Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
online

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2024

Kurz vor dem Mauerfall

Als wir nach den Sternen griffen
0

In der Geschichte geht es um die letzte Phase der DDR und die besondere Stimmung der damaligen Zeit.
Im Mittelpunkt stehen Tobias, alleinerziehender Vater der dreijährigen Jasmin und Judith, Mitarbeiterin ...

In der Geschichte geht es um die letzte Phase der DDR und die besondere Stimmung der damaligen Zeit.
Im Mittelpunkt stehen Tobias, alleinerziehender Vater der dreijährigen Jasmin und Judith, Mitarbeiterin der Botschaft in Prag.
Tobias Frau Doreen war Leistungssportlerin und genoss dadurch in der ehemaligen DDR Reisefreiheit, die sie eines Tages zur Republikflucht nutzte. Ihr Mann, Tobias musste sich danach unzähligen Verhören unterziehen, bekam eine schlechter bezahlte Arbeit,mußte seine Wohnung räumen und stand außerdem unter extremer Beobachtung der Stasi. Eines Tages entschließt er sich über die sogenannte „grüne Grenze“ zu flüchten und landet in der Botschaft in Prag.
Fortan geht es um die Geschichte, der immer größer werdenden Anzahl an Flüchtlingen, die dort Unterschlupf suchen, um die teilweise chaotischen Zustände und einiges mehr. Zwischen ihm und Judith entwickelt sich eine Liebesgeschichte, als plötzlich Doreen auftaucht und für große Aufregung sorgt.

Meine Meinung:

Die Autorin hat es sehr gut verstanden, ein Stück deutscher Zeitgeschichte, mit einer emotionalen Liebesgeschichte zu verbinden.Jeweils aus der Sicht von Judith und Tobias erzählt,wird dort über die letzte Zeit der DDR berichtet.Auch wenn man aus den Medien damals viel über die politischen Entwicklungen erfahren hat,waren es hier überwiegend die menschlichen Aspekte,welche im Mittelpunkt standen.Die scheinbar banalen Alltagsprobleme,Versorgungsengpässe,zwischenmenschliche Differenzen und einiges mehr,wurden ausführlich thematisiert.
Ich habe durch die Geschichte sowohl alte Erinnerungen aufgefrischt, als auch neue Erkenntnisse gewonnen und empfehle sie sehr gerne weiter, verbunden mit fünf Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2024

Anstrengender Familienroman

Genau so, wie es immer war
0

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Julia,der man als Kleinkind, Teenager, junge Ehefrau und Mutter ,sowie als werdende Schwiegermutter begegnet.Die ihren Lebensweg begleitenden Personen sind ihr Ehemann ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Julia,der man als Kleinkind, Teenager, junge Ehefrau und Mutter ,sowie als werdende Schwiegermutter begegnet.Die ihren Lebensweg begleitenden Personen sind ihr Ehemann Mark,ihre Kinder Ben und Alma ,die mütterliche Freundin Helen ,sowie ein überschaubarer Freundeskreis.Zu ihrer Mutter hat sie fast ihr gesamtes Leben ein sehr angespanntes Verhältnis,was nicht zuletzt mit den wechselnden Männern in deren Leben zusammenhängt.
Die Geschichte ist prall gefüllt mit Ereignissen der unterschiedlichsten Art,die auf über 700 Seiten erzählt wurden.
Obwohl ich Familiengeschichten sehr mag, besonders solche,die sich auf mehreren Zeitebenen abspielen, war ich in diesem Fall beim Lesen streckenweise sehr überfordert. Die Autorin wechselte ständig und übergangslos zwischen Vergangenheit, Gegenwart und manchmal sogar mit Ausblicken in die Zukunft, was das Lesen sehr anstrengend machte.Außerdem störte es mich ,dass manche ,(In meinen Augen wichtige Details)nur kurz erwähnt wurden, während andere Banalitäten bis ins kleinste erörtert und unendlich ausgewalzt wurden.
Es tut mir leid,dass ich diesem Roman der von der Thematik sehr interessant war ,leider nur drei Sterne geben kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2024

Mysteriöse Todesfälle

Todeskalt
5

Als die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein einen panischen Hilferuf ihrer Freundin Melanie erhält,eilt sie sofort in das kleine Taunusdorf Oberweildorf.Dort findet sie in der alten Burgruine eine weibliche ...

Als die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein einen panischen Hilferuf ihrer Freundin Melanie erhält,eilt sie sofort in das kleine Taunusdorf Oberweildorf.Dort findet sie in der alten Burgruine eine weibliche Leiche,ihre Freundin ist verschwunden.Gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten und Freund Simon Berger macht sie sich auf die Suche.Als weitere Leichen auftauchen, immer als Selbstmord getarnt,drängt die Zeit.Es gibt eine so genannte „Erlöserin“ ,deren Identität lange im Dunkeln bleibt.Bei der Befragung der Bevölkerung stoßen Sie auf eine Mauer des Schweigens. Statt der Polizei zu helfen, verlassen Sie sich lieber auf die Hilfe einer Bürgerwehr. Werden Simon und Caro das Rätsel lösen?

Meine Meinung:

Nach einem sehr spannenden Beginn, entwickelte sich die Geschichte zunehmend unrealistisch.Es gab viele mehr als seltsame Zufälle,die mein Lesevergnügen deutlich schmälerten.Außerdem agierten die Protagonisten immer wieder in Alleingängen,bei der sie sich mehrmals unnötig in Gefahr brachten.
Auch das Ende wartete mit vielen Klischees auf und wirkte sehr konstruiert.
Daher von mir leider nur drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.09.2024

Ein Bär verändert das ganze Leben

Cascadia
0

Die Schwestern Elena und Sam leben mit ihrer todkranken Mutter ,auf einer Insel im Nordwesten Amerikas. Beide halten sich durch ungeliebte Jobs mühsam über Wasser und versuchen gleichzeitig die Pflege ...

Die Schwestern Elena und Sam leben mit ihrer todkranken Mutter ,auf einer Insel im Nordwesten Amerikas. Beide halten sich durch ungeliebte Jobs mühsam über Wasser und versuchen gleichzeitig die Pflege ihrer Mutter zu bewältigen.Sie träumen von einer Zukunft,in welcher sie die Insel verlassen um einen Neustart zu beginnen. Eines Tages dringt ein Bär in ihr Leben ein, auf den die Schwestern unterschiedlich reagieren. Sam hat große Angst und unternimmt verschiedene Schritte, um das Raubtier zu verbannen. Ihre Schwester hingegen verspürt eine seltsame Zuneigung zu dem Tier,füttert es und sucht immer wieder seine Nähe.Mit dem Tod der Mutter ändert sich das Leben der Schwestern auf dramatische Weise.

Meine Meinung:
Die Anlehnung an das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“und die Beschreibung der Geschichte weckte meine Neugier.Zu Anfang gefiel mir die Geschichte gut, was hauptsächlich an dem schönen Schreibstil lag.
Dann jedoch geriet der Bär immer mehr in den Vordergrund und der Rest der Geschichte dümpelte mehr oder weniger langweilig vor sich hin.Es fiel mir schwer ,eine Beziehung zu den Protagonisten/Protagonistinnen aufzubauen, zunehmend gelang mir immer weniger , ihr Verhalten nachzuvollziehen.
Auch das dramatische und unvorhersehbare Ende, konnte mich nicht mit der Geschichte versöhnen.
Vielleicht passte das Buch einfach nicht zu mir, weil mir der tiefere Sinn verborgen blieb.
Sicher gibt es andere Leser ,denen sich dieser erschließt und darum Freude an dem Buch haben. Die

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2024

Zum Sterben zu jung

Und später für immer
0

In den letzten Kriegsmonaten beschließen, der junge Soldat Johann Meinert und seine Kollegen,zu desertieren. Er flüchtet zu Tante und Onkel aufs Land, die ihn auf dem Heuboden verstecken. Seine Gedanken ...

In den letzten Kriegsmonaten beschließen, der junge Soldat Johann Meinert und seine Kollegen,zu desertieren. Er flüchtet zu Tante und Onkel aufs Land, die ihn auf dem Heuboden verstecken. Seine Gedanken sind bei Emmy ,seiner jungen Frau,welche das gemeinsame Kind erwartet.Ihre letzten Briefe,die er immer und immer wieder liest ,geben ihm die Kraft,zu überleben.Als plötzlich Frieda,das sechzenjährige Nachbarsmädchen,in seinem Versteck auftaucht, erschrickt er zu Tode.Kann er ihr trauen,oder wird sie ihn verraten?Ihre Besuche gehören nun zur täglichen Routine,aber die Angst bleibt.

Meine Meinung:
Obwohl es sich um ein relativ dünnes Buch handelt,wiegt sein Inhalt schwer.Der Autor hat sich hierbei der Tagebucheinträge seines Großvaters bedient, was die Lektüre zu etwas Besonderem macht.Die eigentliche Handlung bezieht sich auf einen Zeitraum von zwei Monaten, wird aber immer wieder durch Rückblicke in die Vergangenheit, vor und während des Krieges unterbrochen.
Der Protagonist Johann wird so intensiv beschrieben, dass ich ihn in seiner „Zwischenwelt auf dem Heuboden“ deutlich vor Augen hatte. Seine Gedanken, seine Gefühle, die Sehnsucht und nicht zuletzt die Angst, waren mit Händen greifbar.
Vor allen Dingen seine Gedanken während der Einsätze im Krieg ,machten mich sehr betroffen.Die Sinnlosigkeit zu erkennen und nicht zu wissen,mit wem man diese Gedanken teilen kann,weil man nicht weiß,wem man vertrauen kann,muß furchtbar sein.
Ich habe das Buch in ganz kurzer Zeit gelesen es läßt mich sehr betroffen zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere