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Veröffentlicht am 19.07.2021

Das Périgord erlesen...

Trüffelgold
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Trüffelgold ist der erste Roman von Julie Dubois in einer neuen Serie um die Deutsch-Französin Marie Mercier. Diese arbeitet als Kommissarin in Paris, gönnt sich aber ein Sabbatical, da sie den Hof ihrer ...

Trüffelgold ist der erste Roman von Julie Dubois in einer neuen Serie um die Deutsch-Französin Marie Mercier. Diese arbeitet als Kommissarin in Paris, gönnt sich aber ein Sabbatical, da sie den Hof ihrer verstorbenen Großmutter im Périgord geerbt hat und ihr langjähriger Lebensgefährte einen Job im Ausland angenommen hat.

Marie widmet sich nun dem Hof, ihrem ebenfalls geerbten Hund und ihrer Großtante Léonie, die im Hof direkt nebenan wohnt und einfach tolle Gerichte kocht.
Als ein Radtourist tot aufgefunden wird und ihre Kindheits-Freundin Hélène involviert wird, kann Marie nicht anders, als einzugreifen. Dies gefällt dem ermittelnden Kommissar Lebland zunächst weniger...

Neben den sehr sympathischen Protagonisten, lernt der geneigte Leser viel über die kulinarischen Erzeugnisse des Périgord, man erfährt aber auch viel über die Dynamiken, die Maries deutsch-französische Jugend ausmachten.
Sowohl Marie als auch Kommissar Leblanc hatten es in letzter Zeit privat nicht leicht, freunden sich aber im Zuge der Ermittlungen an. Die Umstände, die zum Tod des Radfahrers führten, sind sehr vielschichtig und es gelingt Julie Dubois, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten und falsche Fährten zu legen.

Ich fand das Buch großartig und habe es verschlungen. Vor allem haben mir die Einblicke in die französische Küche und Lebensart gefallen, ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass am Ende noch Rezepte im Buch zu finden wären (was leider nicht der Fall ist).
Generell mag ich regionale Krimis sehr gerne und dieser hat alle Erwartungen erfüllt. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung und kann Trüffelgold vollstens empfehlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.07.2021

Locker-leichte Urlaubslektüre

Glück an Bord
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Sonja Flieder nimmt uns in ihrem locker-leichten Liebesroman "Glück an Bord" mit auf eine Kreuzfahrt mit Happy End.

Olivia hat eine schwere Zeit hinter sich, denn sie hat ihren Mann verloren. Um sie auf ...

Sonja Flieder nimmt uns in ihrem locker-leichten Liebesroman "Glück an Bord" mit auf eine Kreuzfahrt mit Happy End.

Olivia hat eine schwere Zeit hinter sich, denn sie hat ihren Mann verloren. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, beschließen sie und ihre 3 besten Freundinnen, gemeinsam auf Kreuzfahrt zu gehen. Nach einem Unfall am Morgen der Abreise, treten sie die Reise nur zu dritt an.

Die Freundinnen bekommen nette Tischnachbarinnen bei den Mahlzeiten, buchen tolle Ausflüge und treffen auf Alex, die Jugendliebe von Olivia und derzeit Küchenchef des Kreuzfahrtschiffs.

Sonja Flieder gelingt mit diesem Roman eine gelungenes Paket. Der Personenkreis ist überschaubar und sympathisch (sie bestärken Olivia und Chiara verabscheut Treppen steigen...), die Reiseorte werden toll geschildert und es gibt ein paar Schwierigkeiten.

Ich habe das Buch im Urlaub verschlungen und habe mich gut unterhalten. Daher kann ich die Lektüre guten Gewissens empfehlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.06.2021

Regionaler Wohlfühl-Liebesroman

Sommer im kleinen Glückscafé
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Dieses Buch aus der Lerchenbach-Reihe der Autorin Susanne Hanika entführt ins gleichnamige Örtchen in der Oberpfalz.
Hierher ist Miriam nach ihrem Studium zurückgekehrt, um in ihrem Heimatort ihren Traum ...

Dieses Buch aus der Lerchenbach-Reihe der Autorin Susanne Hanika entführt ins gleichnamige Örtchen in der Oberpfalz.
Hierher ist Miriam nach ihrem Studium zurückgekehrt, um in ihrem Heimatort ihren Traum von einem Cupcake-Café zu verwirklichen. Dieser Traum hat leider im idyllischen, ländlichen Lerchenbach ein paar Startschwierigkeiten und Miriam zunächst vor allem ihre Verwandtschaft zu Gast, die sie unterstützen möchte. Als Miriam einen Welpen vor ihrem Café auffinden, lernt sie den attraktiven Tierarzt Marius kennen. Gleichzeitig kehrt ihr Exfreund Leon nach Lerchenbach zurück -  begleitet von einer Frau mit Kind. Da steht Missverständnissen nichts im Wege...

Mir gefällt Lerchenbach sehr, ich werde gerne die weiteren Bände (unter anderem den um Miriams Freundin Bell) lesen, denn Susanne Hanikas Schreibstilmmacht es einem leicht, sich im die Geschehnisse einzufinden. Und ein angenehm zu lesendes Buch mit Happy End ist doch die ideale Urlaubs- und Wohlfühl-Lektüre. Dafür kann ich dieses Buch auch Guten Gewissens empfehlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.06.2021

Super Urlaubslektüre und Inspiration

Tod auf Madeira
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Schon das Cover stimmt den Leser herrlich auf die Blumeninsel Madeira ein und Tomás Bento trägt mit seinen detaillierten Schilderungen der Insel, deren Eigenheiten und kulinarischer Spezialitäten noch ...

Schon das Cover stimmt den Leser herrlich auf die Blumeninsel Madeira ein und Tomás Bento trägt mit seinen detaillierten Schilderungen der Insel, deren Eigenheiten und kulinarischer Spezialitäten noch mehr dazu bei, sich gedanklich auf die Insel begeben zu können.

Das Leben der Krimi-Autorin Laura Flemming befindet sich derzeit etwas im Aufruhr, ihr Ehemann hat eine Affäre, die Tochter plant ein Auslandsjahr und ihre bisherige Co-Autorin hat ihr die Zusammenarbeit und auch das gemeinsam genutzte Büro gekündigt. In dieser Situation kommt das Angebot ihrer besten Freundin Britta, sie und ihre Gruppe aus Schulfreundinnen mit Partnern, auf ihre alljährliche Madeira-Reise zu begleiten, gerade recht.

Auch das Leben des Comissarió Mauricio Torres ist noch von der Trauer um seine Frau bestimmt, ebenso versucht er auszuloten, ob sein Leben als Hotelier oder Polizist weitergehen soll. Da kommen die Ermittlungen um den Tod eines vergifteten Teilnehmers von Lauras Reisegruppe wie gerufen. Und eine gewisse gegenseitige Anziehung scheint es zwischen Laura und Mauricio auch zu geben...

Tomás Bento ist mit "Tod auf Madeira" ein gut angelegter Urlaubskrimi gelungen, bei dem die Spannung im Zuge der Ermittlungen bis zum Ende aufrecht erhalten wird. Die Protagonisten Laura und Mauricio wirken nachvollziehbar und sympathisch und haben jeweils mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Besonders toll fand ich die Begeisterung Bentos für die Blumeninsel und die daraus resultierenden Schilderungen und Tipps.

Mir persönlich haben sowohl das Cover als auch der Inhalt des Buches sehr gut gefallen und ich würde am liebsten sofort meinen Urlaub auf Madeira buchen. Ich kann "Tod auf Madeira" uneingeschränkt als Urlaubs- oder Wochenendlektüre zum Entspannen empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2021

Moulin Rouge zum Ende des 19. Jahrhunderts

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
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Die Handlung spielt in Paris zu Ende des 19. Jahrhunderts. Die 16 Jahre alte Louise Weber erarbeitet gemeinsam mit ihrer Mutter in einer Wäscherei ihren Lebensunterhalt, da der Vater im Deutsch-Französischen ...

Die Handlung spielt in Paris zu Ende des 19. Jahrhunderts. Die 16 Jahre alte Louise Weber erarbeitet gemeinsam mit ihrer Mutter in einer Wäscherei ihren Lebensunterhalt, da der Vater im Deutsch-Französischen Krieg geblieben und ihre ältere Schwester von zuhause weggelaufen ist.
Da die Wäscherei in Clichy, dem Wohnort der Frauen liegt, lassen auch immer wieder Damen zweifelhaften Rufes ihre Wäsche dort waschen. Louise träumt davon, auch einmal so schöne Kleidung tragen zu können.

Nachdem die Mutter ihr eine Heirat mit einem eher unangenehmen Mann aufdrängen will, bricht Louise erst aus ihrer Arbeitsroutine und dann aus ihrem alten Leben aus. Sie lernt Renoir, Toulouse-Lautrec und verschiedene andere Künstler kennen und beginnt mit Akt-Aufnahmen ihr neues Leben im Montmartre. Als sie dann noch ihre Schwester, die mittlerweile einem Cancan-Ensemble angehört, wiederfindet, steht Louises Eroberung der Bühne, ebenfalls als Tänzerin, nichts mehr im Weg.
Sie macht sich als "La Goulue" einen Namen und tanzt schließlich im neuen Tanzpalast auf der Pigalle, dem Moulin Rouge, wo sie endgültig zum Star wird.
Ganz wie sie es sich erträumt hat, hat sie mehr als genug Geld und treue Bewunderer, doch sie selbst verändert sich und geht teilweise extrem über die Gefühle ihrer Mitmenschen hinweg und auch im Erfolg ist nichts alles Gold was glänzt.

Tanja Steinlechner ist mit ihrem Roman, der sich an der wahren Biographie der Louise Weber orientiert, ein gelungenes Werk geglückt. Man bekommt einen sehr guten Eindruck vom Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der Situation rund um das Künstlerviertel Montmartre und dessen Bewohner. Insgesamt eine empfehlenswerte Lektüre, nicht nur für Liebhaber von Paris.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema