Profilbild von Lerchie

Lerchie

Lesejury Star
offline

Lerchie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lerchie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2025

Tragische Geheimnisse

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
0

Zwei Frauen stehen am Wendepunkt. Es gibt ein tragisches Familiengeheimnis und die Liebe zu Büchern und die Insel Sylt. Die Autorin verbindet zauberhafte Unterhaltung mit einer dramatischen Familiensaga. ...

Zwei Frauen stehen am Wendepunkt. Es gibt ein tragisches Familiengeheimnis und die Liebe zu Büchern und die Insel Sylt. Die Autorin verbindet zauberhafte Unterhaltung mit einer dramatischen Familiensaga. Dies ist der erste Band der Sylt Dilogie.
Anna, 55 Jahre, ihres Zeichens Podcasterin und Journalistin besucht die Bücherfrau Fenja Lorenzen 85, am Lister Ellenbogen, um über sie zu schreiben. Doch Fenja glänz durch Abwesenheit, nur ihre Tochter Elisa trifft Anna an. Ein heftiges Gewitter bedroht die, auf dem Dachboden von Fenja gehorteten, Bücherschätze und die Frauen packen gemeinsam an. Ein alter Gedichtband fällt Anna in die Hände, der als Versteck dient. Sie wird mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die auch die Gegenwart berühren. Fenjas Schwester ist damals von jetzt auf nachher verschwunden so wie Fenja jetzt . Anna beschäftigt sich mit der Geschichte der Lorenzens und ihr Herz schlägt für Elisas Bruder Eric. Sie stößt auf eine dramatische Liebesgeschichte aus 1937 und erkennt, dass Fenja endlich reden muss, wenn sie die Wunden heilen will. Doch wo ist Fenja?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, wenn man davon absieht, dass, zumindest am Anfang, worte gebraucht wurden, die ich nicht erkannt habe und die auch leider nicht erklärt wurden. Trotzdem konnte ich es eben sehr gut lesen, zumal ich die Bücher der Autorin mag, wenn ich auch nicht alle kenne. In der Geschichte war ich recht schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lene, die eine tragische Liebesgeschichte erlebte. Ihren Mann verabscheute ich so wie ich alle derartigen Menschen, nicht nur Männer, verabscheue. In Fenja, die von ihrem Vater unverschämte Lügen aufgetischt bekommen hatte. Dieses Buch is tauch wieder ein Zeitzeugnis darüber, was die Regierung den Menschen damals angetan hatte. Nur durch glückliche Umstände erfahren wir, warum Lenes Liebesgeschichte ein so tragisches Ende nahm. Es ist ein gefühlvolles, aber auch interessantes Buch. Nicht superspannend, bzw. erst in der zweiten Hälfte. Auf jeden Fall hat es mich aber sehr berührt und ich habe es gerne gelesen. Es wird einen Folgeband geben, den ich vermutlich auch lesen werde. Trotz der kleinen Kritikpunkte von mir doch eine Leseempfehlung auch fünf Sterne.

Veröffentlicht am 08.03.2025

Noch mal gut gegangen

Der Schutz der Freundschaft
0

Es geht um Widerstand, Fluchtpläne und gefährliche Geheimnisse. Bernried, Starnberger See, 1942: Die Freunde Paul Friedrich und Wilhelm helfen den Kreisauer Kreis. Groß ist das Risiko. Und nutzt es tatsächlich ...

