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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2021

Solider Krimi

Mord am Strandweg
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Bei diesem Kriminalroman begleiten wir einen Protagonisten, der sich als Seelsorger ausgibt, um bei dem Mordfall in der Nachbarschaft die Kripo Hamburg zu unterstützen. Etwas kurios, aber auch aus dessen ...

Bei diesem Kriminalroman begleiten wir einen Protagonisten, der sich als Seelsorger ausgibt, um bei dem Mordfall in der Nachbarschaft die Kripo Hamburg zu unterstützen. Etwas kurios, aber auch aus dessen Sicht wird dieser Fall erzählt. Er hat den Drang alles und jeden zu beobachten und entsprechend Aufzeichnungen vorzunehmen und so war ihm klar, er muss hier seinen detektivischen Spürsinn in den Fall einbringen. Die kleine Elisa wurde in der elterlichen Wohnung an Heiligabend getötet. Die Zwölfjährige wurde mit einem Kopfkissen in ihrem Bett erstickt. Die Verdächtigen sind vor allem die Eltern, die Patentante und die beiden Geschwister sowie ein befreundetes Ehepaar mit ihrem Sohn, Angestellte des Catering-Services und dem Kindermädchen. Doch dann gibt es noch diesen Bettler, der plötzlich vor der Tür steht. Erinnernd an Agatha Christie kombiniert der „falsche“ Seelsorger durch sein Geschick und anhand der vorhandenen Spuren. Doch kann er rechtzeitig den Mörder überführen?

Doch eher unvorstellbar, dass ein sozusagen fremder Mensch bei einem Tatort so einfach erscheinen kann und niemand der Kriminalbeamten dies je anzweifelt. Egal, dies darf hier nicht hinterfragt werden, denn der Krimi liest sich ansonsten wirklich leicht und macht sich durch die humorvollen Passagen wirklich lesenswert.
Leider lies bei mir die große Begeisterung ab etwa der Hälfte nach und die Story verlor deutlich an Spannung.

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein solider Kriminalroman, der allerdings mit dem Spannungsabfall und dem etwas „langweiligen“ Ende doch noch an Bewertung verlor. Von mir gibt es 3 Sterne

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Spannendes Debüt

Ich habe dich im Auge
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Bei diesem Thriller ist mir gleich das clever durchdachte Cover aufgefallen. Auf den ersten Blick sieht man "nur" ein Auge, doch bei näherem Betrachten erkennt man eine junge Frau in der Pupille stehend. ...

Bei diesem Thriller ist mir gleich das clever durchdachte Cover aufgefallen. Auf den ersten Blick sieht man "nur" ein Auge, doch bei näherem Betrachten erkennt man eine junge Frau in der Pupille stehend. Deutlich und klar dargestellt zeigt sich hier für mich die Hauptprotagonist Alessa, die von ihrem Peiniger „im Auge“ ist.
Und dieses Stalking-Thema ist auch der Plot dieses Thrillers. Die attraktive Alessa spürt ständig diese „Beobachtungen“ und Angst bestimmt nun ihren Alltag. Doch dieses Gefühl ist nicht alles, denn sie wird auch regelmäßig mit Drohbriefen belästigt. Das Gefühl von Verrücktwerden zeigt sich auch in ihrem Beruf und nachdem durch einen unerklärlichen Vorfall fast ein dicker Auftrag durch die Lappen geht, nimmt sie sich eine kleine Auszeit. Im Fitnessstudio lernt sie den attraktiven Finn kennen, der sie auch vor einem Übergriff rettet. Doch trotz der Anzeige bei der Polizei, bleibt die Angst vor einem weiteren Angriff. Neben Finn erhält sie auch Untersützung von ihrer engen Freundin Fiona und Kollegin Noemi. Doch wem kann Alessa wirklich vertrauen? Zweifel kommen auf, denn manchmal ist der Feind näher als man denkt…..

Der Schreibstil der Autorin ließ mich die Seiten regelrecht verschlingen, flüssig und leicht verständlich in kurzen Kapitel geschrieben. Ich hatte auch von den Charakteren eine klare Vorstellung und schon direkt zu Beginn entsprechend Sympathien geschlossen. Alessas Ängste und Gefahren konnte man voll nachvollziehen und so fühlte ich mich des Öfteren mitten im Geschehen zu sein.
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Gut aus erarbeitet und geschickt hat die Autorin den Fokus auf unterschiedlich mögliche Täter gelenkt und am Ende mit einem spannenden Finale aufgelöst.

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Beginn einer neuen Trilogie

Der kalte Glanz der Newa
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Dies ist der erste Fall für Leutnant Revol Rossel und spielt sich in der Nachkriegszeit im kalten Lenningrad und zwar im Jahr 1951. Zwischen drei Bahngleisen werden grausam verstümmelte Leichen wie Notenlinien ...

Dies ist der erste Fall für Leutnant Revol Rossel und spielt sich in der Nachkriegszeit im kalten Lenningrad und zwar im Jahr 1951. Zwischen drei Bahngleisen werden grausam verstümmelte Leichen wie Notenlinien aufgebahrt. Dieser Anblick ist selbst für hartgesottenen Polizisten nicht zu ertragen und erschüttern die Beamten zutiefst. Leutnant Rossel ermittelt in diesem Fall und muss sich während den Recherchen mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontieren. Denn jeder hat schon einen Fehler gemacht, doch manchmal waren sie tödlich…….

Direkt zu Beginn wird man als Leser mit dem grausigen Anblick des Tatorts konfrontiert. Die Schreibstil und die bildlichen Darstellung lassen einen direkt das Kopfkino einschalten. Auch die „kalte“ düstere Atmosphäre des eisigen Russlands ist sofort präsent, sodass ich gerne nach einer warmen Decke griff.

Der Lesefluss kam bei mir allerdings nicht so auf, denn ich hatte große Schwierigkeiten mit den vielen russischen sehr schwierig auszusprechenden Namen und verlor doch des Öfteren den Überblick.

𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein brutaler Fall aus dem „eisigen“ Russland, welches dem Leser höchste Konzentration fordert.
Wer sehr gerne anspruchsvolle Thriller liest, ist bei diesem Beginn der Leningrad-Trilogie genau richtig.
Für mich war es etwas zu anstrengend. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Guter Auftakt einer neuen Ermittler-Reihe

Tiefschwarze Schuld
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In diesem Thriller geht es um die Ex-Polizistin Corinna Dupont, die aufgrund ihres messerscharfen Verstandes und dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn mit dem Auftrag der Wahrheitsfindung im Selbstmordfall ...

In diesem Thriller geht es um die Ex-Polizistin Corinna Dupont, die aufgrund ihres messerscharfen Verstandes und dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn mit dem Auftrag der Wahrheitsfindung im Selbstmordfall eines angesehenen Chefarztes von seiner Frau beauftragt wird.
Ebenso begeht auch ein Gerichtsvollzieher Selbstmord und die beiden Freitode hängen scheinbar zusammen. Corinna’s Ermittlungen führen in die dunklen Ecken des Ruhrgebietes und bringen immer mehr schreckliche Dinge und Machenschaften bishin zu Verstrickungen in die höchsten Ebenen ans Licht. Dabei wird Corinna auch mit den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und gerät dabei in große Gefahr…..
Der Prolog bringt den Leser direkt in das Geschehen von Kindesmisshandlungen und der damit verbundenen Konfrontation von Erpressung eines Täters bis hin zu seinem Freitod.
Somit ist man direkt im Sog dieses Plots, der einen auch so schnell nicht mehr loslässt. Wir erfahren immer wieder in Rückblicken Details zum Fall „Lilly“, der als weiterer Handlungsstrang hier in die Story eingebracht wird. Hier erhält man Informationen zu den Hauptprotagonistin Corinna Dupont, als Polizistin im Einsatz. Sie hat so ihre Eigenarten wirkt aber dennoch sehr nahbar und sympathisch. Neben den Kindesmisshandlungen kommen auch Misshandlungen in Pflegeheimen oder rachsüchtige Psychopaten ins Spiel und dies macht das Buch wirklich sehr vielfältig und fesselnd.
Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel. Der Schreibstil ist flüssig und schnell lesbar. Gekonnt bringt der Autor mit einer großen Portion Spannung und guten Tempo die Handlungsstränge zusammen und überrascht am Ende mit unerwartenden Wendungen.
Mein Fazit:
„Tiefschwarze Schuld“ ist der Auftakt der Corinna-Dupont-Reihe und lässt nach diesem Auftakt auf weitere spannende Bände hoffen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.10.2021

Konnte mich nicht überzeugen

Das Glashotel
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Vincents ist eine der Hauptcharaktere in diesem Roman und ihr junges Leben ist geprägt von Unterwegsein. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter verlässt sie schon bald ihre Heimat und wächst bei ihrer Tante ...

Vincents ist eine der Hauptcharaktere in diesem Roman und ihr junges Leben ist geprägt von Unterwegsein. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter verlässt sie schon bald ihre Heimat und wächst bei ihrer Tante in Toronto auf. Als dann auch der Vater stirbt kehrt sie zurück ins Hotel und beginnt dort als Barkeeperin zu arbeiten. Dort lernt sie den Investor Jonathan kennen und folgt ihm schnell an die Ostküste der USA und „spielt“ seine Ehefrau. Jonathan ist aber ein knallharter Geschäftsmann und hat ein System aufgebaut, in dem er seine Kunden betrügt. Als dann die Finanzkrise zuschlägt, steht Jonathan vor dem Nichts und seine Verbrechen werden aufgedeckt. Er wird verurteilt und muss ins Gefängnis und ein weiteres Mal wird Vincents Leben in unvorhergesehene Fahrwasser gelenkt…….



Der Inhalt dieses Romans ist allerdings sehr umfangreicher, den man in kurzen Worten gar nicht zusammenfassen kann. Das wäre auch noch Paul, der Halbbruder von Vincent, die jedoch sehr früh voneinander getrennt wurden. Dann noch die Charaktere Walter, Leon oder Olivia und viele weitere Randfiguren, die alle zu dieser Geschichte beitragen.

Aufgrund der vielen Geschichten fragt man sich als Leser stets, wie passen diese alle zusammen und so langsam fügen sich die Puzzleteile zum einen Ganzen zusammen.



Der Titel „Das Glashotel“ passt für mich nicht ganz zur Story, denn dieses Hotel zeigt sich eher wenig als Schauplatz des Romans. Der Schreibstil ist klar und die Geschichte lässt sich flüssig lesen, allerdings fehlte mir es an Tiefe und ich konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen. Ich kam erst sehr spät in die Story rein und musste mit Notizen arbeiten, um die Zusammenhänge zu verstehen.



Für mich persönlich gab es zu viele Darsteller und ebenso viele Themen, die in dieser Geschichte vorkamen. Somit wurde es anstrengend und keine Lesevergnügen.



Mein Fazit: Ein Roman, der von Unabhängigkeit, Selbstfindung und Wandlungsfähigkeit erzählt, der mich allerdings nicht überzeugen konnte.

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