie als Autor in Erscheinung, sondern bleibt als Ghostwriter im Hintergrund. Sein ganzes Leben hat er mit seiner Mutter zusammengewohnt.
Sein bester Freund Paul wohnt auch noch bei seinen Eltern im Haus. Abgesehen von einem Aushilfsjob als Postbote verbringt er dort im Kreis der Familie auch die meiste Zeit.

Sowohl Leonard als auch Paul sind vollkommen ungekünstelte, aufrichtige und sanftmütige Menschen, die sehr genügsam durchs Leben gehen. Als beide unabhängig voneinander mit etwas Neuem konfrontiert werden, beginnt sich ganz zaghaft etwas zu verändern.
Rónán Hession hat es geschafft, den völlig unaufgeregten Alltag dieser beiden durch und durch liebenswürdigen Freunde zu beschreiben, ohne dass auch nur eine einzige Sekunde Langeweile beim Lesen aufkommt.

Dieses Buch und vor allem Leonhard und Paul muss man einfach ins Herz schließen.

Gerade in dieser lauten Zeit, wo man das Gefühl hat, dass alles nach Außen gekehrt werden muss, sind diese beiden zurückgenommenen Freunde eine Wohltat. Sie strahlen so eine tiefe Zufriedenheit aus, sind sich ihrer Besonderheiten bewusst, akzeptieren sich aber genauso wie sie sind.

Fazit:
Ein wunderschönes, wärmendes Buch gespickt mit kleinen Weisheiten und Humor in der genau passenden Dosierung.

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