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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2022

Familiengeschichte

Die Frau im veilchenblauen Mantel
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Aufgrund des Klappentextes von 'Die Frau im veilchenblauen Mantel' dachte ich zunächst, dass Jo mit ihrer Flucht in die Vergangenheit aufgrund ihrer möglichen Hirnoperation im Mittelpunkt der Handlung ...

Aufgrund des Klappentextes von 'Die Frau im veilchenblauen Mantel' dachte ich zunächst, dass Jo mit ihrer Flucht in die Vergangenheit aufgrund ihrer möglichen Hirnoperation im Mittelpunkt der Handlung stünde. Irgendwie stimmt das auch, aber irgendwie auch wieder nicht. Natürlich erfahren wir als Leser*innen alles über Jo, ihren Beruf, ihr Umfeld und natürlich auch ihren besten Freund, in den sie sich verliebt hat. Und trotz all dieser Informationen ist es schlussendlich nicht sie bzw. sie nicht allein, die die Geschichte ausmacht. Für mich stand und steht Charlotte im Zentrum, deren Geschichte in Rückblenden immer wieder eingeschoben wird. Diese Einblicke in ihr Leben in den Zwanziger Jahren hat mich tief beeindruckt und bewegt. Sie ist eine unglaublich starke und bewundernswerte Figur, die mich sehr inspiriert und mir imponiert hat. Warum gerade sie thematisiert wird und in welche Beziehung sie zu Jo und ihrer Familie steht, will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Der Schreibstil des Buches war zudem immer sehr leicht zu lesen und ich hatte das Buch im Nu (leider) durch, aber ich würde es jederzeit ein zweites Mal zur Hand nehmen.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Familiengeschichte

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück
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Was mir bei 'Minna Kopf hoch, Schultern zurück' zuerst aufgefallen ist, war die dicke des Buches. Es ist wirklich eine sehr dickes Buch, was mich zunächst etwas erstaunte. Nach den ersten Kapiteln war ...

Was mir bei 'Minna Kopf hoch, Schultern zurück' zuerst aufgefallen ist, war die dicke des Buches. Es ist wirklich eine sehr dickes Buch, was mich zunächst etwas erstaunte. Nach den ersten Kapiteln war aber schnell klar, warum es diesen Umfang besitzt: Es wird wirklich sehr ausfürhlich über eine große Zeitspanne berichtet, sodass viele Einzelheiten und Details ihren Platz gefunden haben. Zusätzlich dazu kommen auch fast alle Hauptfirguren perspektivisch zu Wort. Diese vielen Wechseln der Perspektiven haben mich gerade jedoch am Anfang der Lektüre etwas in meinem Lesefluss gehemmt. Natürlich ist es schön die Gedanken- und Gefühlswelt mehrere Figuren erleben zu können, allerdings waren es mir in diesem Fall schlichtweg etwas zu viele.
Minna oder Mia wie sie sich selbst nennt, war mir von Beginn an sympathisch, auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Besonders ihre Abneigung gegenüber der Politik und ihre Abwechr manche Geschehnisse an sich heranzulassen konnte ich nicht nachempfinden. Vielleicht ist deswegen immer eine gewisse Distanz zwischen ihr, den anderen Figuren und mir als Leserin bestehen geblieben.
Die Familiengeschichte, die hier über viele Seiten erzählt wird, hat wirklich viele Höhen aber mindestens genauso viele Tiefen zu bieten gehabt. Gerade die Abschnitte, die sich mit den Nationalsozialisten beschäftigten, haben mich traurig und niedergeschlagen zuzrückgelassen. Die Lektüre war dadurch nicht immer einfach, wobei ich das Buch trotz dieser schwierigeren Abschnitte nicht aus der Hand legen wollte. Deswegen bin ich auch sehr gespannt auf die nächsten beiden Bände, die die Geschichte mit den nachfolgenden Generationen weitererzählen wird.

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Veröffentlicht am 01.07.2022

Wie ein Highschoolfilm

Falling in love was not the plan
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Bei "Falling in love was not the plan"hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl einen dieser amerikanischen Highschoolfilme vor mir zu haben. Eliza ist begeisterte Redakteurin an ihrer Highschool und ...

Bei "Falling in love was not the plan"hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl einen dieser amerikanischen Highschoolfilme vor mir zu haben. Eliza ist begeisterte Redakteurin an ihrer Highschool und möchte gern zur Chefredakteurin gewählt werden. Sie ist eher der unscheinbare und ernste Typ und als der gut aussehende Sportler Len die Wahl zum Chefredakteur spontan gewinnt, ist das Chaos gewissermaßen schon vorprogrammiert. Einige Elemente waren dadurch von Anfang an etwas vorhersehbar und kamen wenig überraschend. Gut gefallen hat mir, dass die beiden Protagonisten asiatische Wurzeln hatten. Dadurch war der Personenkreis einmal ein anderer. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Feminismus und die Entwicklung Elias haben mir sehr zugesagt. Das Buch las sich locker und leicht und eignet sich prima für ein jugendliches Publikum.
Ich habe mich gut amüsiert, auch wenn vieles wenig überraschend kam.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Sommerbuch

Ein unendlich kurzer Sommer
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Es gibt Bücher, die funktionieren am besten im Sommer. Zu diesen Büchern gehört auch 'Ein unendlich kurzer Sommer', wobei das bei dem Titel natürlich auch nicht verwunderlich ist. Man taucht ein in diese ...

Es gibt Bücher, die funktionieren am besten im Sommer. Zu diesen Büchern gehört auch 'Ein unendlich kurzer Sommer', wobei das bei dem Titel natürlich auch nicht verwunderlich ist. Man taucht ein in diese ganz eigene Welt auf diesem Campingplatz am Ende des Nirgendwos und will ihn am liebsten gar nicht mehr verlassen. Tatsächliche habe ich alle Figuren von Anfang an gemocht und in mein Herz geschlossen. Ich habe mit ihnen mitgelacht, geträumt und auch etwas geweint. Beim Lesen wird man mitgenommen und nicht mehr losgelassen. Auch wenn gar nicht mal so viel passiert, schafft es das Buch einen zu fesseln. Dabei werden irgendwie auch noch alle großen Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe, Gemeinschaft und Tod verhandelt, ohne großen Aufwand. Es passiert einfach, ganz wie im richtigen Leben. 'Ein unendlich kurzer Sommer' erzählt im Grunde vom Leben mit all seinen Besonderheiten, Tücke, Geheimnissen und Wundern.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Entspannungsroman

Fishergirl's Luck
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'Fishergirl's Luck' ist eines dieser Bücher bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Es spielt an der malerischen Küste Schottlands und man kann die frische Seeluft förmlich beim Lesen atmen. ...

'Fishergirl's Luck' ist eines dieser Bücher bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Es spielt an der malerischen Küste Schottlands und man kann die frische Seeluft förmlich beim Lesen atmen. Die Landschaft wird toll geschildert und man fühlt sich wie im Urlaub.

Man begleitet Anna auf ihrem Weg zurück zu sich selbst. Mir hat es unheimlich gut gefallen ihre Entwicklung mit zu verfolgen und zu sehen wie ihre Kochinspiration zurückkehrt. Anna ist eine wirklich begnadete Köchin und mir lief beim Lesen immer wieder das Wasser im Munde zusammen. Ich habe richtig Lust bekommen ebenfalls den Kochlöffel zu schwenken. Darüber hinaus sind die Einwohner des kleines Dorfes sehr herzliche Menschen, mit nur wenigen Ausnahmen. Ich habe alle dort sofort ins Herz geschlossen und war sehr froh, dass Anna direkt Anschluss fand! Ein weiterer riesiger Pluspunkt des Buches ist das Fehlen von unnötigem Drama! Das heißt nicht, dass es keine Spannung gab, die gab es durchaus!
Mir hat die Lektüre rundum gefallen und ich würde sie jederzeit ein weiteres Mal lesen!

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