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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Quadratisch, praktisch, gut

Ritter Sport - Ein Traum von Schokolade
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Als die kleine Clara ein Stück Schokolade geschenkt bekommt, beschließt sie, Süßwarenhändlerin zu werden. Gesagt, getan, durch die Verbindung ihrer Eltern hat sie die Möglichkeit Handelsmamsell zu werden, ...

Als die kleine Clara ein Stück Schokolade geschenkt bekommt, beschließt sie, Süßwarenhändlerin zu werden. Gesagt, getan, durch die Verbindung ihrer Eltern hat sie die Möglichkeit Handelsmamsell zu werden, der Grundstein für die Umsetzung ihres Traums und die Erschaffung einer Schokolade, die uns allen bis heute bekannt ist.

Quadratisch, praktisch, gut, so kann man die Ritter Sport Schokolade am besten beschreiben. Was dahinter steckt und wie es dazu gekommen ist, damit hat sich das Autorenduo Eva-Maria Bast und Jørn Precht als Romy Herold beschäftigt. In „Ritter Sport - Ein Traum von Schokolade“ stellen sie die Firmengründerin Clara Götlle und deren Mann Alfred Ritter vor. Der Leser lernt Clara von Kindheit an kennen und wird sozusagen mit ihr älter.
Schon das Cover des Buches erinnert an die bekannte Schokolade.
Das Buch ist in drei Zeitteile unterteilt. Jeder Kapitel hat eine Nummer, die in der Form der typischen Ritter Sport Schokolade dargestellt wird. Das hat mir ausnehmend gut gefallen.
Auch im allgemeinen konnte mich das Autorenduo von der ersten Seite an mitnehmen und die Seiten flogen auch nur so dahin.
Mir gefällt, dass die Autoren die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen haben und das Buch als Einzelbuch erschienen ist. Allerdings wird der Anfang ausführlicher erzählt, während das Ende dann roch recht schnell erzählt wird. Da hat mir allerdings gefallen, dass dies meist in Form einer Art Rückblende erfolgt ist, die jeweils ein Protagonist vollzogen hat.
Clara Göttle kommt als sehr sympathische und strebsame Frau rüber, der die Familie alles bedeutet. 
Was oftmals als negativ angesehen wird, ich aber sehr authentisch fand, war die Sprache der Eltern. Die Darstellung des Dialekts hat mir wirklich gut gefallen. Allerdings hat es mir bei Sofie Mannheimer nicht wirklich gefallen. Hat sie zum Anfang noch hochdeutsch gesprochen, kam zum Ende hin immer mehr der Dialekt durch, was für mich nicht passend war. Ähnliches fiel mir am Ende bei Clara auch hin und wieder auf.

Das Nachwort mit den Erklärungen fand ich auch sehr gelungen, da man hier wieder nachvollziehen konnte, was nun fiktiv und was richtig ist, aber vor allem gibt es einen Überblick über die weitere Entwicklung der Firma Ritter.

Mein Fazit: Wie immer haben Romy Herold hier meinen Geschmack getroffen. Sie stellen hier mal wieder die Firmengeschichte eines allen bekannten Schokoladenherstellers mitreißend dar.
Wer also sowohl die Romane des Autorenduos, als auch die von Eva-Maria Bast mag oder sich für die Geschichte erfolgreicher Unternehmen interessiert, ist hier absolut richtig.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Der Einfluss des Tanzbären

Haribo - So schmeckt das Glück
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Der junge Hans stammt aus einer Bauernfamilie aus der Nähe von Bonn. Sein Vater wünscht sich, dass er in seine Fußstapfen tritt, Bauarbeiter im Haupterwerb und Bauer im Nebenerwerb wird. Doch der junge ...

Der junge Hans stammt aus einer Bauernfamilie aus der Nähe von Bonn. Sein Vater wünscht sich, dass er in seine Fußstapfen tritt, Bauarbeiter im Haupterwerb und Bauer im Nebenerwerb wird. Doch der junge Hans wünscht sich nichts sehnlicher als Bonbonkocher zu werden und alles über die Herstellung von Süßigkeiten zu lernen. Er will damit erfolgreich werden und wird von allen Seiten belächelt. Einzig die junge Gertrud glaubt an Hans. Gemeinsam legen sie den Grundstein für ein Unternehmen, dass bis heute, im wahrsten Sinne des Wortes - in aller Munde ist.

