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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2019

Guter Ratgeber; bitte trotzdem zum Arzt gehen!

Kräuter bei Kofpschmerzen
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"Kräuter bei Kopfschmerzen" von Anja Schemionek und Katharina Hinze aus dem Hause Kamphausen Media und Aurum ist ein guter Ratgeber bei der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden von Kopfschmerzen.

Ich ...

"Kräuter bei Kopfschmerzen" von Anja Schemionek und Katharina Hinze aus dem Hause Kamphausen Media und Aurum ist ein guter Ratgeber bei der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden von Kopfschmerzen.

Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe mich schon von Kindesbeinen an viel mit der Natur beschäftigt. Viele der im Buch vorgestellten Heilkräuter kannte ich deshalb schon. Für mich war es nichts Neues, dass die Acetylsalicylsäure des Aspirins auch in Weidenrinde enthalten ist, oder dass starkes Minzöl durch seine kühlende Wirkung Spannungskopfschmerzen lindern kann. Trotzdem habe ich durch das Buch noch einige neue Tipps und Tricks bekommen, und altes Wissen wurde wieder in Erinnerung gerufen.

Natürlich muss immer dazu gesagt werden, dass über kurz oder lang eine Therapie mit Heilpflanzen den Gang zum Arzt nicht ersetzen kann. Wer länger oder häufiger Kopfschmerzen hat sollte das von einem Spezialisten abklären lassen um die schlimmsten Ursachen ausschließen zu können.
Bei harmlosen Spannungskopfschmerzen, ist neben mehr und anderer Bewegung und Sport, aber ein Verzicht auf Schmerzmittel und eine Behandlung mit Heilpflanzen sicher sinnvoll. Bei vielen anderen Kopfschmerzarten kann das auch der Fall sein.
Ich muss leider sagen, dass meine Migräne manchmal so schlimm ist und ich in der Leistungsgesellschaft auch so funktionieren will, dass mir in diesen Fällen die Behandlung mit Kräutern nicht ausreicht. Ich möchte eine möglichst schnelle Wirkung und möglichst nicht nur Schmerzlinderung sondern Schmerzfreiheit. In diesen seltenen Fällen greife ich dann doch zur Tablette. Für die harmloseren, häufigeren Fälle lasse ich (jetzt und schon vor der Lektüre) die Tablette lieber weg und greife zu anderen Mitteln.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Klassische Krimispannung

Das Geheimnis der vier Briefe
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"Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah trägt den Untertitel "Ein neuer Fall für Hercule Poirot" wirklich zurecht. Freunde der klassischen Agatha Christie-Krimis rund um den eitlen aber genialen ...

"Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah trägt den Untertitel "Ein neuer Fall für Hercule Poirot" wirklich zurecht. Freunde der klassischen Agatha Christie-Krimis rund um den eitlen aber genialen Detektiv dürfen sich wirklich über einen authentischen und charakteristischen neuen Fall freuen.

Anders als Agatha Christies Poirot hat dieser hier aber während der ganzen Geschichte durchblicken lassen, wie weit er im Kopf schon bei der Lösung des Falls ist, und besonders, dass er die Lösung eben noch nicht weiß, obwohl der festgesetzte Tag der Täterentlarvung kurz bevorsteht. Solche Gefühls- und Gedankenoffenheit sind wir von unserem Meisterdetektiv zwar nicht gewohnt, aber sie ist zur Abwechslung mal ganz angenehm - man fühlt sich als Leser nicht gar so dumm. Was mich etwas gestört hat ist, dass Poirot viel mehr sprachliche Fehler macht als im Original. Das müsste nicht sein und lässt ihn, der ja eigentlich Perfektionist ist, manchmal unnötig schludrig erscheinen.

Insgesamt war ich aber sowohl von der Sprache und Erzählweise, als auch von den Figuren und der Handlung wirklich begeistert. Ein grandioser Krimi, der nicht nur das Original nachahmt, sondern eine eigenständige großartige Leistung vollbringt.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Washs hartes Leben hautnah

Washington Black
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"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen ...

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen und von seinem Besitzer ironisch George Washington genannt, den Nachnamen Black erhält er vom Besizer. Er muss mit seinen jungen Jahren schon viel mitansehen und miterleben. Vermutlich führt er das ganz normale Sklavenleben auf einer Zuckerrohrplantage. Er erlebt schwere Bestrafungen und Tötungen von anderen mit, erleidet selbst schwere Verletzungen bei der Arbeit. Doch all das bessert sich, als der erfinderische Bruder des neuen Plantagenbesitzers einen Gehilfen braucht. Da er eine Art Luftschiff entwickelt muss der Gehilfe vor allem klein und leicht sein - die Wahl fällt auf Wash. Sein neuer Herr Titch behandelt Wash sehr viel besser als vorher: er darf im Haus schlafen, sich waschen, bekommt normale Kleidung und lernt. Dabei kommt sein verborgenes Talent zum Vorschein: er kann sehr gut und sehr realistisch zeichnen. Als dann die Katastrophe ausbricht, ein Cousin der zu Besuch ist, erschießt sich selbst, Wash findet ihn und wird wegen Mordes gesucht, bleibt den beiden nur die Flucht mit dem neu gebauten "Wolkenkutter". Sie kommen nicht weit und müssen auf einem Schiff notlanden. Von da an beginnt eine Reise um die halbe Welt, bis sein Herr Wash schließlich zurücklässt. Der immer noch kleine Junge, er ist noch kein Teenager, muss sich von nun an alleine durchschlagen.
Ich will nicht mehr verraten. Die Geschichte ist hat und spannend, aber auch gefühlvoll und herzlich. Die Autorin schafft es meisterhaft all diese verschiedenen Gefühle zu vermitteln und dabei genau den Anschein zu erwecken, wir würden Washs eigene Gedanken und Worte lesen. Sie beschreibt vieles ganz besonders, was Wash zum ersten Mal erlebt und wofür er noch keine Worte kennt. Das macht das ganze umso intensiver und es geht einem dadurch umso näher.
Ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen und Washs Geschichte miterleben durfte. Obwohl ich normal keine Bücher lese, bei denen nicht klar ist, ob es ein Happy End gibt oder nicht, bin ich von diesem doch harten Stoff sehr begeistert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Idee
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 18.08.2019

Spannendes Buch mit Comic-Elementen

König Guu 2: Um Mitternacht, wenn die Mumie erwacht
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Adam Stowers Kinderbuch "König Guu : um Mitternacht, wenn die Mumie erwacht" ist der zweite Band der Reihe, wurde von Sabine Schulte aus dem Englischen übersetzt und ist 2019 im Verlag Planet! veröffentlicht ...

Adam Stowers Kinderbuch "König Guu : um Mitternacht, wenn die Mumie erwacht" ist der zweite Band der Reihe, wurde von Sabine Schulte aus dem Englischen übersetzt und ist 2019 im Verlag Planet! veröffentlicht worden.

Am letzten Ferientag erwacht der Junge Ben, da es im ganzen Haus nach Rauch riecht. Wie sich schnell herausstellt, hat sein Vater das Essen anbrennen lassen. Seine Mutter tritt ihren neuen Job als Nachtwächterin in einem Museum an und im Radio wird von einem Einbruch der sogenannten Mitternachtsbande berichtet, die in ein nahe des Wohnortes von Ben gelegenes Wikingerdorf eingebrochen sind und dort Goldmünzen gestohlen hatten.
Da es der letzte Ferientag ist, macht sich Ben auf den Weg zu seiner Freundin König Guu, die in einem Wald zusammen mit ihrem Wombat Herbert wohnt.
Guu ist König, trägt einen Bart und erfindet viele Dinge - z.B. Fallen, in die Ben immer wieder tappt, wenn er sie besucht.

Am nächsten Tag beginnt wieder der Schulalltag und Ben erfährt in einer morgendlichen Schulversammlung, dass der Geschichtslehrer Mr. Travis einen Unfall hatte und deshalb erstmal nicht unterrichtet. Glücklicherweise findet sich jedoch ein Ersatz, denn Prof. Pickering, der nur ein Auge hat, ist mit vier Schülerinnen der Lily-Lavendel-Privatakademie für außergewöhnliche Mädchen an Bens Schule gekommen, um ein Schulprojekt durchzuführen. Prof. Pickering bietet sich dann sofort an, den Geschichtsunterricht und die Geschichts AG zu übernehmen.
Da Ben sich für keine der AGs erwärmen kann, versucht er in die Geschichts AG einzutreten, die eigentlich schon voll ist - mit den 4 Mädchen der Privatakademie. Als er jedoch erwähnt, dass seine Mutter eine Führung durch das Museum organisieren könnte, da sie dort als Nachtwächterin arbeitet, wird er in die AG aufgenommen.
Kurz darauf besuchen sie das Museum und Bens Mutter führt sie herum. Das Highlight ist die noch nicht eröffnete Ausstellung zu einem Mumienschatz aus Südamerika.
Am nächsten Tag will Ben Prof. Pickering besuchen und kommt in ein leeres Klassenzimmer. Als er dann jemanden kommen hört, versteckt er sich, da er eben einen Keks stehlen will. Dabei belauscht er Prof. Pickering und vier Männer dabei, wie sie einen Einbruch in das Museum planen.
Mit dieser Information rennt Ben dann zu Guu, die auch gleich einen Plan hat.
Ob dieser funktioniert und wer Prof. Pickering und die vier Männer sind, müsst ihr selbst lesen;)

