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Kuckerneese

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Ein Roman über Herkunft und Erinnerung

Halber Stein
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Der Debütroman „Halber Stein“ von Iris Wolff erzählt die Geschichte von Friedesine, die nach dem Tod ihrer Großmutter in ihre siebenbürgische Heimat zurückkehrt. Die Reise in die Vergangenheit bringt viele ...

Der Debütroman „Halber Stein“ von Iris Wolff erzählt die Geschichte von Friedesine, die nach dem Tod ihrer Großmutter in ihre siebenbürgische Heimat zurückkehrt. Die Reise in die Vergangenheit bringt viele Erinnerungen und Begegnungen ans Licht und zeichnet ein stilles Bild von der eigenen Herkunft und dem Verlust von geliebten Menschen.

Der Roman ist sprachlich sehr ruhig und dennoch stark von ausführlichen Natur- und Ortsbeschreibungen geprägt. Für mich persönlich ist der Erzählstil dadurch stellenweise sehr langatmig, schwer und stellenweise uninteressant. Besonders Leserinnen und Leser mit persönlichem Bezug zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen oder zur Nachkriegszeit dürften hier mehr Zugang finden.

Die historischen Einschübe zur siebenbürgisch-sächsischen Vergangenheit fand ich wiederum sehr interessant. Sie machen jedoch nur einen kleinen Teil des Romans aus. Insgesamt richtet sich das Buch eher an ein Publikum, das leise, nostalgische Erzählungen schätzt und sich gerne Zeit für Stimmungen nimmt. Unter dem Strich kam es mir vor, als hätte ich schon unzählige Bücher dieser Art gelesen. Negativ fand ich die äußerst günstige Buchaufmachung. Das Buch hat eine etwas hochwertigere Verarbeitung verdient. Dann würde auch das wunderschöne Bild auf dem Buchcover zur verdienten Geltung kommen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Der perfekte Ratgeber rund um den Hund

Tierschutzhund Lieblingshund
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Das Buch "Tierschutzhund Lieblingshund“ ist ein einfühlsamer und zugleich sehr informativer Ratgeber für alle, die darüber nachdenken, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben. Das Buch überzeugt ...

Das Buch "Tierschutzhund Lieblingshund“ ist ein einfühlsamer und zugleich sehr informativer Ratgeber für alle, die darüber nachdenken, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben. Das Buch überzeugt durch seine ansprechende Gestaltung und eine klare, gut nachvollziehbare Struktur, die den Leser Schritt für Schritt durch alle wichtigen Themen führt.

Besonders gelungen ist die umfassende Herangehensweise: Von der seriösen Auswahl eines Tierschutzvereins über die Frage, welcher Hund zur eigenen Lebenssituation passt, bis hin zu Vorbereitung, Eingewöhnung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung. Auch Themen wie Pflege, Gesundheit und erste gemeinsame Schritte werden verständlich und praxisnah behandelt. Ein integrierter Selbsttest hilft zusätzlich dabei, sich ehrlich mit den eigenen Erwartungen auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil ist angenehm, wertschätzend und motivierend, ohne zu beschönigen. Dadurch eignet sich der Ratgeber sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Hundehalter, die ihr Wissen vertiefen möchten. Insgesamt ein sehr hilfreiches Buch, das Sicherheit gibt, zum Nachdenken anregt und Lust darauf macht, den Weg mit einem Tierschutzhund bewusst und verantwortungsvoll zu gehen.
Ich habe dieses Buch meiner 17-jährigen Tochter zu Weihnachten geschenkt. Jeden Samstag sehen wir uns mit der gesamten Familie die Ratgebersendungen im Fernsehen an. Meiner Tochter hat sich sehr über diesen Ratgeber gefreut und überlegt sich ihren "Tierschutzhund-Wunsch" noch einmal genau.
Von unserer gesamten Familie gibt es eine glasklare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Roman über Vergangenheit und Gegenwart

Lebensbande
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Das Buch "Lebensbande" von Mechthild Borrmann ist mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Ich kann aber schon jetzt für mich sagen, das ist nicht mein letztes Buch! Im Gegenteil!
In diesem Buch schreibt ...

Das Buch "Lebensbande" von Mechthild Borrmann ist mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Ich kann aber schon jetzt für mich sagen, das ist nicht mein letztes Buch! Im Gegenteil!
In diesem Buch schreibt die Autorin über drei Frauen, drei Lebenswege – und doch eine Freundschaft, die Zeit, Krieg und Leid überdauert. Die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte hat mich von der ersten Seite an berührt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Eigentlich hätte ich gern mehr von ihnen erfahren.

Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs erleben die Frauen Verfolgung, Zwangsarbeit und schmerzhafte Verluste. Immer wieder stehen sie vor Entscheidungen, die Mut verlangen und ihr weiteres Leben prägen. Besonders eindrucksvoll ist, wie glaubhaft ihre inneren Kämpfe, Zweifel und Hoffnungen geschildert werden. Die Erzählungen ähneln sehr stark den Schilderungen meiner Oma.

