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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Eine facettenreiche Familie

Wenn die Sonne untergeht
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Im Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise ...

Im Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise landen sie irgendwann in Sanary ,einer französischen Hafenstadt.Während die Familie ,für die Verhältnisse relativ unbeschwert ihre Tage verbringt,hadert der Nobelpreisträger Mann mit seinem Schicksal und wünscht sich sehnlichst in die Villa in München zurück.Neben den Konflikten in der Familie, die reichlich vorhanden sind, pflegen Thomas und Katia Umgang mit vielen prominenten Persönlichkeiten.So begegnen wir unter anderem Lion Feuchtwanger,Eva Herrmann,Arnold Zweig .

Die facettenreiche Persönlichkeit des Nobelpreisträgers hat der Autor gut eingefangen. Als. Grundlage dienten ihm dabei Briefe, Tagebucheinträge und verschiedenes anderes Material.
Thomas hat nach außen hin das Sagen in der Familie,während seine äußerst sympathische Frau Katia im Hintergrund die Fäden zieht.Was seine Kinder betrifft,so macht er große Unterschiede zwischen ihnen, seine Zuneigung betreffend,was wiederum zu viel Verdruß führt.
Vor dem Hintergrund, dass ein großer Teil der Bevölkerung damals Hunger, Kälte, Verfolgung und andere Grausamkeiten erleiden musste, hat mich das Jammern auf hohem Niveau ,der Protagonisten ziemlich wütend gemacht.
Obwohl die Geschichte streckenweise sehr langatmig war,Kleinigkeiten wurden bis ins Detail ausgewalzt,hat mir das Buch gefallen,ich vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Durch viele Wendungen teilweise verwirrend

Eisnebel
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Theo Scott unternimmt mit ihrem Verlobten Connor Dalton eine Reise ins winterliche Idlewood.Hier im abgelegenen, luxuriösen Winterdomizil, soll sie der Familie vorgestellt werden.Connor und Theo kommen ...

Theo Scott unternimmt mit ihrem Verlobten Connor Dalton eine Reise ins winterliche Idlewood.Hier im abgelegenen, luxuriösen Winterdomizil, soll sie der Familie vorgestellt werden.Connor und Theo kommen aus verschiedenen Welten.Während Theo bei Adoptiveltern aufgewachsen ist, wurde Connor quasi mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund geboren. Bei ihrer Ankunft schlägt ihr pure Ablehnung seitens der Familie entgegen und sie bekommt Drohnachrichten,die ihr raten ,sich von Connor fernzuhalten,doch wer steckt dahinter?Nach und nach schleicht sich bei Theo der Verdacht ein, schon einmal an diesem Ort gewesen zu sein und durch Albträume und Flashbacks, wird der Verdacht bestärkt.Welches Geheimnis birgt Idlewood und was hat Theo damit zu tun?

Die Autorin erschafft schon auf den ersten Seiten eine düstere Atmosphäre,die so gar nicht zu der wunderschönen Winterlandschaft zu passen scheint.
Selten habe ich eine Familie erlebt, in der jeder ein Geheimnis hat und in welcher gelogen wird, dass sich die Balken biegen.Theos Erinnerungen werden Stück für Stück geweckt, und was sie erfährt, lässt sie erschaudern. Geschickt legt die Autorin ständig falsche Fährten,die zum Schluss immer verwirrender werden ,bis es zu einer Auflösung kommt.
Bis auf das deutlich überzogene Ende hat mich der spannende Thriller,der ohne allzuviel Blutvergießen auskam,begeistert.Von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Glück oder Albtraum?

Der Tower
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Die Galeristin Nova steht vor einem Dilemma, sie hat ihren Job und ihre Wohnung verloren und außerdem ist die Beziehung zu ihrem Freund gescheitert. In der Situation erhält sie das Angebot in den „Pramtower“.ein ...

Die Galeristin Nova steht vor einem Dilemma, sie hat ihren Job und ihre Wohnung verloren und außerdem ist die Beziehung zu ihrem Freund gescheitert. In der Situation erhält sie das Angebot in den „Pramtower“.ein Hochhaus mitten in Berlin einzuziehen und dort ein Jahr kostenlos zu wohnen. Was als Glückstreffer beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum.Das Haus ist komplett von einer KI gesteuert und von nun an wird jeder ihrer Schritte überwacht. Außerdem verhalten sich die Menschen merkwürdig und scheinbar sind zwei der Vormieterinnen in ihrer Wohnung ums Leben gekommen. Was steckt dahinter? Das will Nova auf jeden Fall ergründen.Doch die Ki ist ihr gnadenlos auf den Fersen….

