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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2021

Zu verwirrend

Abseits der Zeit
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Die Junge Küchenhilfe Emma lebt auf Schloss Neuschwanstein ein von strengen Regeln bestimmtes Leben Es gibt harte Strafen, wenn sie sich den Regeln widersetzen. Und Emma hat ein Geheimnis. Dann kam Paul. ...

Die Junge Küchenhilfe Emma lebt auf Schloss Neuschwanstein ein von strengen Regeln bestimmtes Leben Es gibt harte Strafen, wenn sie sich den Regeln widersetzen. Und Emma hat ein Geheimnis. Dann kam Paul. Eine unglaubliche Wahrheit offenbart sich. Können die beide zusammen den Bann brechen? Können sie überhaupt über ihr eigenes Schicksal entscheiden oder bleiben sie Gefangene der Zeit?

Meine Meinung
Ich fand es etwas schwierig in die Geschichte reinzukommen, denn sie verwirrte mich einige Zeit sehr. Der Schreibstil war auch nicht so ganz der, den ich liebe. Zunächst geht es um Emma, die, wie im Klappentext erwähnt, auf Schloss Neuschwanstein als Küchenhilfe arbeitet. Und dann um einen Schwan, der eigentlich aus Porzellan ist. Paul soll für seinen Großvater etwas zu dem Schloss zurückbringen, weiß aber nicht, wem er das geben soll. Und dann ist da auch noch Elektra, die Paul auf dem Weg zum Schloss kennenlernt. Sie sitzen in derselben Kutsche, die sie zum Schloss bringt. Wie Paul es schafft, Elektra in diese Geschichte mit hineinzuziehen das muss der geneigte Leser selbst lesen. Der Titel passt eigentlich recht gut zu dem Inhalt, denn es spielt sich sehr vieles wirklich abseits der Zeit ab. Doch wie Paul und Elektra da hineingeraten sind, auch das muss der Leser selbst lesen. Ich finde die Idee des Buches eigentlich ganz gut, aber es ist mir zu verwirrend geschrieben, es ist manchmal ein einziges Durcheinander. Erst als sich herauskristallisierte, um was es eigentlich ging – und das dauerte einige Zeit – wurde es klarer und ich begann es zu verstehen. Leider war da schon mindestens die Hälfte des Buches gelesen und so kann ich es nur den Lesern empfehlen, welchen Verwirrungen und etwas Durcheinander nichts ausmachen. Von mir bekommt es jedoch nur drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten, denn ich hatte mir einen richtigen Zeitreiseroman darunter vorgestellt.

Veröffentlicht am 04.07.2021

Wer ist der Verräter?

Verrat in Colonia
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Es passiert ein grausamer Mord und Colonia wird belagert. Es beginnt der Kampf um die Herrschaft am Rhein. Invitas neuer Fall.
Köln und Bonn in der Römerzeit im 3 Jh. n. Chr. Immer wieder gibt es Überfälle ...

Es passiert ein grausamer Mord und Colonia wird belagert. Es beginnt der Kampf um die Herrschaft am Rhein. Invitas neuer Fall.
Köln und Bonn in der Römerzeit im 3 Jh. n. Chr. Immer wieder gibt es Überfälle germanischer Stämme. Die römische Rheingrenze ist verunsichert. Dann wird ein hoher Beamter des Praetoriums ermordet gefunden. Sogleich fällt der Verdacht auf den, er ihn gefunden hat und es drohen ihm Folter und Hinrichtung. Seine Geliebte Invita, Sklavin des Statthalters versucht den wahren Mörder zu finden. Doch der Strudel von Verrat und Verschwörung droht die ganze germanische Provinz in den Abgrund zu reißen. Es ist der vierte Fall für die Sklavin Invita. Da es jeweils abgeschlossene Geschichten sind, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen.

