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Veröffentlicht am 29.01.2024

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Was die Dünen verheißen. Die St.-Peter-Ording-Saga
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Es ist 1978: Julia träumt vom großen Ausbruch - Raus aus St. Peter hinein in die Welt und das am besten als Stewardess bei der Lufthansa. Durch einen Trick kommt sie diesem Traum immer näher, doch dann ...

Es ist 1978: Julia träumt vom großen Ausbruch - Raus aus St. Peter hinein in die Welt und das am besten als Stewardess bei der Lufthansa. Durch einen Trick kommt sie diesem Traum immer näher, doch dann trifft sie Björn im Strandcafe ihrer Eltern und er stellt ihre ganze Welt auf den Kopf.

„Was die Dünen verheißen“ ist der zweite Band der St. Peter-Ording-Saga, einer Trilogie der bekannten Autorin Tanja Janz.
Das Buch fällt durch seinen orangenen Farbstich auf und setzt mit dem Coverbild auf typische Elemente der 70er Jahre, gleichzeitig schließt sich der Stil dem, des vorherigen Covers an.
Tanja Janz ist bekannt für ihre Wohlfühlromane, die am schönsten Strand der Welt spielen.
Mit dieser Trilogie hat sie einmal keinen Gegenwartsroman geschaffen, sondern eine Saga, die eine Familie über drei Generationen begleitet.
Dieser Teil beherbergt mit Julia die zweite Generation der Familie Hansen. Während ihr Bruder Achim dem Pflichtgefühl der Familie nachkommt, eine Familie gründen will und sich im Familienbetrieb einsetzt, merkt man dem Charakter der Julia ihre Zerrissenheit deutlich an.
Julia ist tief verwurzelt innerhalb ihrer Familie, aber die Abenteuerlust ergreift Besitz von ihr. Tanja Janz beschreibt, wie die Aufbruchstimmung, auch eine gewisse Art von Trotz in ihr schwellt. Doch hin und wieder blitzt auch bei ihr das Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie auf. Die Autorin hat damit das Problem einer ganzen Generation anhand dieses einen Charakters beschrieben. Der Drang des Neuen, des Aufstrebenden und die Globalisierung halten Einzug in den Kopf der jungen Generation, gleichzeitig gibt ihnen die Gesellschaft jedoch auch das Pflichtgefühl gegenüber ihren Familien vor.
Auch der Charakter des Björn spiegelt was wider. Wobei dieser stark geprägt durch die Großstadteinflüsse andere Denkweisen aufzeigt als Julia.
Die Verbindung dieser zwei Charaktere und ihr Weg voneinander weg und aufeinander zu beschreibt vermutlich wunderbar das Dilemma, in welchem sich die Jugend der 1970er befand.
Was mir auch gefällt, sind die kleinen Rückblicke in den ersten Band der Saga, die durch Julias Mutter Sabine und durch deren Freundin zustande kommen. Nach und nach kam damit auch die Erinnerung an deren Erlebnisse zurück.
Das Buch liest sich also wunderbar flüssig, auch durch den anschaulichen Schreibstil der Autorin, aber doch hat mir ein bisschen das gewisse Etwas an Spannung gefehlt. Letzten Endes wirkt die Geschichte ähnlich der ihrer Mutter im ersten Band und die Ein oder Andere kleine Abweichung hätte sicher für ein bisschen mehr Abwechslung gesorgt.

Fazit: Alles in allem wieder ein toller Roman, der im wunderschönen St. Peter-Ording spielt, das vermutlich in der damaligen Zeit noch ein wahrer Geheimtipp war. Aber allein die historischen Beschreibungen, an denen man die Entwicklung des Dorfes nachvollziehen kann, lohnen sich, dieses Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Abschluss in Lake Paradise

Lake Paradise – Ein Ort für Träume
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Trish und Wyatt, zwei, die sich ihr Leben lang schon kennen, in der gleichen Stadt aufgewachsen sind und sich fast täglich sehen. Auch zwei, die in ihrem Leben nicht von Schicksalsschlägen verschont blieben ...

Trish und Wyatt, zwei, die sich ihr Leben lang schon kennen, in der gleichen Stadt aufgewachsen sind und sich fast täglich sehen. Auch zwei, die in ihrem Leben nicht von Schicksalsschlägen verschont blieben und ungewollt große alleinige Verantwortung übernehmen mussten. Da liegt es doch nahe, dass sie aufgrund ihrer Vergangenheit zueinander finden sollten, wäre da nicht Trishs Bindungsangst, ihre Rastlosigkeit und Wyatts hoffnungsvolles Verhalten. Doch bekanntlich endet in Lake Paradise alles meist harmonisch und paradiesisch.

„Lake Paradise - Ein Ort der Träume“ ist der abschließende Roman der gleichnamigen Reihe der Erfolgsautorin Manuela Inusa.
Auch in diesem Roman spiegelt sich wieder die absolute Ähnlichkeit zur Erfolgsserie Gilmore Girls wieder, die der Autorin scheinbar als Vorlage für die Reihe diente.
Dieser Roman ist ein absoluter Wohlfühlroman, verbreitet gute Laune, liest sich flüssig und lässt den Lesenden immer wieder gern an diesen paradiesischen Ort zurückkommen. Ich habe das Buch sogar innerhalb von zwei Tagen gelesen und somit verschlungen, dennoch liegt das auch daran, dass ich auch die o.g. Serie geliebt habe und sämtliche Handlungen aus dieser auswendig kenne. Deswegen finde ich es dennoch schade, dass Manuela Inusa fast alle Aspekte aus der Serie übernommen hat und kaum eigene Details hinzugefügt hat.
Das Alleinstellungsmerkmal des Romans ist einzig und allein die Story um Trish, die einen grandiosen Mutterersatz für ihre Schwestern darstellt, die wie sie sehr zeitig Vollwaisen geworden sind und Wyatt, der alleinerziehender Vater ist.

Was mir wiederum sehr gut gefällt ist, dass die Bücher zwar in sich abgeschlossen sind und man sie auch unabhängig voneinander lesen kann, aber dennoch die Charaktere der einzelnen Romane immer in den jeweils anderen wiederzufinden ist und man somit die Entwicklung sämtlicher Dorfbewohner weiterverfolgen kann. Auch die menschlichen Zerwürfnisse und ihre Alltagsprobleme begleiten die Lesenden durch die Bücher. So begegnen einem hier auch wieder Lexi und Aaron als auch Savannah und Dylan.
Feste Bestandteile sind aber auch das Trio um Wyatts Mutter, die die Klatschpresse bilden, als auch der sympathische Cafebesitzer, der nun auch offen zu seiner großen Liebe stehen darf.

Alles in allem ein schöner Wohlfühlroman, dem leider die gewisse Prise an Kreativität fehlt.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Ein Opfer der gesellschaftlichen Ansprüche

Sisis Schwester
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Sophie Charlotte, als Schwester der berühmtesten österreichischen Kaiserin stand sie von jeher in deren Schatten. Dennoch entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die immer wieder mit Tiefschlägen ...

Sophie Charlotte, als Schwester der berühmtesten österreichischen Kaiserin stand sie von jeher in deren Schatten. Dennoch entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die immer wieder mit Tiefschlägen im Leben zu kämpfen hat. Doch Sophie wird zum Opfer der gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit.

„Sisis Schwester“ von Eva-Maria Bast Bilder den 17. Band der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“.
Ich habe bereits mehrere Bücher über Sophie Charlotte gelesen und muss sagen, es ist eine gute Zusammenfassung ihres Lebens, aber bringt dennoch keine neuen Erkenntnisse, sodass es für mich keinen Unterscheidungsmoment zu bereits erschienenen Büchern gibt.
Für all jene, die nicht gerne Biografien mögen, fasst dieses Buch jedoch Sophie Charlottes Leben in eine Geschichte gebettet, zusammen.
Beeindruckend dargestellt ist ihre Beziehung zu ihrer Familie, aber auch ihr Umgang mit sämtlichen Tiefschlägen. Gerade ihre letzten Jahre, die geprägt sind durch die Erwartungen der Gesellschaft, verheerende Entscheidungen ihrer Familie und einen gewissen Grad an Erpressung, werden anschaulich erzählt.

Alles in allem eine gute, aber doch recht oberflächliche Geschichte, die aber dennoch für jene, die einfach nur einen Überblick über die Person hinter dem Namen haben möchten, interessant ist.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Familie, Dorfbewohner und andere Katastrophen

Das romantische Château in Frankreich – Hochzeit mit Hindernissen
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Ganz Courléon ist aufgeregt. Die Hochzeit von Schlossbesitzer Nicolas und seiner Élodie steht an. Doch der wirtschaftliche Aufschwung des Chateaus lässt die Planung der Hochzeit in den Hintergrund rücken. ...

Ganz Courléon ist aufgeregt. Die Hochzeit von Schlossbesitzer Nicolas und seiner Élodie steht an. Doch der wirtschaftliche Aufschwung des Chateaus lässt die Planung der Hochzeit in den Hintergrund rücken. Doch die Bewohner von Courléon wären nicht die gleichen, wenn sie die beiden nicht immer an das ausstehende Ereignis erinnern würden.
Zu diesem ganzen Trubel kommt dann auch noch Guillaumes Rückkehr hinzu. Ob er sich wirklich verändert hat und was hat es mit dem Gärtner PM auf sich? Und dann begegnet Élodie auch noch Florence und Sollen hat auch noch Neuigkeiten.
Es wird wie immer nicht langweilig im Chateau!

„Das romantische Chateau in Frankreich - Hochzeit mit Hindernissen“ ist der dritte und abschließende Band der kleinen Reihe.
Als Leser fühlt man sich ab der ersten Seite wieder total wohl im Chateau und zwischen Élodie und Nicolas. Aber gerade auch die Bewohner Courléons machen diese Geschichte zu einer absoluten Wohlfühlgeschichte, in der ich mich von der ersten Seite an wieder heimisch gefühlt habe.
Wirkte Élodie im ersten Band noch total chaotisch, hat sie sich wirklich zum Fels in der Brandung entwickelt.
Auch die Entwicklung des Chateaus, die man als Leser vom ersten bis jetzt zum letzten Roman miterlebt, finde ich beeindruckend dargestellt.
Élodie und Nicolas wirken dabei aber immer bodenständig und familienbezogen. Gerade in Bezug auf Familie und Freunde stellen sie eine wichtige Stütze dar und sind fester Bestandteil des Dorfes.
Ich empfinde besonders die Integrität der beiden und die Eigenarten der Dorfbewohner als Highlight des Buches. Die einzelnen Episoden mit den verschiedenen Charakteren sind oftmals zum Schmunzeln, manchmal zum Augenrollen, aber dennoch sehr menschlich. Gerade der Zusammenhalt, aber auch die Aufgeschlossenheit bilden den Höhepunkt.
Der Handlungsstrang um Guillaume, aber auch um die Schneiderin Florence und den Gärtner PM machen die Story spannend und nicht langweilig.
Selbst die Geschichte der fiktiven Familie de Montenait, die sich durch alle drei Bände zieht und mit der Hochzeit ihren Höhepunkt findet, bildet den gewissen roten Faden.

Mein Fazit: Wenn man einmal im romantischen Chateau angekommen ist, kann man sich schwerlich wieder trennen. Deshalb eine absolute Empfehlung für all jene, die Dorfgeschichten, bodenständige Menschen, aber auch das gewisse Chaos mögen!

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Krönender Abschluss in Warnemünde

Warnemünder Frühling
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Eine Fahrt mit der Fähre stellt Rikes beschauliches Leben auf den Kopf. Dort begegnen sie, ihr zukünftiger Schwager Johannes und ihre Schwägerin Marie Vroni, der Ex ihres Verlobten Henning. Spontan kommt ...

Eine Fahrt mit der Fähre stellt Rikes beschauliches Leben auf den Kopf. Dort begegnen sie, ihr zukünftiger Schwager Johannes und ihre Schwägerin Marie Vroni, der Ex ihres Verlobten Henning. Spontan kommt Johannes auf die Idee, Vroni bei Henning und Rike unter zu bringen. Dies bildet die Basis für Streit, Eifersucht und Zweifel zwischen Rike und Henning und das eine gute Woche vor ihrer Hochzeit.

„Warnemünder Frühling“ ist der vierte und damit letzte Band der „Warnemünder Jahreszeiten“ von Nele Jantzen.
Die Cover der Reihe stellen einen hohen Wiedererkennungswert der Reihe dar und zeigen immer ein typisches Motiv der wunderschönen Stadt Warnemünde an der Ostsee.
Nele Jantzen hat einen tollen und flüssigen Schreibstil. Was mir an dieser Reihe besonders gefällt ist, dass alle Bände in sich abgeschlossen sind, aber dennoch in gewisser Weise miteinander verbunden sind, sodass viele Personen immer wiederkehren. Dies bildet für mich eine gute Grundlage für eine angenehme und entspannte Leseatmosphäre.
Die Figur der Rike hat mich im Leseverlauf schwer beeindruckt. Wirkt sie am Anfang noch überrumpelt und etwas unnahbar, wird sie für mich zum Symbol für Beherrschtheit und Überlegtheit. Sie mag zwar kurzzeitig impulsiv wirken, aber hat sich doch immer schnell unter Kontrolle.
Henning wiederum bringt den Lesenden so manches Mal zur Verzweiflung. Erst im Laufe der Geschichte wird klar, warum er so agiert wie er es tut. Das bringt aber dennoch eine gute Abwechslung in die Geschichte.
Vroni wiederum mag am Anfang nerven, wird aber zum Fels in der Brandung in der Geschichte. Aber gerade die Art, wie sie agiert, bringt den Lesenden manchmal zum Fluchen, weil man automatisch interpretiert, was Vroni aber nicht macht. Aber auch dieser Charakterzug wirkt ähnlich wie Hennings Handeln und bringt die Spannung in die Story.
Was mir besonders an den Geschichten der Autorin gefällt, ist ihre Begeisterung für Warnemünde. Ich finde, dass sie das vor allem in der Beschreibung der Landschaft, des Umlandes, aber auch der Vorstellung der Besonderheiten der Region rüberbringt.
Die Geschichte wirkt in Teilen sehr chaotisch, aber auch familiär und regt gerade im hinteren Bereich manchmal zum herzlichen Lachen an.

Mein Fazit: Eine tolle Geschichte und ein krönender Abschluss der Reihe, der sich auch für jene Lesender lohnt, die die vorherigen Geschichten nicht kennen, weil jedes Buch in sich abgeschlossen ist.

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