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Veröffentlicht am 11.05.2023

Das Land wo die Zitronen blühen

Das Mädchen im Zitronenhain
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Die Münchener Kunststudentin Vicky gewinnt bei einem Kostümwettbwerb eine Reise an den Gardasee .Zusammen mit ihrer Freundin Traudl macht sie sich auf den Weg und erliegt nicht nur dem Charme des Grand ...

Die Münchener Kunststudentin Vicky gewinnt bei einem Kostümwettbwerb eine Reise an den Gardasee .Zusammen mit ihrer Freundin Traudl macht sie sich auf den Weg und erliegt nicht nur dem Charme des Grand Hotels Fasano sondern verliebt sich auch in den Sohn der Besitzer.Der Kontakt bleibt auch nach der Rückkehr nach München bestehen, obwohl es ihre Eltern zunächst nicht gerne sehen.Nach Abschluss des Studiums heiraten sie und Vicky nimmt sich vor dem in die Jahre gekommenen Hotel zu neuem Glanz zu verhelfen und sprüht dabei vor Ideen.Wird ihr Plan trotz aller Widrigkeiten gelingen?

Meine Meinung:

Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt und beginnt im Jahre 1944. Vicky lebt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter alleine, ihr Vater ist im Krieg und kehrt erst nach längerer Gefangenschaft wieder zurück. Dabei beweist sie sich schon als sehr kreativ und tatkräftig,um ihre Familie zu unterstützen und den Hunger, unter dem damals alle litten, erträglich zu machen.
Ab dem mittleren Teil wird fortlaufend von ihrem Leben in Italien erzählt. Da den Abschnitten immer die entsprechende Jahreszahl vorangestellt war, gelang mir die Zuordnung gut.
Die Protagonistin hat mir aufgrund ihrer Tatkraft und unerschöpflichen Energie, sehr gut gefallen. Obwohl Vicky seine große Liebe ist,lebt Antonio oft weiter wie ein Junggeselle und läßt es manchmal an der notwendigen Unterstützung mangeln ,wodurch sich meine Sympathie für ihn in Grenzen hielt.
Der Schreibstil der Autorin,die mir schon durch ein anderes Buch bekannt ist, gefiel mir erneut gut. Sowohl die Beschreibung der Personen, als auch die der wunderbaren Landschaft, die ich persönlich sehr liebe, ist gut gelungen
Ein kleines Manko ist in meinen Augen das etwas zu abrupte Ende.Trotzdem kann ich das Buch ( nicht nur Italienliebhabern ) empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.05.2023

Fionas Vermächtnis

Das Rosencottage
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Kirsty, die Protagonistin in der Gegenwart, ist in einer Selbstfindungsphase, als sie die Nachricht vom Erbe ihrer Großmutter erhält.Ihr Erbe ,das Rosencottage auf Tiree,einer schottischen Insel, ist mit ...

Kirsty, die Protagonistin in der Gegenwart, ist in einer Selbstfindungsphase, als sie die Nachricht vom Erbe ihrer Großmutter erhält.Ihr Erbe ,das Rosencottage auf Tiree,einer schottischen Insel, ist mit ihren schönsten Kindheitserinnerungen verbunden. Sie hat dort viele Sommer bei ihrer geliebten Großmutter verbracht und ist der Insel sehr verbunden. Fiona hat aber an das Erbe eine Bedingung geknüpft ,Kirsty soll ihre Jugendfreundin Livie ,die plötzlich von der Insel verschwunden war ,ausfindig machen.

Voller Elan macht sich Kirsty auf den Weg nach Schottland. Bei ihrer Ankunft trifft sie im Haus ihrer Großmutter auf den mürrischen Schriftsteller Finlay Stewart,der dort einZimmer gemietet hatte und mit dem sie sich wohl oder übel arrangieren muss.

Die Geschichte wird nun in wechselnden Abschnitten in Vergangenheit und Gegenwart erzählt, so etwas liebe ich immer ganz besonders.

Livies Geschichte war sehr herzzerreißend,man vermag sich die schrecklichen Bedingungen, unter denen sie aufwachsen musste, kaum vorzustellen.

Von Anfang an hat mich die Geschichte gefangengenommen, was natürlich an dem tollen Erzählstil lag. Die einzelnen Personen waren so realitätsnah geschildert, dass ich deutliche Bilder im Kopf hatte. Auch die Beschreibung der Landschaft gefiel mir gut, manchmal meinte ich beim Lesen den Wind in den Haaren zu spüren.Gerne habe ich Kirstys Suche, aber auch ihre persönliche Entwicklung verfolgt,wobei mich die Vergangenheit ein bisschen mehr berührt hat.

Insgesamt gesehen ein Buch ,was mir einige Stunden beste Unterhaltung beschert hat.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Freundschaft und der Sinn des Lebens

Ein Ort für Herzensdinge
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Klappentext:

Gwendoline Grundle liebenswert, aber sozial unbeholfen, hat ihr Leben vor die Wand gefahren. Also beschließt sie, gründlich aufzuräumen und sich von all ihren emotional aufgeladenen Dingen ...

Klappentext:

Gwendoline Grundle liebenswert, aber sozial unbeholfen, hat ihr Leben vor die Wand gefahren. Also beschließt sie, gründlich aufzuräumen und sich von all ihren emotional aufgeladenen Dingen zu trennen. Welcher Ort wäre dafür besser geeignet als ein Charity- Shop? Hier meldet sich Gwen kurzerhand als Mitarbeiterin. Sie trifft auf Menschen die neben ihren abgelegten Sachen auch ihre Geschichten mitbringen, von Hoffnung, Liebe und Verlust, eingeschrieben in Verlobungsringe, Gummistiefel und alte Taschenuhren - denn sagen nicht die alltäglichen Gegenstände am meisten über uns aus? Durch all die Geschichten lernt Gwen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen – und auch sich selbst.

