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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2021

Nicht für schwache Nerven geeignet

Geraubte Seelen
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Inhalt übernommen:

Die Monate der Schwangerschaft hatten die Liebe zu dem Wesen geschaffen, das in ihr heranwuchs. Doch sie wird ihr Kind niemals kennenlernen. Man findet Daniela Feige irgendwo am Straßenrand ...

Inhalt übernommen:

Die Monate der Schwangerschaft hatten die Liebe zu dem Wesen geschaffen, das in ihr heranwuchs. Doch sie wird ihr Kind niemals kennenlernen. Man findet Daniela Feige irgendwo am Straßenrand abgelegt, medizinisch gut versorgt. Niemand kann ihr sagen, was mit ihrem Kind passierte, das man fachmännisch entbunden hatte. Doch sie wird nicht die Einzige bleiben, die dieses Schicksal teilt. Eine speziell dafür eingerichtete Essener Soko ermittelt in einem Fall, der einen global eingerichteten Babyhandel vermuten lässt. Alle Recherchen führen die engagierten Ermittler in Sackgassen. Das Darknet gibt seine Geheimnisse einfach nicht preis. Niemand glaubt mehr an einen Erfolg, bis ihnen ein weiteres grausames Verbrechen erste Hinweise liefert.

Meine Meinung:

Einer meiner Lieblingsautoren hat sich erneut eines brisanten Themas angenommen, nämlich Kinderraub. Schon zu Beginn wird große Spannung aufgebaut,welche auch durchgehend erhalten bleibt. Als hintereinander mehrere Babys ihren hochschwangeren Müttern entrissen werden,arbeitet die Polizei unter Hochdruck,ohne zu einem Erfolg zu kommen.

Gordon Rabe, der die Polizei inzwischen verlassen hat, ist durch seinen neuen Arbeitgeber in gewisser Weise in den Fall verwickelt. Schnell wird ein Deal ausgehandelt und so gibt es ein Wiedersehen mit dem liebgewordenen Team,was mich sehr gefreut hat. Endlich kommt Licht ins Dunkel und es kommt zu einem Abschluss.

Die Geschichte wechselt zwischen der Ermittler Arbeit und der Sicht der Täter , sowie der sonstigen beteiligten Personen hin und her.was ich sehr interessant fand.

Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, jedoch ist es nicht ausgeschlossen, dass sowas auch im realen Leben passieren könnte, obwohl ich es mir nicht vorstellen möchte.

Es war wieder ein äußerst spannendes Buch, was ich jedem Krimi/Thriller Fan mit starken Nerven empfehlen kann.

Veröffentlicht am 30.08.2021

Geheimnisvolle Hyazinthen

Das Geheimnis der Hyazinthen
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Inhalt übernommen:

Lilly hat drei Jobs gleichzeitig, als ihre krebskranke Mutter ihren letzten Wunsch äußert: noch einmal möchte sie die Blüte jener seltenen Hyazinthe sehen, die einst im Garten ihres ...

Inhalt übernommen:

Lilly hat drei Jobs gleichzeitig, als ihre krebskranke Mutter ihren letzten Wunsch äußert: noch einmal möchte sie die Blüte jener seltenen Hyazinthe sehen, die einst im Garten ihres Kontextes auf der Isle of Sky blühte. Lilly kehrt in ihre alte Heimat zurück, doch ihr früheres Zuhause ist heruntergekommen und die Suche nach der Blume gestaltet sich schwieriger als gedacht. Dabei trifft sie nicht nur auf Liam, dem heute das Grundstück gehört, sondern auch auf ein Geheimnis, dass ihre Mutter ein Leben lang für Ihr gehütet hat….

Meine Meinung:

Ich habe das Buch gestern begonnen und mit kurzen Unterbrechungen an einem Tag gelesen. Der sehr schöne, gefühlvolle Schreibstil ermöglichte es mir,sofort in die Geschichte einzutauchen. Nach der Beschreibung des kleinen Cottage wäre ich am liebsten sofort dorthin gereist.

