Akribisch recherchiert – mit viel Gefühl erzählt: Der neue historische Roman von Bestseller-Autorin Hanna Caspian führt uns nach Potsdam unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs.
Nichts Geringeres als das Schicksal der Welt wird 1945, kurz nach Ende des 2. Weltkriegs, in Potsdam verhandelt. Während Churchill, Truman und Stalin auf Schloss Cecilienhof um Einigkeit ringen, riskiert ein junges Mitglied der britischen Delegation die Aufdeckung ihrer verdeckten Identität, die ihr Schutz und Überleben sichert: Ann Miller ist nicht, wer sie zu sein vorgibt, und sie muss unbedingt in die von den Russen besetzte Stadt gelangen. Dort hofft sie, ihre Cousine zu finden, an der sie einen bitteren Verrat begangen hat. Hilfe bekommt Ann ausgerechnet von Jackson Powers, einem amerikanischen Soldaten, der gute Gründe hat, alle Deutschen zu hassen. Auf keinen Fall darf Jackson herausfinden, wer Ann ist – erst recht nicht, als sie verbotene Gefühle für ihn entwickelt …
Die Potsdamer Konferenz, ein gebrochenes Versprechen und eine unmögliche Liebe in einer zerstörten Welt: Hanna Caspians historischer Roman »Schwestern des brennenden Himmels« macht ein hochspannendes Stück deutscher und europäischer Geschichte am Schicksal einzelner Menschen erfahrbar.
Von Hanna Caspian sind ebenfalls die historischen Sagas »Gut Greifenau« und »Schloss Liebenberg« erschienen.
Potsdam, 1945: Ann Miller macht sich mit vielen anderen Frauen des britischen Frauenkorps ATS auf den Weg nach Deutschland. Denn in Potsdam wollen die drei Siegermächte auf einer großen Konferenz über ...
Potsdam, 1945: Ann Miller macht sich mit vielen anderen Frauen des britischen Frauenkorps ATS auf den Weg nach Deutschland. Denn in Potsdam wollen die drei Siegermächte auf einer großen Konferenz über die Zukunft des besiegten Deutschland entscheiden. Für Ann ist diese Reise nicht einfach. So weiß niemand in ihrer Einheit, dass sie eine gebürtige Deutsche ist, die vor elf Jahren mit ihren Eltern nach London geflohen ist und somit ihr halbes Leben in Potsdam verbracht hat. Da in der neuen Heimat niemand etwas von ihrer Vergangenheit wissen darf, lebt Ann ständig in der Angst, dass jemand hinter ihre deutsche Vergangenheit kommen könnte. Doch neben ihrer Tätigkeit als Soldatin und Helferin der britischen Delegation soll sie für ihre Eltern herausfinden, was mit deren beiden Brüdern und den Familien geschehen ist, die sie in Deutschland zurücklassen mussten. Für Ann ist diese Aufgabe aber schwierig und ohne fremde Hilfe gar nicht lösbar. Im amerikanischen Soldaten Jackson sieht sie deshalb zuerst nur dessen praktische Funktion als Fahrer und bemerkt erst nach einiger Zeit, dass er ihr immer mehr ans Herz wächst und mit ihrem Geheimnis wahrscheinlich nicht umgehen könnte. Doch wie soll Ann ihre Verwandten finden, wenn sie den abgeschotteten Bereich nicht verlassen darf?
Hanna Caspian hat die geschichtlichen Hintergründe für diesen Roman sehr gründlich recherchiert und dann sehr gut in die Handlung eingebunden, sodass der gesamte Roman sehr authentisch und realistisch wirkt. Ihre Protagonistin Ann ist eine junge Frau, die viel Mut beweist, aber ständig zwischen ihrer jetzigen Tätigkeit bei den Briten und ihrer Vergangenheit eng verbunden mit ihren Eltern, die unbedingt mehr über ihre Familie erfahren wollen, hin- und hergerissen ist.
Ich kenne die Autorin bereits von anderen Büchern und weiß, dass sie es beherrscht, ihre Leser zu fesseln und emotional zu berühren. So erging es mir auch mit diesem Roman. Denn Hanna Caspian gelingt es perfekt, die Spannung sehr lange immer weiter zu steigern, sodass eine Lesepause kaum mehr möglich ist, da jede Seite nun eine neue Überraschung oder Wendung bereithalten könnte. Daher war dieses Buch ganz klar ein Lesehighlight!
Der zweite Weltkrieg ging 1945 zu Ende.
In Potsdam treffen sich die SiegerMächte im Schloss Cecilienhof, um die beginnende NachkriegsOrdnung für Deutschland auszuhandeln...
Die geschätzte Autorin ist ...
Der zweite Weltkrieg ging 1945 zu Ende.
In Potsdam treffen sich die SiegerMächte im Schloss Cecilienhof, um die beginnende NachkriegsOrdnung für Deutschland auszuhandeln...
Die geschätzte Autorin ist es in diesem Roman gelungen, authentisch und akribisch diese Recherchen hier niederzuschreiben.
Sie beschreibt, z.B. wie Ann Miller auf dieser Konferenz teilnimmt und ihre Chance nutzt, um in das von den Russen besetzte Gebiet zu ihrer Verwandtschaft zu kommen. Hier bekommt sie selbst Hilfe von einem amerikanischen Soldaten...
Hanna Caspian hat mit diesem Buch ein tolles Werk geschaffen und bis ins Kleinste recherchiert, so daß ich diesen HistoRoman unbedingt als lesenswert nur weitere empfehle und gerne mit vollen 5* bewerte!
„Schwestern des brennenden Himmels“ von Hanna Caspian ist ein exzellent recherchierter historischer Roman voller Spannung und Dramatik, in dessen Mittelpunkt eine junge Britin deutscher Herkunft steht,.
Kurz ...
„Schwestern des brennenden Himmels“ von Hanna Caspian ist ein exzellent recherchierter historischer Roman voller Spannung und Dramatik, in dessen Mittelpunkt eine junge Britin deutscher Herkunft steht,.
Kurz zum Inhalt:
Juli 1945. Potsdamer Konferenz. Churchill, Truman und Stalin entscheiden über die Aufteilung Deutschlands. Ann Miller, als Kind mit ihren Eltern von Deutschland nach England geflohen, mittlerweile britische Staatsbürgerin und Soldatin, befindet sich als Mitglied der britischen Delegation vor Ort. Ihre wahre Herkunft hielt sie stets geheim. Nun sucht sie heimlich in Potsdam nach überlebenden Verwandten. Ohne ihre wahren Motive zu kennen, hilft ihr ein amerikanischer Soldat.
Das Cover harmoniert mit dem Klappentext, symbolisiert die Verbindung Anns mit dem amerikanischen Soldaten. Das Buch erschien 2025 im Knaur Verlag. Es gliedert sich in vier Teile, und diese wiederum pro Tag in verschieden lange Abschnitte. Die Handlung umfasst den Zeitraum vom 3. Juli 1945 bis 6. August 1945, mit einigen Rückblenden. Der Schreibstil ist flüssig, eindrucksvoll lebendig. Die Autorin hat exzellent recherchiert und versteht es meisterhaft, historische Ereignisse und die Atmosphäre so zu beschreiben, dass man emotional erfasst wird, das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Ebenfalls hervorragend gelöst ist die Verquickung einer fiktiven Geschichte mit den historischen Fakten und Personen. Die Figurenübersicht sowie insbesondere den Stadtplan von Potsdam fand ich sehr hilfreich.
