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Veröffentlicht am 27.11.2024

Anders als der Titel verspricht

Winterwunder im kleinen Strandcafé am Meer
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Emmas Eltern besitzen ein kleines Strandcafe, das leider nicht mehr genug abwirft, um davon leben zu können. Da Emma sehr daran hängt, kommt sie mit ihrem Vater überein, dass Café renovieren zu dürfen ...

Emmas Eltern besitzen ein kleines Strandcafe, das leider nicht mehr genug abwirft, um davon leben zu können. Da Emma sehr daran hängt, kommt sie mit ihrem Vater überein, dass Café renovieren zu dürfen und ein Jahr Zeit zu bekommen, es zum Laufen zu bringen.

Wie der Zufall es will, befindet sich zum gleichen Zeitpunkt ihre Jugendliebe Timothy im Ort. Seine Oma verdonnert ihn, Emma bei der Renovierung zu helfen, dabei kämpfen die beiden mit ihrer Vergangenheit.

„Winterwunder im kleinen Strandcafe am Meer“ ist Band 3 aus der Reihe „Herzklopfen am Meer“ von Annette Böhler.

Das Buch beginnt sehr angenehm. Die Charaktere Emma, Tim und vor allem dessen Granny verleihen dem Roman einen Wohlfühlbeginn.
Leider lässt das jedoch schnell nach und die Geschichte dreht sich im Kreis zwischen enttäuschter Jugendliebe und dauernden Gesprächen über die bevorstehende Pleite des Cafés. Von letzterem soll ja keiner erfahren, dennoch kommt es in sämtlichen Passagen des Buches vor, was das Ganze unglaubwürdig macht.

Auch die fehlenden Interaktionen zwischen Emma und Tim und noch vielmehr zwischen Emma und ihren Eltern, ob der Zukunft des Cafés macht den Verlauf der Geschichte vorhersehbar und leider auch unglaubwürdig.

Auch findet sich im Buch so gut wie nichts weihnachtliches oder winterliches, anders als der Titel vermuten lässt.

Was mir gefallen hat, war das Aufeinandertreffen von Charakteren aus den Vorgängerbänden. Ich finde es immer schön, wenn man so der Weiterentwicklung von vergangenen Protagonisten folgen kann. Dies hat für mich immer was heimeliges.

Das Ende kam dann ziemlich schnell und war auch sehr weichgespült.

Fazit: Wer die zwei vorherigen Romane kennt, wird hiervon leider etwas enttäuscht sein, da dem Roman der gewisse Pepp, die Tiefe und leider auch die weihnachtlich-winterliche Atmosphäre fehlen.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Harmonie pur

Lavendelblütenzauber (Im Herzen der Provence)
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Charlotte kennt ihren Vater nicht. Dennoch erreicht sie die Nachricht über seinen Tod und die Tatsache, dass er ihr ein größeres Erbe hinterlassen hat. Da Charlotte gerade frisch getrennt ist, nutzt sie ...

Charlotte kennt ihren Vater nicht. Dennoch erreicht sie die Nachricht über seinen Tod und die Tatsache, dass er ihr ein größeres Erbe hinterlassen hat. Da Charlotte gerade frisch getrennt ist, nutzt sie die Testamentsverlesung um den unschönen Dingen in ihrem Leben zu entfliehen. Doch dieser Flucht stellt ihr bisheriges Leben auf den Kopf.

„Lavendelblütenzauber (Im Herzen der Provence)“ ist der erste Frankreich-Roman von Hanna Holmgren. 
Da ich ein absoluter Fan von Lavendel bin, hat die Autorin mich mit dem Cover schon gefangen. Beim Anblick desselbigen schiebt sich direkt der Geruch der Blüte in den Sinn.
Mit Charlotte und Carole hat Hanna Holmgren zwei wunderbare und liebevolle Charaktere geschaffen. Auch Arnaud steht diesen in nichts nach.
Diese Geschichte ist eine absolute Wohlfühlgeschichte und ich muss gestehen, ja ich hab mich total eingefangen gefühlt in der Story, doch alles in allem war es mir doch ein wenig zu viel Harmonie. Charlotte hüpft von einem Glücksmoment zum nächsten und findet keinen einzigen Stolperstein, sodass die Geschichte einfach so davonfließt.
Die französische Kultur und die damit verbundene Lebensweise bringt Hanna Holmgren jedenfalls eindrucksvoll rüber und auch die Erlebnisse mit Oscar regen manchmal zum Schmunzeln an.
Der Handlungsstrang um Arnaud hat mich manchmal etwas genervt, da doch alles sehr vorhersehbar war und Charlotte an dieser Stelle sehr naiv dargestellt wurde. Eine einfache Kommunikation mit ihm oder Carole hätten hier nicht schlecht getan.

Fazit: Wer einfach mal Glücksmomente erleben möchte und sich einfach fallen lassen will, ist bei diesem Roman genau richtig. Wer jedoch ein wenig Spannung mag, der sollte lieber zu einem anderen Buch der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Ein Gang, der die Welt auf den Kopf stellt

Neun Tage Wunder
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Anni und Ben sind glücklich in Glückstadt. Doch bei einem Ausflug nach Hamburg begegnet Anni ihrer Vergangenheit, Lukas dem Nachmieter ihrer Wohnung. Doch Lukas war nicht nur ihr Nachmieter, er war dabei, ...

Anni und Ben sind glücklich in Glückstadt. Doch bei einem Ausflug nach Hamburg begegnet Anni ihrer Vergangenheit, Lukas dem Nachmieter ihrer Wohnung. Doch Lukas war nicht nur ihr Nachmieter, er war dabei, sich zu ihrer großen Liebe zu entwickeln.
Ben ist Schriftsteller und trifft auf einer Party Weltenbummler Lukas. Ohne zu ahnen, wer Lukas wirklich ist, schreibt Ben dessen Geschichte auf und damit auch die von Anni.

„Neun Tage Wunder“ von Kristina Moninger ist ein berührender Roman über Schuld, Sühne und die große Liebe.
Ich hatte anfangs eine ganz andere Vermutung, welchen Verlauf dieser Roman annehmen würde und wurde positiv überrascht.
Der Roman wird aus zwei unterschiedlichen Zeitperspektiven erzählt und auch aus den unterschiedlichen Perspektiven von Anni und Ben. 
Was mir dabei sehr gut gefallen hat, waren die spürbaren Emotionen in beiden Handlungssträngen. Vor allem bezieht sich das nicht nur auf die Liebesbeziehungen, sondern auch auf die Freundschaften. Man mag die Kommunikation zwischen Anni und Ben an mancher Stelle vermissen, jedoch fand ich, dass diese Beide auf einer anderen Ebene kommuniziert haben. Sie sind für mich eine Art Seelenverwandte gewesen.
Was es jedoch für mich nicht gebraucht hätte, war die Figur der Maren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so jemanden auf Dauer in der Familie duldet.
Annis Verhältnis zu ihrem Vater fand ich sehr entscheidend für die Geschichte. Hier stellte sich die Frage nach Schuld und Sühne, nach Gewissen oder Lüge, nach der Wahrheit oder Flucht. Auch die Thematik pro bono war für mich komplett neu und super interessant. Auf jeden Fall eine sehr respektable Thematik, über die man in einer ruhigen Minute mal nachdenken sollte.

Alles in allem ein wirklich gelungener Roman, gespickt mit tollen Charakteren, Fröhlichkeit, Tiefgründigkeit und einer Menge Emotionen. Eine Empfehlung für all jene, die Liebesromane mögen.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Schatten der Vergangenheit

Das kleine Nähcafé am Fluss
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Als Redakteurin bei Halm & Nadel ist Maura für die geheimen Planungen der nächsten Ausgaben zuständig. Als diese immer wieder vor Veröffentlichung in der Ausgabe der Konkurrenz auftauchen, muss Maura den ...

Als Redakteurin bei Halm & Nadel ist Maura für die geheimen Planungen der nächsten Ausgaben zuständig. Als diese immer wieder vor Veröffentlichung in der Ausgabe der Konkurrenz auftauchen, muss Maura den Maulwurf in ihrem Team finden. Ausgerechnet in dieser Situation erhält sie einen Anruf von Anwältin Mockenbrinck, die ihr vom Tod ihrer Tante berichtet. Hettie hat Maura ihr Erbe hinterlassen, doch Maura möchte den Verkauf des Hauses mit angeschlossenem Nähcafe so schnell wie möglich hinter sich bringen. Dabei holt ihre Vergangenheit sie immer wieder ein.

„Das Kleien Nähcafe am Fluss“ ist das erste Buch der Autorin Sabine Schmidt.
Sie holt den Leser aus dem turbulenten Köln hin ins beschauliche Rockenbrook in der Grafschaft Lauenburg, unweit von Hamburg.
Ich persönlich finde den Titel für das Buch leider etwas schlecht gewählt. Die Geschichte hat sehr viel Tiefgang und der Titel wiederum ist sehr oberflächlich. Es gibt derzeit leider zu viele Titel, die ähnlich klingen wodurch für mich damit Potential verschenkt wird. Außerdem finde ich, dass dem Nähcafe in der Geschichte ja kaum Bedeutung beigemessen wird.
Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, macht aber hin und wieder einen kleinen Abstecher in Mauras Vergangenheit. Besonders berührend finde ich dabei Mauras Geschichte, Ihre Mutter betreffend.
Maura ist anfangs ein gewöhnungsbedürftiger Charakter. Sie ist eine kühle und berechnende Geschäftsfrau, die niemanden zu nah an sich heranlässt, außer ihrem Sohn Quist.
Sabine Schmidt hat diese Mauer um Maura gut umschrieben, aber gleichzeitig im Laufe des Romans deren Einsturz aufgezeigt.Dennoch ist sie in ihren Handlungen ein Vorbild für viele Frauen, da sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt.
Für mich ist diese ganze Geschichte sehr real dargestellt, denn ich glaube, dass vor allem Dorfpolitik immer noch so funktioniert, wie im Buch beschrieben. Sabine Schmidt hat somit den Dorfcharakter treffend beschrieben und ich habe mich irgendwie sehr zu Hause gefühlt damit.
Weiterhin glaube ich, dass es auf vielen Dörfern immer noch diese generationsübergreifenden Verflechtungen gibt, die es Außenstehenden sehr schwer macht, Fuß zu fassen.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen, die vorhanden waren, wenn Maura jemanden an sich rangelassen hat, fand ich auch klasse. Vor allem die Liebe zu ihrem Sohn Quist war mehr als spürbar.

Alles in allem finde ich diesen Roman als Debütroman sehr gelungen. Die Autorin bringt eine sehr reale Geschichte mit viel Liebe und Wärme rüber, sodass ich mich des Öfteren gerne auf Hetties Bank vorm Haus gesetzt hätte oder auch mal im Teich geschwommen wär.
Daher eine Leseempfehlung für all jene, die Gegenwartsromane lieben.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Alte Liebe rostet nicht

Pancakes, Samt und Winterglanz
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Carina, genannt Cara, befindet sich in einer Vernunftehe mit Consti. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag meldet sich, wie einst versprochen, ihre Jugendliebe Milo und schlägt ein Treffen vor.
Verwirrt von ihren ...

Carina, genannt Cara, befindet sich in einer Vernunftehe mit Consti. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag meldet sich, wie einst versprochen, ihre Jugendliebe Milo und schlägt ein Treffen vor.
Verwirrt von ihren Gefühlen und enttäuscht von ihrem Mann fährt Cara mit ihrer Schwester zum Wellnessurlaub ins Tannheimer Tal, in dem zufällig auch Milo lebt.

Stina Jensens achter Band „Pancakes, Samt und Winterglanz“ steht seinen Vorgängern in nichts nach. Die Autorin schafft es auch hier alle Weihnachtsfans von der ersten Seite an, mitzunehmen.
Gerade ab dem Zeitpunkt der Fahrt ins Tannheimer Tal begann für mich der weihnachtlich-romantische Part der Geschichte und ich habe gern mit den Schwestern die Stille des Ruheraums der Sauna genossen oder einen Abstecher ins Bergglühen gemacht.
Am Anfang hatte ich ein zwiespältiges Verhältnis zu Cara, da sie sehr unsicher und mehr wie ein graues Mäuschen und damit wie die perfekte untertänige Ehefrau wirkte. Zum Glück hat sich das im Verlaufe des Buches verändert.
Auch den Charakter des Constantinos fand ich bis fast zur letzten Seite sehr anstrengend.
Das Aufeinandertreffen von Lilli und Cara war mir ein bisschen zu viel Zufall und ich fand es auch sehr merkwürdig, dass die Familiengeschichte über 20 Jahre zwischen den Eheleuten stand, während Constis damals bester Freund in vieles eingeweiht war. Das war für mich etwas unrealistisch.
Ebenso die Begegnung zwischen den Donati-Schwestern und Milos Ex-Schwager und seiner Frau war wirklich viel Zufall.
Besonders gefallen wiederum haben mir die Beziehungen zwischen Milos Tochter Sasha und Cara, als auch die zwischen Cara und ihrer Schwester.
Cara ist ein Mensch, der im Laufe des Buches seine einfühlsame Seite eindrucksvoll unter Beweis stellt. Sie opfert sich dabei auch gern mal auf, dennoch war sie für mich, wie bereits beschrieben, nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein kleiner Sonnenschein.

Ich kann nur allen Weihnachts- und Stina Jensen-Fans empfehlen: Nehmt euch einen heißen Tee, ein paar leckere Kekse und setzt euch mit diesem weihnachtlichem, wunderschönem und romantischem Roman vor den Kamin und macht einen Ausflug ins verschneite Österreich. Es lohnt sich!

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