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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Weltenerschafferin

Die Spur der Vertrauten
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Christelle Dabos schafft es wie keine zweite fantastische Welten zu erschaffen, in die ihre Leserinnen vollständig ein- und untertauchen können. Das ihre Welten dabei meist eher dunkel und mysteriös ausfallen, ...

Christelle Dabos schafft es wie keine zweite fantastische Welten zu erschaffen, in die ihre Leserinnen vollständig ein- und untertauchen können. Das ihre Welten dabei meist eher dunkel und mysteriös ausfallen, mag den ein oder anderen vielleicht abschrecken, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Meinen Geschmack trifft Christelle Dabos mit ihrem neuen Buch "Die Spur der Vertrauten" auf jeden Fall.
In einer Welt, in der jeder einen Instinkt und damit eine zu erfüllende Aufgabe und einen Platz in der Welt hat, ist es verwunderlich, wenn plötzlich Menschen verschwinden und es niemanden so richtig interessiert. Goliath und Claire, die beiden Portagonisten, sind die einzigen beiden, die der Sache nachgehen, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen. Ihre Suche nach den verschwundenen Personen führt sie zusammen und lässt sie zu einem Team werden, auch wenn es zunächst einige Startschwierigkeiten zu überwinden gilt.
Claire und auch Goliath sind beides keine einfachen, geschliffenen Figuren. Beide haben definitiv ihre Ecken und Kanten, tragen jeder für sich ein Päcken mit schwieriger Vergangenheit mit sich rum, und haben ganz allgemein einen eigenwilligen Charakter. Genau diese Komplexität der Figuren habe ich sofort geliebt, genauso wie diese dystopische Welt.
Trotzdem muss ich an dieser Stelle eine kleine Warnung ausstoßen. Das Buch wird für Jugendliche ab 12 oder 14 empfohlen. Diese Altersempfehlung finde ich nicht angemessen, da es teilweise sehr düster und abstrakt zu geht. Ich persönlich würde es ab 16 Jahren empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Vielschichtig

Die drei Leben der Cate Kay
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Wie das Buchcover des Romans "Die drei Leben der Cate Kay" von Kate Fagan bereits erahnen lässt, zeichnet sich der Roman vor allem durch seine Vielschichtigkeit aus. Die Protagonistin Cate Kay aka Cass ...

Wie das Buchcover des Romans "Die drei Leben der Cate Kay" von Kate Fagan bereits erahnen lässt, zeichnet sich der Roman vor allem durch seine Vielschichtigkeit aus. Die Protagonistin Cate Kay aka Cass Ford aka Anne Marie Callahan ist eine berühmte und anonyme Schriftstellerin, die nach Jahren beschließt ihre Lebensgeschichte und ihre drei Identitäten in ihren Memoiren offen zu legen. Wir erfahren als Leserin bei diesem Blick in die Vergangenheit unheimlich viel über die Hauptfigur und ihre Lebensreise. Denn eine Reise ist es auf jeden Fall! Dabei wird allerdings nicht nur aus der Sicht der Hauptfigur erzählt, sondern es kommen sehr viele verschiedene Figuren zu Wort, die im Laufe von Cates Leben eine Rolle für sie gespielt haben. Dadurch gewinnt die Geschichte eine absolute Tiefe und ermöglicht es, die Handlung und auch die Hauptfigur aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen.
Neben diesen verschiedenen Erzählperspektiven gibt es immer wieder kleine Fußnoten der Hauptfigur, die Kommentare zu den Berichten der anderen Figuren hinterlässt. Das lässt die Geschichte unheimlich real wirken, was mich sehr fasziniert und in seinen Bann gesogen hat! Generell hat mich die Story nicht mehr losgelassen! Das Buch hat definitiv einen Suchtfaktor.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Cozy Crime

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Kriminalromane zumindest die meisten zielen darauf ab möglichst unvorhersehbar und vor allem spannend zu sein. Kelly Mullens Kriminalroman "Die Einladung - Mord für geladene Gäste' ist zwar auch durchaus ...

