Weltenerschafferin
Die Spur der VertrautenChristelle Dabos schafft es wie keine zweite fantastische Welten zu erschaffen, in die ihre Leserinnen vollständig ein- und untertauchen können. Das ihre Welten dabei meist eher dunkel und mysteriös ausfallen, ...
Christelle Dabos schafft es wie keine zweite fantastische Welten zu erschaffen, in die ihre Leserinnen vollständig ein- und untertauchen können. Das ihre Welten dabei meist eher dunkel und mysteriös ausfallen, mag den ein oder anderen vielleicht abschrecken, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Meinen Geschmack trifft Christelle Dabos mit ihrem neuen Buch "Die Spur der Vertrauten" auf jeden Fall.
In einer Welt, in der jeder einen Instinkt und damit eine zu erfüllende Aufgabe und einen Platz in der Welt hat, ist es verwunderlich, wenn plötzlich Menschen verschwinden und es niemanden so richtig interessiert. Goliath und Claire, die beiden Portagonisten, sind die einzigen beiden, die der Sache nachgehen, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen. Ihre Suche nach den verschwundenen Personen führt sie zusammen und lässt sie zu einem Team werden, auch wenn es zunächst einige Startschwierigkeiten zu überwinden gilt.
Claire und auch Goliath sind beides keine einfachen, geschliffenen Figuren. Beide haben definitiv ihre Ecken und Kanten, tragen jeder für sich ein Päcken mit schwieriger Vergangenheit mit sich rum, und haben ganz allgemein einen eigenwilligen Charakter. Genau diese Komplexität der Figuren habe ich sofort geliebt, genauso wie diese dystopische Welt.
Trotzdem muss ich an dieser Stelle eine kleine Warnung ausstoßen. Das Buch wird für Jugendliche ab 12 oder 14 empfohlen. Diese Altersempfehlung finde ich nicht angemessen, da es teilweise sehr düster und abstrakt zu geht. Ich persönlich würde es ab 16 Jahren empfehlen.