Erzählt wird chronologisch, mit einigen Rückblicken, primär aus Sicht von Ann, abgesehen von jenen Szenen, die Liesels jetziges und früheres Leben beleuchten. Die Perspektiven- bzw. Ortswechsel zwischen Anns Aufgabengebiet während der Konferenz und ihren „Ausflügen“ in die Trümmerstadt in der russischen Zone machen die Gegensätze offensichtlich. Auf der einen Seite das fast normale Leben mit ausreichender und exquisiter Verpflegung, guter Unterkunft und Vergnügungen, auf der anderen Hunger, Armut, Notunterkünfte und Ängste. Dieser Wechsel zwischen gewisser Leichtigkeit und den bedrückenden Szenen hilft einem als Leser, das Belastende zu ertragen, wie ein Pflaster auf einer Wunde. Die Wunde ist nach wie vor vorhanden, das Gelesene wirkt nach, doch man liest etwas getröstet weiter.
Ich wurde regelrecht hinein gesogen in diese Atmosphäre einer Stadt in Trümmern, einer geteilten, von Fremden besetzten Stadt, wo die Menschen in Kellern dahinvegetieren, hungernd, der Willkür der Besatzer ausgeliefert, Frauen stets in Gefahr sind vergewaltigt werden. Andererseits wird auch in Erinnerung gerufen, welches Grauen in den Konzentrationslagern passiert ist. Das ist beklemmend, das macht betroffen. Und dennoch wird einem auch bewusst, dass nicht alle Deutschen „Monster“ waren, dass die Nazis, lange bevor sie die Juden verfolgten, zuerst sich gegen das eigene Volk gewendet hatten. Gegen Andersdenkende. Gegen Kritiker. Wer nicht ihren Grundsätzen, nicht ihrer Politik folgte, wurde bestenfalls unterdrückt. Sie schwiegen, fügten sich, wurden Mitläufer, um nicht inhaftiert oder gar getötet zu werden. Diese Pressarien begannen schon bei den Kindern, in der Schule. Nur wenigen Menschen, die es wagten ihre Meinung gegen die Nazis zu äußern, gelang rechtzeitig die Flucht. Wie Anns Eltern. In einer Nacht- und Nebelaktion.
Anns Suche nach noch lebenden Verwandten erweist sich als ziemlich schwierig, da sie sich als Britin nicht frei im russischen Sektor bewegen darf. Doch sie findet Helfer, vor allem Jackson, einen amerikanischen Soldaten. Die sich sanft entwickelnde Liebesbeziehung zwischen Ann und Jackson gibt dem Roman nicht nur eine romantische Note, sondern bringt auch Anns Dilemma auf den Punkt. Ihre deutsche Herkunft – denn in den Augen der Alliierten sind ja alle Deutschen „Monster“.
Nicht nur die drei Hauptakteure Ann, Jackson und Liesel wirken lebendig, sondern generell sind die Menschen gut vorstellbar beschrieben.
Ann und ihre Cousine Charlie lebten als Kinder wie Schwestern. Sie wieder zu finden, ist ihr sehnlichster Wunsch. Um ihr Ziel zu erreichen, riskiert Ann viel, sogar ihren Job. Sie handelt zielstrebig, hartnäckig und lässt sich auch von Schwierigkeiten und Rückschlägen nicht entmutigen. Dass sie gezwungen ist, ihre deutsche Herkunft Jackson gegenüber lange zu verbergen, belastet sie, denn Verlässlichkeit und Ehrlichkeit sind ihr wichtig. Jackson ist ein positiv eingestellter Mensch, optimistisch, meist gut gelaunt, emotional, empathisch. Ihn erschüttert, was er über die Konzentrationslager erfährt, aber er hat das Herz am rechten Fleck. Er hilft Anns deutscher Verwandte, er differenziert, dass diese junge Frau wohl eher Opfer des Krieges, der Nazis ist, als Täterin. Er sieht in Ann letztlich auch die Frau, die er liebt, und nicht einen Menschen deutscher Herkunft. Liesel verkörpert jenen Teil des deutschen Volkes, der sich den Richtlinien der Nazis fügte, sich anpasste, darauf achtete nicht aufzufallen. Ihr Vater war kein überzeugter Nazi, aber natürlich bei der Partei, weil es besser war, weil es sich sicherer lebte, wenn man dabei war.
