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Laurana

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Gute Idee, aber wahnsinnig viel Daten

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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1177 v. Christus lässt mich eher zwiegespalten zurück. Zuerst das Positive. Die Idee, den Lesern Geschichte in einer Graphic Novel näher zu bringen, finde ich erst mal sehr gut. Die Gestaltung ...

1177 v. Christus lässt mich eher zwiegespalten zurück. Zuerst das Positive. Die Idee, den Lesern Geschichte in einer Graphic Novel näher zu bringen, finde ich erst mal sehr gut. Die Gestaltung des Buches finde ich auch sehr gelungen. Die Zeichnungen haben einen schönen Stil und auch die Farbwahl ist passend.

Für die Reise durch die Jahrzehnte, oder besser Jahrhunderte, folgen wir den Freunden Pet und Schescha, die ergründen wollen, warum es zum Untergang der großen Zivilisationen rund ums Mittelmeer kam. Dies ist sehr ausführlich dargestellt, und mit vielen Zustzinformationen versehen.

Und hiermit kommen wir schon zu dem Probelm, das ich mit der Novel hatte. Es wird eine Flut an Daten geliefert, sodass ich schon nach kurzer Zeit überhaupt keinen Überblick mehr über Personen und Völker hatte. Von vielen dieser historischen Figuren und ihrer Stämme hatte ich noch nie gehört und es viel mir schwer, vieles einzuordnen. Selbst, wenn man sehr konzentriert liest, bleibt nicht viel hängen.

Es ist kein Buch, dass man mal eben so weg liest. Jedenfalls, wenn man wirklich etwas daraus lernen will. Dafür ist es einfach zu umfangreich. Ich persönlich denke, es ist für Personen geeignet, die schon eine gewisse Vorkenntnis in diesem Bereich haben, oder für diejenigen, die wirkliches Interesse am Lernen über diese Epoche haben.

Mein Fazit deshalb, es ist kein schlechtes Buch, aber für mich persönlich war es nicht das Richtige. Ich werde es unserer Schulbücherei spenden und hoffe, dass die Schüler entsprechenden Alters Interesse daran haben

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Die Magie kommt mit der Flut

Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter
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Magic of Moon & Sea ist ein spannendes Jugendbuch mit einer originellen Idee von Magie. In Shelwich steigt und fällt die Kraft der Magie im Rhythmus von Ebbe und Flut – eine Besonderheit, die ...

Magic of Moon & Sea ist ein spannendes Jugendbuch mit einer originellen Idee von Magie. In Shelwich steigt und fällt die Kraft der Magie im Rhythmus von Ebbe und Flut – eine Besonderheit, die sich auch im treffend gewählten Titel widerspiegelt.

Im Mittelpunkt des Fantasy-Romans steht Ista, die nach Shelwich reist, um ihren verschwundenen Vater zu finden. Die meisten Bewohner des Küstenstädtchens verfügen über magische Begabungen, die sich jedoch meist nur in kleinen Dingen äußern. Ista jedoch besitzt eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie kann sich in andere Menschen verwandeln. Diese Gabe macht sich Alexo zunutze – ein junger Mann, der zunächst als Freund und Retter erscheint. Er überredet Ista, für ihn kleinere Diebstähle zu begehen. Doch bald nehmen die Ereignisse eine düstere Wendung: Nicht nur Istas Vater bleibt verschwunden, auch immer mehr Bürger geraten bei rätselhaften Monsterüberfällen in Gefahr. Gemeinsam mit neuen Freunden begibt sich Ista auf die Suche nach der Wahrheit.

Der erste Band dieser Reihe hat mir sehr gut gefallen. Er ist kurzweilig geschrieben und bietet auch für Erwachsene eine spannende Lektüre. Immer wieder sorgen überraschende Wendungen für Spannung. Ista ist eine sympathische Heldin, die man ebenso wie ihre Freunde schnell ins Herz schließt.

Der Band ist in sich abgeschlossen, endet jedoch mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Drei Frauen - durch Schweigen getrennt

Die Summe unserer Teile
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Drei Generationen, drei Frauen, drei Naturwissenschaftlerinnen – und dennoch kaum Kontakt zueinander. Die Summe unserer Teile erzählt die Geschichte von Lucy, ihrer Mutter Daria und ihrer Großmutter Lyudmila. ...

Drei Generationen, drei Frauen, drei Naturwissenschaftlerinnen – und dennoch kaum Kontakt zueinander. Die Summe unserer Teile erzählt die Geschichte von Lucy, ihrer Mutter Daria und ihrer Großmutter Lyudmila. Was sie verbindet, sind ihre Wurzeln – und das, was zwischen ihnen nicht ausgesprochen wurde.

Der Roman beginnt mit Lucy in Berlin, die sich nach drei Jahren Funkstille mit ihrer Mutter plötzlich aus ihrer Komfortzone geholt wird – ausgelöst durch den alten Steinway-Flügel aus ihrer Kindheit. Ihre Suche führt sie bis nach Polen, dem Herkunftsland ihrer Großmutter, die im Krieg floh und im Libanon ein neues Leben begann. Jede Frau erzählt ihre Geschichte in eigenen Kapiteln – Stück für Stück fügen sich die Familienfragmente zusammen.

Was mir besonders gefallen hat, war der klare, einfühlsame Stil von Lopez. Ich wollte ständig weiterlesen, um mehr über diese drei so unterschiedlichen Frauen zu erfahren. Die Spannungen zwischen den Generationen wurden sehr glaubwürdig dargestellt.

Was mir jedoch etwas gefehlt hat, war die emotionale Tiefe. Obwohl das Thema sehr berührend ist, blieben mir die Figuren oft zu fern. Ich hätte gern noch mehr über ihre inneren Konflikte, Wünsche und Verletzungen erfahren. Vielleicht war der Roman mit seinen knapp 250 Seiten dafür einfach zu kurz. Aber am Ende blieb mir nur der Gedanke, wie viel besser könnten wir es alle haben, wenn wir nicht immer schweigen würden?

Insgesamt ein lesenswerter Roman über das Schweigen in Familien und die Brüche zwischen Generationen – mit viel Potenzial, das an manchen Stellen für meinen Geschmack noch mehr ausgeschöpft werden könnte.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Eine bewegende Reise durch die Geschichte

Im Wind der Freiheit
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Manche Bücher hinterlassen einen bleibenden Eindruck – "Im Wind der Freiheit" gehört definitiv dazu. Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht und habe mich mit ...

Manche Bücher hinterlassen einen bleibenden Eindruck – "Im Wind der Freiheit" gehört definitiv dazu. Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht und habe mich mit den Figuren auf eine fesselnde Reise begeben.

Da ist zum einen Louise Otto, eine angehende Schriftstellerin aus gutem Hause. Und Susanne Grabasch, aus der Arbeiterschicht, die versucht, zusammen mit ihrer Mutter einfach nur zu überleben. Die beiden unterschiedlichen Frauen treffen immer wieder aufeinander und es ist interessant die Entwicklungen der beiden Frauen zu verfolgen. In den Wirren der 1848/ 49er Jahre wird ihre Beziehung zueinander immer wieder auf die Probe gestellt.

Die Autorin versteht es, historische Ereignisse mit einer fesselnden Erzählweise zu verbinden. Ihre Sprache ist eindrucksvoll und lebendig, sodass ich das Gefühl hatte, die Schauplätze und Ereignisse direkt mitzuerleben. Auch, das neben Lousie Otto viele andere historische Persönlichkeiten auftauchen, macht das buch sehr interessant und bringt einem die damaligen Ereignisse sehr viel näher.

Was mir besonders aufgefallen ist, dass das Verständnis von Freiheit der beiden Hauptfiguren, immer wieder gegenüber gestellt wird. Während Louise Otto von politischer Freiheit träumt, hat Susanne ganz andere, praktische Forderungen.
Dieser Konflikt stellt die Freundschaft der beiden Frauen immer wieder auf die Probe und hält die Geschichte lebendig.

Fazit: Ein eindrucksvoller, bewegender Roman, der nicht nur fesselt, sondern auch inspiriert. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die starke Frauencharaktere und tiefgehende Geschichten lieben!


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Veröffentlicht am 14.03.2025

Skuriler cosy Crime, lesenswert

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Benjamin Stevensons „Jeder im Zug ist verdächtig“ ist ein humorvoller, clever konstruierter Krimi, der mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten hat. Ernest Cunningham kehrt als Erzähler zurück, ...

Benjamin Stevensons „Jeder im Zug ist verdächtig“ ist ein humorvoller, clever konstruierter Krimi, der mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten hat. Ernest Cunningham kehrt als Erzähler zurück, und schon sein selbstironischer Erzählstil macht das Buch zu einem besonderen Erlebnis. Dabei wird der Leser immer mit einbezogen.

Worum geht es genau?

Ein Krimifestival in einem Zug quer durchs australische Outback – und mit dabei, Ernst Cunningham und eine Ansammlung von weiteren Krimiautoren. Ernest hat bisher einen Krimi veröffentlicht und nun warten Verlegerin und Freundin auf Band 2. Allerdings fehlt Ernest die Kreativität. Er kann nur über Dinge schreiben, die er selbst erlebt hat. Zu seinem Glück lassen die ersten Leichen nicht lange auf sich warten. Und Ernest und seine Schriftstellerkollegen fühlen sich berufen, den Fall aufzuklären. Aber handelt es sich überhaupt um Mord?

Stevenson spielt gekonnt mit klassischen Whodunit-Elementen, bricht sie aber immer wieder humorvoll auf. Besonders gelungen fand ich die skurrilen Autorencharaktere, die mit ihren überspitzten Eigenheiten für einige Lacher sorgen.

Die Geschichte ist nicht unbedingt der spannendste Krimi aller Zeiten, aber genau das macht den Charme aus. Es geht weniger um düstere Ermittlungsarbeit als um witzige Dialoge, schräge Situationen und geniale Wendungen. Sogar überraschende Actionszenen werden mit eingebaut.
Fazit: Wer Cosy Crime mit einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie mag, wird mit diesem Buch eine fantastische Zeit haben. Für mich ein echtes Lesevergnügen mit vielen Momenten zum Schmunzeln und Rätseln!


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