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Langeweile

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Ein Duft fürˋs Leben

Das Haus der Düfte
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Als die junge Anouk zusammen mit ihrer Mutter den Bahnhof von Paris erreicht,sticht ihr ein besonderer Duft in die Nase. Sie hat schon immer ein besonderes Gespür dafür, besondere Düfte zu erkennen und ...

Als die junge Anouk zusammen mit ihrer Mutter den Bahnhof von Paris erreicht,sticht ihr ein besonderer Duft in die Nase. Sie hat schon immer ein besonderes Gespür dafür, besondere Düfte zu erkennen und zu versuchen, sie zu analysieren. Diese besondere Duft soll eine ganz entscheidende Rolle in ihrem zukünftigen Leben spielen.
Ihre Mutter Isabell hat in Paris eine Apotheke geerbt und möchte dort ein neues Leben aufbauen, wobei sie darauf hofft, dass ihre Tochter sie dabei unterstützt. Diese hat jedoch andere Pläne, sie möchte Parfümeurin werden,ein Plan,den sie gegen den Willen ihrer Mutter, ehrgeizig verfolgt.
Der Besuch von Stèphane ,einem Cousin von Henri,dem Mitarbeiter und Freund ihrer Mutter,ebnet ihr den Weg dafür. Er erkennt ihr großes Talent und nimmt sie mit zu seiner Familie nach Grasse ,die dort eine berühmte Manufaktur betreibt,welche einst von Florence und Horace quasi aus dem Nichts aufgebaut wurde.
Anouk hat nicht nur die Möglichkeit,den Beruf der Parfümeurin zu erlernen ,sondern wird auch mit vielen Familiengeheimnissen in Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert.

Die Geschichte wird in wechselnden Zeitabschnitten erzählt, wobei immer andere Protagonisten im Mittelpunkt stehen. Ich konnte von Anfang an in die Geschichte eintauchen,wobei ich einiges aus der Welt der Düfte erfahren habe.
Der tolle Schreibstil machte es möglich, dass ich zu jedem einzelnen Protagonisten klare Bilder im Kopf hatte.Obwohl Anouk im Fokus stand,wurde auch den anderen Personen genügend Raum gegeben,was die Geschichte angenehm abrundete.
Außerdem gab es immer wieder Beschreibungen der wunderbaren Landschaft, was ein gewisses Urlaubsfeeling erzeugte.
Ich habe mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt und empfehle sie gerne weiter. Natürlich gibt es von mir fünf Sterne.

Veröffentlicht am 29.09.2021

Lottes langes Leben

Bis zum letzten Tanz
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An ihrem 100.Geburtstag zieht Lotte eine Bilanz ihres bewegten Lebens.

Nach dem Tod ihrer Mutter macht sich die 20-jährige Lotte auf den Weg nach Wien, in ihrem Gepäck ein altes Familienrezept für Apfelstrudel ...

An ihrem 100.Geburtstag zieht Lotte eine Bilanz ihres bewegten Lebens.

Nach dem Tod ihrer Mutter macht sich die 20-jährige Lotte auf den Weg nach Wien, in ihrem Gepäck ein altes Familienrezept für Apfelstrudel und dem Hunger als ständigen Begleiter. Im Café Schwarz findet sie eine Anstellung, die Arbeit ist hart, die Chefin mürrisch. Als sie sich in Erich, den Sohn ihrer Chefin, verliebt,ist Lotte glücklich. Kurz nachdem Erich eingezogen wird, stellt Lotte fest,dass sie schwanger ist und bei einem kurzen Heimaturlaub heiraten sie.Als Erich kurz darauf als vermisst gemeldet wird, bricht ihre Welt zusammen. Was soll aus ihr und dem Kind werden?

Auf eine bewegende Weise stellt die Autorin Lotte in den Mittelpunkt, die stellvertretend für viele Frauen ihrer Generation anzusehen ist. Ihre Entwicklung vom schüchternen Mädchen zur taffen Frau,die den täglichen Überlebenskampf aufnimmt,wurde gut dargestellt.Ohne Rücksicht auf ihre eigenen Bedürfnisse, hat sie stets für ihre Mitmenschen ein offenes Ohr und hilft ,wo es nötig ist.

Am Beispiel der Protagonistin wird deutlich gemacht, welche Wunden dieser furchtbare Krieg einer ganzen Generation zugefügt hat. Sowohl die Männer, welche den Krieg überlebt hatten, waren körperlich und seelisch für ihr weiteres Leben gezeichnet,auch die Frauen mußten lebenslang mit den Folgen leben.

Die einzelnen Personen waren gut beschrieben,ich hatte klare Bilder im Kopf.Ich habe Lotte sehr ins Herz geschlossen und sie und die anderen Protagonisten sehr gerne ein Stück begleitet. Die Geschichte wird noch etwas in mir nachhallen.

Veröffentlicht am 27.09.2021

Geschichte erlebbar gemacht

Der Pfeiler der Gerechtigkeit
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Inhalt übernommen:

Würzburg 1574: Bäckerlehrling Simon leidet unter seinem brutalen Stiefvater und dessen Sohn Wulf. Als die Streitigkeiten eskalieren, muss er die Stadt verlassen und erlernt in Venedig ...

Inhalt übernommen:

Würzburg 1574: Bäckerlehrling Simon leidet unter seinem brutalen Stiefvater und dessen Sohn Wulf. Als die Streitigkeiten eskalieren, muss er die Stadt verlassen und erlernt in Venedig die Kunst der Zuckerbäckerei. Nach Jahren in der Ferne kehrt Simon nach Würzburg zurück. Dort übernimmt er die Backstube des Juliusspitals und gewinnt die Zuneigung des mächtigen, unnahbaren Fürstbischofs Julius Echter. Doch Simons Stiefbruder Wulf, getrieben von Neid und Missgunst, lässt nichts unversucht, um ihm zu schaden …

Meine Meinung:

Es ist der dritte historischer Roman der Autorin, die ich bereits von ihren Krimis kenne und schätze, der mich wieder total begeistert hat.

