Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2025

Jeder kann mutig sein

Gönn dir einen Mutausbruch!
0

Ich kenne und liebe die Bücher der beiden Autorinnen schon lange.und freu mich über jede Neuerscheinung.

Dieses Mal stand das Thema Mut im Fokus.Sie haben viele Gespräche mit unterschiedlichen Menschen ...

Ich kenne und liebe die Bücher der beiden Autorinnen schon lange.und freu mich über jede Neuerscheinung.

Dieses Mal stand das Thema Mut im Fokus.Sie haben viele Gespräche mit unterschiedlichen Menschen geführt, aber auch tief in sich hineingehorcht und die eigenen „mutigen“ Momente ihres Lebens beleuchtet.Dabei kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es nicht die großen Dinge (Sprung von der Klippe,Extremklettern etc.)sein müssen,welche Mut voraussetzen..Manche scheinbar einfache Dinge und Situationen erfordern bei den verschiedenen Menschen unterschiedlich viel Mut,führen aber nach der Bewältigung zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl.

Mir gefällt die Art ,wie hier leichte und schwerere Themen,mit Ernsthaftigkeit, einer Prise Ironie und viel Humor präsentiert werden.Besonders gut fand ich, dass sie das Thema nicht nur auf Deutschland beschränkten, sondern auch andere Länder und Kulturen in ihre Recherche einbezogen.

Erneut war der Unterhaltungswert sehr hoch und den ein oder anderen Tipp habe ich für meinen Alltag mitgenommen.

Nicht vergessen möchte ich das wiederum geniale Cover. Es ist erneut die Kirsche auf der Torte.

Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Vergangenheit und Gegenwart auf emotionale Weise verbunden

Die Verlorene
0

Der Tod der 93 jährigen Änne läßt Tochter Ellen und Enkelin Laura mit vielen offenen Fragen zurück. Bei ihren Unterlagen findet Laura einige Dokumente, die auf die Vergangenheit ihrer Oma in Schlesien ...

Der Tod der 93 jährigen Änne läßt Tochter Ellen und Enkelin Laura mit vielen offenen Fragen zurück. Bei ihren Unterlagen findet Laura einige Dokumente, die auf die Vergangenheit ihrer Oma in Schlesien hindeuten,eine Zeit ,über die Änne kaum gesprochen hat.Laura und ihr Lebensgefährte Jonathan haben gerade selbst erfahren, dass sie demnächst Eltern werden, und so ist es Laura ein starkes Bedürfnis, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren.Kurz entschlossen macht sie sich auf den Weg ins heutige Polen, um den Spuren der Vergangenheit zu folgen und Antwort auf viele Fragen zu finden.

Die Geschichte wird nun abwechselnd in der Vergangenheit (zwischen 1943 und 1947) und der Gegenwart in Frankfurt im Jahre 2019 erzählt.Einem Puzzle gleich setzt sich eine außergewöhnliche, dramatische und sehr emotionale Familiengeschichte zusammen,wobei der in der Vergangenheit, angesiedelte Teil, eindeutig der interessantere ist. Die Autorin hat es sehr geschickt verstanden, die fiktiven Personen in die realen damaligen Ereignisse einzuflechten.Die Schreckensherrschaft von Adolf Hitler, das dramatische Kriegsgeschehen, Hunger, Kälte, Vergewaltigung,Flucht,wurden so eindringlich vermittelt ,dass es mir beim Lesen eiskalt den Rücken herunterlief.
Durch die stetigen Perspektiv und Zeitwechsel, blieb eine durchgehende Spannung erhalten, welche es mir schwer machte, die Geschichte zu unterbrechen. Zum Schluss fügen sich Vergangenheit und Gegenwart zusammen, verbunden mit einigen Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte.
Die Geschichte hat mich tief bewegt und wird noch einige Zeit nachwirken.
Ich habe mir das Hörbuch von Tanja Formaro vorlesen lassen,ihre angenehme Stimme und die Art des Vortrags ,machten es zu einem besonderen Genuss.
Von mir sehr verdiente fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Meine Mutter
0

Für eine Lesung zum Buch „ Meine Schwester“ kehrt die Autorin nach Celle zurück,für sie eine Reise in die Vergangenheit.Sie besucht den Friedhof,auf dem ihre Mutter ,nach ihrem Suizid vor fast vierzig ...

Für eine Lesung zum Buch „ Meine Schwester“ kehrt die Autorin nach Celle zurück,für sie eine Reise in die Vergangenheit.Sie besucht den Friedhof,auf dem ihre Mutter ,nach ihrem Suizid vor fast vierzig Jahren beerdigt wurde und auf dem sich auch viele Gräber von anderen Familienangehörigen befinden.
Sie beschließt sich auf Spurensuche zu begeben,um die Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen, in der es sehr viele Selbstmorde gegeben hat.Dabei besucht sie auch Wölfesgrund,im heutigen Polen gelegen ,wo ihre Vorfahren ein Sanatorium geleitet haben.Aus Briefen,Fotos und alten Dokumenten ergibt sich nach und nach eine ungewöhnliche Geschichte.

Ich lese sehr gerne Bücher ,die sich mit der Vergangenheit beschäftigen,speziell die Zeit vor,während und nach dem zweiten Weltkrieg steht dabei besonders im Fokus. Das schöne Cover und die Kurzbeschreibung weckten sofort mein Interesse, eine Familiengeschichte der besonderen Art, dachte ich zumindest.
Leider konnte mich diese Geschichte überhaupt nicht abholen. Das lag zum einen an der Unzahl der Personen (ein Verzeichnis wäre hier äußerst hilfreich gewesen),zum anderen an den übergangslos wechselnden Zeiten,welche bei mir keinen Lesefluss aufkommen ließen.
Durch die ,nach meinem Dafürhalten ziemlich unstrukturierte Geschichte,konnte ich keine Beziehung zu den einzelnen Personen aufbauen,was ich sehr schade fand.
Insofern ließ mich das Buch mit vielen Fragezeichen und Unzufriedenheit zurück. Von mir keine Leseempfehlung und drei Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2025

Ein Buch, was mich enttäuscht zurück lässt

Hidden Shadows
0

Die Leidenschaft von Jodie sind True Crimes,sie recherchiert und berichtet in ihrem eigenen Kanal.

Als sie auf den Fall von Alice Ramsey trifft,die in den 70 er Jahren angeblich Selbstmord beging ,ist ...

Die Leidenschaft von Jodie sind True Crimes,sie recherchiert und berichtet in ihrem eigenen Kanal.

Als sie auf den Fall von Alice Ramsey trifft,die in den 70 er Jahren angeblich Selbstmord beging ,ist ihr Interesse geweckt.Sie nimmt Kontakt zu ihrer Tochter Luisa auf und gemeinsam mit Harry,dem Enkel der Toten,geht sie auf Spurensuche.Gemeinsam forschen sie in der Vergangenheit und kommen sich dabei immer näher.

Zu Anfang fand ich die Geschichte sehr spannend, der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gab ihr einen besonderen Reiz. Das verflüchtigt sich aber immer mehr. Der Schreibstil wurde zähflüssig und teilweise sehr abstrus.Dazu kam,dass ich zu keinem der Protagonisten eine Beziehung aufbauen konnte.

Einige Fragen blieben offen und auch das Ende konnte mich nicht überzeugen.Die angekündigte Fortsetzung werde ich nicht lesen.Von mir keine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2025

Grausame Morde mit mystischen Bezügen

Schwüre, die wir brechen
0

Zu Beginn ein rätselhafter Prolog aus der Vergangenheit,in dem es um einen Brückeneinsturz aus dem Jahre 1980 mit vielen Toten geht,hat jemand überlebt?

Dann der Sprung in die Gegenwart, wo eine männliche ...

Zu Beginn ein rätselhafter Prolog aus der Vergangenheit,in dem es um einen Brückeneinsturz aus dem Jahre 1980 mit vielen Toten geht,hat jemand überlebt?

Dann der Sprung in die Gegenwart, wo eine männliche Leiche mit einem Krokodilkopf gefunden wird. Kommissar Jon Nordh möchte eigentlich nicht in diesem Fall ermitteln, aber seine Chefin handelt einen Deal mit ihm aus, den er nicht ablehnen kann. Bald darauf gibt es eine weitere Leiche nach ähnlichem Muster und Jon und seine Kollegin erkennen ,aufgrund von Hieroglyphen,welche sich auf den Leichen befinden, Zusammenhänge mit altägyptischen Gottheiten.Als eine True- Crime -Podcasterin auftaucht,die scheinbar mehr weiß,als die Ermittler und plötzlich ein junges Mädchen verschwindet steigt der Druck ins Unermessliche.

Die beiden Ermittler, welche ich schon aus dem ersten Band kenne, haben beide mit Ereignissen aus ihrer persönlichen Vergangenheit zu kämpfen, was ihre Arbeit teilweise belastet.

Mir gefiel es gut,dass die Autoren, ein Team aus unterschiedlichen Spezialisten, welche überwiegend gut zusammengearbeitet haben, präsentierten und keine sich selbst verwirklichenden Einzelkämpfer,auch wenn Jon und Svea bei einigen gefährlichen Aktionen, aus diesem Muster ausbrachen. Neben den beruflichen Aspekten gab es immer wieder Einzelheiten aus dem Privatleben der Akteure,welche die Krimihandlung aber nicht zu viel überlagerten,was mir gut gefiel.

Nach und nach fügte sich alles,wie bei einem Puzzle zusammen und auch der rätselhafte Prolog passte ins Gesamtbild.

Mir hat der zweite Teil mit dem sympathischen Team gut gefallen und ich bin gespannt auf den folgenden Band.

Lediglich der Bezug zu den Altägyptischen Gottheiten, war mir persönlich etwas zu ausführlich, da ich mich mit dieser Thematik gar nicht auskenne.Für jemand ,der sich dafür mehr interessiert, war das sicher ganz anders. Von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere