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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2024

Unbefriedigendes Ende

Der Buchhändler
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Der vierundreißigjährige Erik verlässt seine Heimat und übernimmt in einer bayrischen Kleinstadt eine Buchhandlung. Es scheint alles gutzugehen, doch dann verschwindet die Tochter eines neuen Freundes. ...

Der vierundreißigjährige Erik verlässt seine Heimat und übernimmt in einer bayrischen Kleinstadt eine Buchhandlung. Es scheint alles gutzugehen, doch dann verschwindet die Tochter eines neuen Freundes. Die Grundschülerin ist nicht in ihr Elternhaus zurückgekehrt. Eine große Suche beginnt. Judith Plattner, ihres Zeichens Hauptkommissarin die eigentlich nie mehr in die Ermittlung wollte, übernimmt den Fall. Hinweise, dass jemand aus dem Umfeld des Kindes verantwortlich für sein Verschwinden ist, verdichten sich. Und schon bald gerät Erik in den Fokus, denn jemand macht eine Entdeckung mit fatalen Folgen.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich gut lesen, denn es barg keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Erik, von dem ich erst späte erfuhr, weshalb er die Stadt seiner Kindheit verlassen und woanders einen Neuanfang gewagt hat. Nur hat es ihm letztendlich nichts genutzt. Aber davon nicht mehr, denn dann würde ich spoilern. Ich muss sagen, dass das Buch sehr spannend war, auch wenn es sich stellenweise etwas zog. Es hat mich trotzdem gefesselt und als ich am Ende erfuhr, wer der Täter war, war ich doch etwas überrascht. Trotzdem war ich mit dem Buch letztendlich nicht zufrieden, denn das Ende war kein richtiges Ende, sondern es blieben einige Fragen offen. Ich kann hier jetzt leider nicht schreiben, weshalb es mir nicht gefiel, denn dann würde ich ja alles verraten und das will ich nicht. Es soll ja Leser geben, welchen ein offenes Ende nichts ausmacht. Allerdings stört mich das enorm, und ich bin daher mit dem Ende mehr als unzufrieden. Ich würde ja gerne sagen warum, aber dann würde ich ja wie gesagt alles verraten, daher muss der Leser dieser Rezension mit dieser Auskunft vorliebnehmen. Ich kann nur sagen, dass das Ende so ist, als würde noch ein weiterer Band über dieses Verbrechen folgen. Daher ziehe ich von meiner Sternebewertung einen Stern ab und vergebe nur vier Sterne. Außerdem kann ich das Buch nur den Lesern weiterempfehlen, welchen ein derart offenes Ende nichts ausmacht.

Veröffentlicht am 09.11.2024

Ahnenforschung

Gebt mir etwas Zeit
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Der Autor setzt in diesem Buch Etappen seines Lebens fort. Außerdem taucht er tief in die Geschichte seiner Vorfahren ein. Er erzählt von seiner Kindheit in den Siebzigern, den Glanzzeiten der TV-Unterhaltung ...

Der Autor setzt in diesem Buch Etappen seines Lebens fort. Außerdem taucht er tief in die Geschichte seiner Vorfahren ein. Er erzählt von seiner Kindheit in den Siebzigern, den Glanzzeiten der TV-Unterhaltung und von dem Goldenen Zeitalter der Niederlande. Er erzählt von den Anfängen seiner Fernsehkarriere und geht zurück bis in die Frühzeit der Kerkelings im Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Er verwebt Erinnerungen mit Ahnenforschung und entdeckt ein großes Geheimnis seiner Oma Bertha.

Meine Meinung
Auch wenn sich das Buch einigermaßen leicht und flüssig lesen ließ, (ich habe es auf meine Weise gelesen), fand ich die Zeitsprünge doch irgendwie störend. Auf der einen Seite Hapes eigenes Leben und dann plötzlich Ahnenforschung und das 17. Jahrhundert. Was mich störte war, dass man keinen Bezug nehmen konnte auf das Leben der Vorfahren. Ich habe schon öfter Bücher gelesen, die auf zwei Zeitebenen spielen, doch dann bezieht sich die heutige bzw. neuere Ebene auf die Vergangenheit. Gut, man erfährt, wer seine Ahnen waren und wie sie gelebt haben, das ist durchaus interessant, jedoch verliert man, zumindest ich, durch die Unterbrechung zu leicht den Faden. Für mich waren das zwei Geschichten sprich zwei Bücher, die in eines vermischt wurden und ich habe es mir dadurch einfacher gemacht, dass ich zuerst die Kapitel aus Hapes Leben und dann die Geschichte der Vorfahren gelesen habe. Wobei mir am besten Berthas Geschichte gefallen hat, die schon fast ein drittes Buch darstellt. Ob es den heute Betroffenen auch gefällt? Ich glaube Hapes Geschichte, denn so was kommt wohl öfter vor als wir denken. Was, das muss der Leser selbst lesen. Hätte ich die Kapitel gelesen, wie sie im Buch erscheinen, hätte das Buch höchstens drei Sterne bekommen, denn das war mir zu durcheinander bezüglich der Zeitebenen. Insgesamt hat mir das Buch, da ich es chronologisch gelesen habe trotz der genannten Mängel, gut gefallen und ich vergebe noch vier Sterne und empfehle es allen die Hape mögen.

Veröffentlicht am 30.10.2024

Was passiert mit Bernhard

Moment des Aufbruchs
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Amala Hansen, Auguste und Eduard wollen ihr Lichtspieltheater mit Restaurant endlich eröffnen. Bernhards Gefängnisaufenthalt ist ein ernsteres Thema, denn er hat kaum Hoffnung der Todesstrafe zu entgehen. ...

Amala Hansen, Auguste und Eduard wollen ihr Lichtspieltheater mit Restaurant endlich eröffnen. Bernhards Gefängnisaufenthalt ist ein ernsteres Thema, denn er hat kaum Hoffnung der Todesstrafe zu entgehen. Doch die Hansens geben nicht auf und engagieren einen brillanten Anwalt, der den Fall komplett neu aufrollt. Dabei geraten sie an eine einflussreiche ‚Politikerfamilie. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Bernhards Unschuld muss bewiesen werden. Und dann überlegen Therese und Georg ob sie nicht noch vor den Traualtar treten sollen.

Meine Meinung
Genau wie seine Vorgänger ließ sich auch dieses Buch leicht und flüssig lesen. Es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. Das letzte Buch endete mit einem Cliffhanger, der mich erschauern ließ. Jedoch hat sich alles zum Guten gewendet. Doch wann es soweit war, das werde ich hier nicht verraten. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Amala, Auguste und Eduard, die darauf hinarbeiteten das Hansens zu eröffnen. Darüber haben wir ja im letzten Band schon erfahren, so dass ich damit hier nichts verrate. In Therese mit ihren Sorgen um ihre Tochter und zukünftigen Schwiegersohn, der es hoffentlich noch werden kann. Warum ich das so sage, das weiß jeder, der die Vorgängerbände gelesen hat. Übrigens möchte ich betonen, dass man diese Reihe um die Kinder der Hansens von Anfang an lesen sollte, denn sonst entgeht einem etwas bzw. man kommt nicht so ganz mit. Es entgeht einem wirklich etwas, wenn man diese Reihe nicht liest, denn sie ist spannend in jedem Buch und man, bzw. zumindest ich, fiebert bei jedem Buch mit, wie es wohl weitergehen wird. Ich bin auch sehr gespannt, wie es mit Eduard weitergehen wird. Wer die Vorgänger gelesen hat wird verstehen, was ich meine. Was den Cliffhanger des letzten Buches betrifft, so war ich supergespannt, wie sich das auflösen wird, oder auch nicht. Auf jeden Fall war auch dieses Buch wieder sehr spannend, hat mich gefesselt, denn ich habe mit den Protagonisten gezittert, und getrauert. Es hat mit sehr gut gefallen, mich sehr gut unterhalten und ich vergebe fünf Sterne und empfehle es sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 17.10.2024

Gefährliche Zeiten

Der Plan der Gefährten
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Es sind gefährliche Zeiten für die Familie von Falkenbach. Denn Paul Friedrich steht 1941 unter immer strengerer Beobachtung. Schein bar gibt es Zweifel an seiner Regimetreue, denn nun hat es SS-Mann Alfred ...

Es sind gefährliche Zeiten für die Familie von Falkenbach. Denn Paul Friedrich steht 1941 unter immer strengerer Beobachtung. Schein bar gibt es Zweifel an seiner Regimetreue, denn nun hat es SS-Mann Alfred Breuer die Familien abgesehen. Paul-Friedrichs Freund Constantin Trost liefert eindeutige Beweise für die Gräueltaten an der Front und es laufen heimlich Planungen für den Sturz des Nazi-Regimes. Wilhelmine ist als Reitlehrerin in München und steht in engem Kontakt mit einer Widerstandsgruppe. Wie weit wird sie gehen? Da tritt Paul-Friedrich die Flucht nach vorne an und schmiedet den Plan sich mit seinem Feind Christian Weber auf einer Feier auf Gut Falkenbach zu versöhnen und das öffentlich. Wird er die Kontrolle behalten können?

Meine Meinung
Die Falkenbach-Saga geht spannend weiter. Wieder ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss zu stören vermocht hätten. Ich war wieder schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In der Hauptsache natürlich in die Freunde Paul-Friedrich und Wilhelm. Sie müssen sogar zu Hause aufpassen, was sie sagen, denn es gibt hier einen Spitzel. Wer das ist? Nun das muss der geneigte Leser selbst herausfinden. Auch ob sie diesem entgehen können. Die Ehe von Ferdinand und Elisabeth ist auch nicht so, wie sie sein sollte. Ich muss ehrlich sagen, dass mit Elisabeth schon immer suspekt und unsympathisch war. Dann gibt es da auch noch Gustav, der in Eglfing-Haar Dinge tun muss, die ihm zuwider sind. Wer weiß, nein ich glaube bestimmt, ist es damals vielen so ergangen. Und dann ist da noch Wilhelmine, die in München nicht mehr so agieren kann wie geplant, denn sie drohten aufzufliegen. Man sieht, das Buch birgt wieder eine Menge an Spannung und hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und mich gefreut, wenn mal wieder alles gut ausging. In einem Nachwort erklärt die Autorin was historisch ist. Das ist etwas, was mir sehr gut gefällt. Das Buch hat mich gefesselt und auch sehr gut unterhalten, daher von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

Veröffentlicht am 16.10.2024

Schöne Erzählung mit historischem Hintergrund

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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In Karlsbad im Jahr 1871 begegnen sich drei junge Menschen. Vicky, Tochter einer Londoner Industriellenfamilie, die die Ambition hat, den Ärmelkanal untertunneln zu wollen. Vicky selbst will die Welt mit ...

In Karlsbad im Jahr 1871 begegnen sich drei junge Menschen. Vicky, Tochter einer Londoner Industriellenfamilie, die die Ambition hat, den Ärmelkanal untertunneln zu wollen. Vicky selbst will die Welt mit allen Sinnen entdecken. Dann Paul, ein Ingenieur aus Berlin, möchte den Kurfürstendamm mitbauen, doch die Familienfirma erleidet einen schweren Schlag. Die dritte Person ist Auguste Escoffier, seines Zeichens Koch, will als Meisterkoch aus Paris die französische Küche entscheidend prägen. Noch werden seine Künste nicht gewürdigt. Diese drei glauben fest an zukünftige herrliche Zeiten, obwohl dunkle Wolken über Europa aufziehen. Sie ahnen nicht, dass politische Umbrüche den Frieden erschüttern und auch ihr Leben verändern werden. Das schciksal von drei Menschen, eine Welt in der ein offenes Europa möglich zu sein scheint, bis es sich selbst zerstörte.
Dies ist der erste Band einer Duologie über die Jahrhundertwende.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder leicht und flüssig lesen, so wie ich es von dem Autor gewohnt bin. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen. Zu Anfang erschien es mir etwas langatmig. Drei junge Menschen, zwei männliche eine weibliche Person. Werden zwei davon irgendwie zusammenfinden? Mit Fortschreiten der Erzählung wurde es dann doch zunehmend spannender. An einer Stelle war ich etwas enttäuscht, denn es gab ein Zeitbruch bei Vicky von ein paar Jahren und man konnte zwar etwas vermuten, doch die Gewissheit bekam man erst viel später. Weiter kann ich dazu nichts schreiben sonst spoilere ich. Dann das Tunnelprojekt, gab es das damals wirklich schon? Ja laut Wikipedia gab es das damals schon, wieder was gelernt. Doch ich musste dies bei Wiki nachlesen, ich hätte mich gefreut, darüber im Nachwort etwas zu lesen. Dass es den Meisterkoch Auguste Escoffier tatsächlich gab, das wusste ich schon aus einem anderen Buch. Alles in Allem war die Geschichte der drei betroffenen Personen sehr schön geschrieben und bar auch einiges an Spannung. Auch hat mir der Ausgang sehr gut gefallen und ich bin auf den zweiten Band, der ja im Hebst nächsten Jahres erschienen soll, sehr gespannt. Es gibt auch ein Personenregister, dabei sind die historischen Personen mit einem Stern versehen. Von mir trotz der winzigen Mängel fünf Sterne und eine Leseempfehlung.