Mit ihrem eindrucksvollen und präzisen Schreibstil schaffte sie es erneut,mich sofort in die Vergangenheit zu katapultieren. Dass dem Roman vorangestellte Personenverzeichnis ,war für die Orientierung sehr hilfreich.Es gab eine gelungene Mischung zwischen fiktiven und realen Persönlichkeiten,die so präzise geschildert waren,dass ich klare Bilder im Kopf hatte.

Den teilweise sehr leidvollen Lebensweg der Protagonisten habe ich voller Spannung mit sehr viel Empathie verfolgt.

Besonders interessant fand ich die geschichtlichen Informationen, von denen mir einige neu waren. Hier merkt man immer die sehr gute und gründliche Recherchearbeit der Autorin.

Fazit:

Ich habe mich bei der Reise in die Vergangenheit sehr gut unterhalten und empfehle das Buch ,verbunden mit fünf Sternen, weiter.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Ein Kleeblatt bringt nicht immer Glück

Tote Schwaben leben länger
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Inhalt übernommen:

Spannend, rasant und mit einer gepfefferten Portion schwäbischschwarzem Humor. Ein perfider Serienkiller, ein fünfblättriges Kleeblatt und ein dunkles Geheimnis auf dem Grund des Federsees: ...

Inhalt übernommen:

Spannend, rasant und mit einer gepfefferten Portion schwäbischschwarzem Humor. Ein perfider Serienkiller, ein fünfblättriges Kleeblatt und ein dunkles Geheimnis auf dem Grund des Federsees: Eugen Querlinger, Erster Hauptkommissar bei der Ulmer Kripo, bekommt es mit einem bizarren Fall zu tun, der Jahrzehnte zurückreicht. Doch dann schlägt das Grauen der Vergangenheit erneut zu – und Querlinger sieht sich mit der verstörenden Frage konfrontiert: Können Tote morden?

Meine Meinung:

Der sympathische erste Hauptkommissar Eugen Querlinger und sein Team waren mir schon aus einem vorhergehenden Buch bekannt,somit konnte ich gleich in die Geschichte eintauchen. Der spezielle schwäbische Humor, die verbalen Schlagabtausche innerhalb des Teams und die kleinen Reibereien der Eheleute Querlinger(Bärle und Mäusle)waren gekonnt skizziert.Neben den Morden in Vergangenheit und Gegenwart,welche das Team in Atem halten,bleibt auch noch Zeit für die schönen Dinge des Lebens,speziell die leiblichen Genüsse.

Dem Autor ist es erneut gut gelungen,die einzelnen Personen in Szene zu setzen, ich hatte klare Bilder im Kopf. Außerdem verfügt er über ein scheinbar endloses Reservoir an skurillen Namen, die mich mehr als einmal zum schmunzeln brachten.
Die Geschichte war durchgehend spannend, inklusive einer Überraschung am Ende. Ich habe mich sehr gut unterhalten und bin auf weitere Fälle gespannt.

Veröffentlicht am 23.09.2021

Zwei Schwestern kämpfen ums Überleben

Der schwarze Winter
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Schon das Cover, welches eine zerstörte Stadt zeigt, vermittelt einen Eindruck davon, was man in diesem Buch zu erwarten hat.
Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Silke und Rosemarie Bensdorf, sie wurden ...

Schon das Cover, welches eine zerstörte Stadt zeigt, vermittelt einen Eindruck davon, was man in diesem Buch zu erwarten hat.
Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Silke und Rosemarie Bensdorf, sie wurden nach dem Krieg einem Bauernhof zugewiesen, wo sie trotz schwerer Arbeit nur unzureichend versorgt wurden. Als es beinahe zu einer Vergewaltigung kommt, fliehen die beiden voller Panik. Sie treffen einen Mann, der Ihnen Hilfe verspricht und sie mit nach Hamburg nimmt. Doch die Stadt ist völlig zerstört und die englischen Besatzer haben einen Zuzugsstop erlassen.
Sie treffen auf Menschen, die es gut mit Ihnen meinen und so fassen Sie nach und nach Fuß in der fremden Stadt. Als Silke eine Bar für englische Soldaten eröffnet, scheint sich ihr Schicksal zum Guten zu wenden. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu und sie erkennen, dass sie den falschen Menschen vertraut haben.

Meine Meinung:

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es ein sehr schwieriges Thema beinhaltet. Es wird eindrücklich geschildert, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen in den harten Nachkriegswintern zu kämpfen hatten. Zwar gibt es keine Bombenangriffe mehr, dafür kämpfen die Leute gegen die schreckliche Kälte, die Wohnungsnot und die allzu kargen Essensrationen. Der Schwarzmarkthandel blühte und obwohl er bei hoher Strafe verboten war, versuchte jeder auf seine Art davon zu profitieren,für die meisten Menschen, die einzige Möglichkeit zu überleben. Natürlich gab es auch hier wieder korrupte Menschen, die aus der Not der anderen ihren reichlichen Profit zogen.
Die Protagonisten waren sehr gut gezeichnet, mein Kopfkino sprang sofort an.
Die Geschichte hat mich über weite Strecken sehr gut unterhalten, ich habe mich mit den Menschen innerlich verbunden gefühlt. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch das Ende, was ein klein wenig ins kitschige abrutscht. Deswegen bekommt das Buch nur vier Sterne von mir,ich kann es aber dennoch weiterempfehlen.