Dass die Handlung auf wahren Begebenheiten beruht, verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und Intensität. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und der Gegenwart im Sommer 1993 in Kühlungsborn ist gelungen und verbindet die Erlebnisse der Frauen auf bewegende Weise.

Mich haben vor allem die Charaktere beeindruckt – stark, verletzlich und menschlich. Ihre Verbundenheit, ihr Durchhaltevermögen und ihr stiller Widerstand bleiben mir lange im Gedächtnis. Dieses Buch ist nicht nur ein Stück Zeitgeschichte, sondern auch eine eindringliche Erzählung über Freundschaft, Mut und die Kraft des Erinnerns. Ich habe dieses Buch schon sämtlichen Freundinnen empfohlen. Das nächste Buch der Autorin wird sofort auf meinem Wunschzettel landen.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Psychologischer Roman mit historischem Einschlag

Sophie L.
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Sophie L. ist ein etwas anderer Roman, der weniger auf Tempo als auf psychologische Tiefe setzt. Im Mittelpunkt steht Olivia, eine Psychotherapeutin, die nach einem rätselhaften Anruf der Polizei mit der ...

Sophie L. ist ein etwas anderer Roman, der weniger auf Tempo als auf psychologische Tiefe setzt. Im Mittelpunkt steht Olivia, eine Psychotherapeutin, die nach einem rätselhaften Anruf der Polizei mit der Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert wird. Ihre hochbetagte Großmutter, eine zurückgezogen lebende Malerin, soll einen Mord gestanden haben – eine Anschuldigung, die kaum greifbar wirkt und doch alles infrage stellt.

Besonders eindrucksvoll ist das Spiel mit Erinnerung und Wahrheit. Die Demenz der Großmutter wirft die Frage auf, ob hier Verwirrung spricht oder ob sich jahrzehntelang Verdrängtes Bahn bricht. Gleichzeitig trägt Olivia selbst alte Verletzungen mit sich, die sich langsam, fast schmerzhaft, aus der Tiefe lösen. Vergangenheit und Gegenwart verweben sich zunehmend und machen deutlich, wie trügerisch Erinnerungen sein können.

Der Roman entfaltet seine Spannung leise. Statt rasanter Wendungen lebt die Geschichte von Andeutungen, Perspektivwechseln und einer stetig wachsenden Unruhe. Erst nach und nach wird klar, wie eng die Schicksale der Frauen miteinander verknüpft sind. Gegen Ende fügen sich die einzelnen Erzählstränge zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, das noch lange nachwirkt.

Sophie L. ist kein klassischer Thriller, sondern eher ein psychologischer Roman mit historischem Einschlag. Wer sich auf die ruhige Erzählweise einlässt und Geduld mitbringt, wird mit einer dichten, nachdenklichen Geschichte belohnt, die zeigt, wie tief Familiengeheimnisse reichen können. So richtig hat das Buch mich nicht begeistert, aber es war dennoch ein Vergnügen in die Story einzutauchen!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Neuer Ermittler mit aktuellen Bezug

Minnesota
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Mit dem Bob Oz eröffnet der Autor Jo Nesbø ein neues Kapitel und stellt einen Ermittler vor, der von Anfang an viele Ecken und Kanten hat. Gezeichnet vom Tod seiner Tochter arbeitet Oz mehr aus innerem ...

Mit dem Bob Oz eröffnet der Autor Jo Nesbø ein neues Kapitel und stellt einen Ermittler vor, der von Anfang an viele Ecken und Kanten hat. Gezeichnet vom Tod seiner Tochter arbeitet Oz mehr aus innerem Zwang als aus Pflichtgefühl. Er ist kein Held im klassischen Sinn, sondern jemand, der gegen seine eigenen Dämonen ankämpft – und genau das macht ihn interessant.

Der Fall, der ihn nach Minneapolis führt, ist düster und politisch aufgeladen. Gewalt, Waffen, Drogen und Machtinteressen greifen ineinander, während der Täter der Polizei stets einen Schritt voraus zu sein scheint. Nesbø versteht es, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, in der man sich nie sicher sein kann, wer tatsächlich die Fäden zieht.

Der Einstieg verlangt etwas Geduld, da er sehr langatmig und zäh ist. Die Perspektivwechsel und die zunächst lose wirkenden Szenen sorgten bei mir eher für Verwirrung als Orientierung. Doch wer über die Hälfte des Buches durchhält, wird belohnt: Nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen, und gerade im letzten Teil entfaltet die Geschichte ihre volle Wirkung. Plötzlich ergibt vieles Sinn, was zuvor rätselhaft erschien.

Nesbøs nüchterner, knapper Stil passt hervorragend zur düsteren Grundstimmung. Ohne große Ausschweifungen bringt er die Dinge auf den Punkt und lässt viel Raum für eigene aktuelle Gedanken. Bob Oz ist kein leichtgängiger Thriller, sondern ein forderndes, vielschichtiges Buch – und der Auftakt zu einer Figur, von der man gern noch mehr lesen möchte.

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