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Veröffentlicht am 10.05.2018

Leander und Jana - echt, authentisch und viele Emotionen

Nichts ist gut. Ohne dich.
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Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, muss ich gestehen, hab ich mich sofort in das wunderschöne minimalistische Cover verliebt. Es ist schlicht, Grundfarbe weiß, aber darauf ein rot gesprenkeltes ...

Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, muss ich gestehen, hab ich mich sofort in das wunderschöne minimalistische Cover verliebt. Es ist schlicht, Grundfarbe weiß, aber darauf ein rot gesprenkeltes Herz, das so ins Auge sticht und mich schon daher angesprochen hat. Auch selbst die Buchgestaltung ist ganz liebevoll und passt einfach zu den Hauptprotagonisten Leander und Jana.

Lea Coplin ist ein Pseudonym der Autorin, bekannt ist sie auch unter den Namen Alexandra Pilz oder auch als Anne Sanders. Ich selbst kannte zuvor noch nichts von ihr, aber bin total neugierig auf ihre anderen Werke geworden und ganz besonders freue ich mich auf „Nichts zu verlieren. Außer uns.“ das im September 2018 folgen wird und es hier um einen anderen besonderen bereits bekannten Darsteller gehen wird.

Für alleLesewütigen und Liebhaber von ehrlichen, ergreifenden und authentischen Geschichten aus dem Leben, ist dieses Buch ein absolutes Muss! Eine mitreißende Handlung über eintragisches Ereignis und den daraus resultierenden Schicksalen, die Hürden des Lebens, Freundschaften, Hoffnung, Selbstfindung, Vertrauen und Liebe.

„Mein dummes, trügerisches Herz klopft einmal mehr so schnell, dass ich es in meinem ganzen Körper spüre. Der Rhythmus ist nervenzehrend, mehr noch, als sich die Stimme in meinem Kopf darüberlegt: Er war nicht zufällig hier.“

Zum Inhalt: Janna Sailer (18) lässt nichts an sich ran. Einen festen Freund hat sie nicht, nur eine Affäre. Einen Plan fürs Leben hat sie auch nicht, nur einen Job und ihre Familie … lieber nicht drüber reden, sie reden ja auch nicht wirklich miteinander, seit Janas Bruder Tim vor sechs Jahre bei einem Autounfall ums Leben kam. Doch dann taucht plötzlich Leander Jorges (22) auf. Der damals den Wagen fuhr. Steht vor ihr mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben möchte. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht. Das Leben leuchtet wieder. Für beide. Doch kann sie diesen Jungen wirklich in ihr Leben lassen?

Aufgrund der Leseprobe hatte ich mir Jana anfangs anders vorgestellt, jedoch liegt meine Sympathie auf ihrer Seite. Jana rebelliert, macht das was ihr in den Sinn kommt und lebt ihr Leben derzeit so, wie sich sich damit halbwegs wohlfühlt. Sie weiß zwar noch nicht so wirklich was sie erreichen möchte, aber wenigstens macht sie etwas. Dennoch ist sie etwas festgefahren in ihrer Lage und ihr wird auch schnell vieles gleichgültig. Jana redet zwar manchmal schneller, als vorher den Kopf einzuschalten, aber lieber ehrlich und direkt, als alles nur in sich hineinzufressen. Natürlich stösst sie so manchen damit vor dem Kopf.
Und steht da plötzlich Leander vor ihr, von dem sie nie eine Erklärung bekam, warum er vor sechs Jahren gegangen ist und nie wieder etwas von ihm gehört hat. Plötzlich ist deine Vergangenheit wieder da und alle Erinnerungen steigen wieder hoch. So groß auch der "Hass" im ersten Moment sein möchte, so groß ist auch der Drang mehr voneinander zu erfahren und vielleicht wieder die alte Vertrautheit wiederzuerlangen, auch wenn sich beide verändert haben.

