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Veröffentlicht am 17.05.2026

Eine große Freundschaft

Rosen im Asphalt
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Als Linda 1956 in Hamburg zur Welt kommt wird sie kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verlassen. Sie wächst bei den Großeltern, in Heimen und Pflegefamilien auf in Armut und ohne Sicherheit. Dann ...

Als Linda 1956 in Hamburg zur Welt kommt wird sie kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verlassen. Sie wächst bei den Großeltern, in Heimen und Pflegefamilien auf in Armut und ohne Sicherheit. Dann findet sie ein Zuhause in de sie gefördert wird. Im Gleichen Jahr wird Irmi in Köln geboren, deren Familie zwar wohlhabend aber die Mutter krank ist. Sie wird zu Verwandten ins Ausland gebracht. Als ihr Vater sie nach sechs Jahren zurückholt, denn sie soll eingeschult werden, spricht sie kein Wort Deutsch und fühlt sich zu Hause fremd. Zwei Mädchen aus vollkommen gegensätzlichen Welten. Doch da rettet Irmi eines Tages Linda das Leben und es entsteht eine unzertrennliche Freundschaft. Diese trägt sie durch fünf Jahrzehnte mit Verlusten, Hoffnungen und Neubeginnen.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich, dank fehlender Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten, leicht und flüssig lesen. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es geht in der Hauptsache um die beiden Mädchen Linda und Irmi. Lindas Mutter ist alkoholkrank, wird immer wieder dazu angehalten für ihre Tochter zu sorgen, aber wie sich der Leser schon denken kann, klappt das nicht, weshalb sie eben erst bei den Großeltern und dann in Heimen, bzw. bei Pflegeeltern aufwächst. Bis zu dem Zeitpunkt der Lebensrettung Lindas durch Irmi waren sie nur, ich möchte sagen, lose befreundet. Doch nachdem Irmi Linda das Leben gerettet hat, wird die Freundschaft tiefer, doch Linda muss noch etwas aushalten, bis sie volljährig ist. Erst dann kann sie über sich selbst bestimmen. Doch das vorherige Leben hat sie geprägt und erst sehr viel später kommt sie zur Ruhe. In ihrer Zeit im Ausland hat sie noch zwei Geschwister bekommen. Trotz des guten Lebens. Das sie durch den Reichtum der Familie hat, hat auch sie Schicksalsschläge zu verkraften bis sie endlich zur Ruhe kommt. Die Autorin erzählt das Leben der beiden Mädchen anschaulich und interessant. Am Anfang fand ich es etwas langatmig. Eine Mutter, die ihr Kind im Stich lässt, das gibt es leider ja immer mal wieder, ist nichts Neues! Aber wie Linda ihr Leben trotz aller Unbilden meistert, ist schon wert gelesen zu werden. Das Buch hatte eine gewisse Spannung, (mit der Zeit), hat mir gut gefallen, mich auch gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie vier Sterne.

Veröffentlicht am 16.05.2026

Mord im Kloster

Teuflische Provence
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Der Chorleiter des Klosters St. Gargas in der Provence wird an einem heißen Sommertag dort tot im Lavend3elfeld g3efunden. Er ist brutal gefoltert und getötet worden. Ein Bruchstück des Teufelsliedes hat ...

Der Chorleiter des Klosters St. Gargas in der Provence wird an einem heißen Sommertag dort tot im Lavend3elfeld g3efunden. Er ist brutal gefoltert und getötet worden. Ein Bruchstück des Teufelsliedes hat er in der Hand. Dies ist eine verbotenen alte Melodie, die seit einigen Zeiten unter Verschluss gehalt4en wird. Albin Leclerc, seines Zeichens Ex-Commissaire, ist sicher, dass die Lösung des Falles in dem Lied liegt. Mit Hilfe einer Handschriftenexpertin versucht er den Code zu knacken. -Weitere Morde passieren und nichts ist so wie es scheint. Eine Katastrophe bahnt sich an.


Meine Meinung
Ich konnte das Buch leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Als Albin von dem Toten im Lavendelfehlt erfuhr, musste er natürlich sofort dorthin. Dort waren schon die Kollegen Cat Castel und Alain Theroux zugange. Die beiden waren, wie immer, nicht erfreut über Albins Kommen, denn als Ex-Commissaire hatte er dort nichts zu suchen. Doch er berief sich auf seine Rolle als polizeilicher Berater und kam damit auch durch. Ja, er konnte es einfach nicht lassen. Und wie schon so oft fing er auch wieder an zu ermitteln. Dann geschah noch ein zweiter Mord. Die Handschriftensachverständige Camille Dumont entdeckte einen versteckten Code in den Blättern. Doch der Abt des Klosters ließ nicht mit sich reden. Sie durften die Blätter nicht herausgeben, auch nicht enthüllen, was es damit auf sich hatte. Doch es war ein Festival in dem Kloster schon lange geplant, und konnte lt. Abt nicht ver4schoben werden. Obwohl es inzwischen ja schon zwei Tote gab. Doch was hatte das alles mit dem Selbstmord eines Jungen passiert vor etlichen Jahren zu tun? Der geneigte Leser wird es herausfinden. Das Buch hat mir gut gefallen, ist spannend geschrieben, hat mich gefesselt und auch gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Das Schweigekloster

Das Lavendelkloster
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Julien ist ein erfolgreicher Geschäftsführer, ist innerlich leer und beschließt eine Woche in einem Schweigekloster zu verbringen. Hier begegnet er einer Frau und ohne Worte entsteht etwas, nämlich eine ...

Julien ist ein erfolgreicher Geschäftsführer, ist innerlich leer und beschließt eine Woche in einem Schweigekloster zu verbringen. Hier begegnet er einer Frau und ohne Worte entsteht etwas, nämlich eine Liebe, geboren im Schweigen. Doch hat diese nach der Rückkehr aus dem Kloster überhaupt eine Chance? Ein Roman von Alexander Oetker über die Kraft der Liebe und einen neuen Anfang.

Meine Meinung
Leider habe ich es versäumt den Klappentest zu lesen, denn dann wäre mir gleich bewusst geworden, dass es diesmal (ich habe bisher zwei Krimis von dem Autor gelesen) kein Krimi ist. Ich bin zwar gut hineingekommen, konnte mich auch einigermaßen die Protagonisten hineinversetzen. Doch bis mir der Liebesroman bewusst wurde, hatte ich schon fast die Hälfte gelesen. Ich habe dauernd auf einen Mord gewartet. Selbst schuld! Es ist nicht so, dass ich keine Liebesromane lese und das Buch gefiel mir auch als ein solches ganz gut. Allerdings mag ich die seitenlangen bzw. ewig langen Beschreibungen von Sexaktivitäten gar nicht. Ich habe da etliche Seiten überschlagen. Es ging zuerst um Julien und eine junge Frau. Zunächst überwiegend. Erst auf den letzten ca. 40 Seiten geht der Autor auf die Beweggründe der anderen Besucher des Schweigeklosters ein. Es war nicht schlecht, doch hätte es etwas mehr Spannung vertragen können. Für zwischendurch ganz gut daher eine mäßige Leseempfehlung sowie drei Sterne.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Eine schwierige Familie

Die Löwenmutter
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In München im Jahr 1985 lernt Claudia Baumgartner den Flötisten Florian Moser kennen und verliebt sich in ihn. Sie bekommen Fünflinge, die als Frühchen geboren werden. Zwei der Babys sterben nach wenigen ...

In München im Jahr 1985 lernt Claudia Baumgartner den Flötisten Florian Moser kennen und verliebt sich in ihn. Sie bekommen Fünflinge, die als Frühchen geboren werden. Zwei der Babys sterben nach wenigen Monaten und Claudia kämpft wie eine Löwin, um Ihrer Familie das richtige Zuhause zu bieten. Es kommt noch eine weitere Tochter zur Welt und Claudia nimmt auch noch ein Pflegekind auf. Doch ihr Mann, Florian wird, aufgrund seiner bipolaren Störung, zunehmend aggressiv. Er hat Affären und zwingt Claudia mehrmals umzuziehen. Im Umzugsunternehmer Didi findet Claudia einen Freund, und später einen verlässlichen neuen Partner, als sie endlich bereit ist, sich von Florian zu trennen. Er schenkt Claudia eine späte Heimat, denn er kauft das Haus in Bergheim, in dem sie sich einst am wohlsten fühlte.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich ja leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch in die Protagnisten hineinversetzen. Im Anhang schreibt die Autorin, dass der erste Teil des Buches schon länger bei ihr in der Schulblade lag, sie sich nicht entschließen konnte, es zu schreiben. Als sie jedoch den zweiten Teil erhielt, gab ihr das den nötigen Schub. Ich kann das nachvollziehen, denn der erste Teil liest sich eben wie ein Liebesroman mit Eheschwierigkeiten, die vermutlich fast jeder mal hat. Sicher bekommt nicht jede Mutter Fünflinge und muss um sie fürchten. Das war ab er auch der einzige Spannungspunkt in diesem Teil. Der zweite Teil machte das zwar nicht ganz wett, wertete das Buch jedoch einigermaßen auf. Denn hier passiert eben einiges. Was ich nicht verstehe ist, dass sie ihren Mann nicht schon viel früher verlassen hatte. Allerspätestens als er sie zwang, von Bergheim wegzuziehen, denn das war schon allerhand, überhaupt auch den Kindern gegenüber. Das war für mich ein Knackpunkt, denn ich hätte ihm schon früher den Laufpass gegeben. Biopolare Störung hin oder her, wenn jemand nicht gewillt ist, seine Krankheit zu bekämpfen, und das war Florian mit Sicherheit nicht, dann hat er als Ehemann nichts verloren, und auch nicht als Vater. Ich hätte den schon viel früher verlassen und kann nicht verstehen, warum sie es so lange mit ihm ausgehalten hat. Bei jeden Ausraster Florians habe ich gedacht, Claudia gib dem doch endlich einen Tritt in den Hintern! Er hat seine Versprechen nie lange gehalten! Aber ich weiß, dass es solche Frauen gibt, die bei ihren Männern bleiben, obwohl sie halb totgeschlagen werden. Das Buch war ab der zweiten Hälfte wenigstens etwas spannender und hat mich auch gegen Ende wirklich gefesselt. Jedoch reicht es bei weitem nicht an die letzten Bücher, die ich von dieser Autorin gelesen habe, heran. Daher zwar eine Leseempfehlung sowie aber nur dreieinhalb Sterne und da Halbe nicht überall gehen kann ich leider nur drei Sterne geben.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Der Fluch

Der Sommer der Inseltöchter
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Der dänische König reist im Sommer 183 nach Sylt. Er sorgt für Aufregung, als er Merret kennenlernen will. Diese hofft auf eine günstige Gelegenheit für ihre Töchter, den bisher gab es nur Kummer mit ihnen. ...

Der dänische König reist im Sommer 183 nach Sylt. Er sorgt für Aufregung, als er Merret kennenlernen will. Diese hofft auf eine günstige Gelegenheit für ihre Töchter, den bisher gab es nur Kummer mit ihnen. Maike ist an einem verheirateten Kapitän interessiert, Swantje ist in einen für sie unerreichbaren Mann verliebt und Anna wird vom Dorfschullehrer verehrt. Wird der König ihnen eine glückliche Zukunft bescheren? Die Autorin erzählt von der Großfamilie Lassen, deren Geschichte mit der Insel verwoben ist. Und sie zeigt uns Föhr, das damals bedeutender war als das ärmliche Sylt


Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Auch kam ich gut in die Geschichte rein, und konnte mich auch in die Protagonisten hineinversetzen. In Maike, die als Haustochter zu der Frau eine Kapitäns vermittelt wird und sich prompt in diesen verliebt, was dieser weidlich ausnutzt. Swantje, die von ihrer Schwester von einem Fluch erfährt, der ihre Familie betrifft und die Mädchen gehörig durcheinanderbringt. Der Sohn, der eigentlich nicht mehr zur See fahren will, es auf Bertreiben was dem Vater gar nicht gefällt. Doch dann geschieht ein Unglück. Das Buch verrät uns war passiert ist und wie die Sache ausgeht. Es verrät auch wie es Maike mit dem Kapitän ergeht und Anna mit dem Lehrer. Und es verrät uns, was der König davon hält, als Merret ihm eine Absage erteilt. Diese Buch hat mir gut gefallen, es ist spannend und hat mich teilweise auch gefesselt und auch gut unterhalten. Eine Leseempfehlung und vier Sterne von mir.