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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2026

Starker vierter Teil

Salute - Das letzte Foto
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Für mich ist „Salute – Das letzte Foto“ bisher der beste Band der Reihe. Vielleicht liegt es daran, dass man die Figuren inzwischen richtig gut kennt und sie einem immer mehr ans Herz wachsen. Besonders ...

Für mich ist „Salute – Das letzte Foto“ bisher der beste Band der Reihe. Vielleicht liegt es daran, dass man die Figuren inzwischen richtig gut kennt und sie einem immer mehr ans Herz wachsen. Besonders Commissario Lanza wird mir von Buch zu Buch sympathischer, und auch die Zusammenarbeit beziehungsweise Bekanntschaft zwischen ihm und dem ehemaligen Münchner Kommissar Zeitler entwickelt sich richtig gut.
Zeitler stolpert natürlich wieder eher "zufällig" in den nächsten Fall des Commissario Lanza hinein und pfuscht ihm dabei auf seine ganz eigene Art ins Handwerk. Der Kriminalfall ist spannend aufgebaut, wird aber immer wieder durch den leichten Humor aufgelockert. Bis zum Schluss bleibt es spannend, denn es werden einige Fährten gelegt, wer den alten Fotografen Spina denn nun von dem Felsvorsprung gestoßen haben könnte. Das Ende und das Motiv sind aber wieder schlüssig. Dazu kommt das italienische Lebensgefühl am wunderschönen Gardasee, das beim Lesen sofort Urlaubsstimmung aufkommen lässt.
Es macht einfach Spaß, die bekannten Charaktere wiederzutreffen und sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Eine gelungene Mischung aus spannendem Krimi, sympathischen Figuren, einer Prise Humor und italienischer Lebensfreude. Klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Beklemmendes Szenario

Ins fahle Herz des Sommers
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Das Buch hat mich nach dem Lesen, besser gesagt dem Hören, betreten zurückgelassen. Diese Dystopie von Andreas Eschbach wirkt noch lange nach.
Erzählt wird die Geschichte einer Zukunft, in der die Hitze ...

Das Buch hat mich nach dem Lesen, besser gesagt dem Hören, betreten zurückgelassen. Diese Dystopie von Andreas Eschbach wirkt noch lange nach.
Erzählt wird die Geschichte einer Zukunft, in der die Hitze gnadenlos zuschlägt. Europas Süden ist nicht mehr bewohnbar. Wer konnte, hat sich in den Norden zurückgezogen. Und doch gibt es ein paar vereinzelte Menschen, die versuchen, sich in dieser Situation zurechtzufinden. Erzählt wird die Geschichte von Fausto, der irgendwo in Frankreich versucht, unter den gegebenen Bedingungen sein karges Leben zu führen. Nur wenige Menschen leben mit ihm in dem Ort. Eine alte Dame, ein Pfarrer und eine Bauernfamilie sind seine nächsten Nachbarn. Und auf einmal taucht Valerie auf. Eine junge Frau, der die Hitze nichts auszumachen scheint, und sich auch sonst sehr merkwürdig verhält. Trotz allem kommen die beiden sich näher.
In dieser Geschichte gibt es nicht viel Action, als wollte man die Trägheit, die die Hitze mitbringt, dadurch darstellen. Es geschieht nicht viel, es wird mehr Wert auf die zwischenmenschlichen Dinge gelegt. Wie gehen Menschen miteinander um, wenn Ressourcen knapp sind, und wie sichert man sein Überleben?
Die düstere Atmosphäre, die sich durch die Geschichte zieht, lässt einen bis zum Ende nicht los. Und trotzdem hatte ich nach Abschließen des Buches ein unbefriedigendes Gefühl. Es gibt so einige Fragen, die einfach offenbleiben, etwas mehr Tiefgang hätte der Geschichte gutgetan. Ich hatte am Ende ein wenig das Gefühl, dass ich nicht genau sagen kann, was der Autor mit der Geschichte eigentlich erzählen wollte. Auch das in meinen Augen abrupte Ende, trägt zu diesem Eindruck bei.
So bleibt bei mir ein gemischter Eindruck zurück. Einerseits war die Geschichte durch ihre düstere Atmosphäre fesselnd, hier möchte ich den Sprecher Matthias Köberlin auch positiv erwähnen, andererseits hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt, um das Ganze rund zu machen.




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Veröffentlicht am 26.04.2026

Meeresdunkel (k)ein Thriller

Meeresdunkel
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Ich muss sagen, dass dieses Buch bisher die größte Enttäuschung in diesem Jahr für mich ist. Der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen, aber eigentlich ist es nur ein Familiendrama, bei ...

Ich muss sagen, dass dieses Buch bisher die größte Enttäuschung in diesem Jahr für mich ist. Der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen, aber eigentlich ist es nur ein Familiendrama, bei dem es unglücklicherweise zu einem Mordfall kam. Und bis zum Schluss ist eigentlich nicht klar, warum das Opfer sterben musste.
Das ist aber nicht die einzige Frage, die sich in diesem Roman stellt und die ungelöst bleibt. Die ganze Geschichte ist von Anfang an fragwürdig. Gut, dass die zwei Familien durch eine Doppelbuchung in dem Ferienhaus landen, ist die Grundlage der Geschichte. Aber spätestens am nächsten Tag würde ich doch ein Haus verlassen, in das es hineinregnet, das muffig riecht, vor allem, wenn ich mit Kindern unterwegs bin. Aber das ist nur die erste, von vielen unlogischen Handlungen. Es werden einige Handlungsstränge begonnen, die nichts zur Geschichte beitragen, außer um den Leser auf die falsche Fährte zu locken, was die Motivation für den Mordfall angeht. Aber dann verlaufen diese im Sand. Ganze Kapitel ziehen sich so dahin. Als es dann (endlich) zu dem Mord kommt, ist man von den Figuren in der Geschichte schon so genervt, dass einen ihr merkwürdiges Verhalten auf den Todesfall auch nicht mehr wundert.
Auch die Auflösung des ganzen macht die Geschichte nicht besser. Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil man ja doch wissen will, was sich der Autor dabei gedacht hat, aber man bleibt kopfschüttelnd und verwundert zurück. Klar, bei einem „Thriller“ gibt es immer wieder Dinge, die vielleicht nicht ganz logisch sind, aber in einem gut geschriebenen Buch, nimmt man das hin. In diesem Fall endet das Buch so fragwürdig, wie es begonnen hat. Ich kann leider keine Empfehlung für das Buch aussprechen, selbst wenn man es als Familiendrama deklariert, statt als Thriller. Die Idee der Geschichte ist gut, aber die Umsetzung gefällt mir leider gar nicht.

Ich habe das Buch in einer Leserunde bei lovelybooks gelesen und kann sagen, dass die überwiegende Mehrheit meine Meing teilt.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Tolle Mischung aus Krimi, Mystisk, Historie

Götzenkammern
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Wieder hat mich eine Geschichte von Sabine Lettau in den Bann gezogen. Aus einem gemütlichen Leseabend ist eine spannende Reise nach Wilsdruff geworden. Und nebenbei ist sogar mein Tee kalt geworden, weil ...

Wieder hat mich eine Geschichte von Sabine Lettau in den Bann gezogen. Aus einem gemütlichen Leseabend ist eine spannende Reise nach Wilsdruff geworden. Und nebenbei ist sogar mein Tee kalt geworden, weil mich das Buch von der ersten Seite an so gefesselt hat.
Die Geschichte beginnt mit Maxi und ihrer Mutter, die frisch in den Ort Wilsdruff, in ein Haus nahe des Friedhofs gezogen sind. Maxi ist todunglücklich, denn es ist nicht der erste Umzug, in ihrem Leben. Sie fühlt, dass ihre Mutter auf der Suche ist, sie verrät ihr aber nicht, wonach genau. Dann beobachtet Maxi einen Unbekannten nachts auf dem Friedhof und ihre Neugier ist geweckt. Was geht in diesem kleinen Städtchen eigentlich vor sich? Zusammen mit ihrem neuen Freund Ben macht sich Maxi auf, das Rätsel zu lösen, dabei bringen sie so nach und nach einiges Verborgenes ans Licht.
Das Buch hat mich wieder restlos begeistert: eine Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, etwas Mystik und Rätselhaftes und ein bisschen Krimi. Und vor allem echte Figuren. Kein Helden, sondern Menschen mit Geschichte, Zweifeln aber auch Neugier und Freude. So wie Menschen eben sind. Besonders deutlich wurde das für mich in den Szenen, wo Maxi und ihre Mutter, bei Cappuccino auf dem Sofa sitzend, ihr Freude und ihren Ärger teilen. Das fühlte sich immer so natürlich an. Und dann ging es doch wieder spannend und mystisch weiter.
Ich warte jetzt sehnsüchtig auf Band 2, um endlich weiter in die Geschichte um Wilsdruff und ihre Legenden eintauchen zu können

