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Veröffentlicht am 30.03.2019

Thies siebter Fall

Mörder mögen keine Matjes
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Inhaltsangabe:

Am Strand von Fredenbüll wird ein Container mit altem Elektromüll angeschwemmt, aber nicht nur das: zwischen all dem Schrott liegt auch ein Toter. Nur wer ist diese Person? Wenn einer das ...

Inhaltsangabe:

Am Strand von Fredenbüll wird ein Container mit altem Elektromüll angeschwemmt, aber nicht nur das: zwischen all dem Schrott liegt auch ein Toter. Nur wer ist diese Person? Wenn einer das herausfinden kann, dann der Dorfpolizist Thies Detlefsen. Die erste heiße Spur führt ihn nach Hamburg und dort trifft er seine Ex-Kollegin Nicole Stappenbek wieder. Zusammen wollen sie diesen mysteriösen Fall lösen. Man darf gespannt sein, wie Thies sich in der Großstadtmilieu zurecht findet….



Mörder mögen keine Matjes von Krischan Koch ist bereits der siebte Fall für Thies Detlefsen und für mich der fünfte. Ich liebe diese Krimireihe und freue mich immer wieder, wenn ein neuer Fall ins Haus steht.

Der Klapptext versprach mir erneut eine sehr spannende Geschichte um Thies und Fredenbüll zu werden und so war dem auch.



Der Schreibstil des Autors ist leicht, angenehm und humorvoll zu gleich. Krischan Koch schafft es immer wieder den friesischen Charme mit einer gehörigen Portion Witz zu vermischen, so dass der eine oder andere Lacher schon vorprogrammiert ist. Auch wer dem norddeutschen Dialekt nicht mächtig ist, wird ihn verstehen und vor allen Dingen lieben. Genau das ist es, was diesen Küsten - Krimi so einzigartig macht.

Wer die vorherigen Bände schon kennt, wird alte Bekannte wiedertreffen und für mich war es, wie nach Hause kommen. Ich fühle mich auf Fredenbüll schon so heimisch, dass ich mindestes einmal, dank des Krimis, dort hinreisen will und darf. Allerdings zieht Thies neuer Fall ihn nach Hamburg und so gibt es nur ein kurzes Intermezzo auf Fredenbüll. Dort trifft er seine Ex- Kollegin Nicole Stappenbek wieder und nicht nur das: sie ermitteln sogar zusammen. Aber wer jetzt denkt, dass die Stammbelegschaft der Hidden Kist untätig zu Hause rum sitzt der irrt. Irgendwann treffen alle in der schönen Hansestadt ein und so gibt es den einen oder anderen „Stammtisch“ auf der Reeperbahn. Während Thies und Nicole den Fall zu lösen versuchen, bekommt der Leser auch noch eine kleine Sightseeingtour geboten. Krischan Koch hat es wieder einmal mehr geschafft, aktuelles Zeitgeschehen wie die Müllentsorgung aufzugreifen und in seinem neusten Fall zu verarbeiten. Dies ist nur eins der Themen, die er anschneidet. Geldgier, Drogen und Familienproblematik stehen auch noch auf dem Plan und aus all den „Zutaten“ hat er einen spannenden Plot gestrickt. Auch schafft er es immer wieder seine Fälle so zu konzipieren, dass er den Leser zwar mit raten lässt, aber dank der zahlreichen Wendungen ihn immer wieder auf falsche Fährten schickt. So kann der Spannungsbogen von Anfang bis zum Schluss konstant aufrecht gehalten werden und auf den letzten Seiten wird das Geheimnis um den oder die Täter gelüftet. So sollte ein sehr guter Krimi sein.



Krischan Koch zählt für mich zu einem der besten Regionalkrimiautoren, denn seine Fälle sind aktuell, humorvoll und spannend zugleich. Pure Unterhaltung!

5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung obendrauf!

Veröffentlicht am 16.03.2019

Ein emotionales und und spannungsreiches Finale

Gut Greifenau - Morgenröte
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Inhaltsangabe:
1917 – 1919
Auf Konstantin wurde ein Mordanschlag verübt und überlebt schwerverletzt. Rebekka, die seine große Liebe ist, kümmert sich und pflegt ihn. Wird er es schaffen und falls ja, wird ...

Inhaltsangabe:
1917 – 1919
Auf Konstantin wurde ein Mordanschlag verübt und überlebt schwerverletzt. Rebekka, die seine große Liebe ist, kümmert sich und pflegt ihn. Wird er es schaffen und falls ja, wird er das Gut jemals weiterführen können? Was Konstantin allerdings noch nicht weiß, ist, dass sein Vater das Gut in eine wirtschaftliche Krise gebracht hat. Allerdings könnte diese durch eine Ehe zwischen Katharina und dem Neffen Ludwig zu Preussen finanziell behoben werden. Wird Katharina der Ehe zustimmen um damit das Gut zu retten, obwohl sie einen anderen liebt?

Nachdem ich die ersten beiden Bände der erfolgreichen Gut Greifenau Trilogie mit großer Begeisterung gelesen habe, wartete ich mit großer Spannung auf das Finale. Gut Greifenau „Morgenröte“, wie dieser letzte Band heißt, ist nun erschienen und wie mir der Klapptext auf dem Buch versprach, sollte es auch hier wieder ereignisreich und spannend weitergehen. Meine Erwartungen haben sich mehr als nur erfüllt.

Wie schon in den ersten zwei Bänden zuvor überzeugt Hanna Caspian erneut mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil, der mich sofort wieder in seinen Bann zog. Ab der ersten Seite wollte und konnte ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen, denn ich musste wissen, wie es mit und um der Familie Auwitz – Aarhayn weitergehen wird.
Kaum hatte ich mit dem Lesen angefangen, traf man die alten Bekannten des Gutes wieder. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Entwicklung der einzelnen Protagonisten. In jedem Band merkte ich, wie die Autorin die Figuren immer weiterwachsen ließ und diese sich der jeweiligen Lebenssituationen anpassen durften. Dadurch konnte man sich gut in die Personen hineinversetzen und sich mit ihnen identifizieren. Ihre Handlungen wurden realistisch und nachvollziehbarer.
Wer Hanna Caspians Bücher kennt, weiß mit welch einer Liebe zum Detail sie ihre Geschichten schreibt. In mühseliger Kleinstarbeit trägt sie historische Daten und Informationen zusammen und „strickt“ daraus eine fiktive Handlung, die aber einen authentischen und vor allem geschichtlichen Hintergrund hat. Wenn man es nicht besser wüsste, möchte man meinen, dass es die Familie Auwitz – Aarhayn und ihr Gut Greifenau tatsächlich so gegeben hat.
Der dritte Teil dieser Reihe spielt in den Jahren 1917 – 1919, d.h. es herrscht noch der erste Weltkrieg, der Kaisersturz und die Revolution folgen. Die Welt muss sich politisch neu ordnen. All diese Ereignisse, die durch die Nachkriegszeit (Hunger, Armut o.ä.) oder politischen Spannungen bzw. Umbrüchen stark geprägt wurden, sind brillant eingefangen und wiedergegeben worden. Man spürt die Angst, das Elend, die Hoffnung, an die sich die Menschen klammern, dass es irgendwann besser werden wird.
Aber nicht nur der politische Aspekt ist hier perfekt herausgearbeitet worden, sondern auch die Geschichte um Familie Auwitz – Aarhayn. Um nicht allzu viel von dem Inhalt zu verraten möchte ich nur sagen, dass es sehr emotional und spannend weitergeht. Ich habe mitgefiebert, ob Konstantin den Anschlag überlebt oder nicht. Was ist mit den Heiratsplänen um Katharina und dem Neffen Ludwig zu Preussen? Wie wird es der Familie nach dem Krieg ergehen und werden sie das Gut weiter bewirtschaften können oder sogar verlieren?
Hanna Caspian hat ein Fulminates Abschlussbuch geschrieben, dass es mir sehr schwer macht, dieses Gut jetzt zu verlassen. Zu gerne hätte ich hier noch den einen oder anderen Band gelesen.

Für mich war es das Lesehighlight und es hat mir sehr emotionale und spannende Lesemomente beschert. Ich kann diese Trilogie nur jedem ans Herz legen und empfehlen, sie zu lesen. Es lohnt sich!!!

