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Veröffentlicht am 03.11.2024

Ein etwas anderes Weihnachtsfest

Hinter den Dünen - Weihnachtszauber auf dem Künstlerhof
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Schneechaos auf dem Darß- Familie Sommer verbringt die Weihnachtsvorbereitungen in Familie auf dem Künstlerhof, einzig Tochter Greta fehlt. Doch das Weihnachtsfest versinkt fast im Schnee und mit ihm nicht ...

Schneechaos auf dem Darß- Familie Sommer verbringt die Weihnachtsvorbereitungen in Familie auf dem Künstlerhof, einzig Tochter Greta fehlt. Doch das Weihnachtsfest versinkt fast im Schnee und mit ihm nicht nur die Landschaft. Als sich ein junges Pärchen den Künstlerhof aufsucht, beginnt ein turbulentes Weihnachtsfest, mit dem keiner gerechnet hätte.

Weihnachten, Liebe, Familie und vor allem Ruhe - All das wünscht sich die Künstlerfamilie Sommer, wie Nele Jantzen im fünften Band, „Weihnachtszauber auf dem Künsterlerhof“, der „Hinter den Dünen“-Reihe vermittelt.
Mit ihrem beeindruckend leichten Schreibstil schaffte es die Autorin, mich von der ersten Seite an mitzunehmen. 
Viele Szenen, die sie beschreibt, erinnern mich an eigene Erlebnisse mit Schnee- und Familienchaos, was diesem Band eine beeindruckende Authentizität vermittelt und gleichzeitig für eine Wohlfühlatmosphäre sorgt.
Ebenso schafft Nele Jantzen es, die sanfte Seite der sonst so turbulenten Familie Sommer aufzuzeigen.
Gleichzeitig spricht die Autorin mit der Familie Michel-Mai ein wichtiges gesellschaftliches Thema an, vor dem man nicht die Augen verschließen sollte.

Fazit: Dieser letzte Band zeigte mir eine geerdete Familie Sommer auf, die sich von Buch zu Buch immer weiter entwickelt hat und nun, trotz einiger Streitszenen, die aber in Familien normal sind, eine Eintracht bildet. Wer also die Sommers bereits kennt, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Wer jedoch bisher keines der Bücher gelesen hat, sollte gerade jetzt, in der bevorstehenden Vorweihnachtszeit einen Blick in dieses Buch werfen, wenn man sich nach Entspannung und Fröhlichkeit sehnt. Vielleicht liest man zwischen den Zeilen auch eine historisch bekannte Geschichte in modern.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Der Beginn eines neuen Lebens

Sommerhimmel über der Toskana
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Nachdem Mia durchs Studium geflogen ist, folgt sie ihrem Mann Bruno nach Pisa, der dort habilitiert. Als Mia sich eine Arbeit sucht, begegnet sie dem Stuckateur Giovanni. Er zeigt Mia, was das Leben zu ...

Nachdem Mia durchs Studium geflogen ist, folgt sie ihrem Mann Bruno nach Pisa, der dort habilitiert. Als Mia sich eine Arbeit sucht, begegnet sie dem Stuckateur Giovanni. Er zeigt Mia, was das Leben zu bieten hat. Mia beginnt über ihres nachzudenken.

„Sommerhimmel über der Toskana“ von Sarah Short erzählt die Geschichte einer Frau, die unbewusst auf der Suche nach sich selbst ist.
Mir fiel das Buch sehr schwer. Mia und ich haben irgendwie nicht zueinander gefunden. Mir erschien sie sehr naiv und devot, was das Lesen wirklich anstrengend machte.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen im Roman waren zum Teil auch schwere Kost, speziell die zu ihren Eltern und ihrem Ehemann.
Ich fand auch die Geschichte um Giovanni sehr vorhersehbar und damit wenig überraschend. Mir fehlte an diesem Roman ein bisschen die Spannung bzw. das Überraschungsmoment und damit auch die Authentizität.
Ab der Hälfte entwickelte sich Mia jedoch und das Lesen wurde angenehmer. Sarah Short hat es ab da geschafft, Mias Entwicklung positiv und selbstbewusst darzustellen.
Interessant war die Rahmengeschichte, die sich in Pisa abspielte. Hier wiederum war die Freundschaft zu Maria als kraftschöpfende Quelle dargestellt. Maria spiegelt dabei die weise und lebenserfahrene Frau wider, die als Vorbild für Mia dient.

Alles in allem konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Wer sich jedoch für Italien, Architektur und etruskische Geschichte interessiert, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Die nächste Generation

Das Kurhotel auf Norderney - Gezeiten des Schicksals
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Claras großer Traum ist der Ausbau der elterlichen Pension zu einem Kurhotel. Dafür schuftet sie hart als Stranddienerin. Allerdings halten ihre Eltern Elisa und Julius Berlund wenig von dieser Idee. Als ...

Claras großer Traum ist der Ausbau der elterlichen Pension zu einem Kurhotel. Dafür schuftet sie hart als Stranddienerin. Allerdings halten ihre Eltern Elisa und Julius Berlund wenig von dieser Idee. Als Clara schließlich Arthur kennenlernt, kommt ihr ihr Traum zum Greifen nah.

„Das Kurhotel auf Norderney - Gezeiten des Schicksals“ ist Band 2 der großen „Kurhotel - Saga“ von Claudia Schirdewan. 
Das Buch spielt Anfang des 20. Jahrhunderts auf Norderney und bildet mit Clara die zweite Generation dieser Saga.
Claudia Schirdewan beginnt den zweiten Band etliche Jahr nach dem ersten. Es dauerte daher für mich kurze Zeit bis ich mich wieder entsinnen konnte, wie die einzelnen Zusammenhänge dieser Vorgeschichte waren. Für Personen, die den ersten Band nicht kennen, ist das jedoch kein Problem und liest sich vielleicht sogar einfacher.
Nach wie vor kann der Titel des Buches etwas irritierend wirken, da ein Kurhotel bisher nur in der Fantasie eine Rolle spielt.
Die Charaktere Elisa, Julius und Jella aus dem ersten Band begegnen den Lesenden auch hier wieder. Jella kommt für mich dabei leider ein bisschen zu kurz, umso mehr hab ich mich über die nähere Beschreibung von Elisas und Julius’ Leben gefreut.
Protagonistin dieses Bandes ist jedoch deren Tochter Clara. Sie ist eine überaus ehrgeizige, junge Frau, die ein enges Band zu ihrer Familie pflegt.
Die Familie Berlund wirkt nach wie vor sehr modern, was nicht in das typische Bild der damaligen passt, aber die Geschichte dafür umso interessanter macht.
Man merkt diesem Buch die ausführliche und fundierte Recherche der Autorin an. Speziell die Arbeit der Badedienerinnen, aber auch die Kurabläufe sind authentisch beschrieben.Interessant dabei wird die Rolle der Diakonissen und der Gemeindeschwester Helene beschrieben.
Der Verlauf der Geschichte ähnelt auch absolut dem ersten Band, was ich ein bisschen zwiespältig empfunden habe. Einerseits war es sehr harmonisch, andererseits nimmt das ein bisschen die Spannung.

Fazit: Trotz der o.g. Kritik hat mir der zweite Band deutlich besser gefallen und die Autorin hat mich mit ihrer guten Recherchearbeit in Verbindung mit dem flüssigen Schreibstil mitgenommen, sodass ich mich bereits auf den abschließenden dritten Band im nächsten Jahr freue. 
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Band 1 kennen, aber auch denen, die historische Romane mögen und kann auch denen die Scheu nehmen, die Band 1 noch nicht kennen. Man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Ein Gutschein, der Leben verändert

Friesenmeermagie
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Bei einer Auktion für Fundsachen ersteigert Malin aus Jux einen kleinen roten Koffer. Was sie jedoch nicht ahnt ist, dass der Inhalt ihr Leben und das von Irma Witt verändern wird.

„Friesenmeermagie“ ...

Bei einer Auktion für Fundsachen ersteigert Malin aus Jux einen kleinen roten Koffer. Was sie jedoch nicht ahnt ist, dass der Inhalt ihr Leben und das von Irma Witt verändern wird.