In kurzen Kapiteln baut der Autor von Beginn an Spannung auf und man fragt sich, was ist Fiktion und was ist in Zukunft vielleicht wirklich möglich.Die Möglichkeiten der modernen Technik erleichtern einerseits das Leben ,sind aber andererseits erschreckend.
Im Verlauf der Geschichte verlor sich der Reiz durch die allzu große Naivität der Protagonistin,was das Ganze zunehmend unglaubwürdiger machte.So kann ich leider nur drei Sterne vergeben .Die

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Eine Mutter berichtet

8000 Arten, als Mutter zu versagen
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Carolin Kebekus ist als Komikerin einem großen Publikum bekannt und nunmehr seit über einem Jahren Mutter. Über ihre Erfahrungen mit dieser neuen Rolle, berichtet sie in ihrem Buch. Sie tut dies auf eine ...

Carolin Kebekus ist als Komikerin einem großen Publikum bekannt und nunmehr seit über einem Jahren Mutter. Über ihre Erfahrungen mit dieser neuen Rolle, berichtet sie in ihrem Buch. Sie tut dies auf eine sehr lustige wenn auch natürlich ziemlich überspitzte Weise und jede Mutter hat die eine oder andere Situation sicher selbst erlebt.Sei es der Umstand ,dass alle Mitmenschen ob gefragt oder ungefragt ihre guten Ratschläge loswerden wollen,oder die Glorifizierung der Väter ,alles wird von ihr aufs Korn genommen.Die Frage,warum es „ Familienväter“gibt ,ein weibliches Pendant dazu aber fehlt,habe ich mir noch nie gestellt,sie ist aber berechtigt. Ein weiteres großes Thema ist der Schlafmangel, von dem wohl jede junge Mutter und auch viele Väter ein Lied singen können.
Wurden auch früher Vergleiche über die Fortschritte der Kinder angestellt und von den anderen Eltern kritisch beäugt, ist dies im Zeitalter von Social Media natürlich sprunghaft angestiegen, wodurch der Druck wächst.
Dass es immer noch ein Thema ist, ob man Babys in der Öffentlichkeit stillen darf, hat mich ehrlich gesagt, etwas entsetzt, weil ich dachte diese „ewig Gestrigen“ seien inzwischen ausgestorben.
Mir gefiel es sehr gut, dass sie quasi ein Loblied auf die Hebammen gesungen hat, die von immenser Wichtigkeit sind und trotzdem wenig Anerkennung, vor allen Dingen in finanzieller Hinsicht, erfahren.
Was mir weniger gut gefiel war ihre manchmal Grenzwerte ordinäre Sprache,das ist auch bei ihren Programmen immer ein Kritikpunkt meinerseits.
Deshalb nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Typisch Stromberg

Büro ist besser als richtig arbeiten. STROMBERG
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Da ich Christoph Maria Herbst mag und die Serie Stromberg damals gerne gesehen habe, habe ich mit einiger Vorfreude mit diesem Hörbuch begonnen.Schon der Titel verführt zum Schmunzeln und das ist auch ...

Da ich Christoph Maria Herbst mag und die Serie Stromberg damals gerne gesehen habe, habe ich mit einiger Vorfreude mit diesem Hörbuch begonnen.Schon der Titel verführt zum Schmunzeln und das ist auch durchweg gegeben.Ich denke, im richtigen Leben haben sich die Verhältnisse zwischen Mitarbeitenden und Chef zum Glück verändert, hier habe ich es aber schmunzelnd und manchmal laut lachend zur Kenntnis genommen, dass der Chef, der alleinige Herrscher im Büro ist.Auch wenn alles sehr satirisch überspitzt ist ,blieben immer noch einige Körnchen Wahrheit,die zum Nachdenken anregten.
Es gab mehrere SprecherInnen,die ihren Job gut gemacht haben.
Bei Christoph Maria Herbst habe ich jedoch einen kleinen Kritikpunkt, er hat einige Sätze so vernuschelt, dass man sich schlecht verstehen konnte.Ansonsten gute Unterhaltung für zwischendurch.

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