Meine Meinung
Bei diesem Buch musste ich sofort zugreifen. Denn die Geschichten und Mordermittlungen um und mit der Sklavin Invita haben mir immer sehr gut gefallen. So auch dieses Buch. Durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin gab es auch keine Unterbrechung im Lesefluss durch Unklarheiten im Text. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Invita, die es natürlich nicht zulassen konnte, dass ihr Geliebter und Gefährte Flavus als Mörder zum Tod verurteilt werden sollte. Und doch konnte sie ihm nicht so helfen, wie sie es am liebsten getan hätte. Wenn man sich vorstellt, was damals mit Menschen gemacht wurde, um sie zu einem Geständnis zu zwingen! Und dann ist das ja auch noch invitas Herrin Marcella, die auch ihre Geheimnisse hatte. Ich schreibe hier nichts Näheres darüber, denn die, die die Vorgängerbände gelesen haben, wissen wohl was ich meine. Ja, die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen, aber was das Private der Protagonisten betrifft, wie z.B. Marcella oder auch Invita, da ist es schon besser, wenn man sie vom ersten Band an liest. Aber wen das nicht stört. Der kann auch mit diesem Band anfangen. Denn das, was hier passiert ist, ist abgeschlossen. Und es ist nicht tragisch, wenn man nicht alles weiß. Ich habe dieses Buch wieder mit Begeisterung gelesen, denn es ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gefesselt und auch sehr gut unterhalten. Von mir dafür eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 03.07.2021

Angela auf Mörderfang

Miss Merkel: Mord in der Uckermark
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Angela Merkel ist in Rente. Wie wird sie sich die Langeweile vertreiben, bzw. erst gar keine bekommen? Sie ist sehr an Kriminalfällen interessiert.
David Safier hat darüber diesen Roman geschrieben. Seit ...

Angela Merkel ist in Rente. Wie wird sie sich die Langeweile vertreiben, bzw. erst gar keine bekommen? Sie ist sehr an Kriminalfällen interessiert.
David Safier hat darüber diesen Roman geschrieben. Seit sechs Wochen ist Angela nun in Rente und mit ihrem Mann und Hund in die Uckermark gezogen, nach Kleinfreudenstadt am Dumpfsee. Es ist ihr zu wenig nur zu wandern und zu backen, das wird doch schnell langweilig. Doch dann wird der Freiherr Philip von Baugenwitz in einem von innen verschlossenen Raum gefunden. In Angela erwacht die Neugierde und sie hat endlich wieder etwas zu tun. Unterstütz wird sie von Ihrem Mann und Mike, ihrem Bodyguard. Es ist eine gefährliche Sache in die sie sich da einlässt. Sie ist von Mord überzeugt. Außerdem hofft sie noch endlich mal eine richtige Freundin zu finden. Wir gefährlich ist diese Ermittlung für unsere Ex-Kanzlerin? Wird ihre eine der verdächtigen Frauen etwa den Garaus machen? Alles steht in diesem Buch.

Meine Meinung
Dieses Buch ist ein richtig humorvoller Krimi. Man stelle sich vor: Angela Merkel als Ermittlerin. Und natürlich schlauer als der ermittelnde Beamte. Ich war in dieser Geschichte sehr schnell drinnen konnte mich auch gut in Angela hineinversetzen. In Angela, die sich nicht vorzustellen vermochte, dass der Freiherr Selbstmord begangen haben könnte. Und das, obwohl doch sehr viel darauf hindeutete. Durch den unkomplizierten Schreibstil des Autors, hatte ich einen ungebremsten und keinen v on Unklarheiten im Text unterbrochenen Lesefluss. Ich habe mich köstlich amüsiert und musste teilweise sogar laut lachen. Und doch ist es ein Krimi. Ich hoffe, dass unsere Angela Merkel noch öfter auf Verbrecherfang geht. Es liegt ja nur am Autor! Dieses Buch war spannend, fesselnd köstlich amüsant, hat mir sehr gut gefallen und mich genauso unterhalten. Vorn mir daher eine Weiterempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 30.06.2021

Agentinnen in Frankreich

Die Frauen von Paris
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1946. Grace Healey, eine junge Witwe, findet einen Koffer und darin Bilder von zwölf sehr attraktiven Frauen. Sie findet heraus, dass diese während des Krieges nach Frankreich geschickt worden waren um ...

1946. Grace Healey, eine junge Witwe, findet einen Koffer und darin Bilder von zwölf sehr attraktiven Frauen. Sie findet heraus, dass diese während des Krieges nach Frankreich geschickt worden waren um die Landung der Alliierten vorzubereiten, doch keine von ihnen ist zurückgekommen. Grace versucht das Rätsel zu lösen und stößt auf tragische Geschichten.
1943. Marie bringt ihre Tochter von den Bombenangriffen in London auf das Land in Sicherheit. Um genug Geld zu verdienen nimmt sie die angebotene Stelle zum ersten Mal als weibliche Agentin mit noch anderen Frauen im besetzten Frankreich nach vielem Überlegen an. Der Plan scheint zunächst aufzugehen. Doch dann wird Marie klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss.
Dies ist ein bisher unbekanntes wahres Kapitel des Zweiten Weltkriegs über den bemerkenswerten Mut der Frauen, die im Verborgenen halfen, den Krieg zu gewinnen.

Meine Meinung
Dies ist das erste Buch das ich von dieser Autorin lese. Ich habe auch nicht bereut, es gelesen zu haben, denn dank des unkomplizierten Schreibstils der Autorin wurde mein Lesefluss durch unklare Worte im Text nicht unterbrochen. Das Buch heißt ‚Die Frauen von Paris‘ was mir nicht so ganz passend erscheint, auch wenn es von Frauen handelt, die in Frankreich eingesetzt worden waren. Allerdings handelt es nur sporadisch von Paris! Aber es geht in dem Buch ja nicht um den Titel, sondern um den Inhalt und ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Eleanor Trigg, die die Frauen rekrutiert hat, die beweisen wollte, dass Frauen im Krieg genauso viel erreichen konnten wie Männer. In Marie, die von ihr rekrutiert worden war, gerade weil sie so perfekt französisch sprach. Und die die schwere Ausbildung beinahe aufgegeben hätte. In Grace, die in einem Koffer Bilder fand und dem nachgehen wollte, wer die darauf abgebildeten waren. Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben. Und es beruht auf wahren Begebenheiten, auch wenn vieles darin fiktiv ist. Was mir jedoch darin fehlt, ist ein Personenverzeichnis bzw. ein Glossar. Mich hätte interessiert, welche dieser Personen vielleicht tatsächlich gelebt habe, und welche fiktiv sind. Zwar hat die Autorin in einer Anmerkung am Ende des Buches einiges erklärt, doch ich finde das reicht nicht ganz. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Und ich empfehle es gerne weiter, vergebe jedoch nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 27.06.2021

Noras Entscheidung

Die Mitternachtsbibliothek
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Man stelle sich vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek gefüllt mi allen Leben, die man hätte führen können, alles Wege, die hätten sein können.
Nora Seed ist dies in diesem Buch ...

Man stelle sich vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek gefüllt mi allen Leben, die man hätte führen können, alles Wege, die hätten sein können.
Nora Seed ist dies in diesem Buch passiert. Sie hatte beschlossen zu sterben, doch dann ist sie in der Mitternachtsbibliothek, dort wo der Zeiger immer auf Mitternacht steht, wieder erwacht. Und Nora bekommt die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich in verschiedenen Stadien ihres Lebens anders entschieden hätte. Doch kann man wirklich glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene Leben ist? Immer wieder kommt sie in ein anderes Leben in dem sie sich zurechtfinden muss.
Matt Haig hat hier einen sehr schönen Roma darüber geschrieben, dass wir erst durch die Entscheidungen, die wir bereuen zu dem Menschen werden, der wir sind. Denn alles was wir erleben, auch wenn es uns nicht gefällt, gehört zu uns.

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht. Der Autor hat einen unkomplizierten Schreibstil, denn keine Unklarheit im Text behinderte mich im Lesefluss. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Hier natürlich in Nora Seed der alles, was nur schieflaufen kann im Leben eben schiefläuft, und die daher beschließt zu sterben. Doch so einfach scheint das nicht zu sein. In der Mitternachtsbibliothek trifft sie eine alte Bekannte, die ihr erklärt, was sie tun muss. Nora probiert sehr viele Leben aus, doch immer ist irgendetwas was nicht so recht passt. Sie hat vieles zu bereuen, was sie eben nicht getan hat, bzw. hätte tun sollen, doch wird das richtige Leben noch kommen? In sehr vielen Leben war sie nur kurz, einige Minuten nur. In anderen dauerte es länger bis sie begriff, dass es nicht das Richtige war. Wer wissen will, wie es mit Nora Seed ausgeht, der sollte dieses Buch lesen. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Allerdings war für mich das Ende nicht wirklich überraschend. Doch mehr dazu nicht. Es ist ein Buch, das uns darauf aufmerksam macht, dass man sich doch gut überlegen sollte bevor man sich für etwas entscheidet. Ich habe es jedenfalls sehr gerne gelesen, es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Ich empfehle es gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.