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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2025

Tolle Charaktere

Very Bad Widows
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Wer kennt sie nicht die Damen von „Desperate Housewifes“ und wer sie mag, der ist mit diesem schwarzhumorigen und schrägen Krimi auch genau richtig. „Very Bad Widows“ ist ein ungewöhnlicher Mix aus Krimi ...

Wer kennt sie nicht die Damen von „Desperate Housewifes“ und wer sie mag, der ist mit diesem schwarzhumorigen und schrägen Krimi auch genau richtig. „Very Bad Widows“ ist ein ungewöhnlicher Mix aus Krimi und schwarzer Komödie. Die drei Hauptfiguren hier Pam, Nancy und Shalisa. Alles Frauen über 60, enttäuscht von ihren Ehen, vom Leben – und bereit, endlich die Kontrolle zu übernehmen. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet: mal verletzlich und manchmal von Wut getrieben. Wir begleiten diese starke Frauen intensiv bei ihren Emotionen und Machenschaften. Doch sie haben ihre Rechnung ohne ihre Ehemänner gemacht…. Ziemlich rasant schwankt das Setting sowie die geschmiedeten Pläne zwischen der harmoniebedürftigen Nachbarschaftsgegend und dem doch knallharten Mordkomplott. Manchmal überschlagen sich die Ereignisse und es wird zum Teil übertrieben ausgeschweift. Mit einem strafferen Mittelteil hätte die Story auch auf rund 400 Seiten erzählt werden können. Der Schreibstil, die Covergestaltung sowie der farbig knalle Buchschnitt machen das Buch zu einem optisch ansprechenden Eyecatcher. „Very Bad Widows“ ist ein Cosy-Krimi mit unterschiedlichen Charakteren und jede Menge schrägen Humor, für mich zwar nicht perfekt aber definitiv unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

... für so zwischendurch!

In tiefster Nacht
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Harlan Coben konnte mich schon mit einigen Titeln überzeugen, deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Titel, der mit seinem düsteren Cover und der verwaisten Schaukel darauf für Neugierde sorgte. Der ...

Harlan Coben konnte mich schon mit einigen Titeln überzeugen, deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Titel, der mit seinem düsteren Cover und der verwaisten Schaukel darauf für Neugierde sorgte. Der Autor hat auch hier wieder einen spannenden, wendungsreichen und leicht lesbaren Plot zu Papier gebracht. Die Story beginnt mit einem dramatischen Rückblick ins Jahr 2003 als in Málaga der junge Sami Kierce blutüberströmt neben einer toten Frau Anna erwacht. Er kann sich an nichts erinnern und wird der Tat verdächtigt. 22 Jahre später ist Sami ein suspendierter Detective in New York, der an einer Abendschule unterrichtet. Eines Abends glaubt er, Anna unter seinen Schüler:innen zu sehen – obwohl sie damals gestorben sein soll. Von da an setzt er alles daran, die Wahrheit über die Nacht in Spanien und seine eigene Vergangenheit herauszufinden. Ich fand den Einstieg sehr gelungen, und der Wechsel zwischen den Zeitebenen sorgt für Spannung und Fesselung. Auch die Figur Sami ist interessant, weil er kein typischer Held ist, sondern ein Mann, der seelisch zerrissen ist, weil ihn Schuld und traumatische Erlebnisse quälen. Die Kapitel sind kurz, viele enden mit einem kleinen Cliffhanger. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart bleibt die Spannung konstant hoch. Dieser Aufbau motiviert zum Weiterlesen – selbst wenn man spürt, dass manche Entwicklungen recht konstruiert wirken. Allerdings konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Desöfteren zogen sich die Ereignisse in die Länge und einige Wendungen wirkten für mich zu konstruiert. Nebenfiguren blieben zum Teil auch blass, und das Tempo, das anfangs gut funktionierte, wirkte später etwas gehetzt. „In tiefster Nacht“ ind ein unterhaltsamer Thriller für zwischendurch mit einer spannenden Grundidee, aber ohne bleibenden Eindruck, deshalb gebe ich diesmal nur für 3 Rezi-Ladybug‘s.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Schöner warmherziger Roman!

Das Versprechen eines Sommertags
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"Das Versprechen eines Sommertages" von Elena Sonnberg ist mein erster Roman der Autorin und sie erzählt feinfühlig über die unvergessene Liebe der Hauptprotagonistin Isabelle. Sowohl die bildliche als ...

"Das Versprechen eines Sommertages" von Elena Sonnberg ist mein erster Roman der Autorin und sie erzählt feinfühlig über die unvergessene Liebe der Hauptprotagonistin Isabelle. Sowohl die bildliche als auch charakterliche Darstellung der Charaktere sowie des Settings fand ich durchweg authentisch, greifbar und in ihren Gefühlen und Konflikten sehr nachvollziehbar. Die sommerliche Kulisse Mallorca ist atmosphärisch und passend zur jetzigen Jahreszeit. Ich las diese Story während meines Strandurlaubes in Italien und hatte das Gefühl, direkt auf der Insel vor Ort zu sein. Ich hätte mir allerdings mehr Tiefe bei Isabelles Lovestory mit Ben gewünscht, denn ein bisschen mehr Romanze hätte dem gesamten Buch gut getan. Dennoch, ein wunderschöner, emotionaler Roman, der aufgrund einer sympathischen Isabelle einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Düstere Stimmung!

15 Sekunden
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„Fünfzehn Sekunden“ ist der Auftakt der Wase-Rahimi-Reihe und gleichzeitig auch das Debüt der Autorin Chris Warnat, die zuletzt als Gerichtsreporterin arbeitete und auch seit Jahren einen Podcast betreibt. ...

„Fünfzehn Sekunden“ ist der Auftakt der Wase-Rahimi-Reihe und gleichzeitig auch das Debüt der Autorin Chris Warnat, die zuletzt als Gerichtsreporterin arbeitete und auch seit Jahren einen Podcast betreibt. Das ansprechende Klappentext und das geheimnisvolle Cover haben mich neugierig gemacht.
Von Beginn an ist ein düstere Stimmung gegeben, denn Farah wählt als den Heimweg eine kaum befahrene Straße und erwischt dabei einen aus dem Wald stürzenden Mann. Der Körper zerschlägt die Windschutzscheibe und Farahs Herz scheint auch einen Augenblick stillzustehen. Ehe sie sich versieht, richtet das Opfer sich wieder auf und läuft einfach weiter. Benommen und mutterseelenallein trifft Farah eine folgenschwere Entscheidung. Und ahnt dabei nicht, dass eine weitere Gestalt durch die Dunkelheit streift. Dieser nervenaufreibende Beginn lies leider rasch nach und die Story zog sich zäh in die Länge. Der Fokus wurde „nur“ noch auf die Ermittlungsarbeit legt. Für mich als Leser fehlte leider hier der Thrill, die Psychoeffekte des Täters sowie die unerwartenden Twists. Leider hatte ich auch das Gefühl von zu vielen Charakteren umgeben zu sein und verlor des Öfteren den Überblick. Definitiv ist hier noch viel Luft nach Oben und Chris Warnat kann sich in Band II noch mächtig steigern.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Leider nicht meins

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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Mit „Code Kill“ erhalten wir hier einen Thriller, der mit seinen knalliger Covergestaltung und dem Farbschnitt ins Auge sticht. Der Klappentext klang vielversprechend und so machte ich mich gespannt an ...

Mit „Code Kill“ erhalten wir hier einen Thriller, der mit seinen knalliger Covergestaltung und dem Farbschnitt ins Auge sticht. Der Klappentext klang vielversprechend und so machte ich mich gespannt an diese Lektüre. Auf einer kleinen Insel liegt das neue Hotel „Seewind Manor“ zu dessen Eröffnungsfeier Manager Maximilian Ryf Manager fünf Gäste eingeladen hat. Schon bei der Ankunft auf der Insel tobt ein ungewöhnlich schwerer Sturm, der es den Gästen und Angestellten unmöglich macht, die sicheren Hotelmauern zu verlassen. Nach kurzer Zeit reihen sich merkwürdige Ereignisse aneinander und eine Mitarbeiterin wird brutal ermordet in ihrer Angestelltenunterkunft aufgefunden. Auf ihrer Tür wurde eine klare Botschaft hinterlassen: »Nummer1« Wer schafft es zu fliehen, und für wen heißt es GAME OVER?!.
Hinter „Code Kill“ steckt eine spannende Idee, die allerdings an der Umsetzung scheiterte. Anstatt mal etwas Neues und Außergewöhnliches einzubringen, wirkte die Story kopiert. Es gibt schon genügend Titel, welche als Setting ein Hotel auf einer kleinen oder abgelegenen Insel, die aufgrund eines Unwetters abgeschottet wurden und ein „Killer“ sein Unwesen treibt als „Plot“ gewählt haben. Dennoch gab ich den etwa 360 Seiten eine Chance und machte mich ans Lesen. Der Schreibstil ist flüssig und auch die Kapitel kurz gehalten, was für einen schnellen Lesefluss sorgte. Allerdings waren die Protagonisten schwach und eher blass dargestellt und auch dem Setting fehlte die atmosphärische Stimmung. Statt der mir wünschenden Spannungsmomente sorgten überzogene Gewalt und deplatzierte Szenen für Kopfschütteln. Manche Wendungen und Handlungen der Protagonisten waren für mich überzogen und unlogisch , deshalb konnte mich am Ende dieser Thriller auch nicht überzeugen.

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