Kriminalromane zumindest die meisten zielen darauf ab möglichst unvorhersehbar und vor allem spannend zu sein. Kelly Mullens Kriminalroman "Die Einladung - Mord für geladene Gäste' ist zwar auch durchaus spannend, zeichnet sich jedoch in erster Linie durch seine 'Gemütlichkeit' aus. Cozy Crime wird hier definitiv als Genre verfolgt. Das hat mir gut gefallen. Auch die beiden Figure, Addie und Mimi sind sehr sympathisch und liebenswert. Besonders Mimi habe ich im Laufe der Zeit ins Herz geschlossen, weil ihr hartes Äußere mit der Zeit immer weiter aufbricht und man ihre weiche Seite immer stärker zu Gesicht bekommt. Diese Charakterentwicklung war einfach toll. Außerdem fand ich es schön, dass Oma und Enkelin hier die Detektivarbeit geleistet haben! Auch wenn es einige Stellen gab, die für mich nicht immer ganz logisch waren, hat mir die Art und Weise der Geschichte und der Ermittlungen gut gefallen. Für Fans von spannungsgeladenen und actionreichen Geschichten, ist dieser Kriminalroman allerdings weniger geeignet.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

So gut wie das Original

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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"Kiss me Once" von Stella Tack habe ich bereits vor Jahren mit Vergnügen verschlungen und war begeistert von seiner Geschichte und vor allem von den realistischen und sympathischen Hauptfiguren. Ivy und ...

"Kiss me Once" von Stella Tack habe ich bereits vor Jahren mit Vergnügen verschlungen und war begeistert von seiner Geschichte und vor allem von den realistischen und sympathischen Hauptfiguren. Ivy und Ryan sind einfach super cool und ihre hitzigen Wortgefechte sowohl spannungsgeladen als auch mega unterhaltsam. Umso gespannter war ich deswegen auf die Graphic Novel Variante. Ein solche zeichnerische Umsetzung ist definitiv nicht so leicht, vor allem wenn das Original so gut ist. Olga Andriyenko ist die Umsetzung aber absolut gelungen. Ivy und Ryan sind wirklich fantastisch gezeichnet und ich habe mich noch einmal in die Geschichte und ihre Figuren verliebt - nur dass ich jetzt wirklich ein Bild vor Augen hatte! Der Graphic Noven überzeugt genauso wie das Buch selbst und ich bin froh nun beide Variante gelesen zu haben! Der Zeichenstil gibt der Geschichte nochmal einen ganzen anderen Pepp. Besonders schön fand ich, dass die Rosaelemente des Buchcovers auch im Inneren aufgegriffen wurden, sodass die Zeichnungen schwarz und weiß sind mit einigen pinken Elementen. Das ist einfach nur schön!

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Eine Geschichte über die Liebe zur Musik

Deep Cuts
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Songs, die so richtig unter die Haut gehen und den Zuhörenden tief bewegt vielleicht sogar verletzt bzw. emotional zurücklassen, werden als sogenannte "Deep Cuts" bezeichnet. Solche Lieder spielen in Holly ...

Songs, die so richtig unter die Haut gehen und den Zuhörenden tief bewegt vielleicht sogar verletzt bzw. emotional zurücklassen, werden als sogenannte "Deep Cuts" bezeichnet. Solche Lieder spielen in Holly Brickleys gleichnamigen Roman eine zentrale Rolle. Hauptfigur Percy Marks brennt für die Musik, zerlegt sie und möchte dabei eigentlich nur eins: selbst phänomenale Musik schreiben und produzieren. Allerdings fehlt ihr dafür das nötige (angeborene) Talent. Glücklicher- oder unglücklicherweise trifft sie auf Joey, der musikalisch talentiert ist. Was folgt ist eine spannungsgeladene und musische Beziehung - Percy kritisiert Joeys Songs und dieser verbessert sie und wird berühmt.
In diese Beziehung und Geschichte der beiden werden andauernd musikalische Anspielungen und Lieder eingebaut. Das fand ich unheimlich gut gemacht und es hat mich fasziniert. Die vielen fachlichen Gespräche zwischen Percy und Joey konnte ich nicht vollständig nachvollziehen, da ich mich mit der Produktion von Songs gar nicht auskenne. Jemand, der sich musikalisch besser auskennt, hat hier sicherlich mehr von der Story.
Wenn man einmal, von der sehr coolen musikalischen Einbettung absieht, bleiben die Hauptfiguren jedoch leider für mich äußerst blass. Besonders Percy finde ich an einigen Stellen zu Musik- und zu Joey-besessen. Hier hätte ich mir eine etwas selbständigere weibliche Figur gewünscht. Zusätzlich ziehen sich einige Passagen des Romans sehr in die Länge - hier hätte ich mir etwas Tempo gewünscht. Trotzdem bleibt der Roman für mich eine Überraschung, da er erfrischend anders ist.

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