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Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine emotionale Reise in Lauras Familiengeschichte

Die Verlorene
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Inhalt:
Lauras Großmutter Änne stammt ursprünglich aus Schlesien, wo sie als junges Mädchen auf dem Familiengutshof „Pappelhof“ aufwuchs. Trotz zahlreicher Fragen ihrer Mutter bzw. Enkelin erzählt sie ...

Inhalt:
Lauras Großmutter Änne stammt ursprünglich aus Schlesien, wo sie als junges Mädchen auf dem Familiengutshof „Pappelhof“ aufwuchs. Trotz zahlreicher Fragen ihrer Mutter bzw. Enkelin erzählt sie nur von den wunderbaren goldenen Sommertagen, die sie dort erleben durfte. Ihre Vergangenheit, wozu auch die damaligen Einwohner des Dorfes zählen, verschweigt sie. Warum bloß? Als Änne nah einem Sturz verstirbt, entdeckt ihre Enkelin Laura ein Foto, dass sehr viele Fragen aufwirft. Sie beschließt Nachforschungen bezüglich ihrer Familie anzustreben und reist zu dem ehemaligen Gutshof, der einst ihren Vorfahren gehörte. Ob sie dort Antworten auf ihre Fragen bekommt, bleibt abzuwarten.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. die Dilogie „Elbleuchten“ oder „Nordwind“) hat Miriam Georg ihr neustes Werk „Die Verlorene“, dass im August 2025 im Fischer Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich muss gestehen, dass ich zwar die Autorin und deren Bücher vom Namen her kenne, aber noch keins ihrer Romane gelesen habe. Das Cover, dass ein wahrer Eye-Catcher ist, und der dazugehörige Klapptext haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Dieses Buch wollte, nein, musste ich unbedingt lesen und so ging meine Reise (buchtechnisch) zum einen nach Frankfurt und zum anderen in Richtung Schlesien.

Obwohl der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin mir sehr gut gefiel, hatte ich auf den ersten knapp hundert Seiten meine Schwierigkeiten, der Geschichte in irgendeiner Weise zu folgen. Es fiel mir regelrecht schwer dranzubleiben und ich kann noch nicht einmal erklären, woran es lag. Ich zwang mich weiterzulesen und wurde mehr als nur belohnt. Was danach folgte, war ein wahrer Leserausch. Jede Seite zog mich magisch in seinen Bann und ans (vorzeitige) Aufhören war nicht mehr zu denken. Zu jeder Sekunde musste, nein, wollte ich wissen, was passiert bzw. wie die Familiengeschichte weiter geht. Zu dieser Begeisterung trugen die authentischen und lebensnahen Charaktere auch eine Menge bei. Alle Emotionen übertrugen sich auf mich und so fieberte, litt und freute ich mich mit ihnen. Vieles ließ mich wütend zurück und bei einigen Szenen hatte ich sogar Tränen in den Augen, so emotional war das Gelesene.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen im Jahr 2019, als Lauras Großmutter Änne verstarb und zum anderen im Jahr 1941 – 1947, als Ännes Familie noch auf dem Pappelhof lebte.
Ich kann noch nicht einmal schreiben, welche der beiden Zeitebenen spannender war. Die heutige Zeit fand ich enorm wichtigen, denn hier ließ mich die Autorin teilhaben an dem Familienleben von Laura und ihrer Mutter Ellen, die mit all den ungeklärten Fragen regelrecht allein dastanden. Ihre unermüdliche Recherche, bei der sie einzelne Puzzleteile fanden, sie zusammenbauten, um so vielleicht eine Antwort auf eine der vielen Fragen zu bekommen. Die angespannte Gefühlswelt der beiden bekommt man deutlich zu spüren.

Die damalige Zeit ist dramatischer und emotionaler, denn sie spielt in der Kriegszeit, wo in erster Linie Hungersnot oder Verluste durch Gefallene zu verzeichnen waren. Die beiden Schwestern Luise und Änne wuchsen sehr eng miteinander auf. Als Änne krank wurde, wurde sie auf dem Dachboden versteckt. Ihr Eltern mussten die schmerzhafte Maßnahme treffen, um sie, im schlimmsten Fall, vor dem Tod zu bewahren. Dieses traumatische Erlebnis hat Änne nie überwunden. Ihre Lebensfreude bzw. dir Leichtigkeit, die sie früher in sich trug, verlor sie. Aber nicht nur die Krankheit überschattete das Leben der Familie, auch Schicksalsschläge oder die abscheulichen Kriegsereignisse prägten alle.
Bei dieser Art von Romanen finde ich es immer wieder sehr interessant, wie die zwei Handlungsstränge miteinander verknüpft und zu einem stimmigen Ende werden.

Miriam George hat mit „Die Verlorene“ es geschafft, einen wahren emotionalen und spannenden Familienroman zu schreiben, der gedanklich noch Tage nachhängt. Das Buch kann man zwar zuschlagen, aber das Gelesene und die dazugehörigen Gedanken lassen sich schwer aus dem Kopf verdrängen. Im Nachwort der Autorin erfährt man zwar, dass die Geschichte um Änne / Luise rein fiktiver Natur ist, aber dennoch ist ein kleiner Teil von Miriams Familiengeschichte hineingeflossen.

Für mich war dieser Roman ein wahres Lesehighlight, dass mich aber auch sehr nachdenklich zurück läßt.
5 von 5 Sternen und ich spreche eine Leseempfehlung aus!!!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Anns Geheimnis

Schwestern des brennenden Himmels
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Kurz nachdem der zweite Weltkrieg beendet worden ist, treffen sich die drei Großmächte in Potsdam. Bei der Potsdamer Konferenz auf dem Schloss Cecilienhof wollen Churchill, Truman und Stalin wichtige Entscheidungen, ...

Kurz nachdem der zweite Weltkrieg beendet worden ist, treffen sich die drei Großmächte in Potsdam. Bei der Potsdamer Konferenz auf dem Schloss Cecilienhof wollen Churchill, Truman und Stalin wichtige Entscheidungen, die die Zukunft der Welt betreffen, verhandeln. Unter der britischen Delegation befindet sich Ann Miller, die als junges Mädchen nach London geflohen ist. Jetzt ist sie erstmals wieder in Potsdam und versucht Familienangehörige ausfindig zu machen. Diese Aktion ist nicht ungefährlich, denn keiner weiß, dass sie in Wahrheit eine Deutsche ist. Als sie Jackson, einen amerikanischen Soldaten kennenlernt, erhofft sie sich Hilfe von ihm. Seine Aussage, was er über die Deutschen denkt bzw. von ihnen hält, ist erschreckend und so muss Ann ihre wahre Identität vor ihm verborgen halten. Ob es ihr gelingen wird, bleibt abzuwarten, denn bald verlieben die beiden sich ineinander.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. die Reihe „Gut Greifenau“ oder „Schloss Liebenberg“) hat Hanna Caspian nun ihr neustes Werk „Schwestern des brennenden Himmels“, dass im Juli 2025 im Knaur Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit etlichen Jahren bin ich ein großer Fan dieser Autorin und sobald sich ein neuer Roman von ihr ankündigt, weiß ich ganz genau, dass dieser von mir unbedingt gelesen werden muss. So war es auch bei diesem Buch und meine Reise ging diesmal nach Potsdam.

Wer schon den einen oder anderen Roman von Hanna Caspian gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite hat mich Anns Geschichte mehr und mehr in ihren Bann gezogen, so dass ich dieses Buch schwer aus den Händen legen konnte. Zu jedem Zeitpunkt wollte ich mehr über Ann und der Potsdamer Konferenz wissen. Leider muss ich gestehen, dass mir dieses politische Ereignis überhaupt nichts sagte und so bin ich dankbar, dass ich meine Wissenslücken, dank dieser Geschichte, ein wenig schließen durfte. Zu dem unverwechselbaren Schreibstil darf sich der bildhafte Erzählstil sehr gerne gesellen. Immer wenn ich Bücher von der Autorin lese, läuft während des Lesens ein wahres Kopfkino ab. Bei mir entsteht das Gefühl, ich wäre mitten im Geschehen, so lebendigt wird die Geschichte erzählt. Auch bei den Charakteren erweist die Autorin ein glückliches Händchen. Ihre authentische und lebensnahe Art und Weise machen sie zu Figuren, die realistischer nicht hätten sein können. Einfach brillant.

Die Handlung ist ein besonderer schöner Mix zwischen fiktiver und reeller Handlung. Wer die Arbeit von Hanna Caspian kennt, weiß, dass die Autorin eine Liebe fürs Detail hat. Ihre akribische Recherche, die einiges an Material zusammentragen lässt, wertet sie gekonnt aus, um sie dann perfekt in ihre Geschichten einfließen zu lassen. Die Einzigartigkeit lässt ihre Handlung zu wahren Lesehighlights werden. Für mich erzählt die Autorin auch keine Geschichte, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine intensive und historische Zeitreise mit. Authentisch und realitätsnah hat sie die damalige politische und Lebenssituation eingefangen. Erneut haben mich die grausamen Ereignisse, die zu dieser Zeit herrschten sprachlos gemacht und zwang mich, das Gelesene erst einmal zu verarbeiten. Vergewaltigungen, Hunger oder sogar Suizid beherrschten die Stadt. Wer geschichtlich mehr erfahren will, ist hier bestens aufgehoben.

Was mich ein wenig störte, war das offene Ende. Hier hätte ich gerne ein paar Antworten auf meine Fragen gehabt, aber dies ist meine Meinung.

Trotz des einen kleinen Minuspunkt ist „Schwestern des brennenden Himmels“ erneut ein wahres Lesehighlight, dass ich nur weiterempfehlen kann. Ein Muss für alle diejenigen, die ein bisschen mehr von der damaligen Geschichte erfahren bzw. sie verstehen wollen.
5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein sehr emotionaler Roman, der tief berührt

Der Sommer am Ende der Welt
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Ihr neustes Projekt bringt die Journalistin Hanna und ihre 15jährige Tochter auf die Insel Borkum, wo die beiden in das neu eröffnete Hotel „Dünenschloss“ einchecken. Das sie genau dort wohnen, ist kein ...

Ihr neustes Projekt bringt die Journalistin Hanna und ihre 15jährige Tochter auf die Insel Borkum, wo die beiden in das neu eröffnete Hotel „Dünenschloss“ einchecken. Das sie genau dort wohnen, ist kein Zufall. Das heutige Hotel ist die einstige Kinderkurklinik „Villa Aurelia“, in der Verschickungskinder zur Erholung hingeschickt worden sind. Unter diesen Kindern war auch Hanna Mutter, die allerdings zu klein war, um sich an die unwürdigen Erziehungsmaßnahmen zu erinnern. Dank Zeitzeugen und eines aufgetauchten Tagebuchs einer ehemaligen Erzieherin werden nach und nach schreckliche Geheimnisse dieser Zeit aufgedeckt, die keiner so erwartet hätte.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen hat Eva Völler nun ihr neustes Werk „Der Sommer am Ende der Welt“, dass im Juli 2025 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit geraumer Zeit weiß ich die Autorin sehr zu schätzen und so war für mich sehr schnell klar, dass ich auch diesen Roman unbedingt lesen wollte. Zudem interessiere ich mich sehr für das Thema „Verschickungskinder und deren Kururlaub“.

Wer schon das eine oder andere Buch von Eva Völler schon gelesen hat, weiß deren flüssigen und bildhaften Schreibstil zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite merkte ich, wie mich die Geschichte um Hanna immer mehr in ihren Bann zog und ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen mochte. Auch die grausamen Erzählungen, die mich tief berührt haben, konnten meinen Lesefluss nicht mindern. Eher das Gegenteil traf ein. Ich wollte unbedingt mehr über diese schrecklichen Erziehungsmaßnahmen wissen und zudem fragte ich mich immer wieder, warum keiner eingegriffen hat, um die Kinder zu beschützen?

Trotz des schwierigen Themas hat die Autorin es geschafft, einen emotionalen Roman zu schreiben, der einen zu tiefst berührt und der immer wiederkehrende Perspektivenwechsel trug dazu bei, dass die Leichtigkeit in dieser Handlung zurückkehren kann.

Wer mehr über Kinderverschickung und deren Schicksale erfahren möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Für mich ein weiteres Lesehighlight 2025!
5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Sophie und das Smuggler`s Inn

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie Wilde ist Londons erfolgreichste Restaurantkritikerin. Als ihre Kritik zu dem neueröffneten Restaurant des Topmodells Annabelle Scott negativ ausfällt, bricht ein wahrer Shitstorm über sie herein. ...

Sophie Wilde ist Londons erfolgreichste Restaurantkritikerin. Als ihre Kritik zu dem neueröffneten Restaurant des Topmodells Annabelle Scott negativ ausfällt, bricht ein wahrer Shitstorm über sie herein. Nach einem Zusammenbruch muss Annabelle in eine Klinik und Sophie wird erst einmal vom Dienst „suspendiert“. Ihre Auszeit führt sie nach Port Haven, an die Küste von Cornwall, wo sie ein Restaurant übernehmen soll. Als ob dies nicht schon Strafe genug sei, soll sie aus dem Smuggler`s Inn, das seine besten Jahre bereits hinter sich hat, ein 5 Sterne Restaurant zaubern. Ihre neuen Ideen und Kochkreationen stoßen nicht nur bei dem Personal auf Gegenwehr, sondern auch bei den Bewohnern von Port Haven beißt sie regelrecht auf Granit. Ob der Plan aufgehen wird, denn von ihm hängt Sophies Zukunft ab? Nicht nur beruflich muss sie neu anfangen, auch privat gibt es einige Hürden zu nehmen, gerade was ihre Teenagertochter Riley betrifft, kommt einiges auf sie zu.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. die Romanreihen „Das schottische Bücherdorf“ oder „Farben des Sommers“) hat Katharina Herzog nun ihr neustes Werk „A Taste of Cornwall“, dass im Juli 2025 im Rowohlt Verlag erschienen ist, vorgelegt. Hierbei handelt es sich erneut um eine Buchreihe, die unter dem Titel „Die Cornwall – Reihe“ läuft. Seit Jahren mag ich die Romane von der Autorin und so erfreute ich mich an der Nachricht, dass ein neues Buch von ihr geben wird. Sowohl das Cover als auch der dazugehörige Klapptext haben meine Neugierde mehr als nur geweckt und so fuhr ich (buchtechnisch) nach London bzw. Cornwall.

Wer schon das eine oder andere Buch von Katharina Herzog gelesen hat, weiß den leichten und bildhaften Schreibstil zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite tauchte ich in die Geschichte um Sophie Wilde ein und ab. Was mir absolut nicht schwer fiel, denn die facettenreichen Charaktere trugen einiges dazu bei. Besonders Sophies Mutter Tanya, die durch ihre eigenwillige, aber dennoch herzlichen Art und Weise mein Herz schnell erobern konnte. Zu den Figuren, darf sich auch die brillant eingefangene und wiedergespiegelte Kulissenbeschreibung gesellen. Dank der Autorin hat man Port Haven genaustens vor Augen.

Die Handlung dreht sich (fast) oder sogar ausschließlich um das Restaurant „Smuggler`s Inn“ und Sophies Neuanfang, der wahrlich kein leichter ist. Trotz aller Widrigkeiten gibt sie nicht auf und kämpft sich durch. Obwohl es mir an einigen Stellen ein wenig zu glatt oder schnell ging, gefiel mir die Story sehr gut und hat mich bestens unterhalten. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen in Port Haven.

Eine leichte Lektüre, die für ein paar Stunden den Alltag vergessen lässt.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Der nächste Einsatz für das Ermittlerduo Käthe & Hinnerk

Die eiskalte Strohwitwe von Sylt
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Nachdem der erste Küstenkrimi „Der tote Kurschatten von Sylt“ so ein großer Erfolg wurde, hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“, dass im Juni 2025 im Arturo – Verlag ...