„Und nun lebe ich wieder. Und es tut wieder weh. Und ich wünschte, die vergangenen zwei tage wären nie, nie passiert.“

Leander, macht zu beginn eher einer verpeilten, planlosen und etwas verwahrlosten Eindruck, aber das ist er nicht. Er bekommt vielleicht nicht alles immer so schnell mit, aber er hat ein großes Herz, ist für seine ihm wichtigen Personen da und auch für seine chaotischen Freunde Bela und Max. Dieser sind auch ganz besonders, aber sind echte Charaktere und egal wie komisch ihr WG-Leben manchmal mitspielen mag, sie überlassen sich nicht sich selbst. Leander musste so einiges einstecken in seinem Leben und hat einen großen Preis dafür getragen. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine kranke Mutter und an Jana kommt er einfach nicht vorbei. Beide schwirren doch immer wieder, wie die Motten um das Licht. Bis beiden irgendwann klar wird, dass sie über die Vergangenheit reden müssen, diese abschließen und sich gegenseitig heilen könnten. Leander ist ein toller Charakter.

„Ich weine um Henrik, den ich verletzt, um Leander, den ich gebrochen habe, und um meinen toten Bruder, der mich nicht mein Leben leben lässt.“

Der Schreibstil ist locker, flüssig, leicht und spritzig. Die Seiten fliegen einfach so dahin. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Sprache ist dem Alter angepasst, aber durch die Sicherheit mit der Wortgewandtheit merkt man, dass hier nicht zum ersten Mal ein Buch geschrieben wurde. 
Die Dialoge und Erzählungen sind sehr unterhaltsam, erfrischend, strotzen vor unterschwelligem Sarkasmus, einem leichten Humor, sind aber auch unheimlich herzerwärmend und dann wieder tief traurig und selbstzerstörerisch für die Protas. Es wird hier abwechselnd aus beiden Sichten in der jeweiligen Ich-Perspektive wiedergegeben. Das hat mir sehr gut gefallen und jeweils von Jana und Leander einen guten Einblick verschafft. Gerne hätte ich zum Schluss noch ein paar Worten zu seinen Gedanken von Leander selbst erfahren, aber dafür hat er kleinen Botschaften in Zetteln hinterlassen, die sich auch auf den Bucheinband wiederfinden. Die gesamte Geschichte ist sehr authentisch, ehrlich und einfach echt, es ist nicht überspielt und die letzten 50 Seiten haben nur so vor Emotionen gesteckt. Ich fühlte mich sehr wohl beim lesen, konnte schmunzeln, mitfiebern, die Stirn runzeln, leise weinen und fühlte mich durchweg gut unterhalten.

„Sex kann ich. Was ich nicht kann, ist der ganze Rest.“

Mein Fazit: Ein wunderschöner, ungezwungener, echter und liebevoller Roman der mich durchweg mitreißen konnte und den ich guten Herzens einfach nur weiterempfehlen kann. Gehört definitiv ab jetzt zu meinen Lieblingsbüchern <3
Freue mich dann einfach mal auf Max.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Wer spielt hier eigentlich mit wem?

Das Böse in deinen Augen
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Nachdem ich von „Die stille Kammer“ so begeistert war, habe ich mich riesig gefreut den neusten Psychothriller von Jenny Blackhurst lesen zu dürfen.

Zum Inhalt: Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, ...

Nachdem ich von „Die stille Kammer“ so begeistert war, habe ich mich riesig gefreut den neusten Psychothriller von Jenny Blackhurst lesen zu dürfen.

Zum Inhalt: Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?
Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen ...

Dieses mal habe ich länger gebraucht um überhaupt in die Geschichte hereinzukommen, es ist zwar so einiges passiert, aber auch viel drum herum zu der Entstehung erzählt worden oder nur angedeutet worden. Dabei hat der Prolog einen guten Spannungsaufbau gezeigt. Zum Ende hin hat mir das Buch wesentlich besser gefallen und die Spannung war auch wieder da. Die Geschichte hat mich einfach nicht gefangen gehalten und genau wie die Handlung, ist man immer wieder von abgesprungen. Es passieren nebenher auch viele mystische und unheimliche Dinge, dass man an so einige Horror oder paranormale Geschichten erinnert wurde. Der Leser wird lange in die Irre geführt, ob es sich eher um einen Mysteriethriller handelt oder dass Spiel mit der Psyche hinters Licht geführt wird.

Was mir wider gefallen hat, dass die Autorin auf Blutvergießen verzichtet, es passieren zwar Unfälle und es geschehen Dinge, jedoch werden diese auch nicht im Detail beschreiben. Zum Ende hin kam wieder diese Gedankenspielchen mit dem was denn nun wirklich passiert ist und wie es sich auflöst oder löst es sich überhaupt auf. Wer hat denn nun wen hier hinters Licht geführt?

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gefallen und ich war sofort in den Geschehnissen drin. Es hat sich leider diesmal nur zu sehr gezogen und dadurch ist die Spannung und diese fesselnde Stimmung immer wieder abgebrochen. Die einzelnen Kapitel haben eine ungefähre gleichbleibende kurze Leselänge und dadurch fließ der Text noch schneller dahin. Die Handlung wird aus zwei Perspektive wiedergegeben und zwar von Elli und Imogen. Wobei mir die von Elli besser gefallen haben und hier auch das wesentliche passiert ist.

Das Cover gefällt mir sehr gut, nur ist daraus nichts zu erahnen, außer das man das Genre erahnen kann und der Titel gibt natürlich das übrige dazu. Der Originaltitel gefällt mir nicht so sehr, aber das Coverbild hätte auch gerne im deutschen übernommen werden.

Mein Fazit: Leider konnte mich dieser Pyschothriller nicht komplett überzeugen, hatte aber auch einige gute Ansätze und das Ende hat wieder viel herausgeholt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Geschichte
Veröffentlicht am 01.05.2018

Das Mädchen aus der Welt der Unbegabten

Zwei Welten
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Eine wunderbare Erzählung über Begabte und Unbegabte in zwei Welten innerhalb eines Universums. Eine junge Frau der großes bevorsteht mit Gaben und Aufgaben für eine bessere Zukunft. Der 2. Teil befindet ...

Eine wunderbare Erzählung über Begabte und Unbegabte in zwei Welten innerhalb eines Universums. Eine junge Frau der großes bevorsteht mit Gaben und Aufgaben für eine bessere Zukunft. Der 2. Teil befindet sich gerade in der Entstehung. Der Verlag sagt selbst: „Eine fantastische Geschichte, welche von Glücksgefühl über Fassungslosigkeit bis hin zu tiefer Trauer alle Ebenen berührt.“ Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

Zum Inhalt: In einem Verbund von magisch begabten Menschen wird alle zehn Generationen ein Kind geboren, bei dem die Fähigkeiten besonders stark sind. Als die 17-jährige Charlotte (Charlie) Shearer in diese Gesellschaft eingeführt wird, beginnt für sie ein neues, von ungewohntem Wohlstand geprägtes Leben. Doch schon bald muss sie erkennen, dass dieser Luxus ein Opfer von ihr verlangt, welches sie nicht zu bringen bereit ist. Um dieser Forderung entgegentreten zu können, bleibt ihr keine andere Wahl: Charlotte muss ihre Fähigkeiten einsetzen.

Die Handlung selbst spielt im modernen London. Ganz langsam, aber unheimlich packend wird der Leser in diese fantastische Welt eingebettet. Genauso auch wie Charlotte selbst. Sie wächst zuerst wohl behütet mit ihrem Bruder und ihren Eltern auf, doch nach dem Tod des Vaters ändert sich auch das Zusammenleben mit ihrer Mutter. Ihr Bruder Daniel holt sie eines Tages dort raus und stellt sie ihrer neuen Bestimmung und einer neues Gesellschaft vor. Charlie ist zunächst von allem überwältigt, saugt alles ganz wissbegierig auf, dennoch ist sie schüchtern und auch etwas naiv. Aber ganz allmählich kommt sie hinter diese augenscheinliche Glanzwelt, erfährt, dass es auch hier Regeln und Konventionen gibt, mit denen sie nicht ganz einverstanden ist, denn auch sie möchte endlich ihren freien Willen äußern können und sie frei entwickeln. Denn auch Charlie möchte nicht von einem Gefängnis in das nächste umziehen. Sie hat eine großes Herze, eine kämpferische Natur und gibt so schnell nicht auf. Sie lebt von ihren Emotionen und Gefühlen und zeigt diese auch offen.

Diese Gesellschaft ist sehr alt und auf der ganzen Welt vertreten. Sie haben ihren festen Regeln und Grenzen, jeder einen Rat, einen Wächter der Schriften, manchmal altertümliche Ansichten, einen Hüter der Gesellschaft und die angehörigen Personen haben besondere Gaben, Fähigkeiten oder auch Aufgaben und altern sehr langsam. Selbst die Verbindungen zwischen Mann und Frau werden vorgeschrieben und bestimmt. Alle sind irgend schön und reich. Zudem gibt es verschiedenen farbliche Gruppierungen, denen auch verschiedene Grade und Aufgaben zuteil sind.
Auch Charlie hat besondere Gaben mit ihrem 18. Geburtstag bekommen, welche das ist, müsst ihr selbst herausfinden.
Aber auch hier gibt es eine losgesagte Gegenseite, die sich gegen die Gesellschaft in diesem Fortbestand auflehnt.

„Diese Gesellschaft und ihre Regeln stehen für eine zeit, die längst vergangen ist. Und der Rat tut alles, um diese Zeit auch nach Jahrhunderten ihres Auslaufens bis in eine Zukunft zu tragen, die längst nicht mehr existiert.“

Es werden sehr viele mitwirkenden Charakteren erwähnt, einige müssen auch wieder gehen, aber da es sich seicht aufbaut und wirklich alles perfekt erklärt wird oder sich ergibt, habe ich mit der Zuordnung überhaupt keine Probleme gehabt. Sicherlich weiß ich nicht mehr jeden einzelnen Namen, aber ich finde mich zurecht und kann unterscheiden. Der Autor hat sich hier auch wesentlich auf die wichtigen und bedeutenden Charaktere bezogen. Besonders darunter mochte ich natürlich Charlie, ihre Freundin Nicole, ihren Bruder Daniel, ihren Bodyguard Steven, Adam (aber erst viel später), Arthur (mal mehr mal weniger) und einige ihrer ihr positiv zugewandten Personen. Auch Jules Gerard hat bisher einen positiven Eindruck bei mit hinterlassen, selbst der charismatische Markus bleibt im Gedächtnis. Aber egal auf welcher Seite sie stehen, alle Charaktere wurden toll und eigen dargestellt und man konnte sein eigenes Bild erschaffen. Sie glänzen mit und in ihrem Element.

Der Schreibstil ist einfach nur wunderbar und sehr stilsicher. Man wird sehr fesselnd durch die Handlung geführt und möchte immer erfahren, wie es nun weitergeht. Die einzelnen Passagen, Beschreibungen, Momente, Ereignisse Fähigkeiten und Elemente wurden faszinierend und beeindruckend sowie sehr bildhaft beschrieben und man fühlte sich lebendig dabei. Ich mochte diese Art der Darstellung sehr, da man immer direkt das Bild vor Augen hatte. Die Handlung selbst ist sehr spannend, geheimnisvoll, fesselnd, abenteuerlich und auch kämpferisch. Aber auch große Emotionen und die Rolle der Liebe spielen hier ganz stark mit und das in ihren verschiedenen Facetten. Die Sympathie oder Antisympathie wurde gefühlvoll und authentisch rübergebracht. Da Gefühle sowieso eine Rolle spielen, spürt man diese auch durch das ganze Buch hinweg. In der Geschichte selbst geht es um Macht, Abhängigkeit, Gewalt, Politik durch den Rat und freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie Selbstbestimmung, das brechen alter Konventionen und neue zulassen. Die 72. Kapitel haben unterschiedliche Leselängen von mir dem vorliegenden Print in 736 Seiten. Trotz der vielen Seiten kam es mir nie zu langatmig, langweilig oder irgendwie unnötig in die Länge ziehend vor. Es war in sich stimmig und durch diesen tollen Schreibstil und dieser Idee der Geschichte, hat man sich fließend und neugierig durch die vielen Seiten gelesen. Erzählt wird alleinig aus der Sicht von Charlie in der Ich-Perspektive. Ein Perspektivenwechsel hätte für mich hier auch wenig Sinn gemacht, denn es geht ja um Charlie und das drum herum wurde ausreichend erklärt.
Neben vorhersehbaren Handlungsfortlauf gab es auch immer wieder Wendungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat und der Handlung immer wieder neuen Aufwind gab.

Selbst das Ende ließ mich etwas melancholisch zurück und wenn die Geschichte hier enden würde, müsste ich es so hinnehmen, auch wenn meine Fragen noch nicht alle beantwortet wurden. Daher ist der Cliffhanger sehr passend und das gute ist ja, das es weitergehen wird. Darauf freue ich mich sehr.

