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Veröffentlicht am 26.07.2023

Der erste Fall für Sandström & Hendriksson

Der Orchideenmörder: Schweden-Thriller
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Nach der Veröffentlichung seiner erfolgreicher Dorfkrimi-Reihe mit Jupp Backes hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Der Orchideenmörder“, der im Juni 2023 im Arturo Verlag erschienen ist, vorgelegt. ...

Nach der Veröffentlichung seiner erfolgreicher Dorfkrimi-Reihe mit Jupp Backes hat Dany R. Wood nun sein neustes Werk „Der Orchideenmörder“, der im Juni 2023 im Arturo Verlag erschienen ist, vorgelegt. Da ich ein großer Wood-Fan bin und dank seinen Informationen wusste, dass er alsbald eine neue Krimireihe herausbringen will, war meine Neugierde mehr als nur geweckt. Jetzt endlich ist es so weit und so begab ich mich auf Verbrecherjagd, die mich nach Schweden brachte.

Wer schon einmal ein Buch von Dany R. Wood gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen und genau dieser zog mich von Beginn an sofort in seinen Bann. Aber nicht nur mit dem Erzählstil kann der Autor punkten, sondern auch mit der wunderbaren Kulisse Schwedens, die eigentlich als idyllisches Feriendomizil galt. Tja, bis Dany R. Wood sie als Schauplatz seines neuen Krimis nutzte, dazu aber später mehr. Was nützt ein gutes Setting, wenn die Charaktere nicht stimmen? Eigentlich nichts, aber auch hier braucht man keine Angst zu haben, denn diese passen perfekt. Obwohl ich mit der Kriminalkommissarin Monica Sandström so meine Probleme hatte, so konnten mich die anderen Figuren mehr als nur überzeugen. Wer meint, den Namen Ole Hendriksson schon einmal gehört bzw. gelesen zu haben, der hat recht. Diese Person hatte eine Gastrolle im letzten Dorfkrimi „Nur Rita raste schneller“ und dank dieser hat er jetzt seine eigene Krimireihe bekommen. So schnell kann man Karriere machen!

Zur Handlung: Die drei besten Freundinnen Cecilia, Esra und Sofia reisen in die Ferienhaussiedlung nach Dalsland, dort wollen sie Cecilias Junggesellinnenabschied feiern. Nach einem Streit ist Sofia spurlos verschwunden. Die hiesige Polizei schenkt dem Vorfall kaum Beachtung, denn die ermittelt in einem Mordfall. Eine junge Studentin wird tot aufgefunden und in ihrem Haar steckt eine Orchideenblüte. Wer ist die junge Frau und welcher Täter hat ein Faible für Orchideen? Als kurze Zeit später die nächste junge Frau tot aufgefunden wird, wird schnell klar, dass es sich hierbei um einen Serienkiller handelt. Die Tote hat, wie schon beim ersten Opfer, ebenfalls eine Orchideenblüte im Haar. Kriminalkommissarin Monica Sandström und ihr Team müssen schnell sein, denn jeden Moment könnte der Mörder wieder zuschlagen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, aber die Zeit rennt dem Kripo-Team davon.

Auch wenn dieser Krimi einige Schwächen aufweist, so hat Dany R. Wood, meiner Meinung nach, einen sehr durchdachten und guten Schwedenkrimi vorgelegt. Je weiter ich diesen Fall verfolgte, desto spannender wurde es und je weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen. Ich musste einfach wissen, ob ich mit meinem Verdächtigen richtig liege oder nicht. Leider hatte ich den / die Falschen im Visier, aber genau das macht einen sehr guten Krimi aus. Spannung bis zum Schluss und am Ende wird man überrascht, wer letztendlich der oder die Täter sind. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Sandström und Henriksson.

4 von 5 Sternen und wer Spannung liebt, der ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 23.07.2023

Ullas erster Fall auf Usedom

Möwen, Strand und Küstentod - Die verschollene Meerjungfrau
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Möwen, Strand und Küstentod ist nicht nur der Debütkrimi von Tilda Larson, der im Juli 2023 im beThrilled – Verlag erschienen ist, er ist zudem der Auftakt ihrer Usedom-Krimi-Reihe. Nicht nur das Cover ...

Möwen, Strand und Küstentod ist nicht nur der Debütkrimi von Tilda Larson, der im Juli 2023 im beThrilled – Verlag erschienen ist, er ist zudem der Auftakt ihrer Usedom-Krimi-Reihe. Nicht nur das Cover hat meine Neugierde geweckt, auch der Klapptext tat sein Übriges dazu und sorgte dafür, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an begeistert und zog mich regelrecht in seinen Bann. Seite für Seite flog ich quasi nur so durch den Usedomer Krimi. Was aber nicht nur an dem einzigartigen Erzählstil von Tilda Larson lag, auch die detaillierte Kulissenbeschreibung trug dazu bei, dass mein Kopfkino auf Hochtouren lief. Hinzu kamen noch die lebensnahen Charaktere, die mir ebenfalls sehr gut gefielen. Ihre Ecken und Kanten machten sie authentisch und wirkten auf mich, wie aus dem Leben gegriffen.

Die Berlinerin Ulla Sonnenberg muss nach Usedom zur Reha. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, so muss sie sich das Zimmer auch noch mit einer völlig fremden Person teilen. Okay, dann soll es so sein. Ihre Mitbewohnerin ist die junge Leni, die nach einem Anruf völlig aufgelöst das Zimmer verlässt. Als sie am nächsten Morgen immer noch nicht aufgetaucht ist und kommt nicht wieder, vermutet jeder sie sei, nach dem Streitgespräch einfach weggelaufen. Für Ulla ist der Fall glasklar: hier liegt ein Verbrechen vor! Ihre Nachforschungen verlaufen quasi mehr oder weniger im Sand, aber aufgeben ist für sie keine Option. Sie braucht Hilfe und die findet sie in Gestalt von Klaus und seinem Hund Gundula. Wird sie Leni finden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Leni und Vanessa? Fragen über Fragen und dies ist genau Ullas Fall.

Tilda Larson hat einen gutgemachter Cosy-Crime-Krimi vorgelegt, der nicht nur durch seine zahlreichen Wendungen besticht, sondern auch mit seinem einzigartigen Wortwitz und die daraus entstandene Situationskomik. Der Humor wurde sehr gut portioniert und dadurch bleibt die Natürlichkeit erhalten. Für mich war es perfekt. Während des Lesens habe ich versucht den Fall zu lösen, habe es nicht geschafft. Die Auflösung hat mich überrascht, aber genau dies ist es was ich an einem guten Krimi liebe: Spannung bis zum Schluss!


Ich freue mich schon heute auf Ullas zweiten Fall, der allerdings erst 2024 erscheinen wird. Wie heißt es so schön: Vorfreude ist die schönste Freude!

Wer Fan von Cosy-Crime-Büchern ist, ist hier bestens aufgehoben. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 19.07.2023

Eine außergewöhnliche, aber inspirierende Liebe

Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebe
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Nach den Veröffentlichungen der ersten beiden Bände ihrer Bloomsbury- Reihe („Virginia und die neue Zeit“ und „Vanessa und die Kunst des Lebens“) hat Stefanie H. Martin nun den dritten Teil „Vita und der ...

Nach den Veröffentlichungen der ersten beiden Bände ihrer Bloomsbury- Reihe („Virginia und die neue Zeit“ und „Vanessa und die Kunst des Lebens“) hat Stefanie H. Martin nun den dritten Teil „Vita und der Garten der Liebe“, der im Juni 2023 im Aufbau Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit Beginn an, bin ich ein großer Fan dieser Saga und so wartete ich voller Ungeduld auf das Finale, dass es nun endlich gibt.

Wer schon den einen oder anderen (oder sogar beide) Roman(e) von Stefanie H. Martin schon gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil zu schätzen. Aber nicht nur mit dem Schreibstil kann die Autorin punkten, auch mit ihrem bildhaften Erzählstil zieht sie mich immer wieder magisch in ihrem Bann. Auch wenn ich mich wiederhole, aber für mich, weiß Stefanie H. Martin ganz genau, womit sie ihre Leserschaft überzeugen kann. Ihre Art, wie sie damalige Zeit inkl. der Stimmung einfängt und dem Leser vermittelt ist einfach brillant. Wie schon bei den Bänden zuvor, hatte ich auch hier dieses Gefühl hautnah dabei zu sein. Bei Lesen entsteht ein besonderes Feeling, dass ich nicht in Worte packen kann. Dies ist aber nur ein Punkt, der zu einem einzigartigen Lesegefühl beiträgt. Während des Lesens merkte ich, wie sehr der Autorin diese Geschichte am Herzen liegt. Akribisch und detailliert hat sie sämtliche Fakten und Informationen über Vita Sackville-West und deren Leben zusammengetragen und ausgewertet, um sie dann in die Geschichte einfließen zu lassen. Was nützen einem Hintergrundwissen, wenn es keine passenden Charaktere dazu gibt. Nichts, aber die Autorin hat es auch diesmal geschafft, ihre Figuren authentisch und sehr lebensnah erscheinen zu lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht immer einfach ist, zumal man diese Personen nie persönlich kennengelernt hat. Stefanie H. Martin hat dies aber mit Bravour gemeistert.

