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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2020

Blieb an vielen Stellen ziemlich oberflächlich

Das Buch eines Sommers
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Inhalt übernommen:

Im Sommer seines Lebens hat Nicolas einen Traum. Er will Schriftsteller werden wie sein Onkel. Dann kommt das Leben dazwischen und die Firma seines Vaters, Verantwortung, Termine und ...

Inhalt übernommen:

Im Sommer seines Lebens hat Nicolas einen Traum. Er will Schriftsteller werden wie sein Onkel. Dann kommt das Leben dazwischen und die Firma seines Vaters, Verantwortung, Termine und lauter Zwänge. Als sein Onkel stirbt, verliert Nicolas den einzigen Menschen, der an ihn geglaubt hat. Doch überraschend findet er am unwahrscheinlichsten Ort den Schlüssel, der ihm hilft, zu dem zu werden, der er wirklich ist.

Meine Meinung:

Nicolas hat sich nie durchgesetzt und seine Träume verwirklicht. Der einzige Mensch der ihm zur Seite stand und seinen Wunsch, Schriftsteller zu werden unterstützte, war sein Onkel.
Nach dessen Tod überdenkt er sein Leben und versucht etwas zu ändern.Behutsam begleitet man den Protagonisten in seinem Leben, es gibt viele Sinnsprüche und Lebensweisheiten,für mein Empfinden manchmal zu viele.
Obwohl mir die Geschichte eigentlich recht gut gefiel, blieb sie immer an der Oberfläche. Ich hätte mir manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem ein lesenswertes Buch.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Die Umwege der Liebe

Das schwarze Gold des Südens
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Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere ...

Inhalt übernommen:

Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere Tochter Elise flieht mit ihrem Geliebten nach Paris. Um jeden Preis will sie ihren Traum von einer eigenen Confiserie verwirklichen – auch wenn sie damit das Verhältnis zu ihrer Schwester Amalie schwer belastet.

Die pflichtbewusste Amalie muss sich fortan in der heißen Ödnis Kalabriens um den Anbau von Süßholz kümmern, aus dem Lakritz gefertigt wird – das schwarze Gold. Bis auch sie sich in den falschen Mann verliebt und diese Liebe ihr ganzes bisheriges Leben in Frage stellt …

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Geschichte,die am Ende des 19.Jahrhunderts spielt,stehen zwei Schwestern,die von ihrer Lebenseinstellung und ihrem Temperament sehr verschieden sind. Amalie versucht die Wünsche ihres Vaters zu erfüllen, obwohl sie nicht mit ihren eigenen übereinstimmen. Ihre jüngere Schwester hingegen wehrt sich gegen jegliche Zwänge und entscheidet sich dafür, ihrem Traum zu folgen.
Ich gebe zu, es hat einige Zeit gedauert, bis mich das Buch einfangen konnte, der Anfang gestaltete sich für mein Empfinden etwas zähflüssig.
Dann jedoch entwickelte sich eine Geschichte voller Liebe und Leidenschaft, die mich total in ihren Bann zog. Auch wenn das Ende, zumindest in einigen Teilen, etwas vorhersehbar war, da dies dem Charme der Geschichte keinen Abbruch.
Auch wenn die Liebesgeschichten das vorherrschende Thema waren, ging es auch um die Emanzipation der Frau, sowie die Anpflanzung und Herstellung von Süßholz,ein Thema, was mir bis dahin völlig fremd war.
Hier merkte man auch die gute Recherchearbeit der Autorin,die sich wohl intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat.

Fazit:

Nach etwas Startschwierigkeiten ein sehr gelungenes Buch, was ich gerne weiter empfehlen kann. Das schwarze

Veröffentlicht am 06.11.2020

Sehr viele Nebenschauplätze und teilweise etwas zähflüssig

Aus dem Schatten des Vergessens
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Montreal, heute: Am Tag vor Weihnachten wird Judith Harper, eine renommierte Psychologin, auf grausame Weise umgebracht. Zur gleichen Zeit verschwindet Nathan Lawson, ein angesehener ...

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Montreal, heute: Am Tag vor Weihnachten wird Judith Harper, eine renommierte Psychologin, auf grausame Weise umgebracht. Zur gleichen Zeit verschwindet Nathan Lawson, ein angesehener Anwalt, nachdem er in Panik Dokumente auf einem Friedhof vergraben hat. Wenig später stürzt sich ein Obdachloser von einem Wolkenkratzer. Im Mantel des Obdachlosen: die Brieftaschen von Harper und Lawson. Als Sergent-Détective Victor Lessard, der selbst ein Getriebener ist, gemeinsam mit seiner Partnerin Jacinthe Taillon die Ermittlungen aufnimmt, wird den beiden eine verstörende Aufnahme zugespielt, auf der die Stimme von Lee Harvey Oswald zu hören ist, dem Mann, der einst J. F. Kennedy erschoss und der jetzt aus dem Grab zu ihnen spricht. Lessard und Taillon stehen vor einem Fall, der sie in die dunkelsten Abgründe sowohl der menschlichen Seele als auch der amerikanischen Geschichte führt.

Meine Meinung:

Die Geschichte begann sehr spannend und ich dachte endlich wieder ein gelungener Thriller.Jedoch gab es dann so viele Nebenschauplätze, bei denen ich manchmal die Übersicht verlor. Obwohl ich es mag, wenn man neben der Krimihandlung auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt, war es mir hier eindeutig zu viel. Ich kann nicht sagen, dass mir die Ermittler nicht sympathisch waren,jedoch gab es für meinen Begriff zuviel Hin - und Hergeplänkel und immer wieder die Beschreibungen von Essen und Trinken.

Fazit:
Ein spannender Beginn, danach viel Unübersichtlichkeit durch ständig wechselnde Schauplätze und zuviel Privatleben der Ermittler. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Ich konnte keine Nähe zu der Protagonistin aufbauen

Ada
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Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt.

In der noch jungen Bundesrepublik ist ...

Inhalt übernommen:

Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt.

In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders.

Vor dem Hintergrund umwälzender historischer Ereignisse erzählt Christian Berkel von der Schuld und der Liebe, von der Sprachlosigkeit und der Sehnsucht, vom Suchen und Ankommen – und beweist sich einmal mehr als mitreißender Erzähler.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch „Der Apfelbaum“ sehr gerne gelesen und war gespannt auf das neuste Werk.Obwohl mir die Geschichte bekannt war,da ich die Ereignisse aus eigener Erfahrung kannte, war es mir leider nicht möglich, eine Nähe zu den Protagonisten aufzubauen. Der Schreibstil war relativ emotionslos und wirkte zeitweise etwas abgehackt.
Gleichwohl ist es dem Autor gelungen, die einzelnen Personen so darzustellen, dass ich klare Bilder im Kopf hatte. Auch war der Zeitgeist von damals über größere Strecken gut eingefangen. Was mir jedoch fehlte, war der Funke, der übersprang.

Fazit:

Das Buch konnte mich leider nicht einfangen und lässt mich relativ enttäuscht zurück.

Veröffentlicht am 04.11.2020

Ein Leben voller Geheimnisse

Trügerische Affäre
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Ich hasse dich ...
Drei Worte, die das Dunkel durchdringen,
die alles mit sich reißen,
das Herz brechen,
geflüsterte Schreie bringen
und die Stille stören.

Die norwegische Architektin ...

Inhalt übernommen:

Ich hasse dich ...
Drei Worte, die das Dunkel durchdringen,
die alles mit sich reißen,
das Herz brechen,
geflüsterte Schreie bringen
und die Stille stören.

Die norwegische Architektin Jonte Sandvik scheut die Öffentlichkeit und lebt lieber in der Welt des Films, statt ihrem eigentlichen Beruf nachzugehen. Tagsüber arbeitet sie im XD Cinema Norge in Drammen an der Kinotheke, abends entwirft sie Gebäude, die ihr Ehemann Jonas in architektonischen Bildbänden mit großem Erfolg der Öffentlichkeit präsentiert.

Eines Tages gesteht ihr Jonas, dass er eine Affäre hat, und verlässt seine Frau. Für Jonte bricht eine bis dahin mühsam aufrechterhaltene heile Welt zusammen. Seitdem ereignen sich unheimliche Dinge in ihrem Umfeld, auf die sie sich keinen Reim machen kann. Sie ist einsam und führt Selbstgespräche. Auch droht ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit sie zu überrollen. Als ein Mord geschieht, muss Jonte sich ihren Ängsten stellen – mit verheerenden Folgen, die sie in Alkoholismus und Irrsinn zu treiben drohen. Nichts ist mehr so, wie es scheint.

Meine Meinung:

Wie in den vorhergehenden Büchern der Autorin, die ich fast alle gelesen habe, wird man von Anfang an in die Geschichte förmlich hineingesaugt. Voller Spannung, teilweise gepaart mit Unverständnis und Fassungslosigkeit, habe ich den Weg der talentierten Architektin Jonte verfolgt.
Als ihr Mann sie damit konfrontiert, dass er eine Affäre hat, bricht ihre Welt zusammen. Ereignisse aus der Vergangenheit werden wieder nach oben gespült und tragen zusammen mit den Geschehnissen der Gegenwart dazu bei,dass ihre Welt völlig aus den Fugen gerät.
Immer öfter greift sie zur Flasche, um ihr Leben zu ertragen, ein fataler Fehler.
Mehr als einmal taucht die Frage auf, wer meint es gut mit ihr und wer ist ihr Feind?
Durch immer wieder geschickt gelegte falsche Fährten (das versteht die Autorin ganz hervorragend) gelange ich beim Lesen zu immer neuen Erkenntnissen.
Erst ganz zum Schluss löst sich alles auf,mit einem unerwarteten Ende.

Fazit:

Erneut ein spannendes Buch, was tiefe Einblicke in die menschliche Psyche vermittelt.