Der Roman wird im Wechsel in der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Nach und nach erfährt man, was Iris in der Vergangenheit erlebt hat und darf an ihrer besonderen Liebesgeschichte teilhaben.Nach einigen Stolpersteinen, gibt es auch für Lilly eine neue Perspektive. Es hat mir sehr gut gefallen für eine Zeit lang am Leben der liebenswerten Protagonisten teilzunehmen.

Fazit:

Von mir begeisterte fünf Sterne für diese zauberhafte Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Paula - zwischen Kunst und Liebe

Eine Familie in Berlin – Paulas Liebe
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Inhalt übernommen:

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Sie nennen ihn "Merlin", weil er alle verzaubert – der Mann, den ihr Bruder ihr als seinen Freund vorstellt. Paula Oppenheimer, die in einem offen ...

Inhalt übernommen:

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Sie nennen ihn "Merlin", weil er alle verzaubert – der Mann, den ihr Bruder ihr als seinen Freund vorstellt. Paula Oppenheimer, die in einem offen jüdischen Haushalt groß geworden ist, verliebt sich in den jungen Dichter Richard Dehmel. Er verkehrt mit vielen Literaten und will als Künstler leben. Paula wird zu seiner Muse und zur strengen Kritikerin seiner Texte. Als sich ihre Eltern gegen ihre Verbindung stellen, kämpft Paula für ihre Liebe. Doch dann muss sie sich fragen, ob Richards wilde, unkonventionelle Art sie auf Dauer glücklich machen kann … Das Porträt einer Künstlerin in unruhigen Zeiten: Am Anfang war sie die Ehefrau des Dichters Richard Dehmel – dann wurde sie selbst zur Schriftstellerin.

Meine Meinung:

Ich kenne mehrere Familiensagas von Ulrike Renk, die ich mit Begeisterung gelesen habe. Ihr neuestes Werk unterscheidet sich jedoch deutlich von den Vorgängern,sowohl was die Protagonistin,ihren familiären Hintergrund,als auch den Schreibstil betrifft.

Die im Mittelpunkt stehende Familie Oppenheimer pflegt einen sehr liebevollen Umgang miteinander,hat eine große Liebe zur Kunst und Literatur und einen starken Hang zu philosophischen Gesprächen.Das war für mich zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und vor allen Dingen die vielen Briefe, welche in dem Buch wiedergegeben wurden, empfand ich streckenweise als sehr kitschig. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und tauchte immer intensiver in die Vergangenheit ein.

Wie immer bei dieser Autorin, werden die einzelnen Personen, ihre Gedanken und die Orte an welchen sie sich aufhalten, sehr genau und intensiv beschrieben (großes Kopfkino).Ich habe mich Paula, ihrem Bruder Franz und ihrer Tante Auguste, die einen großen Anteil an ihrer Entwicklung hatte, sehr verbunden gefühlt. Carl,der Nachzügler der Familie sorgte mit seinen Sprüchen für den einen oder anderen Schmunzler.

Ihre Ehe mit ihrer großen Liebe Richard, verläuft leider nicht so, wie sie es erhofft hatte. Ich bin gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht und wie Paula ihr Leben fortan meistert.

Fazit:

Ein Buch, was mich nach einer Eingewöhnungsphase sehr gut unterhalten hat.Ich

Veröffentlicht am 25.08.2021

Auf La Gomera lebt man gefährlich

Dünenzorn
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Laura Mars reist nach La Gomera. Sie ist dem Hilferuf ihres Vaters gefolgt: Lauras Stiefmutter Ramona ist entführt worden, Mischa vermutet die lokale Drogenmafia dahinter. Dann wird ...

Inhalt übernommen:

Laura Mars reist nach La Gomera. Sie ist dem Hilferuf ihres Vaters gefolgt: Lauras Stiefmutter Ramona ist entführt worden, Mischa vermutet die lokale Drogenmafia dahinter. Dann wird nach einer Alt- Hippie-Party eine Leiche angespült – und Laura ahnt man Schreckliches.

Mischa engagiert Privatdetektiv Alfredo Díaz.Dem traut Laura anfangs nicht so recht über den Weg. Bis die beiden gemeinsam auf Teneriffa und Gran Canaria zu ermitteln beginnen – und sich dabei zwischen schwarzem Lavasand, schroffen Landschaften und verlockenden Inselspezialitäten näherkommen …..

Meine Meinung:

Die Geschichte begann spannend,man lernte die Protagonisten kennen und erfuhr einiges über Land und Leute.Die Landschaftsbeschreibungen waren so angelegt, dass man ein gutes Bild vor Augen hatte.Neben den Geschehnissen auf La Gomera gab es immer wieder Einschübe,welche die Situation von Ramona betrafen.

Auch wenn eine gewisse Grundspannung durchgehend erhalten blieb, verlor sich die Geschichte über längere Strecken in banalen Nebensächlichkeiten, die mein Lesevergnügen deutlich abbremsten. Erst zum Schluss zog die Spannung wieder an und es kam zu einer schlüssigen Auflösung der Geschichte.

Was mich außerdem massiv gestört hat,war der äußerst großzügige Umgang mit Alkohol. Es wurde immer wieder reichlich getrunken und auch die Autofahrten nach Alkoholgenuss wurden als völlig normal dargestellt.

Fazit:

Ein Krimi, der mir aufgrund der beschriebenen Kritikpunkte nur bedingt gefallen hat.

Veröffentlicht am 23.08.2021

Hinter den Fassaden spielt sich das wahre Leben ab

Kleine Paläste
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Inhalt übernommen:

Mehr als dreißig Jahre haben Hanno Holtz und Susanne Dreyer sich nicht gesehen, obwohl sie direkt nebeneinander aufgewachsen sind. Nun ist Hanno in die Kleinstadt seiner Kindheit zurückgekehrt ...

Inhalt übernommen:

Mehr als dreißig Jahre haben Hanno Holtz und Susanne Dreyer sich nicht gesehen, obwohl sie direkt nebeneinander aufgewachsen sind. Nun ist Hanno in die Kleinstadt seiner Kindheit zurückgekehrt und kümmert sich nach dem Tod seiner Mutter um den Vater. Unsicher streift er durch die kleine Welt, aus der er als Jugendlicher vor Jahrzehnten ausgebrochen ist. Susanne sieht ihm dabei zu. Sie hat ihr Elternhaus und besonders den Platz am Fenster im Obergeschoss mit Blick auf das Haus der Familie Holtz nie verlassen. Als sie sich entschließt, Hanno ihre Hilfe anzubieten, wird die Ruhe des Ortes gestört. Denn plötzlich treffen alte Erinnerungen aufeinander, in deren verschleiertem Zentrum eine Geburtstagsfeier im Sommer 1986 steht. Niemand ist davon unversehrt geblieben und niemand kann den Blick abwenden, als nach fast dreißig Jahren nun Licht durch die Risse der kleinen Paläste dringt.

Meine Meinung:

Das Thema des Buches ist sehr interessant und spiegelt ein Leben, was es in verschiedenen Variationen in etlichen Familien gibt. Der Schreibstil ist völlig außergewöhnlich. Die Geschichte wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, jeweils aus der Sicht von Hanno und Susanne, den Protagonisten, geschrieben. Sie beginnt mit dem Tod von Hannos Mutter, die jedoch immer wieder „quasi als Geist“auftaucht,wobei sie ihre Gedanken in Vergangenheit und Gegenwart kundtut. Auch Susannes Eltern tauchen immer wieder in der Geschichte auf, was mich zunehmend irritiert hat.

Wie ein roter Faden zieht sich ein Ereignis aus der Vergangenheit durch den Roman ,was sehr wichtig ist und zunehmend klarer wird.

Das Thema, was der Autor vermitteln wollte, fand ich sehr interessant, leider kam ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurecht.