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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein Roman mit Urlaubsfeeling

Der Duft von Kuchen und Meer
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Nachdem vor drei Jahren ihr letzten Meer – Roman „Bratapfel am Meer“ veröffentlicht wurde, hat Anne Barns nun ihr neustes Werk „Der Duft von Kuchen und Meer“, dass im März 2025 im Rowohlt – Verlag erschienen, ...

Nachdem vor drei Jahren ihr letzten Meer – Roman „Bratapfel am Meer“ veröffentlicht wurde, hat Anne Barns nun ihr neustes Werk „Der Duft von Kuchen und Meer“, dass im März 2025 im Rowohlt – Verlag erschienen, vorgelegt. Von Beginn an bin ich ein großer Fan dieser Reihe, denn sie lässt mich für ein paar Stunden den Alltag vergessen und entführt mich stattdessen auf die schönsten Inseln Deutschlands. Dieses Mal sollte die Reise nach Amrum gehen und dort verbrachte ich (buchtechnisch) ein paar wunderschöne Tage.

Wer das eine oder andere Buch von der Autorin schon gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil zu schätzen. Dank ihres bildhaften und einzigartigen Erzählstil nimmt Anne Barns ihre Leserschaft auf eine wunderbare Reise mit. Ab der ersten Seite entsteht sofort ein Wohlfühlfaktor, der mich einfach nicht mehr loslässt und hier fällt es mir besonders schwer, dieses Buch einfach so aus den Händen zu legen. Die brillante Kulissenbeschreibung trug auch eine Menge dazu bei. Sie sorgt nicht nur dafür das man das Meer rauschen hört, sondern auch den Wind spüren darf. Ein einzigartiges Urlaubsfeeling! Damit dieses Gefühl auch die nötige Authentizität bekommt hat Anne Barns nicht nur Charaktere geschaffen, nein, sie sind lebensnah und mit Ecken und Kanten versehen, so dass man meinen könnte, die Personen würde es tatsächlich geben. Hinzu kommt noch der dezent eingestreute Amrumer (Öömrang) Dialekt, der das Ganze perfekt unterstreicht

Die Geschichte dreht sich diesmal um die alleinerziehende Konditorin Maren, die mit ihrer Freundin zusammenarbeitet, aber Maren will mehr. Ihr großer Traum ist es eine Fortbildung in Paris zu machen, dass mit ihrer sechsjährigen Tochter Leni nicht ganz so einfach umzusetzen ist. Als Oma Udine ihr eröffnet, dass sie ihr Haus auf Amrum schenken möchte, ist Maren erst einmal sprachlos. Warum will Udine nicht mehr zurück nach Amrum? Kurzerhand beschließt Maren mit Leni dorthin zu reisen, um sich erstens ein genaues Bild von dem Haus zu machen und zweitens etwas über die Familiengeschichte zu erfahren. Kaum sind die beiden dort angekommen, lernen sie den Insulaner Mattes kennen. Dies ist aber nur der Anfang. Maren und Leni sind ganz vernarrt in die Insel und deren Bewohner, was sie dazu animiert Öömrang (Amrumer friesisch) zu lernen. Soll dies die unerwartete Chance für einen Neuanfang sein?

Mit „Der Duft von Kuchen und Meer“ hat Anne Barns es wieder geschafft einen perfekten Wohlfühlroman zu schreiben. Ihre Romane haben dieses typische Flair. Sonne, Meer, köstliche Kuchen und eine wunderschöne bewegende Familiengeschichte. Was braucht der Leser mehr? Nichts!

Perfekt für eine Auszeit und um sich auf die nächste Urlaubssaison einzustimmen. Vielleicht geht die nächste Reise mal nach Amrum…wer weiß?
5 von 5 Sterne! Urlaubsfeeling pur!!!



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Veröffentlicht am 10.03.2025

Ein stimmungsvoller Abschied

Entscheidung in der Rosenholzvilla
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Nachdem ich mit großer Begeisterung die beiden vorherigen Bände (Die Rosenholzvilla & Das Versprechen der Rosenholzvilla / beide erschienen 2024) gelesen habe, wartete ich sehnsüchtig und voller Neugierde ...

Nachdem ich mit großer Begeisterung die beiden vorherigen Bände (Die Rosenholzvilla & Das Versprechen der Rosenholzvilla / beide erschienen 2024) gelesen habe, wartete ich sehnsüchtig und voller Neugierde auf den letzten Teil der erfolgreichen Rosenholzvilla – Trilogie. Mit ihrem neusten Werk „Entscheidung in der der Rosenholzvilla“, dass im März 2025 im Bastei-Lübbe Verlag erscheint, hat sie ihre Leserschaft zum großen Finale eingeladen und dies ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Erneut fuhr ich (wenn auch nur buchtechnisch) nach Tessin.

Über den bildhaften und einzigartigen gefühlvollen Schreibstil der Autorin brauche ich keine Worte mehr zu verlieren. Bei Tabea Bachs Romanen bedarf es nur wenige Sätze und der Leser bzw. die Leserin wird magisch in die wundervolle Kulisse hineingezogen. Ganz egal, wie viele Bücher ich schon von ihr gelesen habe, sie schafft es immer wieder, mich hautnah an die verschiedenen Schauplätze zu bringen, wie auch hier. Aber auch mit ihren authentischen und sehr lebendigen Charakteren kann sie mehr als nur überzeugen. Zwar sind sie fiktiver Natur, dennoch entsteht während des Lesens das Gefühl, das man sie schon ewig kennen bzw. dass sie tatsächlich in dieser Rosenholzvilla in Tessin leben würden.

Zur Handlung: Es scheint, dass im Haus Fasetti ein wenig Ruhe einkehrt. Fabio hat sich bereit erklärt, wieder in die Instrumentenmanufaktur zurück zu kehren. Leider gibt es ein kleines Problem. In Niklas Testament ist etwas verfügt worden, dass Fabios Rückkehr stark gefährdet. Es bleibt abzuwarten, ob sich eine Lösung finden wird, die den beiden Brüdern gerecht wird. Währenddessen muss sich Elisa um die Gäste der Rosenholzvilla kümmern. Leicht ist anders, denn jeder einzelne ist eine wahre Herausforderung. Ob sie dem standhalten kann, bleibt ebenfalls abzuwarten. Nicht nur die Stiftungsarbeit macht ihr zu schaffen, sondern auch Danilo. Anstatt Elisa zu unterstützen, zieht er sich immer mehr und mehr zurück. Steckt vielleicht eine neue Liebe dahinter? In der Rosenholzvilla geht es auch diesmal wieder sehr turbulent zu.

Mit dem Roman „Entscheidung in der Rosenholzvilla“ hat Tabea Bach ihre Trilogie einen sehr fulminanten und stimmungsvollen Abschluss geschaffen. Ein wenig traurig bin ich dennoch, denn mit diesem Buch muss ich die Rosenholzvilla für immer verlassen, was mir sehr schwerfällt. Wenn es nach mir ginge, dürfte noch ein vierter Band folgen. Leider wird es kein Wiedersehen geben. Trotz einiger Tränen gibt es was Neues von der großartigen Tabea Bach und dies befindet sich in der Leseprobe.

Wer Lust und Laune auf die Villa bekommen hat und mehr über die Campanula erfahren möchte, ist hier bestens aufgehoben. Ein kleiner Buchtipp: „Weihnachten in der Rosenholzvilla“. In diesem Roman wird die Geschichte weitererzählt und das sollte kein Leser verpassen.
5 von 5 Sternen und ein Muss für Liebhaber/innen, die mehrteiligen Familiensagas lieben.



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Veröffentlicht am 02.03.2025

Spannende Fortsetzung der Münchner Ärztinnen

Goldene Zeiten. Die Münchner Ärztinnen
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Nachdem ich mit großer Begeisterung den Auftaktband „Goldene Träume“ der Trilogie „Die Münchner Ärztinnen“ gelesen habe, wartete ich voller Ungeduld, wie es mit den drei Freundinnen weitergehen wird. Im ...

Nachdem ich mit großer Begeisterung den Auftaktband „Goldene Träume“ der Trilogie „Die Münchner Ärztinnen“ gelesen habe, wartete ich voller Ungeduld, wie es mit den drei Freundinnen weitergehen wird. Im Januar 2025 war es endlich soweit. Unter dem Pseudonym Ina Bach hat Regina Ramstetter nun ihr neustes Werk „Goldene Zeiten – Die Münchner Ärztinnen“, dass im Goldmann – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Meine Reise ins damalige München konnte, rein buchtechnisch, starten.

Wie schon beim vorherigen Teil konnte mich der bildhafte und flüssige Schreibstil erneut in seinen Bann ziehen. Dies hatte zufolge, dass ich das Buch nicht einfach so zu Seite legen konnte. Ich wollte, nein, musste wissen, wie es mit den drei Freundinnen weitergeht. Wer bereits schon den ersten Band gelesen hat, kennt die authentischen und detaillierten Charaktere. Für mich war es eine Art Wiedersehen unter Freunden.

Wo der erste Teil im Jahr 1899 endet, starten wir im Herbst 1902.
Lulu, Fanny und Elsa verfolgen immer noch ihren großen Traum: eines Tages und ganz offiziell Medizin an einer Münchner Universität studieren zu dürfen. Aber die Verwirklichung erweist sich steiniger als gedacht. Das Königreich Bayerns ist immer noch gegen die Zulassung von Frauen an der Uni, aber dass hält die drei Freundinnen nicht davon ab, dafür zu kämpfen, dass dies bald geändert wird. Bevor sie überhaupt über ein mögliches Studium nachdenken, müssen sie zuvor die Abiturprüfungen erfolgreich ablegen. Was letzteres anbelangt ist Lulu weniger zuversichtlich. Sie hat Angst, dass sie die Prüfung nicht bestehen wird und somit das Studium abschreiben kann.

Währenddessen arbeitet Elsa weiterhin in der Kinderklinik als Wächterin und dieser Job bereitet ihr immer noch große Freude. Allerdings macht ein junger Assistenzarzt ihr das Leben zur Hölle. Er schikaniert sie, wo er nur kann. Aber nicht nur beruflich läuft es nicht ganz so gut, auch privat legt man ihr Steine in den Weg. Ihr Mutter weigert sich, sie im Studium zu unterstützen und auch die Suche nach ihrer Tochter zerreißt ihr das Herz. Wird sie dennoch ihren Traum Ärztin zu werden, verwirklichen können?

Was Fanny anbelangt, geht es ihr auch nicht besser. Zwar studiert sie, aber nicht unter ihrem Namen, sondern als Anton Painter, ihrem Zwillingsbruder. Falls sie das Examen erfolgreich abschließen sollte, ist es keinen Pfennig wert. Die Situation ist mehr als verfahren, aber auch finanziell sieht es nicht besser aus.

Trotz der vielen Hindernisse geben die drei nicht aus und jede noch so kleine Möglichkeit wird ergriffen, um ihr Recht als angehende Studentinnen durchzusetzen.

Mit ihrem neuen Roman hat es Ina Bach erneut geschafft, dass damalige Münchner Leben mit all ihren Facetten und Widrigkeiten aufleben zu lassen. Dank ihrer guten und detaillierten Recherche, die sie in ihre fiktive Geschichte einfließen lässt, kann sich ihre Leserschaft auf eine sehr unterhaltsame, aber auch informative Zeitreise einlassen. Allein schon etwas über die damalige medizinische Arbeit zu erfahren, fand ich sehr interessant und spannend. Die knapp 483 Seiten wirken vielleicht im ersten Moment leicht abschrecken, aber dem ist nicht so. Der immer wiederkehrende Perspektivenwechsel lässt die Handlung aufleben und dies führt dazu, dass das Ganze nie langatmig oder gar langweilig wird. Eher im Gegenteil. Man kann es kaum erwarten, wie die Geschichte weitergehen wird.

Zum Glück brauche ich nicht allzu lange auf den Abschlussband zu warten, denn der soll voraussichtlich im März 2025 erscheinen.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Kann die Buchwelt gerettet werden?

Die magische Bibliothek der Buks 2: Das verfluchte Medaillon
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Nachdem im Juli 2024 der erste Band der Dilogie „Die magische Bibliothek der Buks“ erschienen ist, haben Nina George & Jens J. Kramer nun die Fortsetzung in die Buchläden gebracht. Ihr neustes Werk „Das ...

Nachdem im Juli 2024 der erste Band der Dilogie „Die magische Bibliothek der Buks“ erschienen ist, haben Nina George & Jens J. Kramer nun die Fortsetzung in die Buchläden gebracht. Ihr neustes Werk „Das verfluchte Medaillon“ ist Februar 2025 im Planet! – Verlag veröffentlicht worden. Mit Beendigung des ersten Teils, den ich mit großer Begeisterung las, wartete ich ungeduldig und zugleich neugierig darauf, wie die Abenteuer rund um die Buks weitergehen werden. Endlich war es soweit.
Im vorherigen Buch konnte mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autoren voll und ganz überzeugen. Bereits die ersten Sätze zogen mich sofort in ihren Bann bzw. ins Geschehen. Die Buks und ihre Magie trugen dazu bei, dass ich dieses Buch nicht so einfach beiseitelegen konnte. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es mit den vier Freunden und der Buks Bibliothek weitergehen wird. Die 15 Buks sind einfach herzallerliebst.
Das Buchcover hat Wiedererkennungswert. Es sieht dem vorherigen Band sehr ähnlich und so weiß der Leser direkt, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Zudem gefallen mir die detailreichen Gestaltungen, so wie bei Cover als auch im Innenleben des Buches. Ein großes Kompliment an den oder die Illustratoren.
Apropos zusammengehören: Diese Reihe ist nicht für Quereinsteiger gedacht. Nicht nur, dass die Bände nahtlos aneinanderknüpfen, nein, man erhält auch sehr viele Fakten nicht, die für die weitergehende Geschichte sehr wertvoll und nützlich sind. Meiner Meinung nach lohnt es sich, die beiden Bücher direkt hintereinander weg zu lesen.
Rückblick: Die Buks sind ratlos. Ihre Bücher, die sich in der magischen Bibliothek befinden, sind von der Bleichkrankheit befallen. Um diese aufzuhalten müssen sie den Buchmeister finden. Aber keiner hat die leiseste Ahnung, wo er sich aufhält. Ihre menschlichen Freunde Nola, Finn und Mira wollen den Buks helfen. Nur wie? Geraldine ist ihnen gefolgt und in der Buk Bibliothek kommt es zum Verhängnis. Geraldine fällt ins Kraftbuch. Um sie zu retten stürzen Nola und Finn hinterher.
Mit Hilfe des Kristallmedaillons wollen sie den verschwundenen Buchmeister finden. Allerdings ist dies nicht ganz ungefährlich oder gar einfach. Auf ihrer Suche treffen sie auf den einen oder anderen Freund oder Feind.
Zeitgleich in der menschlichen Welt: Thommy und Mira entdecken die Buchgilde und dabei kommen dem unbekannten Buchzerstörer verdammt nahe.
Auch bei den Buks herrscht reges Treiben, denn auch sie wollen die Zerstörung ihrer geliebten Bücherwelt verhindern. Die Mission „Draußen“ wird gegründet. Sie heißt nicht nur so, nein, ein paar kleine Buks müssen ihre magische Welt verlassen und in der menschlichen Welt Abenteuer überstehen. Man kann nur hoffen, dass alles gut gehen wird

Die magische Bibliothek der Buks „Das verfluchte Medaillon“ ist wieder ein spannendes Buchabenteuer, dass mich auf seine ganz besondere Art und Weise gefesselt hat. Nicht nur, dass ich die Buks in mein Herz geschlossen habe. Nein, was mir besonders gut gefiel war, dass man nie vorher wusste, was im nächsten Moment passieren wird. Ein magisches Abenteuer jagt das andere und am Ende fügt sich alles perfekt zusammen. Selbst das Kapitel „Einige Zeit später“ rundet das Finale perfekt ab. Zudem fanden zahlreichen Kinder – und Jugendbücher namentlich hier ihren Platz und das macht Lust, dass eine oder andere Buch mal zu lesen.
Ich kann die Dilogie rund um die Magische Bibliothek der Buks nur weiterempfehlen. Sie eignet sich perfekt zum Vorlesen oder auch zum selber lesen.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Carl Bruns zweiter Fall

Alte Taten, neuer Zorn
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Nach der Veröffentlichung des Debütkrimi „Helle Tage, dunkle Schuld“ hat Eva Völler nun ihr neustes Werk „Alte Taten, neuer Zorn“, dass im Oktober 2024 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. 2023 ...

Nach der Veröffentlichung des Debütkrimi „Helle Tage, dunkle Schuld“ hat Eva Völler nun ihr neustes Werk „Alte Taten, neuer Zorn“, dass im Oktober 2024 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. 2023 durfte ich mich von dem kriminalistischen Talent der Autorin überzeugen und fieberte einem neuen Carl Bruns Fall entgegen.

Wie bereits beim vorherigen Band konnte mich auch hier der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin sofort in seinen Bann ziehen. Bereits nach den ersten Seiten stand ich mitten im Geschehen, was dem bildhaften Erzählstil und den authentischen Charakteren zu verdanken ist.

Im neusten Fall geht es um Richter Dr. Vahrendonk, der im Gerichtsgebäude plötzlich tot zusammenbricht. Beim genaueren Hinsehen weiß sofort jeder, dass hier Mord im Spiel ist. Kriminalkommissar Carl Bruns und sein Assistent Harry Bloom übernehmen den Fall. Zwar laufen ihre Ermittlungen in alle Richtungen, aber in Vahrendonks Vergangenheit scheint der Fokus zu liegen, denn diese reicht bis in die Nazi-Zeit zurück. Was Carl und Harry darüber erfahren, lässt auch sie nicht kalt. Vahrendonk soll seine richterliche Macht dazu missbraucht haben, dass andere Menschen starben. Kann es sein, dass einer der Angehörigen jetzt Rache sühnt? Motive und Verdächtige gibt es viele, aber wer von ihnen hat diese Tat tatsächlich begangen? Für die beiden Ermittler ein sehr heikler Fall und zudem sitzt die Justiz ihnen im Nacken, denn die wollen den Fall schnellst möglich vom Tisch haben.
Carl steht aber nicht nur beruflich unter Stress, auch privat läuft es nicht gerade rosig. Seine künftige Frau erhält eine Hiobsbotschaft und falls diese stimmen sollte, droht die anstehende Hochzeit zu platzen.

Mit „Alte Taten, neuer Zorn“ hat Eva Völler erneut bewiesen, dass in ihr eine brillante Krimiautorin steckt. Kaum das ich das Buch begonnen hatte, da zog es mich regelrecht in seinen Bann. Während des Lesens merkte ich, wie schwer es mir fiel, dieses Buch vorzeitig aus den Händen zu legen. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es weitergeht. Wer bereits den ersten Fall gelesen hat, weiß, dass die Autorin wahre Begebenheiten in ihre fiktiven Handlungen einwebt. Dieses Mal entführt sie ihre Leserschaft in eine Zeit, wo richterlichen Machenschaften missbraucht wurden, nur um anderen Menschen Schaden zu zufügen. Auch wenn es sich hierbei, wie schon erwähnt, um eine fiktive Geschichte handelt, so könnte sie auch hundertfach irgendwo stattgefunden haben. Keine Angst, auch wenn diese in der Nachkriegszeit spielt, kommt der Spannungsbogen definitiv nicht zu kurz. Dank der vielen Täter und Wendungen wird er immer auf allerhöchstem Niveau gehalten und dies bleibt bis zum guten Schluss. Das genau das, was ein guter Krimi ausmacht: ein unvorhergesehenes Ende!

Ich kann die Carl Bruns Reihe nur weiterempfehlen. Auch wenn die beiden Fälle unabhängig voneinander gelesen werden können, so sollte man bei Buch eins beginnen. Man verpasst sonst wichtige Zusammenhänge, die im nach hinein wertvoll sind.
5 von 5 Sternen.

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