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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2021

Mörderisch

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Das Buchcover des Thrillers "Der Blutkünstler" lässt durch sein rotes Muster bereits darauf schließen, dass es im Innern des Buches blutig zu gehen wird. Auch der Titel des Thrillers ist definitiv Programm ...

Das Buchcover des Thrillers "Der Blutkünstler" lässt durch sein rotes Muster bereits darauf schließen, dass es im Innern des Buches blutig zu gehen wird. Auch der Titel des Thrillers ist definitiv Programm der Handlung! Im Mittelpunkt der blutrünstigen Handlung steht Tom Bachmann, ein erstklassiger Profiler, der schon in frühen Jahren mit dem Bösen in Kontakt gekommen ist. Er soll dabei helfen den Blutkünstler zu jagen und aus dem Verkehr zu ziehen. Bachmanns Vergangenheit wird dabei immer wieder zum Thema und man taucht tief in seine Kindheitserinnerungen ein. Neben der Perspektive Bachmanns wird unter anderem auch die Sicht des Mörders, des Blutkünstlers, wiedergegeben. Auf diese Weise taucht man unheimlich tief in diese Geschichte ab.
Die Beschreibung der Opfer sind sehr anschaulich beschrieben und definitiv nichts für schwache Nerven! Ich lese gerne und viele Thriller, doch bei einigen dieser Beschreibungen ist mir ehrlich gesagt leicht schlecht geworden. Wer kein Blut sehen/ lesen kann, der ist hier an der falschen Stelle.
Ebenso gut und detailliert beschrieben ist auch das Profiling! Das fand ich super spannend.
Etwas enttäuscht hat mich das letzte Viertel des Buches, da mir hier die Handlung zu schnell abgefrühstückt wurde. Bachmanns Verbindungen zu dem Fall werden erst so groß aufgezogen, um am Ende auf wenigen Seite abgehandelt zu werden. Es ging mir einfach zu schnell am Ende, 100 Seiten mehr hätten hier sicher gut getan. Ich hoffe sehr, dass hier vielleicht ein Folgeband Abhilfe schaffen kann und einige Aspekte und Entwicklungen nochmal aufgreift!

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Mitten aus dem Leben

Nachrichten von Männern
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Was mich als erstes an "Nachrichten von Männern" gefesselt hat, war die silberne Farbe des Buches. Einfach nur schön und ich muss gestehen, es ist mein erstes und einziges Buch in der Farbe. Allein das ...

Was mich als erstes an "Nachrichten von Männern" gefesselt hat, war die silberne Farbe des Buches. Einfach nur schön und ich muss gestehen, es ist mein erstes und einziges Buch in der Farbe. Allein das ist schon ein guter Grund sich dieses Buch anzuschaffen. Aber auch der Titel hat mich aufhorchen lassen und ich war richtig gespannt auf die Lektüre.
Und was soll ich sagen - der Titel hält was er verspricht - es geht wirklich um Nachrichten von Männern. Katja Berlin und Anika Decker haben ihre Erfahrungen im Schreiben mit Männern gebündelt und eine Typologie der verschiedenen Schreiber zusammengestellt. Für jeden Schreib-Typ gibt es passenden Textbeispiele aus Chatverläufen und ein kurzes humoristisches Kapitel das weitere Einzelheiten verrät. Die Texte sind humorvoll und witzig geschrieben, sodass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Auf diese Weise lernt man zum Beispiel den Ghoster kennen. Ich war absolut fasziniert von den beschriebenen Schreib-Typen und musste an vielen Stellen schmunzeln. Viele Textteile sind mit einem Augenzwinkern zu lesen, doch gibt es auch viele sachliche Passagen. Einige der beschriebenen Schreibverhaltenen habe ich selbst schon erlebt und konnte es deshalb gut nachvollziehen. Andere Schreib-Typen sind mir bisher und vielleicht auch zum Glück selbst noch nicht begegnet.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und man kann auch gut mal zwischen durch eines lesen. Es eignet sich perfekt für zwischendurch, sodass man schön Stück für Stück die verschiedenen Schreiber kennenlernt.
Unterhaltsam und auch etwas lehrreich ist "Nachrichten von Männern" auf jeden Fall, auch wenn ich nicht alles davon hundertprozentig ernst nehmen würde.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Unsere Zukunft?

Exit this City
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"Exit this City" hat als Buch thematisch unheimlich viel zu bieten. Der Klimawandel und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands werden hier aus einem sehr erfrischend neuem Blickwinkel thematisiert. ...

"Exit this City" hat als Buch thematisch unheimlich viel zu bieten. Der Klimawandel und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands werden hier aus einem sehr erfrischend neuem Blickwinkel thematisiert. Denn wer hat sich Deutschland schon mal als ein armes Agrarland, das von Indien abhängig ist, in der Zukunft vorgestellt? - sicherlich nicht viele. Diese Idee und auch das Setting des Buches - es wechselt immer zwischen Deutschland und Indien - hat mir sehr gut gefallen.

