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Veröffentlicht am 01.09.2023

Und dann kam alles anders...

Als der Wind die Träume fing
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Es war einmal ein kleines Navajo-Mädchen … Eine mitreißende Geschichte über schicksalhafte Begegnungen, unglaubliche Zufälle und eine Ranch in Colorado. Ein magischer Ort, an dem nicht nur ein Herz sein ...

Es war einmal ein kleines Navajo-Mädchen … Eine mitreißende Geschichte über schicksalhafte Begegnungen, unglaubliche Zufälle und eine Ranch in Colorado. Ein magischer Ort, an dem nicht nur ein Herz sein Zuhause findet. Bilderreich und hochemotional. Viel besser kann man diesen berührenden und außergewöhnlichen Roman gar nicht beschreiben.

Es wäre kein Lisa Torberg Roman, wenn es nicht wieder einiges Wissenswertes zu berichten gäbe und ich lege euch ans Herz immer ihre Vor- und auch Nachworte zu lesen.
Ohne Umschweife geht es direkt in die Story. Es geht zu Liz und ihren Großvater Edward Winslow. Beide haben eine besondere Geschichte zueinander, aber liest diese einfach selbst.
Zeitgleich begibt man sich in ein Gebiet der Rocky Mountains in Colorado zu den Navajo´s. Dort lebt ein kleines Mädchen, namens Sialea-lea (7) mit ihrer Familie des Herzens. Die kleine fühlt sich wohl auf der tierischen Ranch und bekommt dort alles was sie braucht. Dennoch könnte ihre aufgewecktes und halberwachsenes Wesen auch eine ganz besondere Förderung vertragen. Sie hat einige Klassen übersprungen und ist sehr wissbegierig, aber reizt man einfach jemand so aus dem Schoß seiner Familie. Die kleine hat es nicht leicht, denn nicht jeder kann mit dieser Intelligenz etwas anfangen. Da kommt wieder Liz ins spiel, aber ob sie auf Gegenliebe trifft, gilt es herauszufinden.

Die Handlung selbst spielt sich über einen kurzen Zeitraum ab, dennoch gibt es genügend Einblicke in die Vergangenheit aller Mitwirkenden. Diese Geschichte hat ein ganz besonderes Flair, besonnen, tiefgründig, ausgewogen, mitreißend in seiner Darstellung und ist mit sehr liebreizenden Charakteren besetzt. Natürlich haben alle ihren eigenen starken willen, aber gerade das zeichnet die Story aus und das harmonische Zusammenspiel zeigt sich ebenso. Es liegt hier kein klassischer Liebesroman vor, doch die liebe ist allgegenwärtig in seinen verschiedensten Farebn und Formen. Die zentralen Themen sind Vertrauen, Liebe, Familie, das persönliche Glück, die Zukunft, der Beruf, Freunde, Ängste zu bekämpfen und sich nicht zu verstecken und vor allen die freie Entfaltung. Während des Lesens fühlt, träumt, schmunzelt und leidet man innerlich selbst mit.

Elizabeth Winslow, ist ei sogenanntes Superbrain und lebt in Boston. Von klein auf ist sie super intelligent und durch die besondere Förderung ihres Großvaters hat sie es auch weit gebracht. Beide kümmern sich darum auch andere Hochbegabte, dass diese in der normalen Welt nicht unter gehen und ihre Gabe gefördert wird.

Chayton Ironcloud, ist einwaschechter Navajo und bei seinem Ziehvater Mato Whitefeather aufgewachsen. Er ist Geo- und Astrobiologe, sehr gefragt und kann sich vor Angeboten kaum retten.Nebenher führt er Touristen durch sein beeindruckendes Navajoland, als Native Guide, aber am liebsten verbringt er die Zeit mit seiner Familie zu Hause auf der Silverlight-Ranch. Momentan flüchtet er jedoch eher, da unangenehme Entscheidungen bevorstehen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, gewohnt stilsicher, mit gefühlvoll sowie einer emotionalen Dauerstimmung. Die bildlichen Beschreibungen und Hintergrundinformationen zaubern wunderschöne Kopfbilde rund man fühlt sich wie immer lebendig dabei. Man liest sich sehr leichtfüßig durch die unterschiedlichen Kapitellängen. Die Geschichte wird in der Erzählperspektive aus den verschiedenen Sichtweisen der mitwirkenden Charaktere erzählt. Das Buchcover ist bezaubernd und passt hervorragend zum Gelesenen.

