Krimiauftakt mit Schwächen
Riot Girl„Riot Girl“ ist der Krimiauftakt rund um die LKA-Ermittlerin Obalski. Sie ermittelt „undercover“ im Münchner Jugendamt und soll heimlich Informationen über eine Gruppierung junger Frauen beschaffen. Denn ...
„Riot Girl“ ist der Krimiauftakt rund um die LKA-Ermittlerin Obalski. Sie ermittelt „undercover“ im Münchner Jugendamt und soll heimlich Informationen über eine Gruppierung junger Frauen beschaffen. Denn eine gefährliche Protestbewegung erschüttert Deutschland mit ihren Aktionen und vor allem deren Gewalt. Während ihren Ermittlungen ruft die Protestbewegung zu einem gefährlichen Countdown auf und Obalski und ihr Team müssen schnell handeln, um die Katastrophe zu verhindern, denn die Zeit läuft unerbittlich gegen sie…. Die Autorin hat mit Obalski eine empathische Kommissarin mit besonderen Fähigkeiten erschaffen, den sie kann Menschen und ihre Verhaltensweisen lesen. Zusammen mit ihrem Team versucht sie die gewaltbereite Jugend zu stoppen. Auf knapp 400 Seiten erleben wir den Plot in zeitlich betitelten und mit einem Countdown versehenen relativ langen Kapitel. Der Schreibstil ist flüssig und bildlich, so dass das Setting sowie die Protagonisten sehr gut vorstellbar sind. Ich hatte allerdings ziemlich Anlaufschwierigkeiten in die Story zu finden da mir die, gerade zu Beginn wichtigen fesselnden Momente fehlten. Die Geschichte plätscherte dann auch so dahin ohne große Sogwirkung bei mir zu erwirken. Susanne Kaiser hat hier moderne gendergerechte Sprache der Jugend mit gesellschaftspolitischen Themen und deren Brisanz gut vereint, konnte mich aber in der Umsetzung nicht überzeugen .