Auch die Figurenperspektiven wechseln regelmäßig. Das hat bei mir gerade zu Beginn der Handlung etwas zur Verwirrung geführt. Vor allem auch, weil eine Figur, Marti, selbst nicht wusste wer er ist und welche Ziele er verfolgt. Ähnliches ging es mir auch in weiten Teilen der Lektüre. Mir war oft nicht klar in welche Richtung die Story sich bewegt und wohin die Entwicklungen führen sollen. Für mich Problematisch waren auch die ganzen technischen Neuerungen wie B-Waves und v-Links, die leider nicht erläutert wurden. Auf diese Weise musste ich mir die Bedeutung im Laufe des Lesens selbst erschließen und bin auch am Ende des Buches nicht überzeugt den technischen Aspekt vollständig verstanden zu haben. Das hat mich beim Lesen unheimlich ausgebremst, obwohl es durchaus auch spannende Passagen gab.

Mit den meisten der Figuren bin ich leider nicht richtig warm geworden, weil ich die Beweggründer vieler Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Ein großer Fan bin ich jedoch von Ray, einem Hund und treuem Begleiter von Marti. Ray bringt richtig Schwung ins Geschehen und war mir vom ersten Augenblick an sympathisch! Er ist witzig, klug und unheimlich treu! Wahrscheinlich ist das einfach Geschmacksache, welche Charakterzüge und Handlungsweise man an Figuren schätzt und welche nicht.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Witzig

Suche Platz auf Wolke Sieben
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Das Buchcover von "Suche Platz auf Wolke sieben" lässt durch seine Aufmachung den Eindruck einer kitschigen Liebesgeschichte entstehen. Durch die rosa Farbe und den sehr romantisch klingenden Titel habe ...

Das Buchcover von "Suche Platz auf Wolke sieben" lässt durch seine Aufmachung den Eindruck einer kitschigen Liebesgeschichte entstehen. Durch die rosa Farbe und den sehr romantisch klingenden Titel habe ich tatsächlich mit einer sehr kitschigen Story gerechnet. Zum Glück war es dann aber gar nicht so süß, sondern in weiten Teilen spritzig, sarkastisch und lustig. Besonders die Dialoge haben mir super gefallen. Marlene, die Hauptfigur, kann wirklich Contra geben und ich habe ihre bissigen Antworten sehr genossen. Sie ist eine starke weibliche Hauptfigur, die trotz aller Hindernisse lernt sich durchzusetzen, sich selbst wiederzufinden und sich wieder traut ihr Herz zu öffnen. Sassy ihre beste Freundin habe ich direkt mit in mein Herz geschlossen. Ich finde es toll, dass sie eine große Rolle in der Geschichte spielt und Marlene in allen Situationen als beste Freundin zur Seite steht! Sie wird dabei nicht einfach als Nebenfigur abgestempelt, sondern trägt mit ihrer Unterstützung, Liebe und ihren Cocktails wahnsinnig zur Geschichte bei. Hier zeigt sich wunderbar wie viel eine richtige Freundschaft Wert ist!
Obwohl die Handlung keine innovativen Ideen und Wendungen mit sich bringt, ist man gebannt und fiebert mit Marlene mit. Man begleitet sie bei ihren Tiefen und Höhen, weint und lacht mit ihr gemeinsam. Sie ist eine so authentische Figur, dass man sie glatt für eine richtige Freundin halten könnte. Langweile habe ich bei der Lektüre absolut NICHT verspürt! Ich habe mich gut amüsiert und musste an der ein oder anderen Stelle herzhaft lachen!
"Suche Platz auf Wolke sieben" ist ein Roman, der sich gut für den jetzt kommenden Sommer eignet. ich würde fast so weit gehen und ihn als die perfekte Strandlektüre bezeichnen. Der Roman ist luftig leicht zu lesen und bringt eine gute Portion Humor mit!

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Veröffentlicht am 19.05.2021

Eine Prise Humor

Du kannst kein Zufall sein
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"Du kannst kein Zufall sein" ist einer dieser Romane, die einen durch den Klappentext neugierig machen. Ein Mann (Josh), der alles verliert - Freundin, Haus und Job, und nur mit einem weißen Kaninchen ...

"Du kannst kein Zufall sein" ist einer dieser Romane, die einen durch den Klappentext neugierig machen. Ein Mann (Josh), der alles verliert - Freundin, Haus und Job, und nur mit einem weißen Kaninchen Namens Jeremy zurückbleibt. Der dann schließlich auf seine Traumfrau stößt, diese direkt wieder aus den Augen verliert und sein Leben von einer Münze abhängig macht. All das ist Stoff für einen Roman der es in sich hat und einen auch zum Schmunzeln bringt. Tatsächlich hätte ich mir einige Auftritte mehr von Jeremy dem Kaninchen gewünscht. Er wird ja bereits im Klappentext eingeführt und dementsprechen hätte ich mit einer größeren Rolle seinerseits gerechnet. Leider hat er aber nur hier und da mal einen Gastauftritt.

Josh ist als Hauptfigur leider etwas blass geraten. Er verliert alles und lässt dann eine Münze über sein Leben entscheiden. Erscheint alles gut und schön, aber seine miese Laune und der zum Teil ruppige Umgang mit seinen Freunden haben ihn mir zeitweise etwas unsympathisch gemacht. Das ändert sich zum Glück etwas als er seine 'Sonnenblumenfrau' trifft. Hier scheint er zu sich selbst zurückzufinden.

Der Roman hat eine solide Handlung und sorgt an der ein oder anderen Stelle durchaus für einen Lacher. Große und unerwartetet Entwciklungen bietet er allerdings nicht. Für eine unterhaltsame Lektüre für ein schönes Sommerwochenende eignet er sich jedoch hervorragend!

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