„Haribo - So schmeckt das Glück“ ist Band 1 der „Haribo-Saga“ von Katharina von der Lane.
Katharina von der Lane sind die beiden Autorinnen Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck. Für mich war es das erste Buch der Autorinnen.
Ich mag historische Romane, die die Geschichte bekannter Unternehmen erzählen, was auch hier der Fall ist. Haribo ist ein Unternehmen, dass uns schon von Kindesbeinen an, bekannt ist. Daher war es für mich umso interessanter, die Geschichte des Unternehmens kennenzulernen.
Dieser Roman ist zum Teil mit fiktiven Inhalten gespickt, hält sich aber auch in großen Teilen an realistische Überlieferungen. Am Beginn eines jeden Kapitels wird dargestellt, wo die Geschichte gerade spielt und zu welche Zeit, sodass alles äußerst nachvollziehbar dargestellt wird.
Die Figur des Hans Riegel wird von den Autorinnen sehr mitreißend beschrieben und ich habe regelrecht mit ihm mitgefiebert, in der Hoffnung, dass ihm der Durchbruch gelingen mag.
Ich war anfangs irritiert über seine persönliche Entwicklung, aber der Klappentext verweist ja schon in die Richtung, die sein Schicksal nehmen wird.
Auch die Figur der Gertrud hat mir gefallen. Sie wurde als sehr selbstbewusste Frau dargestellt, aber gleichzeitig auch immer bodenständig. Auch ihr Charakter macht diesen wunderbaren Roman zu einer interessanten Geschichte.
Genauso hat mir gefallen, wie die Beziehung zu den Familien dargestellt ist, die ja Hans als Träumer abstempeln.

Alles in allem ein flüssig zu lesender Roman, der eines der bekanntesten deutschen Unternehmen vorstellt. Die Figuren sind mit absoluter Liebe und Hingabe beschrieben und auch die Geschichte wirkt erfrischend und mitreißend. Wer also historische Romane liebt und wissen möchte, wie die Geschichte der Goldbären begonnen hat, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Sonnenblumen

Aschesommer (Gruppe 4 ermittelt 2)
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Eine Traueranzeigen, Koordinaten und eine Gruppe von Sonderermittlern - Jakob und Mila erhalten diese mysteriöse Traueranzeige und folgen den Koordinaten, ohne zu ahnen, dass sie gerade erst am Anfang ...

Eine Traueranzeigen, Koordinaten und eine Gruppe von Sonderermittlern - Jakob und Mila erhalten diese mysteriöse Traueranzeige und folgen den Koordinaten, ohne zu ahnen, dass sie gerade erst am Anfang einer Mordserie stehen. Sie müssen es schaffen, dem Täter voraus zu sein. Das Problem ist nur, dass der Hauptverdächtige seit acht Jahren in einer geschlossen forensischen Psychiatrie einsitzt.

„Aschesommer“ aus der Reihe „Gruppe 4 ermittelt“ ist der zweite Band der Reihe von Benjamin Cars.
Das Hörbuch wird von Oliver Siebeck gesprochen.
Für mich war es der erste Band der Reihe und ich bin dennoch gut gestartet, obwohl ich keinerlei Vorwissen hatte. Die Figuren werden so gut erklärt, dass man sie versteht und auch noch ihre Vergangenheit kurz beleuchtet bekommt.
Die Geschichte ist wirklich spannend. Der Spannungsbogen zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite und bleibt auch noch vorhanden, da es noch so einiges über die Ermittler zu erzählen gibt, was über diesen Thriller hinausreicht.
Der Autor hat sich eines wirklich interessanten Themas bedient und ich bin immer wieder überrascht, wie man auf solch eine Idee kommt und diese dann so realitätsnah umsetzen kann. Vor allem steckt hier m.E. eine enorme Recherchearbeit dahinter und obwohl es ein eigentlich trockenes Thema ist, wird es absolut faszinierend herübergebracht.
Die Umsetzung der Mordserie war zwar schnell vorauszuahnen, aber das tat der Spannung keinen Abbruch, weil man ja nicht wusste, wie die Umsetzung erfolgt.
Während ich der Geschichte gefolgt bin, erinnerte mich diese an eine Mischung aus „Illuminati“ und „Das Schweigen der Lämmer“. Aber gerade das letztere machte mich etwas stutzig, denn der Hauptverdächtige kommt ja aus dem Bereich der Geologie. Ich finde, dass er aber eher rüberkommt, wie ein Wissenschaftler aus dem Bereich der Psychologie, eben wie Hannibal Lecter. Das war das, was für mich nicht so ganz in die Story passte.
Das Ermittlerteam gefällt mir richtig gut. Die Ermittler sind extrem unterschiedlich, aber das Team harmoniert richtig super. Diese Vielfalt macht die Gruppe aus und auch die kleinen Kämpfe untereinander lockern das Ganze etwas auf.
Ich finde es immer schade, dass irgendwie alle Polizisten ein kaputtes Privatleben haben. Leider ist das auch hier wieder der Fall. Dennoch verspricht gerade das noch eine Menge Potential für Folgeromane.

Mein Fazit: Ein super spannender Thriller, der mich von der ersten Seite gepackt hat, der aber auch recht brutal ist. Prägend ist das Team inkl. des Staatsanwalt. Der Höhepunkt ist jedoch die Geschichte, von der man als Leser auch noch was lernen kann. 
Eine absolute Empfehlung für all jene, die Spannung lieben und brauchen!

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Schwierige Beziehungen

Der kleine Laden zum Glück
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Izzy, Dida und Luce, alle drei Frauen leben für ihre Arbeit und damit für das alte Kino in ihrer Stadt. 
Als Didas Mann das Kino verkaufen will, beginnt der Kampfgeist der drei Frauen. Gleichzeitig lernt ...