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Spannender Umwelt-Thriller, der wahrscheinlich sehr Nahe an der Realität spielt

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Eden -wenn das Sterben beginnt, hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt. Auch wenn die ersten Kapitel sehr kurz und durch die verschiedenen Perspektiven der Charaktere etwas ruckartig zu lesen ...

Eden -wenn das Sterben beginnt, hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt. Auch wenn die ersten Kapitel sehr kurz und durch die verschiedenen Perspektiven der Charaktere etwas ruckartig zu lesen waren. Irgendwann war ich dann voll drin in der Geschichte und hätte das Buch gerne gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Wer „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie der Roman gestrickt ist, und ich denke, wer den ersten Roman von dem Autor mochte, wird „Eden genauso spannend finden. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Protagonist Piero Manzano aus „Blackout“ in diesem Buch wieder eine tragende Rolle spielt.
Diesmal ist das Thema aber der Klimawandel und wie viele kleine Veränderungen der Umwelt in eine Katastrophe münden können.
Dabei verknüpft Marc Elsberg die Themen KI, Umwelt, Politik und Wirtschaft zu einer interessanten Gemengelage und erklärt auch komplizierte Zusammenhänge so, dass man es als Außenstehender und Nichtexperte gut verstehen und nachvollziehen kann.
Nichtnachvollziehen kann man beim Lesen dabei einige Handlungen der Charaktere, die sich sehenden Auges von einer Fehlentscheidung zur anderen hangeln. Nur um vielleicht wiedergewählt zu werden oder noch mehr Profit zu machen. Mit Spannung verfolgt man aber die Entwicklung des Influencers Linus, der sich von einem Spaß Content Creator zu einem Umwelt-Influencer wandelt und zusammen mit der Meeresbiologin Sarah damit ins Visier von einigen mächtigen Wirtschaftsbossen gerät.
Manchmal, vor allem im letzten Drittel des Buches hatte ich beim Lesen schon das Gefühl, dass es mit den ganzen schlimmen Entwicklungen etwas überhandnimmt, aber andererseits ist dieses Buch ja ein Umwelt-Thriller und ist dann eben auch etwas zugespitzt. Nichtsdestotrotz denke ich, dass der Autor schon sehr dicht an der Wahrheit schrammt mit seiner Geschichte und das ist es, was einem beim Lesen auch so fesselt. Diese Ungerechtigkeit und das Gefühl, dass es immer nur um Profit und nie um das Wohl der Menschen geht. Es hat ein bisschen was von „Game of Thrones“ wo man auch immer nicht glauben konnte, dass die „Guten“ den „Bösen“ ständig unterlegen sind. Mein letzter Gedanke, als ich das Buch fertiggelesen hatte, war, dass eigentlich jeder der dieses Buch gelesen hat zum Umweltaktivisten werden müsste, denn es hinterlässt schon einen gewissen Eindruck.
Normalerweise spreche ich Leseempfehlungen ja immer für Fans bestimmter Kategorien aus, aber ich denke, „Eden“ sollte jeder einmal gelesen haben. Denn es zeigt auf, was mit unserer schönen Erde passieren könnte, wenn wir alle einfach so weiter machen, und vielleicht regt es so manchen an, sich mehr Gedanken über die Umwelt zu machen.

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