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Veröffentlicht am 06.07.2025

Kann man sich mit 43 Jahren noch einmal Hals über Kopf verlieben?

Glück ist ganz nach meinem Geschmack
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Darum geht es:
Kann man sich mit 43 Jahren noch einmal Hals über Kopf verlieben? Grundschullehrerin Sam lebt eigentlich ein schönes Leben: Altbauwohnung in Hamburg, eine wundervolle Tochter, großartige ...

Darum geht es:
Kann man sich mit 43 Jahren noch einmal Hals über Kopf verlieben? Grundschullehrerin Sam lebt eigentlich ein schönes Leben: Altbauwohnung in Hamburg, eine wundervolle Tochter, großartige Freundinnen – was möchte man mehr? Die große Liebe hat sie längst abgehakt. Doch dann trifft sie beim Klassentreffen plötzlich Max wieder, ihre Jugendliebe. Plötzlich flattern da wieder Schmetterlinge. Während Sam zwischen Dates, Schularbeitsstress, alternden Eltern und einem viel zu jungen neuen Schulleiter jongliert, beginnt sie zu überlegen: Ist sie mit Mitte vierzig wirklich schon angekommen, oder wartet da in der Liebe und im Beruf noch etwas auf sie?
Mein Leseeindruck:
Claudia Schaumann hat mit ihrem zweiten Roman „Glück ist ganz nach meinem Geschmack“ mitten ins Herz getroffen. Warm, ehrlich und mit einer großen Portion Lebensklugheit. Was zunächst wie eine klassische Liebesgeschichte beginnt - eine Frau Mitte vierzig trifft ihre Jugendliebe wieder - entpuppt sich schnell als vielschichtiger, berührender Roman über das Leben. So wie es wirklich ist, mit all seinen Umwegen, Fragen, Zweifeln und leisen Glücksmomenten. Es geht um so viel mehr als nur die große Liebe: um Selbstwert, Körpergefühl, das Verhältnis zu den eigenen Eltern, alte Träume und die Suche nach Erfüllung im Job. Sam, die Hauptprotagonistin, steht mitten im Leben, und doch spürt sie, dass da noch etwas auf sie wartet. Ihre Gedanken, ihr Humor, ihre Unsicherheiten haben mich sehr berührt. Die Autorin Claudia Schaumann schreibt mit feinem Witz und einem Blick für die kleinen, echten Gefühle. Ihre Figuren sind lebendig, glaubwürdig und unglaublich nahbar. Eine Geschichte wie aus dem echten Leben. Mal leicht, mal nachdenklich und immer mitten ins Herz. Ein Buch, das Mut macht, dass es nie zu spät ist, zu träumen und sich zu trauen …
Fazit:
5/5 Sterne! Eine wunderbare, kluge und warmherzige Geschichte. Sie hat mich tief berührt und oft zum Schmunzeln gebracht.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Eine leise und nachdenkliche Geschichte!

Der Schlaf der Anderen
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Darum geht es:

Janis arbeitet nachts im Schlaflabor. Sie bringt Fremde ins Bett und beobachtet ihren Schlaf. Während die Welt ruht, beginnt für sie der Arbeitstag. Der normale Rhythmus des Lebens? Für ...

Darum geht es:

Janis arbeitet nachts im Schlaflabor. Sie bringt Fremde ins Bett und beobachtet ihren Schlaf. Während die Welt ruht, beginnt für sie der Arbeitstag. Der normale Rhythmus des Lebens? Für Janis längst bedeutungslos. Sie lebt allein, in ihrer eigenen Stille, bis Sina auftaucht. Sina ist Lehrerin, Mutter und Ehefrau. Gefangen im Takt des Alltags, der langsam aus dem Ruder läuft. Als sie Janis begegnet, öffnet sich ein Raum außerhalb der Kontrolle, außerhalb der Pflichten. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine unerklärliche Nähe. Tief, ehrlich und unheimlich vertraut. Gemeinsam tauchen sie in die Nacht ein, wo Fragen lauter werden und Grenzen verschwimmen. Eine Begegnung, die sie verändert. Eine Verbindung, die sie herausfordert. Und ein Moment, in dem sie alles aufs Spiel setzen, um sich selbst zu finden.

Mein Leseeindruck:

Die Geschichte dieser beiden Frauen hat mich sehr gefesselt. Sie ist ruhig erzählt, ohne große Dramen, und vielleicht gerade deshalb so kraftvoll. Es geht um das, was oft unsichtbar bleibt. Um die inneren Kämpfe, um die Sehnsucht nach einem anderen Leben und um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich niemandem etwas beweisen muss? Die Nacht wird in dieser Geschichte zu einem Raum. Tamar Noort hat einen warmherzigen und ehrlichen Roman geschrieben, der sich Zeit nimmt für seine Figuren. Es geht nicht um spektakuläre Wendungen, sondern um innere Bewegung. Die Dialoge sind feinfühlig, der Ton ist leise, aber nie belanglos. Ich habe den Roman unheimlich gern gelesen, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Atmosphäre, sondern vor allem wegen der tiefen Einblicke in das Innenleben von Janis und Sina. Der Klappentext hat definitiv nicht zu viel versprochen.

Fazit:

4/5 Sterne! Wer leise, nachdenkliche Literatur mag, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Spannung die unter die Haut geht!

Nachtfahrt
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Darum geht es:
Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Katharina Holten an den Ort zurück, den sie seit Jahren meidet. Dort wartet nicht nur die verwaiste Nichte Ronja auf sie, sondern auch ein dunkles Geheimnis ...

Darum geht es:
Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Katharina Holten an den Ort zurück, den sie seit Jahren meidet. Dort wartet nicht nur die verwaiste Nichte Ronja auf sie, sondern auch ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Außerdem trägt sie die Verantwortung für die Fahrschule ihres Vaters. Als Ronja entführt wird, bleiben Katharina nur 48 Stunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch wie gewinnt man ein Spiel, dessen Regeln man nicht kennt?

Mein Leseeindruck:
Was für ein Pageturer! Dieser Thriller hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die Geschichte rund um Katharina Holten beginnt schon mit einer bedrückenden Stimmung. Der plötzliche Unfalltod ihres Vaters, die Rückkehr an einen Ort voller schmerzhafter Erinnerungen, die Verantwortung für ihre verwaiste Nichte Ronja und die Fahrschule. Schon das Setting ist dicht, düster und fesselt. Als Ronja entführt wird, nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Von da an läuft ein Wettlauf gegen die Zeit: 48 Stunden, um Antworten zu finden. Und dabei wird Katharina in ein Spiel hineingezogen, dessen Regeln sie nicht kennt. Ich habe mich abends richtig gegruselt, wenn ich das Buch zur Hand genommen habe. Annika Strauss hat eine bedrohliche, fast klaustrophobische Atmosphäre aufgebaut, die einen nicht mehr loslässt Die Story ist rasant erzählt, mit vielen überraschenden Wendungen. Und das Ende? Sehr genial! Absolut stimmig, ein perfekter Abschluss! Ich hoffe sehr, dass noch viele weitere Bücher dieser Autorin erscheinen.

Fazit:
4/5 ⭐️ Wer psychologische Spannung liebt, die tief unter die Haut geht, sollte dieses Buch definitiv lesen!

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Eine ehrliche Coming-of-Age-Geschichte!

Das Leben fing im Sommer an
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Darum geht es:
Für den 15-jährigen Chris ist es mehr als nur ein heißer Sommer, es ist der Moment, in dem alles beginnt, sich zu verändern. Tagsüber chillt er im Freibad, abends hängt er mit seinen Jungs ...

Darum geht es:
Für den 15-jährigen Chris ist es mehr als nur ein heißer Sommer, es ist der Moment, in dem alles beginnt, sich zu verändern. Tagsüber chillt er im Freibad, abends hängt er mit seinen Jungs auf dem Dach einer alten Scheune. Sein Traum: Fußballprofi werden! Sein Ziel: Endlich cool sein! Doch wie findet man sich selbst, wenn das Leben plötzlich Fahrt aufnimmt? Und dann passiert das Unglaubliche. Debbie, das schönste Mädchen der ganzen Schule, interessiert sich für ihn. Eine wilde Achterbahnfahrt aus Gefühlen, Träumen und Entscheidungen folgt bei Chris.
Mein Leseeindruck:
Ach, was habe ich diesen Roman gerne gelesen! Eine warmherzige, ehrliche Coming-of-Age-Geschichte, die mich sofort abgeholt hat. Es geht um die erste große Liebe, echte Freundschaft, Selbstzweifel, Herzschmerz und all das, was das Erwachsenwerden so kompliziert und gleichzeitig so besonders macht. Chis, der 15-jährige Ich-Erzähler, war für mich total authentisch. Ich habe mit ihm mitgefiebert, gelacht und gelitten. Seine Jungs Johnny und Salvo? Einfach genial! Die drei zusammen sind ein herrlich schräges, liebenswertes Trio. Genauso, wie Freundschaften in diesem Alter eben sind. Chaotisch, ehrlich und unvergesslich. Der Humor kommt nicht zu kurz. An vielen Stellen musste ich wirklich laut lachen. Für mich war das Buch eine kurzweilige, mitreißende Lektüre, voller Nostalgie, Gefühl und Sommerflair.
Fazit:
4/5 Sterne! Absolute Empfehlung für alle, die sich nochmal an ihre eigene Jugend erinnern wollen!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Verdrängte Wahrheiten!

Das Kind mit den stummen Augen
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Darum geht es:
Inmitten des geschäftigen Alltags im traditionsreichen Teehandelshaus sucht Theresa Dormbach Halt. Ihre Ehe ist zerbrochen und der Wunsch nach einem Kind blieb unerfüllt. Als der Journalist ...

Darum geht es:
Inmitten des geschäftigen Alltags im traditionsreichen Teehandelshaus sucht Theresa Dormbach Halt. Ihre Ehe ist zerbrochen und der Wunsch nach einem Kind blieb unerfüllt. Als der Journalist Jonas für einen Artikel über das Familienunternehmen, welches sie zusammen mit ihrer Mutter und Tante betreibt, recherchiert, stoßen die beiden auf ein gut gehütetes Geheimnis: eine verschwiegene Schwester von Theresas Mutter und ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Ihre Spur führt in ein Kinderkurheim der 60er Jahre, wo sich Unvorstellbares zugetragen haben muss.
Mein Leseeindruck:
Ich habe eine große Schwäche für Geschichten, in denen alte Familienwunden aufbrechen und ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt. Genau das ist der Autorin Lena Rohn in ihrem Roman auf eindrucksvolle Weise gelungen. Solche Geschichten, die tief in Familienstrukturen eintauchen, ziehen mich in ihren Bann. Lena Rohn erzählt auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, und schafft es, beide Handlungsstränge emotional und atmosphärisch miteinander zu verweben. Ihr Schreibstil ist lebendig, feinfühlig und voller Tiefe. Besonders beeindruckt hat mich die sorgfältige Recherche. Die erschütternden Fakten zur Kinderverschickung sind authentisch und bewegend in die Story eingebettet. Die vielen losen Fäden, die im Laufe des Romans auftauchen, werden am Ende klug und berührend zusammengeführt. Dramatisch, emotional und zugleich leise. Dieses Buch hat mich berührt und gefesselt.
Fazit:
4/5 Sterne! Ganz klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Familie, Vergangenheit und verdrängte Wahrheiten lieben.

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