„Friesenmeermagie“ von Tanja Janz gehört in die Kategorie ihrer berühmten St. Peter-Ording-Romane und wird als winterliche Wohlfühlgeschichte für die kalte Zeit des Jahres beworben.
Für mich sind diese Romane der Autorin immer wieder eine traumhafte Rückkehr in eine liebevolle, familiäre Umgebung vor einer Traumkulisse.
Tanja Janz’ Schreibstil schafft es auch bei diesem Roman wieder, mich von der ersten Seite an, mitzunehmen. Malin mit ihrer aufgeschlossenen, aber auch pragmatischen Art ist mir direkt ans Herz gewachsen.
Das Schöne an diesen Romanen ist, dass sie zumeist mit bekannten Charakteren aus Vorgängerromanen beginnen. Für mich bilden diese Charaktere eine Art Familie, denn sie vermitteln eine gewisse Stabilität und Vertrautheit für diese Romanreihe. So begegnen eingefleischten Fans auch hier wieder die bekannten St. Peteraner Seniorinnen, aber auch weitere Bekannte, die jederzeit zusammenhalten.
Malin selbst auferlegte Aufgabe, Franzi und die rüstigen Seniorinnen bilden dabei den roten Faden der Geschichte. Spannend bleibt es dabei bis zum Schluss, ob sie erfolgreich sein werden.
Die Geschichte an sich ist für mich nicht wirklich authentisch, da ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand auf solch eine Idee kommen würde. Dennoch passt es in diese Reihe und ist vernachlässigbar. Gleiches gilt für das Ende, denn wer den Anfang oder auch das Gespräch mit Brit verfolgt, kann dabei seine eigenen Schlüsse ziehen.

Fazit: Für mich ist dieser Roman wieder ein Highlight des Lesegenusses gewesen, das viel zu schnell vorbei war! Ich kann den Roman nur allen empfehlen, die Weihnachten und St. Peter-Ording mögen!

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Wurzeln irischer Kultur

Dem Sturm entgegen
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Enya ist verheiratet, führt mit ihrem Ehemann eine Hausarztpraxis, hat einen Sohn im Teenageralter und wohnt mit beiden in einer Villa.
Als sie eines Nachts bei Unwetter über eine verlassene Landstraße ...

Enya ist verheiratet, führt mit ihrem Ehemann eine Hausarztpraxis, hat einen Sohn im Teenageralter und wohnt mit beiden in einer Villa.
Als sie eines Nachts bei Unwetter über eine verlassene Landstraße fährt, kommt sie an einer Unfallstelle vorbei, an der ein Junge im Alter ihres Sohnes angefahren wurde. Enya hilft dem Jungen und von nun an verändert sich ihr Leben schlagartig.

Cecelia Aherns „Dem Sturm entgegen“ war für mich das erste Buch der Autorin.
Die ersten Seiten des Buches weckten in mir den Anschein einer (Familien)Story, die auf einem Ereignis beruht, das zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führt. Die Geschichte entwickelte sich jedoch anders.
Das Buch wird geprägt durch die alte irische Kultur. Grundlage ist der Jahreskreislauf, der das Buch in Abschnitte einteilt. Begleitet wird dies durch Kolumnen, die Enyas Mutter einst schrieb und die sich auf diese alten irischen Werte berufen. Dies fand ich sehr interessant, da den Jahreshighlights hier wieder ihr Ursprung zugrunde gelegt wurde und nicht der Kommerz im Vordergrund steht. Auch einige der Bräuche wie der des Rag Trees waren interessant beschrieben.
Dennoch muss ich sagen, ich habe mich nach dem ersten Drittel nur noch durch das Buch gequält. Je mehr ich über Enya lernte, um so weiter entfernte ich mich von ihr und der Geschichte. Ich konnte sie am Ende gar nicht mehr greifen, was vor allem an ihrer unbehandelten Psyche und einem Trauma aus Kindheitstagen liegt. Ähnliches galt für die Charaktere, die in das Unfallgeschehen involviert waren.
In großen Teilen konnte ich Enyas Handlungen und ihr Verhalten nicht nachvollziehen, was kein bisschen authentisch wirkte. 
Das Ende kam für mich auf jeden Fall ganz überraschend, konnte mich aber auch nicht mehr überzeugen.
Der ganze Verlauf wirkte auf mich wirr, nicht nachvollziehbar und langatmig.

Alles in allem konnte mich die Autorin mit diesem Roman leider nicht überzeugen. 
Zu empfehlen ist es jedoch für alle, die sich für die Bräuche Irlands interessieren.

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