Wo es im zweiten Band um Virginias Schwester Vanessa geht, handelt dieser von der glamourösen und abenteuerlustigen Schriftstellerin Vita Sackville-West, deren Liebesleben skandalös ist. Als Virginia Woolf sie kennenlernt, ist sie von Vitas Auftreten mehr als nur fasziniert. Virginia muss sie näher kennenlernen, aber es bleibt nicht dabei. Aus dieser Bekanntschaft entwickelt sich eine Liebe, die Virginia inspiriert und guttut. Allerdings kann Virginia Vitas Lust nicht ganz stillen und so sucht Vita in zahlreichen Affären ihre Befriedigung. Dieses Verhalten wirkt sich negativ auf das Verhältnis zwischen Virginia und Vita aus.

Stefanie H. Martin hat es geschafft, dieses einzigartige Leben der Vita Sackville-West in Worte zu packen und dem Leser näher zu bringen und nicht nur das: um die die Authentizität dieser Liebesgeschichte zu unterstreichen, hat die Autorin zudem zahlreiche Liebesbriefe in die Handlung einfließen lassen. Ob wir von Virginias Zerrissenheit oder Eifersucht sprechen oder gar Vitas Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung. Ihre Gefühle sind so stark, so dass man sich als Leser ihnen nicht entziehen kann. Unweigerlich fühlt und freut man sich mit den beiden. Hätte es diese Beziehung zwischen Virginia und Vita nicht gegeben, wären einige Romane nie entstanden.

Ein emotionaler Roman über zwei außergewöhnliche Schriftstellerinnen, deren einzigartige Liebe sie inspirierten. Ein wunderbares Finale der Bloomsbury-Saga.

5 von 5 Sternen und ein Muss für Leser von zeitgenössischen Romanen.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Die einsame Schauspielerin Greta Garbo

Greta Garbo (Ikonen ihrer Zeit 9)
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Nach den Buchveröffentlichungen Margarete Steiff „Teddybären und Kindheitsträume“ und Astrid Lindgren „Ein Leben voller Kindheit“ hat Kristina Lüding nun ihr neustes Werk Greta Gabo „Die einsame Göttin“, ...

Nach den Buchveröffentlichungen Margarete Steiff „Teddybären und Kindheitsträume“ und Astrid Lindgren „Ein Leben voller Kindheit“ hat Kristina Lüding nun ihr neustes Werk Greta Gabo „Die einsame Göttin“, dass im Juli 2023 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Wer kennt die erfolgreiche Schauspielerin namens Greta Garbo nicht? Da ich sowohl Auto- sowie Romanbiografien liebe, wusste ich recht schnell, dass dies genau mein Buch sein wird. Ich wollte es unbedingt lesen und so war es dann auch.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich ab dem ersten Satz verzaubert. Ab diesen Moment sah ich nicht nur die Schauspielerin vor meinem Auge, nein, ich tauchte auch in ihr Leben ein und ab. Dank des bildhaften Erzählstils sah ich die einzelnen Stationen der Greta Garbo förmlich vor mir. Ob es das Kaufhaus, wo sie ihr erstes Geld verdiente oder die Hollywoodfilmstudios, wo sie ihre Filme drehte, es war ein großartiges Kopfkino. Bei mir entstand das Gefühl, als ob ich live vor Ort bin. Selbst die Wutausbrüche ihres damaligen Mentors waren mehr als nur präsent. Während des Lesens merkte ich, mit wieviel Herzblut Kristina Lüding die Romanbiografie geschrieben hat. Akribisch und detailliert hat sie sämtliche Fakten und Informationen über das einzigartige Leben der Filmschauspielerin zusammengetragen und ausgewertet, um sie dann in ihre Geschichte einzuweben. Die Autorin erzählt, wie die 15jährige Greta Gustafsson (gebürtiger Name) ihr erstes Geld als Hutverkäuferin in einem Kaufhaus verdiente. Aber die Erfüllung ihres Lebens war dieser Job nicht. Ihr größter Traum war es als Schauspielerin in einem Theater zu agieren, aber ob er sich wirklich einmal erfüllen würde? Ihr erster Schritt dorthin führte sie zu einer renommierten Schauspielakademie, wo sie auch die Aufnahmeprüfung bestand. Zu diesem Zeitpunkt war sie voller Selbstzweifel, aber ihre Ausstrahlung und das Talent waren einzigartig und bald darauf wurden Regisseure auf sie aufmerksam. Ihre Filmkarriere startete und ihr lang gehegter Traum ging in Erfüllung. Aber war sie glücklich?

Für mich hat Kristina Lüding das Leben dieser erfolgreichen Schauspielerin perfekt eingefangen und wieder gespiegelt. Gretas Sorgen, Ängste, Selbstzweifel, aber auch ihre Entschlossenheit, Mut und Selbstbewusstsein bekommt der Leser hautnah zu spüren. Ein großer Erfolg, der auch Schattenseite hatte und so durfte sie, während der Drehaufnahmen nicht zu der Beerdigung ihrer Schwestern nach Schweden fahren. Als ich das gelesen habe, war ich einfach schockiert. Wie muss sie Greta damals gefühlt haben, als ihr verboten wurde, sich von ihrer Schwester zu verabschieden? Als ein Film sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern durchfiel, beendete sie ihre Karriere.

Die Karriere von Greta Garbo war einzigartig und meine Reise durch ihr Leben ebenfalls. Eine großartige Romanbiografie, die ich wirklich nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Gelungener Auftakt

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Das Pensionat am Holstentor „Frühlingstöchter“ von Anna Perbandt ist der Auftakt ihrer zweiteiligen Holstentor-Reihe. Allein der Klapptext weckte meine Neugierde und von da an wusste ich, dass ich dieses ...

Das Pensionat am Holstentor „Frühlingstöchter“ von Anna Perbandt ist der Auftakt ihrer zweiteiligen Holstentor-Reihe. Allein der Klapptext weckte meine Neugierde und von da an wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an begeistert und zog mich regelrecht in seinen Bann. Seite für Seite flog ich quasi nur so durch die Geschichte. Was aber nicht nur an dem bildhaften Erzählstil lag, sondern auch an den authentischen und lebensnahen Charakteren. Ganz egal, wenn ich hier herausnehmen würde, sie waren mir allesamt sympathisch, selbst Dorothea Eggert gehört dazu. Dazu gesellte sich auch noch die detaillierte und sehr gut beschriebene Kulisse Lübecks und des Pensionats. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren.

Die Handlung ist die Geschichte über ein Lübecker Pensionat in das die 16jährige Eleonore „Nora“ von Jagow muss. Allerdings ist sie von dieser „Zwangseinweisung“ ganz und gar nicht begeistert, denn nichts liebt sie mehr als ihr Zuhause, ihre Pferde und ihren Freund Karl. Doch die Freundschaft zu Karl ist für Noras Bruder Henry ein Dorn im Auge, da dieser „nur“ der Sohn seiner Köchin ist und zudem als Stallbursche bei ihm arbeitet. Nora soll einen standesgemäßen Mann bekommen, aber bevor es soweit ist, soll sie lernen, sich damenhaft zu verhalten. Im Pensionat trifft sie auf die gleichaltrigen Mädchen Fanny, Lotte und Agnes. Die drei kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen, was einer Freundschaft aber nicht im Wege steht. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn bald werden die vier unzertrennlich sein. Zeitgleich mit Noras Einzug fängt auch die neue Lehrerin Gesche Petersen an, allerdings finden ihre modernen Lernmethoden bei Schulleiterin Eggert weniger Anklang. Wird Gesche Petersen sich anpassen? Wie wird es mit Nora und den drei anderen Mädchen weitergehen?

Anne Perbandt hat einen unterhaltsamen Roman über das Leben im Pensionat geschrieben, aber nicht nur das. Sie lässt den Leser auch daran teilhaben, wie wertvoll Freundschaften sein können. Ganz gleich welcher Herkunft oder Vergangenheit jemand hat. Zudem hat die Autorin hat die damalige Zeit perfekt wieder gespiegelt. Der Leser spürt, dass die Frauen mehr wollen als nur Ehefrau, Mutter und den Haushalt führen. Sie wollen ein Recht auf Bildung und Beruf und zudem möchten sie den Menschen lieben, denn sie wollen und nicht was die Gesellschaft vorschreibt. Zudem gefiel mir die wechselnde Erzählweise, wodurch ich mich besser in die Protagonisten hineinversetzen konnte. Dazu gesellten sich die zahlreichen Wendungen, auch wenn manche ein wenig vorhersehbar waren, der Lesegenuss wurde dadurch nicht negativ beeinflusst. Eher das Gegenteil war bei mir der Fall. Zu jedem Zeitpunkt wollte ich wissen, wie es mit Nora und Co weitergehen wird.

Schade nur, dass die 381 Seiten viel zu schnell ausgelesen waren. Jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil „Das Pensionat am Holstentor – Sturmschwestern“, dass im Herbst 2023 erscheinen soll.

Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter und dies nicht nur an Fans von Hanni und Nanni oder Trotzkopf.

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