Nachdem der erste Küstenkrimi „Der tote Kurschatten von Sylt“ so ein großer Erfolg wurde, hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“, dass im Juni 2025 im Arturo – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Fall für Oma Käthe, die mit ihrem Lebensgefährten und Ex- Inselkommissar Hinnerk auf eigener Faust, ermittelt. Seit Jahren bin ich ein riesengroßer Fan von Familie Backes, aber genauso liebe ich es, wenn Oma Käthe als Miss Marpel unterwegs ist und so zog es mich erneut auf die schöne Insel Sylt.

Tipp: Zwar kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, aber dabei gehen wichtige Hintergrundinformationen verloren. Besser ist es, wenn man bei den Dorfkrimis um Familie Backes anfängt. Die Reise ins Saarland lohnt sich definitiv!

Wer schon einmal das eine oder andere Buch des Autors gelesen hat, weiß den leichten und humorvollen Schreibstil zu schätzen. Ganz egal, wie viele Jahre bereits vergangen sind, ich liebe ihn immer noch. Dieser Humor, denn Dany R. Wood immer wieder zu Papier bringt, ist einfach einzigartig und ich kann einfach nie genug davon bekommen. Keine Ahnung, woher er immer wieder seine Pointen herholt, aber eines weiß ich: diese Quelle darf nie versiegen! Zudem dürfen seine authentischen und lebensnahen Charaktere den Humor in vollen Zügen ausleben wodurch eine wundervolle und brillante Situationskomik entstehen kann, die einem die Lachtränen in die Augen schießenlassen.

Oma Käthe verweilt mal wieder bei ihrem Lebensgefährten Hinnerk auf Sylt, aber eine richtige Urlaubsstimmung will sich einfach nicht einstellen. Der Stimmungskiller ist auch rasch gefunden und hat sogar einen Namen: Ellen, die Schwester von Hinnerk, die normalerweis in Amerika lebt. Für ein paar Wochen hat sie sich jetzt bei Hinnerk und Käthe eingenistet und das sorgt für Zündstoff. Permanent geraten sie und Käthe aneinander und genau in diesem Moment kommt Käthes Chance um die Ecke. Anstatt sich nur an zu zicken ergreift sie die Flucht und nimmt den Job als Haushaltsdame bei den Lindholms an. Das bisschen Putzen wird wohl zu schaffen sein, wäre da nicht die hübsche Brasilianerin Fernanda. Eine ziemlich temperamentvolle junge Frau, die ebenfalls gerne aneckt. Das erste Opfer ist ausgerechnet Oma Käthe, aber die verweist sie sofort in ihre Schranken. Am nächsten Morgen liegt Fernanda ermordet und im Sand verbuddelt am Strand. Der Mörder ist auch schnell gefunden: ihr Stalker! Soll es wirklich so einfach sein? Oma Käthe will dies nicht glauben und ermittelt in der Villa Lindholm. Was sie allerdings sehr stutzig macht, dass keiner Fernanda eine Träne nachtrauert. Eher im Gegenteil! Dies ist aber nicht das Einzige, was Käthe auffällt: das gesamte Verhalten unter den Lindholms ist recht eigenartig. Käthes und Hinnerks Neugierde ist mehr als nur geweckt und das Ermittlerduo will der Ursache auf den Grund gehen.

„Die eiskalte Strohwitwe von Sylt“ ist erneut ein Meisterwerk von Dany R. Wood. Sein Cosy Crime Krimi hat wieder alles, was ein guter Krimi ausmacht: ein unschlagbares Ermittlerteam, eine gute Prise Humor, ein gut durchdachter spannender Fall, mehrere Verdächtige und die entsprechenden Wendungen, die jedem Leser die Tätersuche erschwert. Während des Lesens versuche ich, auf den oder die Täter zu kommen, aber leider muss jedes Mal passen. Erst im letzten Drittel löst sich der Fall nach und nach auf und genau dies liebe ich. Spannung bis zum Schluss!

5 von 5 Sternen und ich hoffe und wünsche mir, dass Ermittlerin Oma Käthe noch lange nicht in Rente geschickt wird. Sie ist definitiv zu jung für die Rente!

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