Zwischendurch etwas langatmig
Die Fremden - Nimm niemanden mit„Die Fremden“ ist mittlerweile mein vierter Titel des Autors. Das Cover zeigt einen Außenspiegel eines Autos und bezieht sich somit stimmig auf den Plot. Die 440 starke Klappbroschühre ist ein Thriller, ...
„Die Fremden“ ist mittlerweile mein vierter Titel des Autors. Das Cover zeigt einen Außenspiegel eines Autos und bezieht sich somit stimmig auf den Plot. Die 440 starke Klappbroschühre ist ein Thriller, der größtenteils während einer einzigen Autofahrt spielt: Abi und Ben fahren nachts nach einem Wochenende in Cornwall nach Hause. Auf einer nebligen Landstraße begegnen sie zuerst plötzlich einem Mann und später auf ein liegen gebliebenes Auto einer jungen Frau mit Babyschale im Arm, die scheinbar eine Panne hat. Den zuvor gesehenen Mann und seine Familie können sie nicht hilflos in der nebligen und kalten Nacht stehen lassen und nehmen sie deshalb als Mitfahrer mit. Eine Entscheidung, die sich schnell als großer Fehler herausstellt.
Von Beginn an erleben wir einen düstere Atmosphäre: Dunkelheit, Nebel und eine einsame Straße sorgen für das passende und vielversprechende Setting. Der Schreibstil ist flüssig und besonders Abis Gedanken während der Fahrt werden sehr ausführlich beschrieben, wodurch ihre Gefühle und Ängste nachvollziehbar werden und sie als Protagonistin sehr nahbar erscheint. Doch auch ihr Mann oder die Mitfahrer waren alle gut gezeichnet und man hatte eine perfekte Vorstellung von ihnen. Die Geschichte fing sehr gut an , doch schon nach kurzer Zeit wirkte die Handlung stellenweise etwas in die Länge gezogen. Es gab viele Reaktionen im Laufe der Story, die mir persönlich etwas übertrieben erschienen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Rückblicke über die fremden Mitfahrer. Diese konnten einiges an Spannung erzeugen, denn hier gab es so die ein oder andere Wendung. Zum Ende hin, nahm die Geschichte wieder etwas mehr Fahrt auf und mich zufrieden das Buch beenden.
Insgesamt eine interessante Idee mit einer starken Hauptprotagonistin Abi und einer guten düsteren Stimmung. Etwas weniger Langatmigkeit hätte dem Titel auch nicht geschadet.