Eine facettenreiche Familie
Wenn die Sonne untergehtIm Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise ...
Im Jahr 1933 spielt es richtig politische Lage in Deutschland zu. Auch die privilegierte Familie Mann ist betroffen und muss, entgegen ihren einstigen Plänen das Land verlassen. Auf unterschiedliche Weise landen sie irgendwann in Sanary ,einer französischen Hafenstadt.Während die Familie ,für die Verhältnisse relativ unbeschwert ihre Tage verbringt,hadert der Nobelpreisträger Mann mit seinem Schicksal und wünscht sich sehnlichst in die Villa in München zurück.Neben den Konflikten in der Familie, die reichlich vorhanden sind, pflegen Thomas und Katia Umgang mit vielen prominenten Persönlichkeiten.So begegnen wir unter anderem Lion Feuchtwanger,Eva Herrmann,Arnold Zweig .
Die facettenreiche Persönlichkeit des Nobelpreisträgers hat der Autor gut eingefangen. Als. Grundlage dienten ihm dabei Briefe, Tagebucheinträge und verschiedenes anderes Material.
Thomas hat nach außen hin das Sagen in der Familie,während seine äußerst sympathische Frau Katia im Hintergrund die Fäden zieht.Was seine Kinder betrifft,so macht er große Unterschiede zwischen ihnen, seine Zuneigung betreffend,was wiederum zu viel Verdruß führt.
Vor dem Hintergrund, dass ein großer Teil der Bevölkerung damals Hunger, Kälte, Verfolgung und andere Grausamkeiten erleiden musste, hat mich das Jammern auf hohem Niveau ,der Protagonisten ziemlich wütend gemacht.
Obwohl die Geschichte streckenweise sehr langatmig war,Kleinigkeiten wurden bis ins Detail ausgewalzt,hat mir das Buch gefallen,ich vergebe vier Sterne.