Auch das Cover gefällt mir sehr gut und es spiegelt sich selbst in der Handlung wieder. Denn wer auf Charlie´s Personenbeschreibung trifft, wird sich fragen, welche Bedeutung dahinter steckt, aber versprochen das findet man heraus.

Mein Fazit: Eine sehr gelungene, bildhafte und fantastische Geschichte mit seichtem Anstieg und viel zum Nachdenken über eine etwas merkwürdige und altmodische Gesellschaft. Die Hauptprotagonistin begibt sich auf eine Reise ihrer persönliche Entwicklung und auf die Suche nach ihren eigenen besonderen Gaben und Fähigkeiten.

Veröffentlicht am 30.04.2018

Wahnsinns Auftakt, gute Genremischung mit unterschwelligem Humor

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
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In einer Welt, in der Magie alles bedeutet - Reichtum, Macht und Ansehen. Eine Welt, in der Familiendynastien das Schicksal der Menschen bestimmen, Kriege führen und Politik beeinflussen.

In der heutigen ...

In einer Welt, in der Magie alles bedeutet - Reichtum, Macht und Ansehen. Eine Welt, in der Familiendynastien das Schicksal der Menschen bestimmen, Kriege führen und Politik beeinflussen.

In der heutigen modernen Welt in der Methropole Houston, umgeben von Begabten mit Magie, Liebe, und elektrisierende Spannung, ist „Das Erbe der Magie“ der Auftakt zur Hidden-Legacy-Trilogie. Band 2 "Tanz des Feuers" und Band 3 "Wilde Schatten" sind bereits in Vorbereitung, aber die Erscheinungsdaten für die deutsche Übersetzung leider noch nicht bekannt.

Zum Inhalt: Seit dem Tod ihres Vaters ist Nevada Baylor (25) die Hauptverdienerin in ihrer Familie. Als Privatdetektivin übernimmt sie jeden Fall, um alle über Wasser zu halten - sie lässt sich sogar auf einen Auftrag ein, der sie in Lebensgefahr bringt. Nevada soll einen mächtigen Feuermagier dingfest machen, als ihr Weg den von Connor "Mad" Rogan (28) kreuzt. Rogan ist tödlich, sexy, eiskalt und auf der Suche nach demselben Verdächtigen wie Nevada. Um am Leben zu bleiben, muss sie mit ihm zusammenarbeiten - hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch zu fliehen und der Leidenschaft, die zwischen ihnen beiden brennt. Denn Rogan geht ihr unter die Haut - aber Liebe ist in dieser Welt so gefährlich wie der Tod!

Zu Beginn habe ich noch gehadert, ob das Buch etwas für mich ist. Ja ich mag Magie, aber nicht zu viel Action in Form von Kämpfen, wohl dosiert und in einer guten Mischung lese ich es gerne. Ich bin ehrlich, ich habe nicht genau gewusst, was mich erwartet und ich bin sehr positiv von diesem ersten Teil der Trilogie überrascht. Diese Genremischung ist so mitreißend und gut gelungen. Zudem dachte ich, dass eventuell auch mehr Erotik dabeisein würde, aber es gibt viele knisternde Momente und Tagträume, aber mehr als über das Küssen geht es nicht hinaus und das macht es wiederum so besonders. Das heißt, ich bin so froh diese Geschichte kennengelernt zu haben und freue mich schon jetzt auf die hoffentlich baldige Fortsetzung.

Nevada ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist eine Frau mitten im Leben, die ihren Mann steht. Versorgt ihre Familie und hält sie zusammen. Alle agieren irgendwie im Familienunternehmen mit und sind einfach herrlich. Besonders die Oma sticht nochmal so richtig schön heraus und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen. Nevada ist eine starke, taffe, kluge Frau, die sich von Äußerlichkeiten und Geld nicht beeindrucken und beeinflussen lässt. Sicher lässt sie sich auch mal ablenken, aber dennoch bleibt sie straight und besinnt sich schnell auf die wichtigen Dinge. Ich liebe ihren unterschwelligen und gedankenreichen Humor und sie hat mir so einige Schmunzler verpasst. Auch in Nevada steckt eine bestimmt Magie, jedoch eine nicht so mächtige wie bei anderen, aber sie weiß sie einzusetzen und sich zu wehren. Sie hat einen großen Gerechtigkeitssinn und tritt für die ein, die ihr wichtig sind oder es verdient haben. Doch in nevada schlummert noch mehr, etwas großes und ich bin davon überzeugt, dass sie noch so einige Überraschungen parat hat, von denen sie vielleicht noch nicht mal selbst weiß. Sie wuchs wohlbehütet auf, vielleicht zu wohlbehütet, denn die wichtigsten Magieregeln muss sie erst noch erlernen.

Adam Pierce wegen dem viel Aufregung passiert und der im Mittelpunkt der Geschehnisse steht, ist eine verzogener, arroganter junger Rebell, der sich eggen das System auflehnen will und damit viel Unruhe stiftet und sein Zerstörungswahn dabei keine Grenzen findet. Doch er wird lernen, dass nichts alles nach seiner Pfeife tanzt.

Connor „Mad“ Rogan beherrscht eine sehr starke Magie in sich, aber manchmal gehen einfach die Pferde mit ihm durch und er will zu schnell zu viel, so dass man ihn einfach stoppen muss, insbesondere Nevada. Connor ist ein charismatischer Mann, wurde auch schon benutzt, hat inzwischen sein eigenes Imperium aufgebaut und verlangt viel, kümmert sich aber um seine Leute. Geld spielt für ihn keine Rolle, aber er lässt sich bewusst nicht mehr benutzen, sondern handelt für sich selbst. Doch hat er sich etwas in den Kopf gesetzt, versucht er dieses auch zu bekommen. Aber er muss niemanden etwas vorspielen, er ist ehrlich, geradeheraus und kann in seinen Mitmenschen manchmal wie ein Buch lesen.

Man es mit einigen Mitwirkenden zu tun, doch diese treten wohldosiert und nicht in Massen auf, so dass ich erst anfänglich aber später keine Probleme damit hatte mir zu merken, auf wen ich achten muss. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und glänzen jeder mit seinem Talent und Element, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger. Die einzelnen Erklärungen zu den verschiedenen Häuser/Familien, Magie-Arten, Träger und deren Status wurden für mich verständlich und genaustens abgegeben. Auch gefiel mir hier die Einführung und das Vorwort zu Beginn des Buches. Natürlich gibt es da noch so einige Geheimnisse, aber die halte ich auch für nötig, denn es muss ja auch noch was für die Folgebände geben.

Die Handlung entwickelt sich rasant fort und lässt keine wirklichen Verschnaufpausen. Immer wenn man denkt es kehrt etwas Ruhe ein, geschieht etwas neues. Zu Beginn erfolgt noch die seichtere Einführung, doch selbst da erfährt man schon, wie der Job von Nevada ablaufen kann und ab da wo Mad Rogan auftaucht überschlagen sich die Ereignisse. Der Epilog gibt kleine Aussichten auf den Folgeband und ich bin mir sicher, dass dieser wird diesem hier ins nichts nachstehen.

Auch die verschieden Dialoge um Nevada und Connern sorgen für so einige Schmunzler- und Schmachtaugenblicke un definitiv einige Lacher. Das lockert das Buch so wunderbar auf. Die gemeinsamen Momente die die beiden manchmal erleben sind zum Dahinschmelzen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und zieht dich regelrecht leicht und fesselnd durch das gesamte Buch hinweg durch. Die einzelnen Geschehnisse und dargestellten Handlungen beeindruckend sowie bildhaft dargestellt, so dass man die Magie förmlich miterleben und spüren konnte. Man fühlte sich einfach lebendig dabei. Die Handlung selbst ist überraschend, spannend, fesselnd, gut dosierter Humor, Actionreich, aber nicht überladend und knisternde Momente, was will man denn mehr.
Die Geschichte spricht auch ernste Themen wie Macht, Abhängigkeit, Gewalt, Politik und freie Entfaltung der Persönlichkeit an. Die Kapitel haben eine unterschiedliche, auch mal lange Leselänge. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Nevada ab den Kapiteln. Zuvor und im Epilog werden aus anderen Perspektiven berichtet.

Mein Fazit: Für mich ein überraschendes Leseerlebnis und ein wahnsinnig toller Trilogiestart mit einer gelungenen Genremischung. Freue mich sehr auf den 2. Teil und hoffe, dass man nicht zu lange warten muss. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.04.2018

Es ist nicht alles wie es scheint zu sein

The Agent
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Zum Inhalt: Als Mia vom Tod ihres Lebensgefährten Paul erfährt, bricht ihre Welt in Stücke. Nichts wird so werden, wie sie es sich ausgemalt hat. Aufopfernd steht ihr Dario, Pauls bester Freund, zur Seite. ...

Zum Inhalt: Als Mia vom Tod ihres Lebensgefährten Paul erfährt, bricht ihre Welt in Stücke. Nichts wird so werden, wie sie es sich ausgemalt hat. Aufopfernd steht ihr Dario, Pauls bester Freund, zur Seite. Doch Dario konnte Mia noch nie sonderlich gut leiden. Weshalb seine plötzliche Fürsorge? Und seit wann fühlt sie sich zu Dario hingezogen? Warum verschwindet er immer wieder und weicht ihren Fragen aus? Welches dunkle Geheimnis verbirgt er vor ihr, das ihr Leben erneut zerstören wird?

Als Mia so plötzlich alleine dasteht, sind es ihre Freunde die sich um sie kümmern und immer für sie da sind, sich abwechseln mit Aktionen, obwohl sie das nicht unbedingt möchte, aber sie geben Mia nicht auf. Auch wenn ihrer Freunde so ihre eigenen Probleme im Leben zu meistern haben. Irgendwann besinnt sich Mia, verpasst sich eine neue Frisur und schreibt sich eine persönliche To-Do-Liste, mit den Dingen, die sie noch nie gemacht hat und machen möchte. Auch die Beziehung zwischen Dario und Mia ändert sich, er geht anders mit sie um und passt auf sie auf, bis es ihr wieder besser geht. Und so langsam sieht auch Mia ihn mit ganz anderen Augen. Eines Tages werden ihr jedoch Tatsachen anvertraut, mit denen sie so schnell nicht umgehen kann und ihre letzten Jahre in einem völlig neuen Licht erblicken lassen.
Doch Mia ist stark und rappelt sich immer wieder auf. Ihre Gefühle äußert sie offen, auch wenn nicht immer bewusst, aber sie muss sich einfach Luft machen und agieren, statt es in sich hineinzufressen. Auch in ihrer neuen Lebensaufgabe, opfert sie sich völlig auf.
Dario ist ein geheimnisvoller Mann, ist mal Tage lang weg und plötzlich wieder da. Er sorgt sich um Mia, sie war schließlich die Freundin seines besten Freundes und er hasst sie überhaupt nicht, das macht er ihr auch ganz langsam klar. Doch Dario hat es drauf Mia immer wieder vor vollendeter Tatschen zu stellen und sie hat nicht wirklich viel Entscheidungsspielraum.

Was mir so an den Büchern von Katrin Frank gefällt, ist dass diese eine schöne Mischung aus einer Liebesgeschichte und auf der anderen Seite abwechslungsreich und mit der nötigen Spannung gepaart sind. Auch hier kommt man wieder ganz ohne Kitsch und Klischee aus und es entsteht eine glaubhafte, nachvollziehbare und sich authentisch und ehrlich anfühlende Handlung. Die Handlung ist unvorhersehbar, spannend, einfühlsam, auch etwas Actionreich und auch mit süßer prickelnder Sinnlichkeit.

Der Schreibstil ist leicht und locker, wodurch die meist auch kurzen Kapitel nur so dahin fliegen. Man befindet sich sofort in der Handlung, ich konnte ihr nahlos folgen und fühlte mich wohl und unterhalten beim Lesen. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Mia und Dario im Wechsel erzählt. Es hat mich ganz besonders gefreut, dass diesmal auch der männliche Part seine Sicht der Dinge näher bringen darf und man sich somit in seine Gefühlswelt einfinden darf.
Der Roman spielt an wechselnden Ort zwischen Österreich, Kroatien und Italien.

Mein Kritikpunkt ist, dass es viel zu schnell vorbei war. Das Buch hat in meiner E-Book-Version gerade mal 144 Seiten. Aber positiv dadurch, das sich auf das wesentliche konzentriert wird und nichts unnötiges in die Länge gezogen werden muss. Die Tiefe auf den Fokus war vorhanden und konnte mich überzeugen.

Mein Fazit: Ein kurzes, aber sehr schönes Lesevergnügen, welches dich den Alltag vergessen lässt. Ich vergebe sehr gerne 4,5 von 5 Sternen.