Veröffentlicht am 04.03.2019

Konnte mich nicht so recht überzeugen

Café Engel
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Inhaltsangabe:
Familie Koch betreibt in Wiesbaden das berühmte Cafe Engel, dass den zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat. Jetzt will Hilde Koch, die Tochter, das Cafe wiedereröffnen, aber nur ...

Inhaltsangabe:
Familie Koch betreibt in Wiesbaden das berühmte Cafe Engel, dass den zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat. Jetzt will Hilde Koch, die Tochter, das Cafe wiedereröffnen, aber nur wie. Wichtige Lebensmittel fehlen und wer hat nach dem Krieg noch das Geld sich in ein Cafe zusetzen. Aber Hilde glaubt an ihre Willensstärke und trotz aller Widrigkeiten eröffnen sie wieder….
Luisa lebt mit ihrer Mutter auf einem Gut, aber als der Lebensgefährte der Mutter stirbt, müssen beide den Hof verlassen. In Stettin bauen sie sich eine neue Existenz auf, aber der Beginn des zweiten Weltkrieges vernichtet all ihre Träume und sie müssen flüchten. Die Flucht soll sie beiden zu ihren Verwandten nach Wiesbaden bringen.
Wie wird Luisas Mutter ihrem Bruder Heinz Koch, der das Cafe Engel betreibt auf seine Schwester und deren Tochter reagieren? Schließlich haben sie sich seit etlichen Jahren nicht mehr gesehen…

Cafe Engel „Eine neue Zeit“ von Marie Lamballe ist der Auftakt einer neuen Reihe. Der Klapptext hat meine Neugierde geweckt, denn dieser versprach mir eine spannende Geschichte zu werden. Aber irgendwie war dem nicht so…

Der Schreibstil der Autorin war flüssig und leicht. Ab der ersten Seite findet sich der Leser in dem berühmten Cafe Engel wieder. Sofort steigt einem der leckere Duft nach Kaffee und Backwaren in die Nase. Dank der brillanten Beschreibung konnte ich mir das bunte Treiben in diesem Cafe sehr gut vorstellen. Die zahlreichen Charaktere waren allesamt facettenreich dargestellt worden. Musiker, Schauspieler, Mitarbeiter der Requisite oder auch die Normalbürger trugen dazu bei, die Vielschichtigkeit perfekt wieder zu spiegeln.
Leider konnte ich mich an manchen Stellen nicht in sie hineinversetzen und ihre Handlungsweise nicht nachvollziehen. Hinzu kamen noch einige Meinungswechsel, die mir mir etwas zu sprunghaft waren. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie die nötige Stabilität bekommen und Zeit zum Wachsen erhielten. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass mir eine der Personen so richtig ans Herz gewachsen ist.
Die Kulisse, hingegen, war detailliert und authentisch eingefangen und wiedergespiegelt worden. Ein sehr gelungenes Szenario in der die Geschichte spielen durfte.

Die Handlung zeichnet sich vor allem durch die vielen Perspektivenwechsel aus. Normalerweise finde ich gerade das interessant, aber hier waren es mir definitiv zu viele, in die ich mich hineinversetzen musste. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus sich auf Hilde und Luisa konzentriert und die anderen Figuren eine untergeordnete Rolle gespielt hätten. Was den Klapptext des Buches unterstrichen hätte. Dieses Aufeinandertreffen der beiden fand leider erst im letzten Drittel dieses Romans statt, was ich sehr schade fand. Die Geschichte an sich war nicht so schlecht, aber an manchen Stellen ein wenig langatmig und dadurch plätscherte sie ein wenig vor sich hin. Manchmal musste ich mich wirklich zusammenreisen, um es weiterzulesen.
Das letzte Drittel wirkte auf mich sehr gehetzt und es entstand der Eindruck, dass diese Geschichte unbedingt zu Ende gehen musste. Die Ereignisse und Happy Ends gaben sich förmlich die berühmte Klinge in die Hand. Das war mir einfach zu viel Gutes auf einmal. Wenn ich bedenke, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, muss ich feststellen, dass dieser Roman auch für sich allein stehen kann. So einen abgeschlossenen Eindruck macht er auf mich. Mir fehlt der berühmte Cliffhanger, der mich neugierig auf die weiteren Bände macht. Leider fehlt dieser und ob ich den zweiten Band dieser Reihe noch lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Der berühmte Funke sprang leider nicht über….schade!

