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Veröffentlicht am 05.11.2025

Schönes Buch, langweiliges Lied

Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein
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"Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein" ist "das Buch zum Kinderschutz-Rap" von Sonja Blattmann und Karin Derks, illustriert von Marina Halak.

Ich finde das Thema sehr wichtig. Kinder sollen spielerisch ...

"Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein" ist "das Buch zum Kinderschutz-Rap" von Sonja Blattmann und Karin Derks, illustriert von Marina Halak.

Ich finde das Thema sehr wichtig. Kinder sollen spielerisch lernen, Grenzen zu setzen und "Nein!" zu sagen, egal ob gegenüber Fremden oder Familienmitgliedern. Das wurde im Buch sehr schön umgesetzt und kindgerecht gezeigt. Die Illustrationen im Buch gefallen mir auch sehr gut.

Leider kann ich trotzdem nur 4 Sterne vergeben, weil ich das Lied dazu, den Kinderschutz-Rap, nicht so gut und nicht wirklich musikalisch ansprechend finde. Es hätte nicht unbedingt ein Rap sein müssen, Kinder singen meistens auch gerne. Und es gibt zum gleichen Thema und zu ähnlichen Themen sehr gute Kinderlieder, auch moderne Lieder, auch Raps, die es eher verdient gehabt hätten, dass man dazu ein Bilderbuch entwirft.

Nächstes Jahr ist mein Kind dann auch soweit, dass ich das Buch mit ihm lesen und den Kinderschutz-Rap anhören kann. Dann sehen wir weiter, vielleicht muss ich meine Meinung dann nochmal komplett revidieren.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Mord und von der Außenwelt abgeschnitten!

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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"Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste" ist ein Krimi von Kelly Mullen. Rosemary, von all ihren Freunden nur Mimi genannt, lebt auf Mackinac Island, einer kleinen Insel im Lake Huron, die ohne die ...

"Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste" ist ein Krimi von Kelly Mullen. Rosemary, von all ihren Freunden nur Mimi genannt, lebt auf Mackinac Island, einer kleinen Insel im Lake Huron, die ohne die Touristenströme im Winter ganz schön einsam und exklusiv ist. Sie bekommt unverhofft eine Einladung für eine Party zu einer der reichsten Bewohnerinnen, die sie dieses Mal nicht ausschlagen kann, denn es liegen Informationen bei, von denen Mimi auf keinen Fall will, dass sie in fremde Hände geraten - inklusive Erpresserschreiben. Sie ruft ihre frisch getrennte Enkelin Addie zu Hilfe, mit der sie seit einiger Zeit nicht mehr auf gutem Fuße steht - natürlich ohne ihr etwas von ihrem Geheimnis oder der Erpressung zu verraten. Auf der Party angekommen, wird eine elektrische Zugbrücke hochgezogen, sodass die Villa von der Außenwelt abgeschnitten ist und eine Versteigerung mit viel zu hohen Preisen beginnt, bei der für alle betroffenen wahrscheinlich recht schnell klar ist, dass keiner diese Preise ohne Erpressung bezahlen würde. Trotzdem oder gerade deswegen traut keiner dem anderen über den Weg. Dann bricht ein Jahrhundertsturm los und es geschieht ein Mord. An Hilfe von außen ist nicht zu denken, deshalb will Addie auf eigene Faust ermitteln um den Verdacht auf Mimi zu entkräften. Ein gefährliches Katz- und Mausspiel beginnt.
Das Buch hat alles, was einen guten Krimi ausmacht: Eine "einsame" Villa, reiche Hauptpersonen mit dunklen Geheimnissen, moderne Sprache und Themen genauso wie historische und antiquierte Elemente, Mord(e), sympathische Ermittlerinnen, die sich im Laufe der Handlung selbst weiterentwickeln und einander wieder näher kommen.
Für mich gab es insgesamt nur einen Haken: Am Ende hätte die Handlung gerne noch ein bisschen länger gehen können, eine knappe Zusammenfassung über Addies Zukunft und wie ihr Rechtsstreit ausging, hätte ich noch gewollt.
Trotzdem ein wunderbarer Krimi, den ich jedem cosy crime Fan nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Familienkonferenzen - mehr Mut zum Miteinander-Reden!

Lasst uns reden
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"Lasst uns reden : Die Familienkonferenz. Wo Klein und Groß zusammen wachsen" von Julia Dibbern und Lou Elvarsdóttir ist ein wunderbares Sachbuch für Eltern und Familien, das erklärt, was eine Familienkonferenz ...

"Lasst uns reden : Die Familienkonferenz. Wo Klein und Groß zusammen wachsen" von Julia Dibbern und Lou Elvarsdóttir ist ein wunderbares Sachbuch für Eltern und Familien, das erklärt, was eine Familienkonferenz ist, wie man sie etabliert und durchführt und welchen Nutzen und Gewinn die eigene Familie davon hat.
Mein Mann und ich haben das Buch beide gelesen und sind von dem Konzept überzeugt. Die wichtigsten Grundregeln für die Familienkonferenz sind: Jeder darf mitreden und ausreden, alle Meinungen werden gewertschätzt, niemand wird ausgelacht. Jedes Familienmitglied darf Themen vorschlagen und keiner außer man selbst, darf sie verändern oder wieder wegnehmen. In der Familienkonferenz wird dann alles zusammen besprochen, jeder darf sein Meinung zu dem Thema sagen ohne niedergemacht zu werden. So kann man sich gegenseitig besser kennenlernen und hört alle Meinungen. Das heißt aber nicht, dass alle Themen von allen gemeinsam entschieden werden. Natürlich gibt es Themen, die nur von den Eltern entschieden werden dürfen, wie z.B. ein Umzug, wenn er unumgänglich ist. Aber alle dürfen sagen was sie darüber denken und man kann versuchen für alle eine möglichst gute Lösung zu finden.
Wir haben die Gedanken und Übungen des Buches auch gleich umgesetzt. Unser Sohn ist zwar erst 1 1/2 Jahre alt und kann noch nicht mitreden. Trotzdem bringt es uns als Eltern auch schon sehr viel, regelmäßig über Probleme und Entscheidungen reden zu können. Der kleine ist dabei und darf mitreden, wenn er dazu bereit ist. Ich bin schon gespannt, wann das soweit sein wird und freue mich darauf!
Ich kann das Buch sehr empfehlen, nicht nur für Patchwork-Familien, die sich erst neu kennenlernen, sondern für alle, auch Paare, die mehr miteinander reden und Familienprobleme miteinander teilen wollen, statt sie in sich hineinzufressen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Niedlich, aber ausbaufähig

In sieben Koffern um die Welt
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"In sieben Koffern um die Welt" ist ein Kinderbuch von Roberta Schneider mit Illustrationen von Katja Spitzer.
Wir erfahren alles über die "Ladenhüter" in der kleinen Gepäckaufbewahrung am Hafen. Alle ...

"In sieben Koffern um die Welt" ist ein Kinderbuch von Roberta Schneider mit Illustrationen von Katja Spitzer.
Wir erfahren alles über die "Ladenhüter" in der kleinen Gepäckaufbewahrung am Hafen. Alle Koffer, die hier mit Absicht oder unabsichtlich sehr lange bleiben, werden geöffnet und untersucht. Und wir lernen auch die lustige, interessante oder traurige Geschichte hinter jedem Sammelsurium kennen.

Die Altersempfehlung ab 5 Jahren finde ich nicht richtig, dafür ist das Buch schon ein bisschen arg einfach. Ich würde es eher ab 3 oder 4 Jahren empfehlen. Und mit meinem Sohn werde ich es dann auch lesen, wenn er ungefähr 3 Jahre alt ist. Dann schauen wir, ob meine Einschätzung richtig war.

Insgesamt ist es ein interessantes Kinderbuch mit schönen Illustrationen, aber man hätte, meiner Meinung nach, noch mehr draus machen können. Zum Beispiel Wimmelbild-Fragen, wo welche Gegenstände im Koffer zu finden sind, Ratespiele, was in dem Koffer noch passen würde oder Sachen zum Aufklappen hätten das Buch für kleine Kinder (denn für die ist es inhaltlich) noch spannender gemacht. Für die offizielle Altersempfehlung (ab 5 Jahre) hätte durchaus ein tiefergehender, erklärender Text sein dürfen. Meiner Nichte (5 Jahre alt) war das Buch zu simpel.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Renate im Dorf und am Politisieren!

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Renate Bergmann aka Torsten Rohde hat einen neuen Band geschrieben: "Ihr habt es gut, ihr habt ja mich : Die Online-Omi lässt sich wählen".
Ich bin ja schon ein bekennender Renate-Bergmann-Fan, aber wenn ...

Renate Bergmann aka Torsten Rohde hat einen neuen Band geschrieben: "Ihr habt es gut, ihr habt ja mich : Die Online-Omi lässt sich wählen".
Ich bin ja schon ein bekennender Renate-Bergmann-Fan, aber wenn ich es vorher nicht gewesen wäre, wäre ich es spätestens nach der Lektüre dieses Bandes!
Arianes Mutter, also die Schwiegermutter von Renates Neffen Stefan hat sich schlimm verletzt. Deswegen muss Ariane natürlich in ihrer sächsischen Heimat nach dem rechten sehen und zur Hand gehen. Renate will sich nicht aufdrängen, aber Stefan und den Kindern helfen können, wenn sie gebraucht wird. Ein guter Zeitpunkt um ihre Einliegerwohnung in deren Haus im Dörfchen Spreeweide probezuwohnen. Da Stefan und die Mädchen aber prima zurecht kommen, bleibt Renate viel Zeit um sich im Dorf heimatlich einzurichten. Dabei fallen ihr viele Dinge auf, die besser gemacht werden könnten. Deswegen - und weil sie gegenüber dem Bürgermeister ein paar Worte zu viel gesagt hat- kandidiert sie für den Gemeinderat und hilft mit vieles im Dorf zu verschönern und zu verbessern. Sie lebt sich im Dorf gut ein, aber natürlich kommen auch ihre Freunde aus der Stadt sie besuchen. Was wäre ein Band ohne Gertrud oder Ilse und Kurt!
Renate Bergmann aka Torsten Rohde schafft es, ganz ohne Parteizugehörigkeit oder genaue Einordnung wunderbar zu politisieren und das Dorfleben realistisch aber humorvoll darzustellen. Am Ende wartet auch noch ein Cliffhanger, sodass wir uns sicher auch auf einen nächsten Band freuen können!
Dieser neue Band ist bisher mein liebster Renate-Bergmann-Roman! Unbedingt lesen und mitlachen!

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