Es geht um Widerstand, Fluchtpläne und gefährliche Geheimnisse. Bernried, Starnberger See, 1942: Die Freunde Paul Friedrich und Wilhelm helfen den Kreisauer Kreis. Groß ist das Risiko. Und nutzt es tatsächlich etwas? . Sie kommen auf den Gedanken der Auswanderung und haben ja auch noch das Gold in einer Höhle bei Innsbruck als Startkapital. Doch zunächst widmen sich Vater und Tochter Wilhelmine der Pferdezucht. Aber sie wollen vermeiden, dass diese für den Krieg genutzt werden. Ein neuer Inspektor kommt um die Zwangsarbeiter zu überwachen. Er scheint menschlich zu sein, komt Wilhelmine näher. Doch ist es nur Schein?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder leicht und flüssig lesen so wie alle Bücher dieser Autorin. In die Geschichte bin ich auch gut hineingekommen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Wilhelmine hat ja einige Zeit in München verbracht, wie wir aus den Vorgängerbänden wissen, und sie kommt jetzt wieder zurück auf das Gut. So war es ja auch geplant. Gustav ist an der Front, auch Leopold, der sich anscheinend zum Positiven verändert hat. Ist das wirklich so, oder nur Schein? Der neue Inspektor scheint nett zu sein. Ist er es wirklich, oder versucht er nur die Familie zu täuschen?Die Freunde Paul Friedrich und Wilhelm reden über Auswanderung, evtl. Ferdinand und Elisabeth haben Eheprobleme, an welchen Elisabeth einige Schuld trägt. Über sie kann ich nur sagen, dass sie mir noch nie sonderlich sympathisch war. Doch jetzt wurde sie mir regelrecht unsympathisch, weil sie Ferdinand die fast alleinige Schuld an den Eheproblemen gibt. Und dann gibt sie ja ein fremdes Kind, wie wir auch aus den Vorgängerbänden wissen, als ihr eigenes aus. Ferdinand weiß davon nichts. Ich wünsche mir tatsächlich, dass dies noch herauskommt. Nur Ferdinand täte mir dann leid. Ich hoffe, dass Elisabeth ihre letztendliche Entscheidung noch tief bereut! Das Buch ist wieder voll spannend. Es hat mir gut gefallen und mich sehr gut unterhalten. Ich freue mich auf den nächsten und finalen Band. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 19.01.2025

Den Vorfahren auf der Spur

Die Schwestern von Krakau
0

Im Jahr 2016 stirbt Simon Mercier in Paris und die Tochter Edith erfährt von ihren polnischen Wurzeln. Scheinbar war Simon angenommen worden. Sein jüdischer Vater war bei der großen Razzia im Juli 1942 ...

Im Jahr 2016 stirbt Simon Mercier in Paris und die Tochter Edith erfährt von ihren polnischen Wurzeln. Scheinbar war Simon angenommen worden. Sein jüdischer Vater war bei der großen Razzia im Juli 1942 ein Opfer geworden. Doch wie es er zu den Merciers gekommen? Und was geschah mit Helene seiner Mutter? Dann macht Edith ihre Cousine Tatjana die in Stuttgart wohnt, ausfindig und gemeinsam suchen sie nach Antworten Sie durchbrechen ein jahrzehntelanges Schweigen. Wie hat Helenes Schwester die Tatjanas Großmutter Lilo war, damals im von Deutschen besetzten Polen gelebt? Dort, in Krakau, stoßen sie auf eine Apotheke, die für Lilo und den jüdischen Widerstand eine zentrale Rolle gespielt hat.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss zu stören vermocht hätten. In die Geschichte bin ich gut und schnell hineingekommen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Helene die plötzlich nicht mehr da war. In Lilo, die in einer Apotheke im Ghetto arbeitete, was ihrem Vater so gar nicht passte. Doch sie ließ sich nicht beirren. Die Schwestern wollten Antworten und so reiste Tatjana, Lilos Enkelin, nach Krakau um dort welche zu finden. Ihre Cousine Edith suchte die Antworten in Paris, denn dort hatte Helene gelebt. Die große Frage war, ob Simon Mercier wirklich Helenes Sohn gewesen war. Doch die hatte nicht Mercier geheißen. Wie also war Simon zu der Familie Mercier gekommen? Und was hatte Lilo mit dem Apotheker zu tun, das fragte sich Tatjana in Krakau. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten. Natürlich gibt es auch Fiktion darin, das ist klar. Aber genauso ist es damals zugegangen bei der Judenverfolgung. Es ist spannend geschrieben und es gibt ein Nachwort, das manches erklärt, eben u. A. was historisch verbürgt und was Fiktion ist. Auf jeden Fall hat es mir gut gefallen, hat mich gefesselt und ich habe mal wieder was gelernt über die Vergangenheit. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

Veröffentlicht am 14.01.2025

Wer sind die Bösen?

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
0

Quinn weiß ganz genau, dass Matilda seine große Liebe ist, und das ist es egal, wie anstrengend ihre Familie ist. Die beiden sollten sich jetzt gerade auf den Schulball freuen, doch da gibt es noch das ...