Als Gwen ihren Job verliert,beschließt sie,ihre Abfindung erst einmal aufzubrauchen und währenddessen darüber nachzudenken, wie ihr Leben weiter verlaufen soll.Die Geschichte wechselt zwischen Gwens Alltag im Sozialkaufhaus und dem Blick auf die Dinge ,welche dort angeboten werden.

Zuerst fand ich diese Herangehensweise reizvoll ,weil etwas anders als gewöhnlich.Dann jedoch langweilten mich die Beschreibungen immer mehr, seitenweise Beschreibungen, auf welche Art man einen Schal tragen kann oder ebenso lange Abhandlungen über Gurkengabeln, konnten mich immer weniger begeistern. So habe ich mich schließlich nur noch durch das Buch gequält, weil ich auf etwas interessanteres gewartet habe,leider vergebens.

Zwar gab es durchaus interessante Ausblicke in verschiedene Lebenssituationen gab,diese gingen aber in vielen Phrasen völlig unter.

Insofern leider nur drei Sterne für ein Buch ,bei dem einiges Potential verschenkt wurde.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Die Feen von Beauvallon

Die Kinder von Beauvallon - Der Spiegel-Bestseller nach wahren Begebenheiten
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Dieulefit,1965:

Die Moderatorin des Freiburger Rundfunksenders,Agnes Engel, reist zu Recherchen in die französische Stadt.Dort erhielten viele jüdische Kinder während des Krieges Unterschlupf. Sie wurden ...

Dieulefit,1965:

Die Moderatorin des Freiburger Rundfunksenders,Agnes Engel, reist zu Recherchen in die französische Stadt.Dort erhielten viele jüdische Kinder während des Krieges Unterschlupf. Sie wurden in der Schule Beauvallon untergebracht und liebevoll betreut. Agnes hofft, dort auch auf eine Spur ihrer seit über 20 Jahren nach einer Deportation verschwundenen Freundin Lily zu treffen.Wird es ihr gelingen?

Die Geschichte wird nun in wechselnden Zeitsträngen in der Vergangenheit und in den 60er Jahren, erzählt.Die kurzen Kapitel sind jeweils mit einem Namen überschrieben, was die Zuordnung erleichtert.

Von Beginn an tauchte ich vollkommen in die Geschichte ein und erlebte den Alltag mit den Protagonisten.Die sehr emotionalen Szenen, die manchmal an die Grenzen des Vorstellbaren gingen, brachten mich öfter zum Weinen.Die Beschreibung der „Stillen Helden“,welche oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, für die Kinder und ein einigermaßen menschenwürdiges Leben kämpften, haben mich sehr berührt.

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin und allen gemeinsam liegt eine sehr genaue Recherche zu Grunde. In diesem Fall, ist es ganz besonders, weil es in Anlehnung an eine wahre Geschichte geschrieben wurde.Obwohl ich schon viele Bücher gelesen habe,welche in diesem Zeitrahmen angesiedelt sind, hatte ich nicht allzu viele Kenntnisse über die Arbeit der Résistance, das hat sich durch dieses Buch geändert.

Ich bedanke mich sehr für ein besonderes Buch ,was mich gedanklich noch eine Weile begleiten wird.Ich vergebe 5 Sterne ,mehr sind leider nicht möglich.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Von Krimi kaum eine Spur

Tod in Siebenbürgen
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Paul Schwartzmüller ist Investigativjournalist und hat gerade ein interessantes Stellenangebot erhalten, als ihn ein Brief von einer Rechtsanwaltskanzlei in Rumänien erreicht. Seine Tante, bei der er einen ...

Paul Schwartzmüller ist Investigativjournalist und hat gerade ein interessantes Stellenangebot erhalten, als ihn ein Brief von einer Rechtsanwaltskanzlei in Rumänien erreicht. Seine Tante, bei der er einen Großteil seiner Kindheit verbracht hat, ist gestorben und hat ihm ein heruntergekommenes Haus vermacht. Umgehend fliegt er nach Rumänien, um die Angelegenheit abzuwickeln und das Haus zu verkaufen. Dort angekommen trifft er auf seinen Jugendfreund Sorin, der kurz darauf in einen Mordfall verwickelt wird und um seine Hilfe bittet. Daraufhin ändert er seine Pläne und bleibt vor Ort.Bei den Ermittlungen wird er mit seiner eigenen Familiengeschichte konfrontiert und erfährt das ein oder andere Geheimnis.

Meine Meinung:

Der Anfang der Geschichte gefiel mir noch recht gut, ich fand die Beschreibungen über eine mir unbekannte Landschaft, ihre Bräuche und das Leben der Menschen dort, recht interessant, das änderte sich jedoch sehr schnell.
Selten habe ich einen Krimi gelesen, der seinem Genre so wenig gerecht wurde. Als Ermittler war der Protagonist denkbar ungeeignet und so stolperte er von einer skurillen Situation in die nächste, ohne dass es bahnbrechende Erkenntnisse gab.Stattdessen wurde gefühlt pausenlos gegessen und noch mehr getrunken und die Tage von Paul begannen regelmäßig in einem Alkoholnebel.Auch wenn der Fall am Ende gelöst wurde,war mir das für einen Krimi deutlich zu wenig.
Es ist dies das erste Buch einer Reihe, die ich definitiv nicht weiter verfolgen werde. Von mir ziemlich enttäuschte zwei Sterne, eine Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

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