Die Grundidee zu diesem Buch fand ich klasse, aber die Umsetzung lies an vielen Stellen sehr zu wünschen übrig. Schade, dass hier Potenzial ungenutzt liegen geblieben ist. Hätte man mehr daraus machen können….


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Authentizität
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.03.2019

Das Heinrich Problem - pures Lesevergnügen

Das Heinrich-Problem
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Inhaltsangabe:
Berti Fischer ist Coach in allen Beziehungs – und Lebensfragen, aber wie regelt man seine eigenen Probleme? Ab jetzt muss sich auch Berti diesem Problem stellen. Heinrich, ihr Ehemann, hat ...

Inhaltsangabe:
Berti Fischer ist Coach in allen Beziehungs – und Lebensfragen, aber wie regelt man seine eigenen Probleme? Ab jetzt muss sich auch Berti diesem Problem stellen. Heinrich, ihr Ehemann, hat ihr eröffnet, dass er in die gemeinsame Ehe keinen Sinn mehr sieht und er ausziehen will. Ein herber Schlag für Berti, aber es soll noch schlimmer kommen. Heinrich hat nicht nur seine Ehefrau betrogen, sondern auch etliche Menschen in seinem Umfeld. Berti beschließt Rache zu nehmen. Nur wie? Soll sie sich mit den anderen Frauen zusammenschließen? Wie werden diese auf Bertis Vorschlag reagieren? Nicht nur für Berti beginnt eine turbulente Zeit…..

Das Heinrich Problem ist der erste Roman von Alexandra Holenstein und das Cover dieses Buches hat meine Neugierde nahezu geweckt. (Es erinnerte mich ein wenig an die Romane von Ellen Berg). Als ich dieses Buch sah, wusste ich, dass ich dieses Werk unbedingt lesen muss und so war es dann auch.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, dass den Leser sofort in seinen Bann zieht. Ab der ersten Seite war ich mittendrin in Bertis Geschichte und konnte diesen Roman einfach nicht mehr aus den Händen legen. Rein theoretisch könnte man dieses Buch in einem durch lesen, aber Vorsicht: Wer dies macht, könnte die eine oder andere Pointe überlesen und das wäre einfach zu schade. Hier sollte man Wort für Wort genießen. Auch wenn es sich hierbei um den allerersten Roman von der Autorin handelt, eines weiß ich jetzt schon: Ich liebe diesen Wortwitz, der mich hier und da lauthals auflachen ließ. Bei diesem Roman setzte sofort das Wohlfühlgefühl ein. Ich durfte nicht nur eine Geschichte lesen, sondern zeitgleich entstand auch ein herrliches Kopfkino. Ach, ich liebe solche Bücher!


Die Charaktere sind so lebensnah und authentisch dargestellt worden, dass man sie einfach mögen muss. Ganz egal, um wenn es sich hierbei handelt. Selbst Heinrich hat ein wenig Mitgefühl verdient. Auf die einzelnen Personen möchte ich nicht so eingehen, sonst würde ich zu viel verraten und das könnte den Lesegenuss ein wenig schmälern. Allerdings muss ich den einen oder anderen Satz über Heinrichs Tochter Juliane doch noch los werden. An manchen Stellen hätte ich sie gerne das eine oder andere Mal kräftig geschüttelt und „Aufwachen Mädel“ gerufen. Okay…bei manchen dauert es halt ein wenig, bis sie den wahren Charakter eines Menschen sehen.

Die Handlung zeichnet sich hier durch den eingestreuten Wortwitz und die gelungene Situationskomik aus. Es ist einfach zu schön, Berti dabei zu zusehen, wie sie ihren „Rachefeldzug“ gegen ihren Ehemann Heinrich plant und durchziehen will. Während des Lesens fiebert man auch mit und fragt sich: wird sie tatsächlich ihre Rachepläne durchziehen oder bricht sie das Ganze ab? Je weiter man las, desto mehr Spaß machte es, die Entwicklung der Geschichte mitzuerleben. Hier und da wirkt das ganze Geschehen ein wenig überzogen, aber genau das ist das berühmte i- Tüpfelchen, dass die Handlung ausmacht. Einfach grandios und es ist ein wahrer Lesegenuss den der Leser hier ausgesetzt wird.