Izzy, Dida und Luce, alle drei Frauen leben für ihre Arbeit und damit für das alte Kino in ihrer Stadt. 
Als Didas Mann das Kino verkaufen will, beginnt der Kampfgeist der drei Frauen. Gleichzeitig lernt Izzy den attraktiven Xander kennen, der mit seinen Aufträgen ein gern gesehener Kunde bei der Rettung des Vintageladens, doch vielleicht nicht nur dabei.

Jane Linfoots „Der kleine Laden zum Glück“ reiht sich in ihre die Riege ihrer typischen Kleinstadtromane ein.
Doch leider ging es mir bei diesem Roman auch wieder wie bei den letzten Büchern, die Geschichte zog sich und ich brauchte sehr lange, um das Buch zu lesen.
Angenehm finde ich jedoch immer den Beginn eines jeden Kapitels. Ort und Zeit werden bekannt gegeben, ebenso die Protagonistin und das grobe Thema des jeweiligen Kapitels.
Die drei Protagonistinnen sind sehr sympathisch. Doch bspw. Habe ich Dida nicht verstanden. Sie ist in einer Ehe gefangen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt war und quält sich durch diese bis sie nun den Höhepunkt des Negativen erreicht.
Luce wiederum ist auf der einen Seite eine sehr extrovertierte Persönlichkeit, andererseits ist sie aber auch absolut introvertiert, je nach Handlung wechselt dies. Das Ende fand ich für sie mehr als verdient.
Izzy war mir zu bissig. Ich konnte ihre Haltung zwar ab und an nachvollziehen, aber oftmals war es mir doch zu übertrieben negativ.
Auch die zwischenmenschliche Beziehung von Xander und Izzy war mir zu schwierig. Einerseits konnte man die Haltung etwas nachvollziehen, aber meist war es mir doch zu übertrieben und vor allem zu viel hin und her. Das war manchmal wirklich anstrengend.

Fazit: Interessante Idee, aber leider zu viel Potential aufgrund schwieriger zwischenmenschlicher Beziehungen verschwendet. Leider kein Roman, der hängenbleibt.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Kunst und Liebe

Meerglück, friesisch blau
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Liv ist dabei, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Da kommt ihr das Angebot ihrer Freundin Kristen gerade recht, ihr auf Föhr für einen Wettbewerb zu helfen. 
Als sie auf Föhr die Vorbereitungen ...

Liv ist dabei, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Da kommt ihr das Angebot ihrer Freundin Kristen gerade recht, ihr auf Föhr für einen Wettbewerb zu helfen. 
Als sie auf Föhr die Vorbereitungen beginnt, entdeckt sie eine Skulptur mit den Initialen „MC“ und begibt sich auf Spurensuche.

„Meerglück, friesisch blau“ von Stina Jensen und Hannah Juli ist der Auftakt der neuen „Meerglück“-Reihe.
Ich kenne bereits so einige Bücher von Stina Jensen, jedoch nur als Buch. Dies war das erste Buch, das ich als Hörbuch von ihr gehört habe. 
Die Sprecherin ist Julia von Tettenborn. Diese hat eine angenehme Stimme, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass sie so manches Mal markanter gelesen hätte. Ich habe mich leider oft dabei erwischt, dass meine Gedanken abgedriftet sind. Vor allem hatte ich bei ihrer Leseweise das Problem, dass ich oftmals nicht zwischen Liv und Astrid unterscheiden konnte. Die restlichen Charaktere hat sie stimmlich mehr voneinander abgrenzen können.
Liv war mir ganz sympathisch. Sie hat ihr Päckchen zu tragen, aber gleichzeitig im Laufe des Romans einen enormen Fortschritt gemacht. Sowohl ihre, als auch die Geschichte von Matthis, sind äußerst tragisch und lassen einen nachdenklich werden.
Interessant fand ich gerade zum Schluss den Handlungsstrang mit Gerda und Lisbeth. Dieser Strang hätte noch ein bisschen mehr Potential gehabt. Dennoch muss ich gerade dabei sagen, dass hier wieder ein bisschen viel Zufall im Spiel ist, was Gerdas Beziehungen nach Föhr angeht und Liv eben ausgerechnet auf Jonte und Lisbeth trifft.
Auch die Handlung um die biestige Astrid hätte noch etwas mehr Potential gehabt. 
An sich fand ich, dass hier wirklich eine Menge ernster Themen zur Sprache kommen, von denen jedes einzelne das Zeug zu einem eigenen Roman hätte - Das gilt sowohl für Lisbeth und Gerda, als auch für Mattis und Franziska, aber auch für Astrid und ihre Mutter.
Ein absoluter Lichtblick war dagegen die kleine Jonna. Diesen Zwerg habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Verlauf der Geschichte war oftmals sehr vorhersehbar und ich hätte mir ein kleines bisschen mehr Spannung oder Tiefe gewünscht.

Alles in allem ist der Roman wieder ein typischer Stina Jensen-Roman zum Abschalten und Wohlfühlen, der etwas an Tiefe vermissen lässt, aber dennoch Herzschmerz pur darstellt.
Wer also eine schöne Liebesgeschichte sucht, ist hier richtig.
Von mir gibts hier 3,5 Sterne.

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