Quinn weiß ganz genau, dass Matilda seine große Liebe ist, und das ist es egal, wie anstrengend ihre Familie ist. Die beiden sollten sich jetzt gerade auf den Schulball freuen, doch da gibt es noch das rätselhafte Sternentorritual. Als angeblich Auserwählter soll Quinn die Welt retten. Dann sind da flüchtige Schwarzalben, die versteckt werden müssen und ein ominöses Orakel, das immer wieder verschwindet. Genauer gesagt, ein ganz normaler Tag. Doch da gerät Matilda in das Visier mächtiger Feinde. Sie muss mit Quinn Geheimnisse entschlüsseln, die zwischen Leben und Tod entscheiden.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich ganz gut lesen, auch wenn es durch die vielen Personen, die darin vorkommen, teilweise auch etwas verwirrend ist. Aber da ich die beiden ersten Bücher ja auch gelesen habe, was zwar schon sehr lange her ist, bin ich doch auf die vielen Namen gefasst. Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten, gab es zum Glück nicht. In die Protagonisten konnte ich mich ganz gut hineinversetzen. Ich war gespannt, was es mit diesem Sternentorritual auf sich hatte, denn Quinn sollte dazu fähig sein, dieses Tor zu öffnen, angeblich. Doch was passiert, wenn es geöffnet wird? Und wenn er es nicht öffnen kann, was geschieht dann? Alle diese Fragen werden in diesem Buch beantwortet. Quinn und seine Freunde erleben wieder viele Abenteuer im Saum und in der realen Welt. Außerdem versucht er zu ergründen, wer sein Großvater ist. Und was ist mit dem Schulball? Wer das alles wissen möchte, der muss dieses Buch lesen. Es ist wieder spannend geschrieben, wenn auch manchmal etwas gezogen, aber es hat mich gefesselt und ich war wirklich sehr gespannt auf das Ende. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2024

Interessant und spannend

Die Wächterin von Köln
0

Die naive und liebreizende Elsbeth beginnt 1396/97 mit 16 Jahren im Bordell Zur schönen Frau in Köln zu arbeiten. Doch sie gerät in das Visier der Obrigkeit als einer ihrer Freier vergiftet aufgefunden ...

Die naive und liebreizende Elsbeth beginnt 1396/97 mit 16 Jahren im Bordell Zur schönen Frau in Köln zu arbeiten. Doch sie gerät in das Visier der Obrigkeit als einer ihrer Freier vergiftet aufgefunden wird. Ihr Halbbruder wird auf sie aufmerksam und bewahrt sie vor dem Galgen. Sie werden Vertraute und während Elsbeth im Dirnenhaus für ihn Informationen sammelt, wird er der mächtigste Mann Kölns. Elsbeth erweist sich als geschickte Drahtzieherin der Unterwelt. Der junge Henker Jörg beginnt ihre Weitsicht zu schätzen als sie eine, zu Unrecht verurteilte, Frau, vor der Verurteilung bewahren kann. Zwischen ihnen entstehen Gefühle.

Meine Meinung
Ich liebe die historischen Romane von Petra Schier sehr, denn ich kann mich auf ihre akribische Recherche verlassen. So auch bei diesem Roman. Zu Beginn finden die Leser ein Personenverzeichnis, was das Kennenlernen so vieler Personen enorm erleichtert. Wie man im Nachwort erfährt, gab es das Dirnenhaus Zur schönen Frau tatsächlich, doch die Personen in dem Buch sind erfunden. Die Autorin beschreibt, wie es zugegangen sein kann, da die Frauen, in dem Fall eben Dirnen, anfingen, ihr Recht einzufordern. Und Elsbeth half ihnen dabei bzw. war achtete auf ordentliche Freier und dass eben nur ordentliche Mannsbilder in ihr Dirnenhaus Einlass fanden. Ich, die ich schon mehrere Romane der Autorin gelesen habe, begegnete bekannten Personen, die ich schon in den anderen Büchern ins Herz geschlossen habe. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Nur wenn etwas auf kölsch geschrieben war, musste ich etwas überlegen und aufpassen, herausfinden was das wohl heißen sollte. Doch meistens war mir das auch gleich klar. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Manches war mir bekannt, doch war es in diesem Buch aus einer anderen Sicht geschrieben und so war es letztendlich doch wieder neu. Auf jeden Fall war das Buch wieder sehr spannend, hat mir sehr gut gefallen, mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Ich mochte es fast nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Von mir eine absolute Leseempfehlung sowie fünf Sterne.