Für mich war dieser Roman ein Lesehighlight sondergleichen. Er packte mich vom Anfang bis zum Ende, war spannend, berührend, beklemmend und erschütternd. Er war lehrreich und brachte mir eine Zeit näher, die mir in dieser Intensität noch nicht dargebracht wurde. Der Roman endet am 6. August 1945, an jenem Tag, an dem die Bombe auf Hiroshima fiel. Für mich liegt der Gedanke für eine Fortsetzung nahe. Ich würde es mir wünschen. Vorerst spreche ich eine unbedingte Leseempfehlung aus. Wenn es ginge, würde ich mehr als 5 Punkte vergeben.
Hanna Caspian nimmt uns in ihrem neuen Buch „Schwestern des brennenden Himmels“ wieder auf eine wunderbare Zeitreise mit.
1945, der schreckliche Krieg ist endgültig vorbei. In Potsdam treffen sich die ...
Hanna Caspian nimmt uns in ihrem neuen Buch „Schwestern des brennenden Himmels“ wieder auf eine wunderbare Zeitreise mit.
1945, der schreckliche Krieg ist endgültig vorbei. In Potsdam treffen sich die 3 Siegermähte zu einer Konferenz im Schloss Cecilienhof um die Nachkriegsordnung festzulegen. Später wird sie als „Potsdamer Konferenz“ in die Geschichtsbücher eingehen.
Ann Miller ist auf dieser Konferenz. Diese Gelegenheit nutzt sie, um in das von den Russen besetzte Gebiet Berlins zu kommen und ihre Cousine zu suchen. Hilfe bekommt sie von einem amerikanischen Soldaten…
Der Leser wird sehr anschaulich in das kriegsgeschädigte Berlin und Potsdam mitgenommen. Mir ist aufgefallen, wie akribisch die Autorin für den Roman recherchiert hat. Wie auch bereits in anderen Romanen versteht sie es perfekt, Realität und Fiktion miteinander zu verbinden. Nichts klingt gekünzelt oder kitschig.
Der Roman liest sich flüssig, sehr angenehm, ist voller historischer Hintergründe, spannend und emotional zugleich. Mich hat das Buch sehr berührt. Ich konnte mich sehr gut in die Zeit, Sorgen und Nöte einfühlen.
Ich kann das Buch vorbehaltlos weiterempfehlen. Neben spannendem Lesegenuss erhält man zeitlich historische Hintergründe. Sehr kurzweilig, ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Hanna Caspian ist eine grandiose Erzählerin, die gleichzeitig mit akribischer Recherche für eine sehr authentische Atmosphäre sorgt. Dies ist ihr in "Schwestern des brennenden Himmels" besonders meisterlich ...
Hanna Caspian ist eine grandiose Erzählerin, die gleichzeitig mit akribischer Recherche für eine sehr authentische Atmosphäre sorgt. Dies ist ihr in "Schwestern des brennenden Himmels" besonders meisterlich gelungen. Große Weltgeschichte wird hier in einzelnen Schicksalen berührend erzählt und fesselt ab der ersten Minute. Man lernt zudem ganz nebenbei mehr über die damalige Zeit, als in so manchem Geschichtsunterricht. Potsdam, nach Kriegsende 1945, die berühmte Potsdamer Konferenz wird vorbereitet. Das Elend der Deutschen, die Not und der Hunger, werden genauso dargestellt wie das Grauen, dass der Nationalsozialismus über Deutschland und die Welt gebracht hat. Gleichzeitig werden alle Ambivalenzen abgebildet - die Deutschen sind weder nur Monster noch Opfer, die Alliierten nicht nur strahlenden Helden. Sehr authentisch, bewegend und für mich ein Highlight!