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Veröffentlicht am 14.03.2025

Als Trauzeugin auf Sylt

Inselpralinen
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Nachdem Janas Plan vom Leben in Australien nicht aufgeht, verschlägt es sie kurzfristig auf die Insel Langeoog. Hier lebt ihre beste Freundin Frauke, die sie auch gleich als Trauzeugin einspannt. Gemeinsam ...

Nachdem Janas Plan vom Leben in Australien nicht aufgeht, verschlägt es sie kurzfristig auf die Insel Langeoog. Hier lebt ihre beste Freundin Frauke, die sie auch gleich als Trauzeugin einspannt. Gemeinsam mit Fraukes bestem Freund und Trauzeugen von derem zukünftigen Mann Ulfert soll sie nun in die Planungen einsteigen, doch die beiden haben nicht den besten Start miteinander.

Es ist wieder das überrumpelnde Element, dass Jette Hansens Geschichte, „Inselpralinen-Schokolade und Meer“, prägt. Wie schon in ihren vorherigen Romanen gibt es eine Protagonistin, in diesem Falle Jana, die es auf eine der Nordseeinseln zieht.
Ich habe bereits die Geschichte um Sarah auf Föhr und Anne auf Amrum verfolgt, die mich mal mehr, mal weniger mitgenommen haben. Doch ich muss sagen, die Geschichte um Jana auf Langeoog gefällt mir bisher am besten.
Jana ist eine sehr einfühlsame Person, die sich rasend schnell auf ihr Umfeld einstellen kann, aber auch jederzeit für alle ein offenes Ohr hat. Gleiches gilt für Oke. Ich hatte mir nach der Beschreibung des Romans auch einen völlig anderen Verlauf der Geschichte vorgestellt und war positiv überrascht.
Was mir jedoch nicht gefallen hat, war Okes andauernde Haltung zu Frauke. Das widersprach sich für mich zu seiner Haltung gegenüber Jana. 
Ebenso fand ich Janas Geschichte nicht so ganz toll. Die Idee hinter ihrer Lebensgeschichte fand ich sehr realistisch, aber insgesamt fand ich es eine Wiederholung zur Geschichte um Sarah auf Föhr. Ich finde, da wurde doch ein bisschen Potential verschenkt.
Auch, dass Jana Enna zufällig im Zug trifft, die auch ausgerechnet auf die Insel will, war ein bisschen zu viel des Zufalls. Dennoch macht auch Enna die Geschichte zu etwas sehr feinfühligem.

Alles in allem ist es eine wunderbare Geschichte über Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Miteinander. Wer also einmal abschalten möchte, ist mit dem Ausflug auf Sylt gut bedient.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Starke Frauen

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Ein Podcast über Frauen, denen Bücher die Welt bedeuten, macht Anna auf die Sylterin Fenja aufmerksam. Nachdem die beiden erfolgreich eine Podcastfolge aufgenommen haben, möchte Anna eine Art Biografie ...

Ein Podcast über Frauen, denen Bücher die Welt bedeuten, macht Anna auf die Sylterin Fenja aufmerksam. Nachdem die beiden erfolgreich eine Podcastfolge aufgenommen haben, möchte Anna eine Art Biografie über Fenja schreiben. Als sie sich auf den Weg zu der Seniorin macht, trifft sie nur deren Tochter an, Fenja ist verschwunden. Dennoch beginnt eine ungeahnte Reise in die Vergangenheit von Fenjas Familie.

„Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben“ ist Band 1 der Listland-Dilogie von Gabriella Engelmann.
Dieses wunderschöne Cover lädt sofort zum Träumen und Verlieben ein. Gleiches gilt für den fesselnden und emotionalen Schreibstil der Autorin. Für mich war es das erste Buch, welches ich von ihr gelesen habe und es hat mich absolut faszinierend.
Nicht nur das Cover ist wunderschön, auch die Anfänge der jeweiligen Kapitel sind maritim und liebevoll gestaltet, sodass man sich zu jederzeit eingeladen fühlte, weiter zu lesen.
Die Geschichte wird aus zwei, fast drei Perspektiven erzählt. Lene, die Mutter Fenjas erzählt ihre Lebensgeschichte in der Vergangenheit und Anna erzählt die Ereignisse der Gegenwart aus der Ich-Perspektive.
Im Laufe des Romans lernt man so einige Charaktere kennen, wie Eric, Elisa, Lene, Beeke, Martje, Konrad und Friso. Sie alle bilden mehr oder minder den roten Faden der Geschichte. Eine kleine und vielleicht auch nicht unbedeutende Rolle spielt auch Bo, der ein großes Geheimnis dieser Geschichte war, ist und bleibt.
Gabriella Engelmann schafft es in ihrem Buch nicht nur die Aufarbeitung einer Familiengeschichte darzustellen, sie schafft es auch, Liebe zu Büchern greifbar zu machen. Vermutlich spricht sie damit vielen ihrer Leser aus dem Herzen.
Außerdem spricht sie eine Thematik an, die viele Familien betrifft oder auch betraf - die Aufarbeitung der Vergangenheit, oftmals begleitet durch eine Mauer des Schweigens, Verdrängung oder Verleumdung.
Es geht aber auch um Respekt zueinander, tiefe Liebe, aber auch Mutterliebe. Gerade letztere spielt eine schicksalhafte Rolle innerhalb der Familie Iwersen-Lorenzen und immer wieder sind dort Parallelen zu Annas eigenem Leben. Ob diese unbewusst oder bewusst sind, erschließt sich nicht recht und könnte durchaus im zweiten Band noch einmal zum Thema werden.
Erschreckend ehrlich hat die Autorin die Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg beschrieben. So fiel man speziell in einem Kapitel aus einer vermeintlichen heilen Welt hinein in die offene Denunzierung von Menschen.

Zusammenfassend muss ich sagen, die Autorin hat mich von der ersten Seite an mitnehmen können und ich bin begeistert von diesem Roman. Aus diesem Grund freue ich mich auch jetzt schon auf den zweiten, denn ein großes Geheimnis gilt es noch aufzudecken.
Alle, die Familiengeschichten, Bücher und starke Frauen mögen, sind hier absolut richtig!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Aufbruchstimmung

Der Schmuckpalast – Camille und der Glanz von Gold
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Ein Generationenwechsel bei Cartier - Alfred kauft Louis-Francois den Betrieb ab und verschuldet sich damit hoch. Doch mit den richtigen Schachzügen baut er den Erfolg des Unternehmens aus.
Auch Schwester ...

Ein Generationenwechsel bei Cartier - Alfred kauft Louis-Francois den Betrieb ab und verschuldet sich damit hoch. Doch mit den richtigen Schachzügen baut er den Erfolg des Unternehmens aus.
Auch Schwester Camille arbeitet im Familienbetrieb mit. Doch sie muss Schicksalsschläge einstecken, die auch die gesamte Familie Cartier in den Grundfesten erschüttert.

„Der Schmuckpalast - Camille und der Glanz von Gold“ ist die Fortsetzung der „Juwelier-Saga“ von Eva-Maria Bast, die sich um die Familie Cartier dreht.
Das Buch basiert zum Teil auf wahren Gegebenheiten und zum Teil auf fiktiven Anteilen.
Das Cover schmiegt sich in die Reihe ein, was ein Wiedererkennungswert hat und sehr edel aussieht, wie das Familienunternehmen selbst.
Aufgrund des Namens dieses Bandes hätte ich erwartet, dass das Buch aus der Perspektive Camilles erzählt wird, doch m.E. ist auch hier der männliche Part, also Alfred, der Hauptprotagonist. Das störte mich aber nicht.
Viel mehr fand ich, auch wenn es zum Teil erschütternde Ereignisse waren, diesen Teil interessanter geschrieben, als Band 1. Während die Eltern Alfreds und Camilles absolut geerdet dargestellt werden, wirken die Geschwister emotionaler, auch wenn Alfred gerade am Anfang sehr pragmatisch wirkt.
Verlust, psychische Erkrankungen, Entfremdung, Familie, starke Frauen und Zusammenhalt sind nur einige Attribute, die dieses Buch beschreiben. Es sind aber wichtige Attribute für ein Buch, dass kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts spielt.
Auch die historischen Fakten und Bedenken um den Bau des Eiffelturms und die Weltausstellung fand ich spannend dargestellt, da mir das bisher in dieser Form gar nicht bekannt war.

Alles in allem ein toller und interessanter Roman und damit eine sehr gute Fortsetzung des ersten Bandes, der mir auch besser gefällt als der erste Band, da er moderner wirkt.
Daher eine Empfehlung für all jene, die sich für historische Romane und Familiendynastien interessieren!

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Ein Auftrag und seine Listen

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
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Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei ...

Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei an äußerst interessante Unterlagen, von denen sie sich eine Menge erhofft.
Mehr oder minder wird Afra zur Botin der Familie Fugger und dabei deren verlässlichstem Boten Herwart zur Seite gestellt. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Mit „Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz“ hat Peter Dempf einen neuen historischen Augsburg-Roman geschaffen.
Für mich war es der dritte Roman des Schriftstellers, der mir bisher am besten gefallen hat.
Die Aufmachung hat für mich einen Wiedererkennungswert und passt perfekt zum historischen Augsburg.
Das Buch beginnt mit einem mitreißenden spektakulären Einstieg, dessen Szenen sich durch das ganze Buch ziehen und auch erst am Ende aufgelöst werden, sodass ein roter Faden vorhanden ist.
Die Charaktere Afra und Herwart sind klug und listig, leicht unnahbar. Zusammen harmonieren sie wunderbar, was aber einem ständigen Auf und Ab unterzogen wird.
Der Verlauf der Geschichte ähnelt einem Krimi oder Thriller und nimmt zum Teil spektakuläre Ausmaße an, sodass man immer weiter lesen möchte. Dennoch finde ich, dass weniger manchmal mehr ist und so manches Abenteuer vielleicht doch eine Nuance zu viel war.
Interessant finde ich die historischen Fakten, die Peter Dempf außerdem vermittelt. So lernt man hier wieder die Verflechtungen der reichen Augsburger kennen, aber auch sog. Judenwege etc. Auch die baulichen Stätten und die Abläufe in der damaligen Zeit sind interessant und nachvollziehbar beschrieben.
In Bezug auf die Augsburger Familien fand ich die Beschreibung der Bedeutung der Frauen der Familie sehr interessant. Hier gab es ja doch sehr unterschiedliche Beschreibungen. Das betrifft ebenso die Beziehungen zwischen den Eheleuten.
Das Ende empfand ich als sehr offen. Es lässt viel Potential auf eventuelle zukünftige Romane zu.

Alles in allem ist Peter Dempf mit diesem Roman wieder ein sehr interessantes Buch gelungen, das mit seinen spannenden Elementen zu mitreißenden Lesestunden einlädt.
Wer mittelalterliche Romane liebt, ist mit diesem daher gut bedient.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Rosalia und die Mode

Herzklopfen in der Boutique del Mar (Verliebt in Italien)
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Rosalia ist zurück in ihrem Elternhaus in Camaiore, nachdem sie sich auf ihren Geschäftspartner verlassen hat, der aber wiederum nichts besseres zu tun hatte, als ihr Modelabel zu verkaufen.
Nach diesem ...

Rosalia ist zurück in ihrem Elternhaus in Camaiore, nachdem sie sich auf ihren Geschäftspartner verlassen hat, der aber wiederum nichts besseres zu tun hatte, als ihr Modelabel zu verkaufen.
Nach diesem Scheitern hadert sie mit sich und dem, was sein könnte. Durch einen Zufall verschlägt es sie jedoch in die örtliche Modeboutique, was Einfluss auf ihr Leben haben wird.

„Herzklopfen in der Boutique del Mar“ von Hanna Holmgren gehört zur „Verliebt in Italien“-Reihe.
Neben vielen Bekannten lernt der Leser Rosalia als Protagonistin kennen. Ich muss sagen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit ihr hatte. Sie hatte Momente, in denen sie fröhlich und leicht war, dennoch fand ich, dass sie sich die meiste Zeit im Selbstmitleid verloren hat, was ihr manchmal auch zickige Züge verpasst hat.
Während sich die Geschichte am Anfang auch sehr zieht, überschlagen sich am Ende die Ereignisse mächtig.
Dennoch muss ich sagen, dass mich die Autorin dieses Mal nicht abholen konnte. Einzig Flora, Giampaolo oder Letizia machten dieses Empfinden hin und wieder wett.

Fazit: Für mich leider einer der schwächeren Romane der Autorin. Wer jedoch auf ein Wiedersehen mit der vorher bekannten Figuren aus ist, der ist hier auch wieder richtig.

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