Ich fand das Ende sehr stimmig und rundet diese Geschichte perfekt ab. Der Epilog ließ mich ein wenig in Bertis neues Leben blicken.

Danke Alexandra Holenstein für diese humorvolle und wunderbare Geschichte, die mir ein paar heitere Lesestunden beschert haben. Ich hoffe, dass ich noch einige Bücher von dir zu lesen bekomme. Viel Erfolg und alles Gute für deinen weiteren Autorenweg!!!


Veröffentlicht am 28.02.2019

Konnte mich nicht so recht überzeugen

Allee unserer Träume
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Inhaltsangabe:
Die Architektin Ilse nimmt, stellvertretend für ihren Vater, an einem Wettbewerb für den Bau der Arbeiterpaläste in der Karl – Marx – Straße in Ostberlin teil. Die Chancen, dass ihre Ideen ...

Inhaltsangabe:
Die Architektin Ilse nimmt, stellvertretend für ihren Vater, an einem Wettbewerb für den Bau der Arbeiterpaläste in der Karl – Marx – Straße in Ostberlin teil. Die Chancen, dass ihre Ideen akzeptiert und genommen werden, stehen für sie mehr als gut. Dank des Aufeinandertreffens mit ihrem Schwager und einer Lüge ändert sich ihre Lage und schafft sie es, trotz zahlreichen Schwierigkeiten und Abstrichen, ihre Pläne durchzusetzen.

Allee unserer Träume ist der gemeinsame Roman von Ulrike Gerold und Wolfgang Hänel. Der Schreibstil des Autorenpaares ist flüssig und ab der ersten Seite entführen sie den Leser in das Leben der jungen Architektin Ilse.
Die Charaktere, bis auf Ilse / Marga konnten mich auch nicht so in ihren Bann ziehen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ilses Person fand ich schon sehr interessant und auch authentisch dargestellt. Ihren Weg zu verfolgen bereitet auch sehr viel Spaß, aber leider war es das auch.

Dieses Buch ist in 5 Abschnitten unterteilt. Zum einen gibt es einen Prolog, der im Jahr 1932 spielt. Hier lernen wir Ilse und ihren Vater kennen. Im nächsten Abschnitt befinden wir uns im Jahr 1940 – 1949 und 1950 und da geht es um Ilse, ihrem Schwager Helmut, einer Lüge und ihre Karriere als Architektin. Danach geht es im Jahr 1951 -1953 weiter, in dem die Entstehung der Karl – Marx – Allee Fortschritte macht und Ilses Leben eine Wende bekommt. Der vorletzte Abschnitt wird der Leser 25 Jahre ins Jahr 1978 später versetzt. Ilse hat ein neues Leben angefangen und ihre Tochter Friederike ist schon erwachsen. Zum guten Schluss folgt der Epilog, der im Jahr 1989 spielt. Die Wende ist erfolgt und Mutter und Tochter reisen in die ehemalige DDR um einen guten Freund wiederzusehen. Zudem ist jedes der Kapitel mit einer kleinen Zusammenfassung versehen, die man lesen kann aber nicht muss.
Normalerweise liebe ich die Geschichten über Berlin und deren Entstehung, aber hier bin ich ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite war es sehr informativ und spannend, wie die Karl – Marx – Allee entstand und wie Ilses / Margas Leben als Architektin weitergeht. Zum anderen war es stellenweise zu langatmig und zu informativ. Das Buch musste ich mehrfach zur Seite legen, so schwirrte mir vor lauter Informationen und Ereignissen über die politischen Geschehnisse der Kopf. Da wäre weniger mehr gewesen.
Irgendwie fehlte mir der perfekte Abschluss dieses Romans. Es war mir nicht stimmig genug.

Schade, das Buch konnte mich nicht so fesseln wie ich es mir vorgestellt habe und blieb hinter meinen Erwartungen. Schade, hatte mir ein wenig mehr erhofft.
3 - 31/2 Sterne.