Mein Fazit: Es ist ein ganz besonderer Roman, eine Herzensprojekt der Autorin und das merkt man mit jeder Zeile. Eine gefühlvoll und bildreiche Erzählung mit nachhaltigen Gedanken und ganz viel Liebe zum Detail. Und eindeutig der Star dieser Geschichte ist die kleine Sialea-lea.

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Veröffentlicht am 12.08.2023

Eine Kreuzfahrt mit Hauptgewinn...

Traummann an Bord
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„Traummann an Bord“ ist Band eins der Reihe Wellenträume und das 50. Buch der beiden Autorinnen Sylvia Filz & Sigrid Konopatzki. Für mich ist es jedoch mein erstes Leseabenteuer und gewiss auch nicht mein ...

„Traummann an Bord“ ist Band eins der Reihe Wellenträume und das 50. Buch der beiden Autorinnen Sylvia Filz & Sigrid Konopatzki. Für mich ist es jedoch mein erstes Leseabenteuer und gewiss auch nicht mein Letztes. Beide Bände dieser Reihe können völlig unabhängig voneinander gelesen werden, es handelt um andere Personen und Orte.

Es geht direkt hinein in die Handlung zu den beiden besten Freundinnen Anneke Dettmer und Tilda Ahrens. Beide sollen die Nordeuropa Luxus-Kreuzfahrt ihrer Mütter übernehmen. Tilda ist sofort Feuer und Flamme, endlich Urlaub, Abenteuer erleben und die Männerwelt erkunden. Und Anneke ist eher skeptisch, die vorsichtigere der beiden und steht kurz davor ihre erste eigene Apotheke zu eröffnen. Doch die Auszeit passt super hinein, bevor beide voll durchstarten und Tilda wieder auf dem elterlichen Obsthof gebracht wird. Es fehlt den beiden an Bord an nichts, selbst für die Ausflüge hatten die Mütter schon vorgesorgt und es geht direkt witzig los. Daneben lernen sie einige sympathische, aber auch skurrile Mitreisende kennen und dabei sind manche auf dem zweiten Blick erst richtig interessant. Auch das Herzklopfen soll nicht zu kurz kommen, aber auch Enttäuschungen und falsche Hoffnungen. Nach der Kreuzfahrt geht es zurück ins Alte Land, wo beide mit ihren Familien leben, doch der Roman ist hier noch lange nicht zu Ende.

Tilda, bei ihr dachte ich zuerst, sie ist so die feinere Dame, aber weit gefehlt. Die Frau kann anpacken, ist ein Kumpeltyp, nicht auf den Mund gefallen und ist ehrlich, treuherzig und man kann immer auf sie zählen. In der Liebe geht sie auch gerne mal aufs Risiko, nach dem Motto no risk no fun.

Anneke, ist da mehr die Sensiblere, macht sich über alles Gedanken, manchmal auch zu viel und geht lieber vorsichtiger vor. Dennoch ist sie weltoffen, freundlich, sympathisch offen für alle und halt ein Gefühlsmensch.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, flüssig, humorvoll mit Biss und einigen Überraschungen sind auch dabei. Neben der Landschaft entlang der Tour und in der Heimat gibt es auch super süße romantische und herzerwärmende Augenblicke. Es gibt kein großes Drama, das veranstalten die beiden Damen eher in ihren Köpfen oder umschiffen das problematische Fahrwasser. Manchmal fehlte mich so das Gefühl es Verliebtsein, obwohl es so einige wunderschöne Momente gab. Die Handlung schreitet rasant voran, so auch die Ereignisse, die sich ergeben.
Die Kapitel haben ungefähre gleichbleibende kurze Leselängen. Die Dialoge und Erzählungen sind sehr unterhaltsam, erfrischend, herzerwärmend, aber auch stellenweise nachdenklich. Die Handlung wird in der Erzählperspektive von Tilda und Anneke wiedergegeben.
Das Buchcover passt wunderbar zu Handlung und gefällt mich sehr gut

Mein Fazit: Ein sehr schöner Küstenroman über zwei besondere Freundinnen, die jeder Zeit durch dick und dünn gehen würden und so auch zusammen ihr Herz verschenken. Solche Romane erwärmen das Herz ganz locker und leicht. Gerne vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Am Ende der Welt...

Where have the Stars gone
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„Where have the Stars gone“ ist eine berührende Slowburn-Romance mit Rockstar und endlosen Sommertagen im traumhaften Island.
Ein stiller Roman über einen unheimlichen tiefen Schmerz, die Suche nach den ...

„Where have the Stars gone“ ist eine berührende Slowburn-Romance mit Rockstar und endlosen Sommertagen im traumhaften Island.
Ein stiller Roman über einen unheimlichen tiefen Schmerz, die Suche nach den richtigen Songtexten und der morgigen Zukunft.

Mit einem Prolog setzt die Story ein und Saga erlebt einen ihrer bisher schlimmsten Tage in ihrem Leben. Sie muss ihren besten Freund und lebenslangen Gefährten Ingvi zu seiner letzten Reise begleiten. Es stürzt sie in eine tiefe Traurigkeit, eine tiefe Krise und alles Zukunftspläne sind plötzlich nicht mehr fühlbar und zunichte. Um den nutzlosen Alltag zu entkommen, zieht es sie in die isländischen Highlands, zu ihren Freunden, die dort aus Warden den Sommer verbringen und von Camp zum Camp ziehen. Sie hat es noch nie gemacht, aber dort könnte sie sich Ingvi näher fühlen. Sie beginnt auch die Plätze aufzusuchen, die er bewandert ist. Saga bestreitet einen inneren Kampf, verzweifelt, wächst über sich hinaus und singt immer wieder tief in sich hinein, will zwischendurch aufgeben und glaubt an gar nichts mehr. Dort begegnet sie dem Rockmusiker Tyler, der auch etwas sucht und zwar Inspiration für das neue Musikalbum seiner Band. Ohne sich näher zu kennen, geben sich beide irgendwie halt und bekämpfen immer wieder ihre inneren Schweinehunde. Tyler schafft es auch Saga wieder neue Ziele zu geben. Doch die Zeit rennt schneller vorbei als geplant und Tyler muss zurück, eine Musiktour bestreiten. Doch was wird jetzt aus Saga? Es endet in einem Epilog.

Der Roman schreitet langsam voran und ist tiefgründig einfühlsam, man spürt den Schmerz, die Gefühle sind greifbar und es hat eine chillige Atmosphäre zwischen leidenschaftlichen Gefühlsausbrüchen. Die Handlung dreht sich um große Träume, Ziele, Tiefpunkte, die Hürden des Lebens, um die Liebe sowie Freundschaften, Hoffnungen, Selbstfindung, Vertrauen, Ängste, Eingeständnisse und Selbstvertrauen. Aber auch Mut, etwas zu wagen, über sich selbst hinauszuwachsen und einfach das für sich richtige zu tun. Daneben gibt es eine wunderschöne Landschaft zu erkunden, die von ganz rau, natürlich und rein, bis zum traumhaften Stellen reicht und hier das Wetter verrückt spielen kann. Es ist einfach pur und natürlich, wie der Romaninhalt und seine Charaktere.

Saga, 23, hat zusammen mit Ingvi Musik studiert. Ihr Traum war es nach Amerika zu gehen und dort groß rauszukommen, es zumindest zu versuchen. Sie haben ihre Musik und ihre Lieder selbst komponiert und auch sonst ihre Freizeit so gut wie möglich zusammen verbracht, nur in die Berge zog es Saga nie wirklich. Sie ist um keine Ausrede verlegen, weiß immer eine Antwort und findet einen Ausweg. Doch sofern es um ihre Gefühle geht, baut sie eine Mauer um sich herum, die es nur schwer zum Einbruch bringt. Doch im Grunde braucht sie nur ihre Zeit. Sie hat Lust am Leben und findet auch wieder den richtigen Weg für sich, auch wenn sie loslassen muss. Ihre Freunde sind ihr dabei eine starke Hand und versuchen alles, um sie aufzufangen.

Tyler, ist Rockstar, kommt aus Amerika und hat eine Band. Er ist der Leadsänger und braucht dringend eine Muse für das neue Album. Das erste hat er in einer bewegenden Lebensphase geschrieben und nun hat er angst, dies nicht ein zweites Mal bewerkstelligen zu können, vor allem, da er nun auch die ruhigeren Töne anschlagen möchte. Er glaubt dafür einen bestimmten Ort zu benötigen, so verschlug es in nach Island, auch wenn er völlig ahnungslos ist und nicht immer das Nötigste dabei hat. Bei Saga sieht er sofort die Traurigkeit und sie weckt irgendetwas in ihn, so dass er neuen Mut fasst und sich treiben lässt. Doch seine Zeit in begrenzt und sein Manager hängt ihm im Nacken.

Der Schreibstil ist locker, bewegend, dennoch leichtfüßig und einfach sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Dialoge und Erzählungen sind zart humorvoll bis schmerzlich treffend, gefühlvoll, emotional und tiefsinnig ehrlich, so dass die gesamte Gefühlspalette genutzt wird. Auch auf Songtexte und Textversuche muss man nicht verzichten. Dazwischen gibt es tiefgreifende Momente, nachdenkliche, aber auch romantische Augenblicke und vor allem viele naturnahe. Die Gefühle, die innerliche Zerrissenheit, sowie Verbundenheit ist förmlich zum greifen nach und jederzeit zu spüren. Saga erzählt ihre Geschichte aus alleiniger Sicht in der Ich-Perspektive.
Das Buchcover ist traumhaft schön. Isländische Rauheit mit unbändiger Naturgewalt. Es fehlen nur noch die buchstäblichen Sterne, die eine kleine Rolle im Roman spielen. Dazu gibt es auch noch eine Playlist.

Mein Fazit: Ein rundum ergreifender Roman über das Verlassen werden, loslassen zu lernen und einen neuen Weg zu finden. Umgeben von ehrlicher und gefühlsechter Musik.

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Veröffentlicht am 03.08.2023

Seine Wurzeln finden...

Der Duft nach Liebe und Lavendel
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Mit „Der Duft nach Liebe und Lavendel“ begebe ich mich auf mein 9. Leseabenteuer, von der Autorin Nicole Knoblauch. Diesmal geht es an die sommerliche Côte d’Azur, an die französische Rivera. Zudem geht ...

Mit „Der Duft nach Liebe und Lavendel“ begebe ich mich auf mein 9. Leseabenteuer, von der Autorin Nicole Knoblauch. Diesmal geht es an die sommerliche Côte d’Azur, an die französische Rivera. Zudem geht es darum ein Geheimnis zu lüften an Hand einer modernen Schnitzeljagd und die Liebe zu finden, kommt dabei auch nicht zu kurz. Ein wunderbarer Feel-Good-Roman über das Leben, die Erfüllung eigener Träume und über die Liebe, die für immer bleibt.

Direkt geht es in die Handlung hinein zu Rebecca und ihre abenteuerlicher Einlassung zu einer Reise an die Côte d’Azur. Für sie als Engländerin völlig neues Terrain mit dem französischen Flair, aber sie liebt es sofort, auch wenn sie der Sprache nicht mächtig ist. Doch die unverhoffte Erbschaft ist ihr ein Rätsel. So auch für Yanis, der gebürtiger Franzose ist. Zu ihrem Erbe könnte eine luxuriöse Villa mit Anwesen gehören und der Erlös daraus würde den Beiden nicht gelegener kommen. Doch zunächst heißt es einiges herauszubekommen. Sie kennen weder die Unbekannte, die ihnen das Erbe hinterlässt und es ist an Bedingungen geknüpft. Daher beginnt es den Hinweisen und Aufgaben in einer modernen Schnitzeljagd zu folgen und so immer näher an die Auflösung des Rätsels zu gelangen. Dabei müssen beide Hand in Hand zusammenarbeiten und kommen sich auch noch näher. Daneben gibt es wunderschöne Ziele entlang der Côte zu entdecken und die Urlaubssehnsucht greift nach einem. Land, Genuss, Schönheit fürs Auge und ein knisternder Wohlfühlroman, der ordentlich die Gefühle der Protagonisten durch wirbelt. Es endet in einem zukünftigen Epilog.

Die Handlung bewegt sich somit über wenige Wochen und die Charaktere zeigen ihr Wesen durch die enge Verbindung und ihre zwangsläufige Vertrautheit. Es war sehr schön mitzuerleben, was es alles zu erkunden gab, welche Rätsel gestellt wurden und was sich genauer dahinter verbirgt. Ich mochte sehr die Atmosphäre, die erst teils verschlossen Charaktere, bis sie sich immer mehr und mehr geöffnet haben und nicht nur die Suche nach der Lösung als Hauptthema zu erkunden war, sondern auch die Suche nach einen Selbst. Zudem ist es eine Reise in die Vergangenheit und eine Geschichte von den Wegen der Liebe.

Rebecca Davis (30), Engländerin aus London, lebt derzeit mit ihrem besten Freund Julian zusammen und kennt sich bestens im Hotel- und Tourismusmanagement aus. Ihr Traum ist das B & B ihrer Großmutter in Bath wiederzueröffnen. Sie ist eine sehr offene, aber dennoch vorsichtige Person. Sie genießt diese kleine Auszeit sehr und geht dabei sogar die Gefahr ein, ihr Herz zu verlieren.

Yanis Vidal (29), ist eine sehr charmanter Franzose, betreibt zusammen mit seinem Bruder einen Yachtverleih für die Reichen und Schönen und ist durchaus ein Genießer in jeder Lebenslage. Für Außenstehende wirkt er als Playboy und Lebemann, doch man kommt schnell hinter die versteckte Fassade, die ihm eine Zeit lang sicher begleitet hatte. Doch er ist so vieles mehr, kennt sich in der Gegend sehr gut aus und findet seine innere Ruhe wieder. Doch auf was er nicht vorbereitet war, war Gefühle für eine fremde Frau zu entwickeln und alles plötzlich in Frage zu stellen.

Der Schreibstil ist gewohnt wunderschön, locker, witzig, spritzig und dadurch fließt der Text nur so dahin. Die Dialoge sind einfach passend, egal zu welcher Situation und gehen ebenso ernsthaft in ihre Tiefe. Den Emotionen und Gedanken konnte ich jederzeit nachempfinden und dabei mitfiebern. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Handlung wird in der Erzähl-Perspektive von beiden Charakteren im Wechsel wiedergegeben. Die Trennung wird durch kleine Zeichnungen unterschieden. Die wunderschöne bildhaften Beschreibungen laden zum Träumen und ja auch ich könnte mich dort wohlfühlen.
Das Buchcover hätte besser nicht getroffen werden können. So trägt es nach Außen, was man auf alle Fälle im Inneren vorfindet. Am Ende des Buches gibt es auch Rezepte zu entdecken.

„Le coeur a ses raisons que la raison ne connait point. - Das her hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt. Blaise Pascal“

Mein Fazit: Ein wunderschöner Sommerroman entlang der französischen Rivera mit traumhaften Kulissen, temperamentvolle Charaktere und ein gut gehütetes Geheimnis, das gelüftet werden möchte.

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Veröffentlicht am 23.07.2023

Der Blutmond zur Unsterblichkeit...

Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit
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„Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit“ gehört zum Genre Romantasy um Vampire und ihre geheimnisvollen Intrigen.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, dessen Geschehen im Roman immer wieder thematisiert ...

„Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit“ gehört zum Genre Romantasy um Vampire und ihre geheimnisvollen Intrigen.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, dessen Geschehen im Roman immer wieder thematisiert wird. Grace möchte in Brixton neu beginnen und die letzten schrecklichen Wochen einfach nur vergessen. Seither plagen sie Alpträume und etwas ist da, was sie einfach nicht loslässt. Bei ihrem Lieblingssport dem Fechten trifft sie auf den charismatischen und etwas arroganten Will, den sie beeindruckend einfach stehen lässt. Um sich über Wasser zu halten beginnt sie in einem kleinen Café zu jobben. Alles fühlt sich gut an. Als sie beim Suchen von Kräutern etwas tiefer in den Wald hineinläuft, macht sie eine unfassbare Entdeckung, die ihr auch sogleich zum Verhängnis wird. Sie trifft auf den Manson Clan, dessen Oberhaupt kein geringer als Will ist. Sie wollen Grace mit in ihre Welt hineinnehmen. Es beginnt ein Abenteuer, ein Spiel um Intrigen, Vertrauen, neue Freunde und der Beginn einer prickelnden Liebe. Doch da ist etwas Dunkles, dass Grace an der Wahrheit zweifeln lässt und sie gerät ins trudeln. Und der Erzfeind Julien lässt es sich nicht nehmen, noch mehr Unsicherheit zu schüren. Es endet mit einem Epilog.

Man begibt sich in eine sehr rasante, abenteuerliche, fantastische und auch geheimnisvolle Reise. Ehrlich habe ich nicht damit gerechnet, dass es sogleich mitten ins Geschehen geht und vielleicht noch etwas zur Aufdeckung dauert, aber dem ist hier zu nicht. Dafür wird natürlich mit der Wahrheit und ihren Folgen sparsam und spannend umgegangen. Es macht Spaß zusammen mit Grace alles zu entdecken und das Knistern zwischen ihr und Will zu verfolgen. Die Handlung selbst spielt sich über einen sehr kurzen Zeitraum ab. Es geschehen immer wieder zielgerichtet Dinge, die zur Auflösung des Ganzes gehören. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant und bei manchen möchte man gerne noch mehr erfahren. Auch zum Verwandlungsverlauf und etwas mehr Interna hätten ich gerne noch erfahren. Dafür gab es einige schöne Twighlightvibes und Neues, was ich zu der Vampirwelt so noch nicht gelesen habe.

Olivia Grace Hormon, ist eine neugierige, aufgeweckte und kämpferische junge Frau. Von ihrer Familie sind nicht mehr viele Mitglieder übrig und es gibt verborgenes, das sie erst selbst herausfinden muss. Ihre Träume leiten sie, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Man versucht sie zu beeinflussen, jedoch hält sie ihre Augen und Ohren jederzeit offen und lässt sich nicht irritieren. Ein unsterbliches Leben ist für sie reißvoller als ein kurzes Ende.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, er wandelt auch etwas durch die Zeiten, bleibt aber erfrischend und einnehmend. Die einzelnen Kapitel haben eine ungefähr gleichbleibende Leselänge. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive aus der alleinigen Sichtweise von Grace wiedergegeben. Die Nebendarsteller bringen sich in den einzelnen Dialogen bestens ins Geschehen mit ein.
Die einzelnen Charaktere waren ausreichend herausgearbeitet, um ihr Wesen zu erkennen, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen ein paar Zeilen mehr gewünscht. Die Entwicklungssprünge sind hier sehr enorm. Auch fehlte mir etwas zum eigentlichen Talent von Grace.
Das Buchcover ist einfach nur wunderschön und ist mir sofort ins Auge gesprungen. Es hat unheimlich viel Wiedererkennungswert und die Farbgestaltung einfach ein Traum. Im inneren gibt es noch eine eigene Playlist.

„Der Blutmond steht direkt über uns, und sein majestätischer Anblick versetzt mich in Staunen. Das tiefe Rot taucht die Nacht in ein unheimliches, warmes Licht.“

Mein Fazit: Ein aufregender und mitreißender Roman mit neuen Vampirelementen und einem überraschenden Handlungsverlauf. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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