Insgesamt ein süßes Kinderbucht, welches man auch lesen kann, ohne den ersten Teil zu kennen - was bei mir der Fall war. Gewöhnungsbedürftig ist erst mal, dass sich Guu als König bezeichnet, aber ein Mädchen ist (aber auch die Frau im Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" wird zum König, also durchaus nichts ungewöhnliches) und einen Bart hat - ich hoffe, dass dies im ersten Band genauer erläutert wird, denn es war zuerst durchaus verwirrend zu lesen.
Die Geschichte ist schön, auch vom Autor selbst toll illustriert.
Problematisch ist nur, dass mitten im Text manchmal ein Bild ist, in dem eine Sprechblase wie in einem Comic vor kommt, die tatsächlich den Fließtext weiter erzählt, obwohl sie als Comicstrip eher von diesem abgekapselt ist. Es ist mir erst beim zweiten mal aufgefallen, dass der Text in der Illustration weiter gelesen gehört, da eine Lücke im Fließtext war, die durch die Sprechblase gefüllt wurde.
Dies ist eine schöne Idee, aber beim ersten mal lesen - vielleicht auch v.a. für Kinder - erst mal eine kleine Hindernisschwelle beim Lesen.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Leckere Lunchrezepte

Lunch im Glas
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„Lunch im Glas“ ist ein leckeres und praktisches Kochbuch von Cora Wetzstein.
Das Kochbuch ist perfekt für alle, die gerne ihr Mittagessen mit zur Arbeit, zur Uni, in die Schule oder wohin auch immer mitnehmen ...

„Lunch im Glas“ ist ein leckeres und praktisches Kochbuch von Cora Wetzstein.
Das Kochbuch ist perfekt für alle, die gerne ihr Mittagessen mit zur Arbeit, zur Uni, in die Schule oder wohin auch immer mitnehmen wollen und dort keine Küche haben. Natürlich könnte man sich einfach eine Stulle schmieren, aber für alle, die etwas besonders Leckeres und Ausgefallenes haben wollen ist das Kochbuch super.
Wir bekommen eine Auswahl verschiedener Eintöpfe, Suppen, Salate, Nudel- und Reisgerichte – alles innerhalb von ein paar Minuten mit wenigen Handgriffen fertig.
Ich muss gestehen, dass ich mir beim Lesen der Rezepte oft dachte: Wir haben in der Arbeit eine Mikrowelle und eine Herdplatte, wieso soll ich das jetzt so umständlich machen. Aber ich kann die Rezepte auch leicht abwandeln und trotzdem verwenden. Im Buch wird nämlich oft eine Variante beschrieben, dass man Sachen einfach fast fertig kocht und würzt und dann, kurz vorm Essen, einfach heißen Wasser darüber gibt, ein paar Mal schwenkt und alles warm werden lässt. Ob das so mit jedem fertigen Suppenbrühen-Pulver funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Ich habe da schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Insgesamt bin ich auch eher ein Fan der Küche a la „ich verwende was ich zu Hause habe“. Ich hätte mir also lieber ein paar Basic-Rezepte mit wenigen Zutaten gewünscht statt so viele ausgefallene und besondere. Denn wenn ich erst noch die Hälfte der Zutaten einkaufen muss, dann stelle ich mich am Abend sicher nicht auch noch in die Küche und bereite alles vor. Dafür arbeite ich zu lange und bin ich zu ungeduldig. Bei mir geht am Abend einfach zeitlich nur noch Einkaufen oder Kochen – nicht beides. Dann wird es mittags doch wieder die Stulle oder der gekaufte Salat.
Ich habe aber viele gute Anregungen und Abwandlungsideen bekommen, deswegen trotzdem 4 Sterne.
Vielen Dank GU und Netgalley für das E-Book als Rezensionsexemplar.