Platzhalter für Profilbild

Lenna

Lesejury Star
offline

Lenna ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lenna über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Frühlingshaft

Ein Zuhause im Frühling
0

„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes ...

„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes hat. Es ist ein wunderbar lockerer Frühlingsroman, der perfekt zu den ersten frühlingshaften Tagen passt. Besonders gefallen hat mir, wie angenehm leicht sich das Buch lesen lässt. Es ist eine Lektüre, die man wirklich verschlingen kann – einmal angefangen, möchte man gar nicht mehr aufhören. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und genau richtig, um einfach mal abzuschalten.

Ella als Hauptfigur fand ich richtig gelungen. Sie wirkt total real und greifbar, mit ihren Gedanken, Zweifeln und Gefühlen. Ich habe oft mit ihr mitgelitten, aber genauso oft auch mit ihr gelacht. Gerade diese Mischung macht sie so sympathisch und authentisch – man fühlt sich ihr schnell verbunden. Ein echtes Highlight sind die Dialoge zwischen Ella und Devon. Die beiden haben eine tolle Dynamik und liefern sich immer wieder witzige und charmante Wortwechsel. Diese lockeren, humorvollen Gespräche bringen viel Leichtigkeit in die Geschichte und sorgen für einige richtig schöne Lesemomente. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr gelungen. Sie entwickelt sich nachvollziehbar und in einem angenehmen Tempo, sodass alles glaubwürdig wirkt. Es gibt emotionale Momente, kleine Hürden und viele schöne Augenblicke, die dafür sorgen, dass man richtig mitfiebert.

Insgesamt ist es ein Buch, das sich perfekt für entspannte Lesestunden eignet – egal ob auf dem Balkon, im Park oder im Urlaub. Leicht, unterhaltsam und einfach zum Wohlfühlen. Ein rundum gelungener Frühlingsroman, der Spaß macht und ein Lächeln hinterlässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2026

Ein entspannter Krimi

Mord & Breakfast
0

Titel und Buchcovergestaltung bei "Mord & Breakfast - ein Fall für Melody Moss" lassen bereits stark vermuten, dass es bei diesem Krimi eher gemütlicher zugehen wird. Damit spiegeln beide Elemente der ...

Titel und Buchcovergestaltung bei "Mord & Breakfast - ein Fall für Melody Moss" lassen bereits stark vermuten, dass es bei diesem Krimi eher gemütlicher zugehen wird. Damit spiegeln beide Elemente der Buchaußenseite perfekt den Inhalt des Buches wider. Wer also auf der Suche nach einem eher gemütlichen Krimi ist, ist bei diesem Buch an der richtigen Adresse. Melody Moss als Hauptfigur war mir sofort sympathisch und ich hatte großes Mitleid mit ihr, als sie zu Beginn der Geschichte ihren Job verlor. Tatsächlich erwies sich das allerdings als Glücksfall in der Rückschau, da sie so die Zeit hatte das Bed und Breakfast ihrer Tante zu übernehmen. Diese Unterkunft wird wirklich malerisch beschrieben und ich hätte gerne selbst Urlaub dort gemacht. Schottland als Kulisse für diesen Krimi zu wählen, war einfach super passend.
Der Tod ihrer Tante, der sich Dank Melody als Mord herausstellt, ist nicht sehr detailreich beschrieben worden, sodass man keine Angst vor blutigen Szenen haben muss. Auch die Spannung innerhalb des Handlungsverlauf ist eher sachte, was ich jedoch als sehr angenehm empfunden habe. Wer allerdings einen blutrünstigen und spannungsgeladenen Thriller erwartet, ist hier falsch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Buch, das wütend macht!

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
0

Bücher lösen in uns Leserinnen immer etwas aus. Das kann von postiven Gefühlen wie Rührung, Freude, Instpiration bis hin zu negativen Gefühlen wie Enttäuschung, Frust und Langweile reichen. "Witch of Wolves" ...

Bücher lösen in uns Leserinnen immer etwas aus. Das kann von postiven Gefühlen wie Rührung, Freude, Instpiration bis hin zu negativen Gefühlen wie Enttäuschung, Frust und Langweile reichen. "Witch of Wolves" von Kaylee Archer hat vor allem eines in mir ausgelöst - und das war Wut. Das liegt nicht an der Autorin, nicht an ihrer sympathischen und mutigen Hauptfigur, nicht am Schreibstil oder der erdachten Welt. Nein das lag einzig und allein an einigen der männlichen Figuren! Die Geschichte spielt nämlich, anders als ich es zunächst erwartet und vermutet hatte, nicht in der Gegenwart, sondern in irgendeinem vergangenen Jahrhundert. Auch wenn kein genaues Datum genannt wird, wird schnell klar, dass es zu einer Zeit spielt, in der Frauen absolut nichts selbst zu entscheiden und zu bestimmen hatten. Der Umgang mit Cordiela (Hauptfigur) war teilweise wirklich sexistisch und menschenverachtend und hat mich tierisch aufgeregt. Das hat zeitweise für mich leider die eigentliche Handlung überschattet, was sehr schade ist, da ich die ausgedachte Fantasywelt mit ihren magischen Figuren wirklich gelungen und spannend finde. Cordiela als Hauptfigur ist auf jeden Fall gelungen und ich freue mich trotz allem auf den zweiten Band und bin gespannt, welche Hindernisse sie dort bewältigen muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

Kein Zugang zum Werk

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
0

Das Buchcover mit dem gelben Kanarienvogel und der außergewöhnliche Titel hatten meine Neugierde auf den Roman "Es ist hell und draussen dreht sich die Welt" geweckt. Ich hatte mich von Anfang an gefragt, ...

Das Buchcover mit dem gelben Kanarienvogel und der außergewöhnliche Titel hatten meine Neugierde auf den Roman "Es ist hell und draussen dreht sich die Welt" geweckt. Ich hatte mich von Anfang an gefragt, in wie weit dieser Vogel vielleicht eine Rolle spielen mag. Nach dem Lesen des Buches bin ich mir darüber jedoch auch noch nicht zu 100 Prozent im Klaren. Denn ja, der Vogel taucht auf und ja irgendwie steht er symbolisch auch für etwas, aber trotzdem hätte man ihn auch weglassen können.
Man merkt vielleicht jetzt schon, dass ich keinen richtigen Zugang zu diesem Roman gefunden habe. Der Erzählstil mit seinen zum Teil sehr kurzen Kapiteln und den wechselnden Perspektiven hat mir zwar gefallen, allerdings konnte ich mich keiner der Figuren annähern. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich keine der Figuren sympathisch fand und es wirklich so einige Momente gab, in denen mir die Figuren sogar unsympathisch waren. Die Thematik rund um das Thema Muttersein oder Mutter-werden-wollen ist sicherlich wichtig und sollte vielmehr thematisiert werden, doch dieser Roman hat für mich keinen Zugang dazu gewährt - was vermutlich an der fehlenden Sympathie gegenüber der Figuren lag.
Auch das Ende des Romans hat sich mir nicht erschlossen, was aber insgesamt zu meinen Eindruck passt und für mich keine große Überraschung darstellte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Ein absolutes Highlight

Die Riesinnen
0

Wenn man in den ersten Tagen des neuen Jahres schon ein Jahreshighlight in den Händen hält, ist das etwas ganz besonderes. Mit "Riesinnen" ist Hannah Häffner eine Geschichte gelungen, die mich ab den ersten ...

Wenn man in den ersten Tagen des neuen Jahres schon ein Jahreshighlight in den Händen hält, ist das etwas ganz besonderes. Mit "Riesinnen" ist Hannah Häffner eine Geschichte gelungen, die mich ab den ersten Zeilen nicht mehr losgelassen hat. Sie erzählt in ihrem Roman die Geschichte dreier Frauen, dreier Generationen. Dabei kommt jede von ihnen nacheinander zu Wort, sodass die Hauptfigur oder der Fokus von einer Frau zur anderen wechselt. Auf diese Weise begleitet man im Grunde eine ganze Familie bzw. einen weiblichen Strang davon und erlebt verschiedene Zeiten mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen mitten im Schwarzwald.
Die drei Protagonistinnen Liese (Großmutter), Cora (Mutter und Tochter) und Eva (Tochter und Enkelin) haben mich jede auf ihre eigene Art und Weise beeindruckt und tief berührt. Jede von ihnen hat mit den eigenen Vorstellungen vom Leben und Sein zu kämpfen, ihrem Verhältnis zur Gesellschaft und der Art und Weise wie sie leben möchte. Am Ende findet jede von ihnen jedoch ihren Platz.
Dabei sind die Beziehungen der Frauen untereinander so authentisch, dass ich wirklich häufig dachte, reale Personen vor mir zu haben. Am Ende des Lesens war ich fast schon ergriffen und definitiv traurig, diese Familiengeschichte nicht noch weiter begleiten zu dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere